Erklärung medizinischer Begriffe

Aus CK-Wissen
(Weitergeleitet von Obstipation)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Hier werden Fachwörter kurz und in Alltagssprache erklärt; wo ein Begriff eine eigene ausführliche Seite hat, führt ein Klick auf das Wort dorthin. Die Kurzerklärungen zu Kopfschmerzformen folgen der Internationalen Kopfschmerzklassifikation ICHD-3, viele allgemeine Begriffe dem Glossar von gesundheitsinformation.de; die Belege stehen unten. Die Erklärungen ersetzen kein Gespräch mit Ärztin oder Arzt.

A - D

  • Agitiertheit – starke innere und körperliche Unruhe: Man kann nicht still sitzen oder liegen, läuft umher oder wiegt sich hin und her. Laut Kopfschmerzklassifikation gehört „körperliche Unruhe oder Agitiertheit“ zu den möglichen Zeichen einer Cluster-Attacke.[1]
  • Agonist – Stoff, der an einer Andockstelle (Rezeptor) eine Wirkung auslöst; Triptane zum Beispiel wirken an Andockstellen für Serotonin.
  • Allodynie – Schmerz durch Reize, die normalerweise nicht wehtun[2], zum Beispiel Berührung oder Haarekämmen.
  • anabol – aufbauend: Stoffwechselvorgänge, bei denen der Körper Substanz aufbaut (Gegenteil: katabol).
  • anal – den After betreffend; bei Arzneimitteln die Gabe über den After in den Enddarm (Fachwort: rektal), zum Beispiel als Zäpfchen.
  • Anamnese – Gespräch zwischen Ärztin oder Arzt und Patient über die Vorgeschichte und die Beschwerden; der erste Schritt zur Diagnose.[3]
  • Anatomie – Lehre vom Bau des Körpers.
  • Angina Pectoris – „Brustenge“: Schmerzen oder Engegefühl in der Brust, meist weil Herzkranzgefäße verengt sind und der Herzmuskel zu wenig Blut und Sauerstoff bekommt.[4]
  • angiologisch – die Blutgefäße und ihre Krankheiten betreffend (Angiologie = Lehre von den Gefäßkrankheiten).
  • Anomalie – Abweichung vom Normalen, zum Beispiel eine angeborene Fehlbildung eines Organs oder Blutgefäßes.
  • Antagonist – Gegenspieler: Stoff, der eine Andockstelle blockiert, zum Beispiel Kalziumantagonisten wie Verapamil.
  • Antidepressiva (Einzahl Antidepressivum) – Medikamente gegen Depressionen.[5] Manche werden auch gegen Nervenschmerzen oder zur Vorbeugung von Migräne und Spannungskopfschmerz eingesetzt, zum Beispiel Amitriptylin.[6] Wichtige Gruppen sind die SSRI, die SNRI, die trizyklischen Antidepressiva und die MAO-Hemmer.[7]
  • Antiepileptika – Mittel gegen epileptische Anfälle; einige werden auch zur Vorbeugung von Kopfschmerzen eingesetzt (zum Beispiel Topiramat und Valproinsäure).
  • Aorta – Hauptschlagader: das größte Blutgefäß des Körpers; sie entspringt aus der linken Herzkammer.
  • Applikation – Verabreichung eines Medikaments, zum Beispiel als Tablette, Spritze oder Nasenspray.
  • Arteria carotis – Halsschlagader.
  • Arterien – Schlagadern: Blutgefäße, die das Blut vom Herzen weg in den Körper führen (Gegenstück: Venen).
  • Aspirin – Name des Originalpräparats mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure.[8]
  • ASS (Acetylsalicylsäure) – Mittel gegen Schmerzen, Entzündung und Fieber aus der Gruppe der NSAR; hemmt die Blutgerinnung.[9] Zur Wirkung bei Cluster-Attacken siehe Gängige Schmerzmittel.
  • Ätiologie – die Ursache(n) einer Krankheit und die Lehre davon.
  • Attackenkupierung (kupieren) – das Beenden einer laufenden Attacke (Akutbehandlung).
  • Aura – bei der Migräne mit Aura: für Minuten anhaltende, vollständig vorübergehende Seh-, Gefühls- oder Sprachstörungen, denen meist der Kopfschmerz folgt.[10]
  • Autoinjektor – Fertigspritze, mit der man sich ein Medikament ohne fremde Hilfe unter die Haut spritzen kann.
  • autonom – selbstständig; in der Medizin oft für Körpervorgänge, die das vegetative (autonome) Nervensystem steuert und die man nicht willentlich beeinflussen kann.[11]
  • autonome Erkrankung – hier: eigenständige Krankheit, die nicht Folge einer anderen Krankheit ist (siehe auch Primärkopfschmerz).
  • Autosuggestion – Selbstbeeinflussung: sich selbst etwas einreden, bewusst oder unbewusst.
  • AV-Blockierung – Herzrhythmusstörung, bei der die Erregung zwischen Vorhöfen und Herzkammern verzögert oder unterbrochen wird; wichtig bei der Behandlung mit Verapamil.
  • AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) – Dachverband der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland. Sie führt das Leitlinienregister, in dem die Leitlinien der Mitgliedsgesellschaften mit ihrer Entwicklungsstufe (S1, S2k, S2e oder S3) erscheinen.[12]
  • Beobachtungsstudie – Studie, in der die Forschenden nicht eingreifen, sondern nur beobachten, zum Beispiel wie es Menschen mit einer bestimmten Behandlung ergeht. Sie kann Zusammenhänge zeigen, Ursache und Wirkung aber weniger sicher belegen als eine randomisierte kontrollierte Studie (siehe unten).[13]
  • bilateral – beidseitig.
  • Bing-Horton-Syndrom – früherer Name für den Cluster-Kopfschmerz, nach dem US-amerikanischen Arzt Bayard T. Horton und dem Schweizer Neurologen Robert Bing (siehe Geschichte des Cluster-Kopfschmerzes). Die Kopfschmerzklassifikation nennt unter den früheren Namen das Horton-Syndrom, das Harris-Horton-Syndrom und die Bing-Erythroprosopalgie.[1] Nicht zu verwechseln mit dem Morbus Horton: So heißt eine Entzündung großer und mittelgroßer Arterien, vor allem der Schläfenarterien (Riesenzellarteriitis), die Horton ebenfalls beschrieben hat; sie muss sofort behandelt werden, weil sonst Erblindung droht.[14]
  • Bradykardie – zu langsamer Herzschlag: bei Erwachsenen in Ruhe weniger als 60 Schläge pro Minute.[15]
  • cerebral – das Gehirn betreffend (heute meist „zerebral“ geschrieben).
  • CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptide) – Botenstoff, den Fasern des Trigeminusnervs freisetzen; er erweitert Blutgefäße und ist an der Weiterleitung von Kopfschmerz beteiligt. In einer Studie von 1994 war er in Blutproben aus der Halsvene auf der Schmerzseite während Cluster-Attacken erhöht und sank nach Sauerstoff oder Sumatriptan wieder auf normale Werte.[16] Gegen CGRP oder seinen Rezeptor richten sich neuere Mittel, etwa der Antikörper Galcanezumab.
  • CH = Abkürzung für (engl.) Cluster Headache
  • chronic fatigue syndrome – englisch für chronisches Erschöpfungssyndrom (Abkürzung CFS).
  • Chronikerregelung – Regel der gesetzlichen Krankenversicherung zur niedrigeren Belastungsgrenze bei Zuzahlungen für schwerwiegend chronisch Kranke (siehe dort).
  • Chronischer Cluster-Kopfschmerz – Attacken über ein Jahr oder länger ohne Pause oder mit Pausen von weniger als 3 Monaten.[17]
  • chronisches Erschöpfungssyndrom – siehe chronic fatigue syndrome.
  • circadian – im Rhythmus von etwa einem Tag (24 Stunden), „zirkadian“; gemeint ist die innere Uhr des Körpers.
  • CK = Abkürzung für Cluster-Kopfschmerz
  • CKS = Abkürzung für Cluster-Kopfschmerz Syndrom
  • Cluster-Migräne – gelegentlich gebrauchte Wortschöpfung für Beschwerden, die Merkmale von Migräne und Cluster-Kopfschmerz zugleich zeigen.
  • Computertomografie (CT) – spezielle Röntgenuntersuchung, die Schnittbilder des Körpers erzeugt; wie jede Röntgenuntersuchung mit Strahlenbelastung.[18]
  • Corticosteroide – Kortison und ähnlich wirkende, künstlich hergestellte Wirkstoffe (Kortikoide), die Entzündungen hemmen.[19]
  • CPH Chronisch paroxysmale Hemikranie – seltene Kopfschmerzform mit starken, einseitigen Attacken von 2 bis 30 Minuten, die mehrmals am Tag auftreten, mit ähnlichen Begleitzeichen wie beim Cluster-Kopfschmerz; spricht zuverlässig auf Indometacin an.[20]
  • CYP3A4 – Enzym vor allem in Leber und Darm, das viele Medikamente abbaut (eines der Cytochrom-P450-Enzyme). Stoffe, die es bremsen, etwa Verapamil oder Grapefruitsaft, können dazu führen, dass Medikamente, die über CYP3A4 abgebaut werden, sich im Blut anreichern und stärker wirken. Stoffe, die es anregen, etwa Carbamazepin oder Johanniskraut, können deren Wirkung abschwächen.[21]
  • Darmträgheit – verlangsamte Darmtätigkeit, oft mit Verstopfung (siehe Obstipation).
  • Darmverschluss – Fachbegriff Ileus: Der Darminhalt kann nicht weitertransportiert werden; ein Notfall.
  • Deep brain stimulation (DBS) – englisch für Tiefenhirnstimulation: Eingepflanzte Elektroden geben im Gehirn schwache elektrische Impulse ab.
  • degeneriert – zurückgebildet, verkümmert, abgebaut.
  • Deja-vu – das Gefühl, eine gerade erlebte Situation schon einmal erlebt zu haben.
  • Derivat – chemischer Abkömmling eines Stoffes.
  • DGN (Deutsche Gesellschaft für Neurologie) – Fachgesellschaft der Neurologinnen und Neurologen in Deutschland. Sie gibt Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie heraus; die Leitlinien zu Kopfschmerzen entstehen zum Teil gemeinsam mit der DMKG.[22]
  • Differenzialdiagnose – Abgrenzung von anderen Krankheiten mit ähnlichen Beschwerden, beim Cluster-Kopfschmerz zum Beispiel von Migräne, Trigeminusneuralgie oder paroxysmaler Hemikranie.
  • Dissektion – Einriss in der inneren Wandschicht einer Arterie, zum Beispiel der Halsschlagader (Arteria carotis) oder der Wirbelarterie; dabei dringt Blut in die Gefäßwand ein. Eine Dissektion kann plötzliche Kopf-, Gesichts- oder Nackenschmerzen verursachen und ist ein Notfall (Notruf 112), weil ein Schlaganfall droht.[23] Manchmal kommt ein Horner Syndrom hinzu, selten ähneln die Beschwerden einer Cluster-Attacke.[24]
  • DMKG (Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft) – wissenschaftliche Fachgesellschaft für Kopf- und Gesichtsschmerzen in Deutschland, gegründet 1979; in ihr arbeiten Fachleute aus Medizin, Pharmazie und Psychologie zusammen. Sie wirkt an den deutschen Leitlinien zu Kopfschmerzen mit und gibt Informationen für Betroffene heraus.[25]
  • DOI (Digital Object Identifier) – dauerhafte Kennung eines wissenschaftlichen Artikels; über https://doi.org/ findet man ihn auch dann, wenn sich seine Internetadresse ändert.
  • doppelblind – Aufbau einer Studie, bei dem weder die Teilnehmenden noch die Behandelnden wissen, wer das echte Mittel und wer das Scheinmittel (Placebo) bekommt. So sollen Erwartungen das Ergebnis möglichst wenig verfälschen.

E - L

  • EAN (European Academy of Neurology, Europäische Akademie für Neurologie) – europäische Fachgesellschaft der Neurologie, 2014 aus der EFNS und der European Neurological Society hervorgegangen. Sie veröffentlichte 2023 die europäische Leitlinie zur Behandlung des Cluster-Kopfschmerzes.[26]
  • EFNS (European Federation of Neurological Societies) – europäischer Verband neurologischer Fachgesellschaften und Vorgänger der EAN; seine Leitlinie zum Cluster-Kopfschmerz und den anderen trigemino-autonomen Kopfschmerzerkrankungen erschien 2006.[27]
  • Egoismus – Selbstsucht: eigene Interessen ohne Rücksicht auf andere verfolgen.
  • Egomanie – übersteigerte Ichbezogenheit.
  • Egozentrik – Ichbezogenheit: alles auf sich selbst beziehen.
  • EKG (Elektrokardiogramm) – schmerzlose Aufzeichnung der elektrischen Herzströme über Elektroden auf der Haut.[28] Beim Cluster-Kopfschmerz wird vor Beginn einer Behandlung mit Verapamil und danach regelmäßig, vor allem nach einer Erhöhung der Dosis, ein EKG empfohlen, weil Verapamil die Weiterleitung der elektrischen Signale im Herzen verlangsamen kann (siehe AV-Blockierung).[29][30]
  • Epidemiologie – Lehre von der Verbreitung von Krankheiten in der Bevölkerung (wie viele, wer, wo) und ihren Ursachen.
  • Epilepsie – Erkrankung mit wiederholten Krampfanfällen durch plötzliche, übermäßige Entladungen von Nervenzellen im Gehirn.
  • Epiphyse – Zirbeldrüse: kleine Drüse im Gehirn, die das Hormon Melatonin bildet.
  • Episoden – Zeiträume, in denen Cluster-Attacken auftreten („Clusterepisoden“); beim episodischen Verlauf 7 Tage bis 1 Jahr.[31] Genauer: die Zeit, in der die Attacken regelmäßig mindestens jeden zweiten Tag auftreten[2]; sie dauert meist 2 Wochen bis 3 Monate.[31]
  • Episodischer Cluster-Kopfschmerz – Attacken in Episoden von 7 Tagen bis 1 Jahr, getrennt durch schmerzfreie Zeiten von mindestens 3 Monaten.[31]
  • Erythroprosopalgie – früherer Name für den Cluster-Kopfschmerz (nach dem Schweizer Neurologen Robert Bing auch Bing-Erythroprosopalgie), wörtlich „Gesichtsschmerz mit Rötung“. Weitere frühere Namen sind Horton-Syndrom, Harris-Horton-Syndrom und Histaminkopfschmerz.[1] Im Deutschen war auch „Bing-Horton-Syndrom“ verbreitet.
  • Evidenz – wissenschaftliche Belege aus gut geplanten, hochwertigen Studien.[32]
  • Exazerbation – Krankheitsschub: vorübergehende, deutliche Verschlechterung einer Krankheit.[33]
  • Fachinformation – gesetzlich vorgeschriebene Information zu einem Arzneimittel für Ärztinnen und Ärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker. Sie nennt unter anderem Anwendungsgebiete, Dosierung, Gegenanzeigen, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen.[34] Das Gegenstück für Patientinnen und Patienten ist die Gebrauchsinformation (Beipackzettel).
  • Fallserie – Beschreibung mehrerer Patientinnen und Patienten mit derselben Erkrankung oder Behandlung; beim Fallbericht ist es ein einzelner Verlauf. Weil eine Vergleichsgruppe fehlt, können Fallserien Hinweise geben, aber keine Wirksamkeit belegen.[35]
  • Falsifikation – Widerlegung einer Annahme (Hypothese) durch Beobachtung oder Experiment.
  • FDA (Food and Drug Administration) – Arzneimittelbehörde der USA; ihre Zulassungen gelten nur dort.[36] In der Europäischen Union prüft die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) Medikamente, die Zulassung für alle EU-Länder erteilt dann die Europäische Kommission. In Deutschland lässt außerdem das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Medikamente zu.
  • Frontoorbital – Stirn und Augenhöhle betreffend.
  • Gamma Knife – Gerät für die Strahlenchirurgie: Viele feine Strahlen treffen sich punktgenau im Gehirn, ohne dass der Schädel geöffnet wird.
  • Ganglion (Mehrzahl Ganglien) – Nervenknoten: Ansammlung von Nervenzellen außerhalb von Gehirn und Rückenmark.
  • Ganglion sphenopalatinum (auch Ganglion pterygopalatinum) – Nervenknoten tief hinter Nase und Wangenknochen. Über ihn laufen die Nervenfasern, die Tränen und eine laufende Nase auslösen; Ansatzpunkt der SPG-Stimulation.
  • Gebrauchsinformation (Packungsbeilage, Beipackzettel) – die Information zu einem Arzneimittel, die für Patientinnen und Patienten in der Packung liegt; was darin stehen muss, schreibt das Arzneimittelgesetz vor.[37] Ausführlichere Angaben für Fachleute enthält die Fachinformation.
  • Generika – Nachahmerpräparate: Arzneimittel mit demselben Wirkstoff in gleicher Menge wie das Original, nachdem dessen Patentschutz abgelaufen ist.[8]
  • Genetik – Vererbungslehre; zum Cluster-Kopfschmerz siehe dort.
  • Glaukom (grüner Star) – Augenerkrankung, bei der der Sehnerv Schaden nimmt, oft bei erhöhtem Augeninnendruck.[38] Ein akuter Glaukomanfall mit plötzlichen starken Augen- und Kopfschmerzen, rotem Auge, Sehstörungen und oft Übelkeit ist ein Notfall: Betroffene müssen sofort in eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus.[39]
  • Grad der Behinderung (GdB) – Maß im deutschen Sozialrecht dafür, wie stark eine Behinderung die Teilhabe am Leben beeinträchtigt (siehe dort).
  • Großhirn – größter Teil des Gehirns; hier werden unter anderem Sinneseindrücke verarbeitet und Bewegungen gesteuert.
  • Halbwertszeit – Zeit, nach der nur noch die Hälfte eines Wirkstoffs im Blut ist. Nach etwa fünf Halbwertszeiten ist ein Mittel weitgehend aus dem Körper verschwunden; bei Galcanezumab mit einer Halbwertszeit von 27 Tagen also erst nach gut vier Monaten.[40]
  • Hemicrania continua – anhaltender, streng einseitiger Kopfschmerz mit Verschlechterungen und ähnlichen Begleitzeichen wie beim Cluster-Kopfschmerz; spricht zuverlässig auf Indometacin an.[41]
  • Hemikranie – Halbseitenkopfschmerz: auf eine Kopfhälfte beschränkter Kopfschmerz.
  • Histamin – Gewebshormon und Botenstoff, der unter anderem Blutgefäße erweitert und bei Allergien und Entzündungen freigesetzt wird.[42] Laut Kopfschmerzklassifikation kann zugeführtes Histamin, wie auch Alkohol oder Nitroglyzerin, während einer Clusterepisode und beim chronischen Verlauf Attacken auslösen.[1]
  • Holozephaler Kopfschmerz – Kopfschmerz im ganzen Kopf (Gegenteil: einseitig).
  • Horner Syndrom – enge Pupille (Miosis) und hängendes Oberlid (Ptosis) auf einer Seite; beides gehört auch zu den möglichen Begleitzeichen einer Cluster-Attacke.[1]
  • HWS - Halswirbelsäule
  • Hyperbare Sauerstofftherapie – Einatmen von reinem Sauerstoff unter erhöhtem Druck (über 1 bar).[43]
  • Hyperventilation – übermäßig schnelles oder tiefes Atmen; dabei wird zu viel Kohlendioxid abgeatmet.
  • Hypothalamus – kleine Hirnregion im Zwischenhirn, oberstes Steuerzentrum für unbewusste Körpervorgänge und Hormone.[44]
  • Hypothese – Annahme, die noch durch Beobachtung oder Experiment geprüft werden muss (siehe auch Falsifikation).
  • ICHD-3 – Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen der IHS, 3. Auflage von 2018 (davor 1988 die erste Auflage, 2004 die ICHD-II und 2013 eine Testfassung, die ICHD-3 beta). Sie legt fest, welche Merkmale für welche Kopfschmerzdiagnose erfüllt sein müssen; eine deutsche Fassung ist frei im Netz abrufbar.[45]
  • idiopathisch – ohne erkennbare Ursache entstanden.
  • IHS (International Headache Society) – internationale Fachgesellschaft für Kopfschmerz; sie gibt die Kopfschmerzklassifikation ICHD und die Fachzeitschrift Cephalalgia heraus.[46]
  • Indikation – Anwendungsgebiet: der Grund, aus dem eine Untersuchung oder Behandlung angebracht ist. Bei Medikamenten sind damit oft die Krankheiten gemeint, für die sie zugelassen sind (siehe auch Off-Label-Use). Gegenstück: Kontraindikation (Gegenanzeige).
  • intraarteriell – in eine Schlagader (Arterie) hinein gespritzt; selten, zum Beispiel für Kontrastmittel bei Gefäßuntersuchungen.
  • Intramuskulär – in den Muskel (Spritze, abgekürzt i. m.).
  • intraorbital – innerhalb der Augenhöhle.
  • Intravenös – in die Vene (Spritze oder Infusion, abgekürzt i. v.).
  • Inzidenz – Zahl der Neuerkrankungen in einem bestimmten Zeitraum, zum Beispiel pro Jahr und 100.000 Menschen.
  • ipsilateral – auf derselben Seite, zum Beispiel das tränende Auge auf der Seite des Schmerzes.[1]
  • Kalte Attacken – Begriff aus Betroffenenkreisen, der unterschiedlich gebraucht wird, meist für Anzeichen einer Attacke ohne oder mit nur leichtem Schmerz (siehe dort).
  • Kalzium – Mineralstoff (chemisches Zeichen Ca), wichtig für Knochen und Zähne und für die Erregung von Muskeln und Nerven. Kalziumantagonisten wie Verapamil bremsen den Einstrom von Kalzium in bestimmte Zellen.
  • Kalziumantagonisten – Medikamente, die Kalziumkanäle an Zellen blockieren; beim Cluster-Kopfschmerz vor allem Verapamil (siehe dort).
  • Kapillargefäße – Haargefäße: die feinsten Blutgefäße zwischen Arterien und Venen; über ihre dünne Wand tauschen Blut und Gewebe Sauerstoff und Nährstoffe aus.
  • katabol – abbauend: Stoffwechselvorgänge, bei denen Körpersubstanz abgebaut wird (Gegenteil: anabol).
  • kausal – ursächlich; eine kausale Behandlung setzt an der Ursache an, eine symptomatische lindert die Beschwerden.
  • Kausalität – Zusammenhang von Ursache und Wirkung.
  • Knöchelödeme – Schwellungen an Knöcheln und Füßen durch Wasser im Gewebe; eine mögliche Nebenwirkung gefäßerweiternder Mittel wie Verapamil.
  • konjunktivale Injektion - Bindehautrötung; eines der möglichen Begleitzeichen einer Cluster-Attacke auf der Schmerzseite.[1]
  • Kontraindikation (Gegenanzeige) – Umstand, unter dem ein Medikament oder eine Behandlung nicht angewendet werden darf; bei einer relativen Kontraindikation nur nach sorgfältiger Abwägung.[47] Ein Beispiel ist ein Triptan bei verengten Herzkranzgefäßen (koronare Herzkrankheit).[48] Die Kontraindikationen eines Medikaments stehen in seiner Fachinformation und in der Gebrauchsinformation. Gegenstück: Indikation.
  • kontralateral – auf der gegenüberliegenden Seite.
  • Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch – Kopfschmerz an 15 oder mehr Tagen im Monat, der bei einer bestehenden Kopfschmerzerkrankung durch zu häufige Einnahme von Akutmitteln über mehr als 3 Monate entsteht.[49]
  • Kopfschmerz vom Spannungstyp (Spannungskopfschmerz) – sehr häufige Kopfschmerzform: Je nach Studie haben ihn 30 bis 78 von 100 Menschen irgendwann im Leben.[50] Meist beidseitiger, drückender oder beengender Kopfschmerz leichter bis mittlerer Stärke, der bei normaler körperlicher Aktivität nicht schlimmer wird und in der Regel nicht mit Übelkeit einhergeht.[51] Anders als beim Cluster-Kopfschmerz gehören Begleitzeichen an Auge und Nase nicht dazu.
  • Korrelat – Entsprechung: ein Befund, der zu einer Beschwerde passt, zum Beispiel eine im Bild sichtbare Veränderung als Korrelat eines Symptoms.
  • kranial – zum Kopf gehörend, kopfwärts.
  • kupiert – abgebrochen: eine Attacke „kupieren“ heißt, sie mit einem Akutmittel zu beenden.
  • Kurzzeitprophylaxe (Überbrückung) – Vorbeugung für einige Tage bis Wochen: Sie überbrückt die Zeit, bis die Langzeitvorbeugung (zum Beispiel Verapamil) wirkt, oder wird bei kurzen Episoden allein eingesetzt. Beim Cluster-Kopfschmerz zum Beispiel mit Kortison als Tabletten (vor allem beim episodischen Verlauf) oder mit einer Kortison-Spritze an den großen Hinterhauptsnerv (Blockade am Hinterkopf).[26]
  • Lacrimation – Tränenfluss (deutsch meist „Lakrimation“); ein mögliches Begleitzeichen der Cluster-Attacke auf der Schmerzseite.[1]
  • Leitlinie – Handlungsempfehlung für Ärztinnen und Ärzte, die Fachgesellschaften auf Grundlage von Studien und Fachwissen erarbeiten. Sie ist kein Gesetz: Im Einzelfall kann, manchmal muss begründet davon abgewichen werden.[52] In Deutschland zeigt die Stufe, wie eine Leitlinie entstanden ist: S1 (Empfehlung einer Expertengruppe, formlos abgestimmt), S2k (förmliche Abstimmung in einer Gruppe, in der alle beteiligten Fachrichtungen vertreten sind, ohne systematische Studienauswertung), S2e (systematische Suche und Bewertung der Studien), S3 (beides zusammen).[12]
  • Lokalanästhetikum (Mehrzahl Lokalanästhetika) – Mittel zur örtlichen Betäubung: Es betäubt nur einen Teil des Körpers, man bleibt dabei wach.[53] Ein Beispiel ist Lidocain.

M - P

  • Magnetresonanztomografie (MRT, Kernspintomografie) – Untersuchung, die mit einem starken Magnetfeld und Radiowellen Schnittbilder des Körpers erzeugt, ohne Röntgenstrahlen.[54]
  • MAO-Hemmer (Monoaminoxidase-Hemmer) – Medikamente, die ein Enzym bremsen, das Botenstoffe wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin abbaut; eingesetzt zum Beispiel gegen Depressionen (Moclobemid, Tranylcypromin) oder bei Parkinson (Selegilin, Rasagilin). Sumatriptan darf laut Fachinformation weder zusammen mit MAO-Hemmern noch innerhalb von zwei Wochen nach deren Absetzen angewendet werden.[48]
  • Medikation – die verordneten oder eingenommenen Arzneimittel, auch das Verordnen selbst. Die Mittel beim Cluster-Kopfschmerz stehen unter Cluster-Kopfschmerz Medikationen.
  • Melatonin – Hormon der Zirbeldrüse (Epiphyse), das vor allem nachts gebildet wird und den Schlaf-Wach-Rhythmus mitsteuert; zum Einsatz beim Cluster-Kopfschmerz siehe dort.
  • Metaanalyse – Auswertung, die die Ergebnisse mehrerer Studien zur selben Frage mit statistischen Verfahren zusammenfasst.
  • Migräne – häufige Kopfschmerzerkrankung mit Attacken von 4 bis 72 Stunden, oft einseitig und pulsierend, mit Übelkeit und/oder Licht- und Lärmempfindlichkeit.[55]
  • Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) – sozialrechtliches Maß für die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit durch eine dauerhafte Krankheit (siehe dort).
  • Miosis – Verengung der Pupille; auf der Schmerzseite ein mögliches Begleitzeichen der Cluster-Attacke.[1] Siehe auch Horner Syndrom.
  • monoklonale Antikörper – im Labor hergestellte, untereinander gleiche Antikörper, die gezielt an einen bestimmten Stoff binden und ihn so blockieren. Antikörper sind Abwehrstoffe des Immunsystems.[56] Zur Vorbeugung der Migräne gibt es solche Mittel gegen CGRP oder seinen Rezeptor; sie werden alle vier Wochen bis alle drei Monate gespritzt oder als Infusion gegeben. Eines davon, Galcanezumab, ist in den USA auch für den episodischen Cluster-Kopfschmerz zugelassen, in der EU nur zur Vorbeugung der Migräne.[40]
  • Morphologie – Lehre von Gestalt und Bau, zum Beispiel von Organen oder Geweben.
  • Mukosakontaktpunkt-Kopfschmerz – im Anhang der Kopfschmerzklassifikation beschriebener Kopfschmerz durch Berührung von Schleimhautflächen in der Nase (siehe dort).
  • Nasal – über die Nase, zum Beispiel als Nasenspray.
  • nasale Kongestion – verstopfte Nase durch geschwollene Nasenschleimhaut; auf der Schmerzseite ein mögliches Begleitzeichen der Cluster-Attacke.[1]
  • Nervus occipitalis major – großer Hinterhauptsnerv; Ansatzpunkt der Blockade am Hinterkopf.
  • Neuralgie – Nervenschmerz: Schmerz im Versorgungsgebiet eines Nervs, oft blitzartig einschießend, zum Beispiel bei der Trigeminusneuralgie.
  • Neuroleptika (Antipsychotika) – Medikamente vor allem gegen Psychosen, zum Beispiel bei Schizophrenie; sie wirken auch beruhigend.[57] Einzelne Mittel werden zudem gegen Übelkeit eingesetzt. Ein Beispiel für ein Neuroleptikum ist Olanzapin.
  • Neuromodulation – Behandlungen, die die Arbeit von Nerven mit schwachem Strom oder mit Magnetfeldern beeinflussen (oft auch Neurostimulation genannt), entweder mit einem Gerät von außen oder mit eingepflanzten Elektroden. Beim Cluster-Kopfschmerz gehören dazu zum Beispiel die Vagusnervstimulation, die Stimulation des Hinterhauptsnervs, die SPG-Stimulation und die Tiefenhirnstimulation.
  • Nitroglyzerin-Provokationstest – Test, bei dem während einer Clusterepisode mit Nitroglyzerin eine Attacke ausgelöst wird; ethisch umstritten (siehe dort).
  • Non-Rebreather-Maske (Nichtrückatemmaske, Hochkonzentrationsmaske) – Sauerstoffmaske mit Reservoirbeutel und Ventilen: Die ausgeatmete Luft entweicht nach außen und wird nicht wieder eingeatmet, so kommt deutlich mehr Sauerstoff in der Lunge an als mit einer einfachen Maske. Die europäische Leitlinie empfiehlt bei der Cluster-Attacke reinen Sauerstoff (100 Prozent) mit mindestens 12 Litern pro Minute, 15 Minuten lang.[26] Empfohlen wird dafür meist eine solche Maske ohne Rückatmung.[58] Siehe auch Cluster-Kopfschmerz-Sauerstoff-Hochkonzentrationsmaske.
  • NSAIDs Non-steroidal anti-inflammatory drugs – englische Bezeichnung für NSAR.[59]
  • NSAR Nicht Steroidale Anti-Rheumatika – Mittel gegen Schmerzen, Entzündung und Fieber ohne Kortison, zum Beispiel ASS, Ibuprofen oder Diclofenac.[59]
  • obsolet – veraltet, überholt, nicht mehr gebräuchlich.
  • Obstipation – Verstopfung.[60]
  • obstruktiv – verengend, verschließend (zum Beispiel bei der obstruktiven Schlafapnoe: Verschluss der oberen Atemwege im Schlaf).
  • Ödem – Wasseransammlung im Gewebe, sichtbar als Schwellung (zum Beispiel ein geschwollenes Augenlid).
  • Off-Label-Use – Einsatz eines Medikaments außerhalb seiner Zulassung, also bei einer anderen Krankheit oder Personengruppe.[61]
  • Okzipitale Nervenstimulation – Elektroden unter der Haut am Hinterkopf reizen den großen Hinterhauptsnerv mit schwachem Strom.
  • Ophthalmologie – Augenheilkunde.
  • Opiate – starke Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide[62]; zur Rolle beim Cluster-Kopfschmerz siehe dort.
  • Oral – über den Mund, zum Beispiel als Tablette oder Saft.[63]
  • Orbita – Augenhöhle; „orbital“ ist neben „supraorbital“ und „temporal“ ein typischer Schmerzort beim Cluster-Kopfschmerz.[1]
  • Orexin (Hypocretin) – Botenstoff aus dem seitlichen Hypothalamus, der Schlafen und Wachen mitsteuert; zur Rolle beim Cluster-Kopfschmerz siehe dort.
  • pacemaker – englisch „Schrittmacher“; hier: der Taktgeber der inneren Uhr.
  • Paralyse (Paralysis) – vollständige Lähmung; eine teilweise Lähmung heißt Parese.
  • Parasympathikus – Teil des vegetativen Nervensystems, zuständig für Ruhe, Erholung und Verdauung; Gegenspieler des Sympathikus.[64] Tränen und laufende Nase bei einer Cluster-Attacke sind parasympathische Begleitzeichen.[65]
  • parasympathisch – den Parasympathikus betreffend.
  • Paroxysmal – anfallsartig.
  • Pathogenese – Entstehung und Entwicklung einer Krankheit.
  • Pathophysiologie – Lehre davon, wie Körperfunktionen bei einer Krankheit verändert sind.
  • Patient – Mensch in ärztlicher Behandlung (lateinisch patiens = erduldend).
  • Peristaltik – wellenförmige Muskelbewegung, die den Speisebrei durch den Verdauungstrakt schiebt.
  • perivaskuläres Ödem – Schwellung durch Wasser im Gewebe unmittelbar um ein Blutgefäß herum (peri = um … herum).
  • Persönlichkeitsspaltung – umgangssprachlicher Ausdruck. Er wird oft mit Schizophrenie gleichgesetzt; das ist falsch, denn Menschen mit Schizophrenie haben keine „gespaltene Persönlichkeit“.[66]
  • Physiologie – Lehre von den normalen Lebensvorgängen und Funktionen des Körpers.
  • Pilotstudie – kleine Vorstudie, die prüft, ob eine größere Studie machbar ist und wie sie angelegt werden sollte; ihre Ergebnisse gelten als vorläufig.[67]
  • Placebo – Scheinmedikament ohne Wirkstoff; in Studien der Vergleich, an dem sich die echte Wirkung eines Mittels zeigen muss.[68]
  • Plexus caroticus – Geflecht vegetativer (sympathischer) Nervenfasern, das die Halsschlagader umgibt.
  • Positronen-Emissions-Tomografie (PET) – bildgebendes Verfahren, das mit einer schwach radioaktiven Substanz sichtbar macht, wie stark bestimmte Bereiche des Körpers arbeiten. 1998 fand eine Studie mit PET bei Cluster-Attacken, die mit Nitroglyzerin ausgelöst worden waren, einen Bereich im Hypothalamus auf der Schmerzseite, der stärker arbeitete als außerhalb der Attacken.[69]
  • Posterior = dahinter liegend
  • Prävalenz – Anteil der Menschen, die zu einem Zeitpunkt oder in einem Zeitraum eine bestimmte Krankheit haben (Zahlen zum Cluster-Kopfschmerz: siehe dort).
  • Primärkopfschmerz – Kopfschmerz, der selbst die Krankheit ist und nicht Folge einer anderen Erkrankung, zum Beispiel Migräne oder Cluster-Kopfschmerz; Gegenteil: sekundärer Kopfschmerz.[70][2]
  • Prophylaxe – Vorbeugung: Behandlung, die Attacken seltener oder schwächer machen soll.
  • Protonen – positiv geladene Wasserstoff-Teilchen (H+); je mehr davon in einer Flüssigkeit, desto saurer ist sie. Die Magenschleimhaut gibt Protonen ab und bildet so Magensäure; Protonenpumpenhemmer bremsen das.
  • Psychopath – veralteter, heute abwertend gebrauchter Ausdruck; die Fachsprache spricht von Persönlichkeitsstörungen.
  • Ptosis – hängendes Oberlid; auf der Schmerzseite ein mögliches Begleitzeichen der Cluster-Attacke.[1]
  • Pulmonal – die Lunge betreffend.

R - Z

  • Randomisierte kontrollierte Studie – Studie, in der der Zufall entscheidet, wer welche Behandlung bekommt; so ist ein fairer Vergleich möglich.[71]
  • refraktär (therapierefraktär) – schwer behandelbar: Die Krankheit spricht auf die üblichen Behandlungen nicht oder nicht ausreichend an.
  • Remission – Nachlassen oder vorübergehendes Verschwinden der Krankheitszeichen, ohne dass die Krankheit geheilt ist; beim episodischen Cluster-Kopfschmerz die schmerzfreie Zeit zwischen zwei Episoden (mindestens 3 Monate).[31]
  • Renal - Die Nieren betreffend
  • Reservemedikament – Medikament für den Fall, dass die üblichen Mittel nicht ausreichen.
  • Resorption ist die Aufnahme eines Moleküles in den Körperkreislauf
  • respiratorische Alkalose – zu wenig Kohlendioxid und dadurch zu wenig Säure im Blut, meist durch zu schnelles oder zu tiefes Atmen (Hyperventilation).
  • Restschmerz – nach einer Cluster-Attacke verbleibender Schmerz im Schmerzgebiet. Laut Kopfschmerzklassifikation zählt ein leichter, nicht pulsierender Schmerz ohne Begleitzeichen nach der Attacke nicht mehr zur Attacke.[2]
  • retroorbital – hinter der Augenhöhle.
  • Rezeptor – Andockstelle an einer Zelle, an der Botenstoffe oder Medikamente wirken.
  • Rhinorrhoe – laufende Nase; auf der Schmerzseite ein mögliches Begleitzeichen der Cluster-Attacke.[1]
  • Schizophrenie – psychische Erkrankung mit Phasen (Psychosen), in denen Betroffene die Welt anders wahrnehmen, etwa Stimmen hören oder sich verfolgt fühlen. Sie ist keine „gespaltene Persönlichkeit“.[66]
  • Schlaganfall – plötzliche Durchblutungsstörung oder Blutung im Gehirn; ein Notfall (Notruf 112).[72]
  • Schmerzskala – Skala zur Einstufung der Schmerzstärke (siehe dort).
  • Segmente C2/C3 – Abschnitte des Rückenmarks mit den zugehörigen Nervenwurzeln in Höhe des zweiten und dritten Halswirbels; aus ihnen stammen unter anderem Nerven, die den Hinterkopf versorgen.
  • Sella turcica – „Türkensattel“: Knochenmulde in der Schädelbasis, in der die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) liegt.
  • Sensorisch – die Sinneswahrnehmung betreffend.
  • Serotonin – Botenstoff, der an vielen Stellen im Körper wirkt, unter anderem auf Stimmung, Appetit und Schlaf-Wach-Rhythmus.[73]
  • Serotoninrezeptoren – Andockstellen für den Botenstoff Serotonin; an bestimmten von ihnen wirken zum Beispiel die Triptane.
  • Serotonin-Syndrom – unter Umständen lebensbedrohliche Reaktion, wenn der Botenstoff Serotonin zu stark wirkt, meist weil mehrere Mittel zusammenkommen, die seine Wirkung verstärken, zum Beispiel ein MAO-Hemmer und ein SSRI. Typisch sind Unruhe oder Verwirrtheit, Zittern, Muskelzucken, Schwitzen, Fieber und Herzrasen; dann sofort ärztliche Hilfe holen, bei schweren Zeichen den Notruf 112 wählen.[74] Zu Triptanen zusammen mit SSRI oder SNRI siehe FDA Warnung: Wechselwirkung Triptane und Antidepressiva.
  • signifikant (statistisch signifikant) – ein Studienergebnis heißt statistisch signifikant, wenn ein so deutlicher Unterschied selten wäre (meist: seltener als in 5 von 100 Fällen), falls es in Wahrheit gar keinen Unterschied gibt und nur der Zufall wirkt. Das beweist nicht, dass der Unterschied echt ist, und sagt nichts darüber, ob er für Betroffene spürbar ist.[75]
  • Sinus – Höhle oder Ausbuchtung, zum Beispiel eine Nasennebenhöhle oder ein großer Blutleiter für Venenblut im Schädel.
  • Sinus Cavernosus – mit Venenblut gefüllter Raum seitlich im Schädelinneren, durch den die innere Halsschlagader und mehrere Hirnnerven ziehen.
  • Sistieren - unterbrechen, vorläufig einstellen
  • SNRI (Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer) – Gruppe von Antidepressiva, zum Beispiel Duloxetin und Venlafaxin; sie bremsen, dass Nervenzellen die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin wieder aufnehmen, und verstärken so deren Wirkung.[7]
  • SPG-Stimulation – Stimulation des Ganglion sphenopalatinum (eines Nervenknotens hinter der Nase) mit einem kleinen Implantat.
  • Splitting Image – englischer Ausdruck, der oft wie ein Modewort für Schizophrenie gebraucht wird; eine „Spaltung“ der Persönlichkeit liegt bei Schizophrenie aber nicht vor.[66]
  • SSRI (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) – Gruppe von Antidepressiva, zum Beispiel Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, Paroxetin und Sertralin; sie bremsen, dass Nervenzellen den Botenstoff Serotonin wieder aufnehmen, und verstärken so seine Wirkung.[7]
  • Step-Down-Therapie – Behandlung, die mit einer hohen Dosis beginnt und schrittweise auf die niedrigste wirksame Dosis verringert wird.
  • Sterile Entzündung – Entzündung ohne Krankheitserreger.
  • Stroke – englisch für Schlaganfall.
  • subkutan (auch subcutan) – unter die Haut (abgekürzt s. c.), zum Beispiel eine Spritze in das Unterhautgewebe; so wird etwa die Sumatriptan-Spritze gegen die Cluster-Attacke angewendet.[76]
  • sublingual – unter der Zunge: Das Mittel wird unter die Zunge gelegt oder gesprüht und gelangt über die Mundschleimhaut ins Blut, zum Beispiel Nitroglyzerin.
  • sukzessive – nach und nach, schrittweise.
  • SUNA – englische Abkürzung für kurze, einseitige, neuralgieartige Kopfschmerzattacken mit autonomen Begleitzeichen. Die Attacken gleichen denen beim SUNCT-Syndrom, doch treten Augenrötung und Tränenfluss nicht beide auf, sondern höchstens eines davon.[77]
  • SUNCT-Syndrom – seltene Kopfschmerzform mit sehr kurzen, einseitigen Attacken (1 Sekunde bis 10 Minuten), meist mit Augenrötung und Tränenfluss.[78]
  • supraorbital – oberhalb der Augenhöhle; neben „orbital“ und „temporal“ (Schläfe) ein typischer Schmerzort beim Cluster-Kopfschmerz.[1]
  • Sympathikus – Teil des vegetativen Nervensystems, der den Körper auf Leistung einstellt (zum Beispiel schnellerer Herzschlag und schnellere Atmung); Gegenspieler des Parasympathikus.[79]
  • sympathisch – den Sympathikus betreffend.
  • Symptomatischer Cluster-Kopfschmerz – Beschwerden wie beim Cluster-Kopfschmerz, die aber Folge einer anderen Erkrankung sind (sekundärer Cluster-Kopfschmerz).
  • Syndrom – Gruppe von Krankheitszeichen, die häufig gemeinsam auftreten und vermutlich dieselbe Ursache haben.[80]
  • synergistisch – zusammenwirkend, sich gegenseitig verstärkend.
  • Therapeutische Nervenblockade – Unterbrechung der Reizleitung eines Nervs, zum Beispiel durch eine Spritze mit örtlichem Betäubungsmittel.
  • TIA – transitorische ischämische Attacke: vorübergehende Durchblutungsstörung im Gehirn, deren Zeichen innerhalb von 24 Stunden verschwinden; kann Vorbote eines Schlaganfalls sein.[81]
  • Tiefenhirnstimulation – Eingepflanzte Elektroden geben im Gehirn schwache elektrische Impulse ab.
  • Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen (TAK) – Gruppe einseitiger Kopfschmerzen mit Begleitzeichen auf der Schmerzseite wie Tränen, Augenrötung oder laufender Nase; dazu gehören Cluster-Kopfschmerz, paroxysmale Hemikranie, SUNCT/SUNA und Hemicrania continua.[65]
  • Trigeminus – der fünfte Hirnnerv (Nervus trigeminus); er versorgt mit drei Ästen das Gesicht mit Gefühl.
  • Trigeminusneuralgie – einseitiger Gesichtsschmerz mit kurzen, stromstoßartigen Attacken, meist durch harmlose Reize ausgelöst.[82]
  • Trigger – Auslöser von Beschwerden[83]; beim Cluster-Kopfschmerz lösen zum Beispiel Alkohol, Histamin oder Nitroglyzerin Attacken während einer Episode aus.[1]
  • Triptan – Medikamentengruppe gegen Migräne- und Cluster-Attacken, zum Beispiel Sumatriptan und Zolmitriptan.
  • unilateral – einseitig: links oder rechts, ohne die Mittellinie zu überqueren.[2]
  • Vagusnerv (Nervus vagus) – der zehnte Hirnnerv und der wichtigste Nerv des Parasympathikus; er zieht vom Hirnstamm über den Hals bis in Brust und Bauch. Bei der nicht-invasiven Vagusnervstimulation wird er am Hals mit einem Handgerät durch schwache Stromimpulse angeregt.
  • vaskulär – die Blutgefäße betreffend.
  • Vasodilatation – Erweiterung von Blutgefäßen (Gegenteil: Vasokonstriktion).
  • vasogen – von den Blutgefäßen ausgehend.
  • Vasokonstriktion – Verengung von Blutgefäßen.
  • Vegetativ – unwillkürlich, vom vegetativen Nervensystem gesteuert.
  • vegetatives Nervensystem – der Teil des Nervensystems, der Vorgänge wie Herzschlag, Verdauung und Stoffwechsel steuert, die man nicht mit dem Willen lenken kann; auch „autonomes Nervensystem“.[11]
  • Venen – Blutgefäße, die das Blut zum Herzen zurückführen (Gegenstück: Arterien).
  • venöses Blut – Blut in den Venen des Körperkreislaufs: Es hat einen großen Teil seines Sauerstoffs an das Gewebe abgegeben und fließt zum Herzen zurück.
  • Vererblichkeit des Clusterkopfschmerzes – ausführlich auf der Seite Cluster-Kopfschmerz und Genetik.
  • Voxel-basierte Morphometrie – Verfahren, das in Aufnahmen des Gehirns (MRT) die Größe von Hirnregionen genau vermisst.
  • Zervikogener Kopfschmerz – Kopfschmerz, der durch eine Störung der Halswirbelsäule oder der Weichteile am Hals verursacht wird, meist mit Nackenschmerzen.[84]

Siehe auch:

  • http://www.labtestsonline.de (Stand 23.09.2026: leitet heute auf ein anderes Gesundheitsportal, krank.de, weiter) - Online Recherchesystem für medizinische Labortests und Glossar medizinischer Fachbegriffe


Belege zu den Kurzerklärungen

  1. ↑ 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 3.1 Clusterkopfschmerz. In: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung. International Headache Society. Abgerufen am 23. September 2026.
  2. ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Glossar. In: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung. International Headache Society. Abgerufen am 23. September 2026. Zu „Attackendauer“ wörtlich: „Nach einer Migräne oder einer Clusterkopfschmerzattacke kann ein leichter nicht-pulsierender Schmerz ohne Begleitsymptome persistieren. Dieser ist nicht Teil der Attacke und wird zur Bestimmung der Attackendauer nicht herangezogen.“
  3. ↑ Anamnese. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  4. ↑ Angina Pectoris. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  5. ↑ Antidepressiva. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  6. ↑ Amitriptylin-neuraxpharm: Anwendungsgebiete. aponet.de. Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  7. ↑ 7,0 7,1 7,2 Medikamente zur Behandlung von Depressionen. MSD Manual Ausgabe für Patienten. Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  8. ↑ 8,0 8,1 Generika. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  9. ↑ Acetylsalicylsäure. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  10. ↑ 1.2 Migräne mit Aura. In: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung. International Headache Society. Abgerufen am 23. September 2026.
  11. ↑ 11,0 11,1 vegetatives Nervensystem. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  12. ↑ 12,0 12,1 Regeln für das LL-Register. AWMF-Regelwerk Leitlinien. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  13. ↑ Welche Studienarten gibt es? gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG). Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  14. ↑ Riesenzellarteriitis. MSD Manual Ausgabe für Patienten. Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  15. ↑ Bradykardie. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  16. ↑ Goadsby PJ, Edvinsson L (1994). "Human in vivo evidence for trigeminovascular activation in cluster headache. Neuropeptide changes and effects of acute attacks therapies". Brain 117 (3): 427–434. doi:10.1093/brain/117.3.427. PMID 7518321. 
  17. ↑ 3.1.2 Chronischer Clusterkopfschmerz. In: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung. International Headache Society. Abgerufen am 23. September 2026.
  18. ↑ Computer-Tomografie. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 8. Oktober 2026.
  19. ↑ Kortison. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  20. ↑ 3.2 Paroxysmale Hemikranie. In: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung. International Headache Society. Abgerufen am 23. September 2026.
  21. ↑ FDA’s Examples of Drugs that Interact with CYP Enzymes and Transporter Systems. U.S. Food and Drug Administration (englisch). Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  22. ↑ Leitlinien. Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG). Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  23. ↑ 6.5 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine Störung der A. carotis oder A. vertebralis. In: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung. International Headache Society. Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  24. ↑ Candeloro E, Canavero I, Maurelli M, Cavallini A, Ghiotto N, Vitali P, Micieli G (2013). "Carotid dissection mimicking a new attack of cluster headache". The Journal of Headache and Pain 14: 84. doi:10.1186/1129-2377-14-84. 
  25. ↑ Über die DMKG. Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG). Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  26. ↑ 26,0 26,1 26,2 May A, Evers S, Goadsby PJ, Leone M, Manzoni GC, Pascual J, Carvalho V, Romoli M, Aleksovska K, Pozo-Rosich P, Jensen RH (2023). "European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache". European Journal of Neurology 30 (10): 2955–2979. doi:10.1111/ene.15956. PMID 37515405. 
  27. ↑ May A, Leone M, Áfra J, Linde M, Sándor PS, Evers S, Goadsby PJ (2006). "EFNS guidelines on the treatment of cluster headache and other trigeminal-autonomic cephalalgias". European Journal of Neurology 13 (10): 1066–1077. doi:10.1111/j.1468-1331.2006.01566.x. PMID 16987158. 
  28. ↑ Elektrokardiogramm (EKG). gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  29. ↑ Lund NLT, Petersen AS, Fronczek R, Tfelt-Hansen J, Belin AC, Meisingset T, Tronvik E, Steinberg A, Gaul C, Jensen RH (2023). "Current treatment options for cluster headache: limitations and the unmet need for better and specific treatments – a consensus article". The Journal of Headache and Pain 24 (1): 121. doi:10.1186/s10194-023-01660-8. 
  30. ↑ Lanteri-Minet M, Silhol F, Piano V, Donnet A (2011). "Cardiac safety in cluster headache patients using the very high dose of verapamil (≥720 mg/day)". The Journal of Headache and Pain 12 (2): 173–176. doi:10.1007/s10194-010-0289-x. 
  31. ↑ 31,0 31,1 31,2 31,3 3.1.1 Episodischer Clusterkopfschmerz. In: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung. International Headache Society. Abgerufen am 23. September 2026.
  32. ↑ Evidenz. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  33. ↑ Exazerbation. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  34. ↑ § 11a Fachinformation. Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln (Arzneimittelgesetz – AMG). Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  35. ↑ Glossar zur Evidenzbasierten Medizin, Eintrag „Fallbericht, Fallserie“. Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin. Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  36. ↑ FDA. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  37. ↑ § 11 Packungsbeilage. Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln (Arzneimittelgesetz – AMG). Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  38. ↑ Glaukom. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  39. ↑ Glaukom. gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit). Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  40. ↑ 40,0 40,1 Emgality: EPAR – Produktinformation, Abschnitte 4.1 und 5.2. Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  41. ↑ 3.4 Hemicrania continua. In: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung. International Headache Society. Abgerufen am 23. September 2026.
  42. ↑ Histamin. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 8. Oktober 2026.
  43. ↑ Hyperbare Sauerstofftherapie. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  44. ↑ Hypothalamus. DocCheck Flexikon. Abgerufen am 23. September 2026. Wörtlich: „Der Hypothalamus ist ein lebenswichtiger Teil des Diencephalons (Zwischenhirns).“
  45. ↑ Headache Classification Committee of the International Headache Society (IHS) (2018). "The International Classification of Headache Disorders, 3rd edition". Cephalalgia 38 (1): 1–211. doi:10.1177/0333102417738202. PMID 29368949. 
  46. ↑ About IHS. International Headache Society (englisch). Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  47. ↑ Kontraindikation. Gesundheitsportal gesundheit.gv.at, Lexikon. Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  48. ↑ 48,0 48,1 Fachinformation Imigran 50 mg / 100 mg Filmtabletten (Sumatriptan), Abschnitte 4.3 und 4.5. Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  49. ↑ 8.2 Kopfschmerz zurückzuführen auf einen Medikamentenübergebrauch. In: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung. International Headache Society. Abgerufen am 23. September 2026.
  50. ↑ 2. Kopfschmerz vom Spannungstyp. In: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung. International Headache Society. Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  51. ↑ 2.1 Sporadischer episodischer Kopfschmerz vom Spannungstyp. In: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung. International Headache Society. Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  52. ↑ Leitlinien. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  53. ↑ Lokalanästhesie. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 8. Oktober 2026.
  54. ↑ Kernspin-Tomografie. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 8. Oktober 2026.
  55. ↑ 1.1 Migräne ohne Aura. In: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung. International Headache Society. Abgerufen am 23. September 2026.
  56. ↑ Antikörper. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  57. ↑ Antipsychotika. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  58. ↑ Van Houtte J, Vandenbussche N, Derom E, Schoenen J, Versijpt J, Paemeleire K (2024). "Oxygen as an abortive therapy in cluster headache: a narrative review and clinical practice aspects". Acta Neurologica Belgica 124 (4): 1225–1231. doi:10.1007/s13760-024-02506-z. 
  59. ↑ 59,0 59,1 NSAR. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  60. ↑ Obstipation. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  61. ↑ Off-Label-Use. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  62. ↑ Opioide. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  63. ↑ oral. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  64. ↑ Parasympathikus. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  65. ↑ 65,0 65,1 3. Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen (TAK). In: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung. International Headache Society. Abgerufen am 23. September 2026. Einleitung: Die TAK „teilen die klinischen Merkmale, dass sie einseitig auftreten und in der Regel von parasympathischen autonomen Symptomen im Kopfbereich begleitet werden“.
  66. ↑ 66,0 66,1 66,2 Schizophrenie. gesundheitsinformation.de (IQWiG). Abgerufen am 23. September 2026. Wörtlich: „Mit dem Begriff wird oft die Vorstellung einer ‚gespaltenen Persönlichkeit‘ verbunden. Dies ist jedoch falsch und befördert Vorurteile gegenüber Menschen mit Schizophrenie“.
  67. ↑ Thabane L, Ma J, Chu R, Cheng J, Ismaila A, Rios LP, Robson R, Thabane M, Giangregorio L, Goldsmith CH (2010). "A tutorial on pilot studies: the what, why and how". BMC Medical Research Methodology 10: 1. doi:10.1186/1471-2288-10-1. PMID 20053272. 
  68. ↑ Placebo. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  69. ↑ May A, Bahra A, Büchel C, Frackowiak RS, Goadsby PJ (1998). "Hypothalamic activation in cluster headache attacks". The Lancet 352 (9124): 275–278. doi:10.1016/S0140-6736(98)02470-2. PMID 9690407. 
  70. ↑ Teil I: Primäre Kopfschmerzen. In: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung. International Headache Society. Abgerufen am 23. September 2026.
  71. ↑ randomisierte kontrollierte Studie. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  72. ↑ Apoplex. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  73. ↑ Serotonin. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  74. ↑ Syndrom mit Serotonin. MSD Manual Ausgabe für Patienten. Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  75. ↑ „Statistisch signifikant“ ist nicht genug. Dubben HH für das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin. KVH-Journal 11/2017, S. 24–26. Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  76. ↑ subkutan. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  77. ↑ 3.3.2 Short-lasting unilateral neuralgiform headache attacks with cranial autonomic symptoms (SUNA). In: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung. International Headache Society. Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  78. ↑ 3.3 Short-lasting unilateral neuralgiform headache attacks. In: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung. International Headache Society. Abgerufen am 23. September 2026.
  79. ↑ Sympathikus. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  80. ↑ Syndrom. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  81. ↑ TIA. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  82. ↑ 13.1.1 Trigeminusneuralgie. In: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung. International Headache Society. Abgerufen am 23. September 2026.
  83. ↑ Trigger. gesundheitsinformation.de (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), Glossar. Abgerufen am 23. September 2026.
  84. ↑ 11.2.1 Zervikogener Kopfschmerz. In: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung. International Headache Society. Abgerufen am 23. September 2026.


Diese Seiten sind von Nichtmedizinern geschrieben und ersetzen keinen Arztbesuch. Angaben können fehlerhaft oder veraltet sein – prüfen Sie Wichtiges in den genannten Quellen nach. Bitte beachten Sie die Hinweise zu Gesundheitsthemen und zum Datenschutz sowie unsere Arbeitsweise.