Corticosteroide

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Auf einen Blick
  • Meist zur Überbrückung: Corticosteroide wie Prednison, Prednisolon oder Methylprednisolon werden beim Cluster-Kopfschmerz meist nur zusätzlich eingesetzt. Sie überbrücken zum Beispiel die Zeit, bis Verapamil wirkt, dessen Wirkung langsam einsetzt (Behandlung).
  • Wirkt bei vielen: Eine Wirkung ist bei etwa 70–80 % der Patienten zu erwarten. In einer Studie von 2021 hatten Betroffene mit episodischem Cluster-Kopfschmerz, die zusätzlich zu Verapamil Prednison bekamen, in der ersten Woche im Mittel 7,1 Attacken, mit einem Scheinmedikament (Placebo) 9,5 (Wirksamkeit).
  • Nur kurz und mit Magenschutz: Längere und häufige Anwendung kann zu schweren Nebenwirkungen führen, etwa Diabetes, grünem Star (Glaukom), Knochenschwund (Osteoporose), Depressionen oder Psychosen. Deshalb sollte eine Behandlung mit Prednison oder Prednisolon vorsichtshalber nicht länger als 21 Tage dauern; mehr als zwei Behandlungen pro Jahr erhöhen das Risiko für Knochenprobleme, und ein Medikament zum Schutz des Magens ist nötig.
  • Nicht eigenmächtig absetzen: Die Behandlung darf nicht ohne ärztliche Anordnung unterbrochen oder vorzeitig beendet werden, auch nicht wegen Nebenwirkungen oder weil es einem besser geht. Fällt die Dosis beim Verringern unter eine bestimmte Schwelle, können Attacken wiederkommen.
  • Zulassung und Wechselwirkungen: In der Fachinformation von Prednisolon JENAPHARM steht der Cluster-Kopfschmerz nicht unter den Anwendungsgebieten; die Anwendung ist dort also ein Gebrauch außerhalb der Zulassung. Zusammen mit Schmerzmitteln aus der NSAR-Gruppe, mit ASS oder mit Indometacin steigt die Gefahr von Magen-Darm-Geschwüren und -Blutungen (Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Zulassung).
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Corticosteroide (lat. cortex = Rinde; gr. stereos, στερεος = fest), kurz Corticoide oder Cortine, veraltet Kortikosteroide bzw. Kortikoide, sind eine Gruppe von ca. 50 in der Nebennierenrinde (NNR) gebildeten Steroidhormonen sowie chemisch vergleichbare synthetische Stoffe. Alle Corticoide entstehen dabei aus dem Ausgangsstoff Cholesterin. Gemeinsames Grundgerüst der Hormone ist das Progesteron. Cortisol/Kortisol und Cortison/Kortison sind wirkähnliche Substanzen, die natürlich in der Nebennierenrinde gebildet werden und vielfältige Wirkungen haben.

Der Cortisolspiegel ist tageszeitlich abhängig verschieden. Cortisol (auch "Stresshormon" genannt) gehört zu den Steroid-Hormonen und wird therapeutisch hauptsächlich entzündungshemmend eingesetzt. Man unterscheidet topische Anwendungen (lokal auf der Haut oder in der Lunge) von systemischer Anwendung körperweit durch Tabletten oder Injektionen.

Behandlung

Zur Behandlung von Cluster-Kopfschmerz werden Corticosteroide meist nur noch additiv, z.B. im Sinne einer überbrückenden Therapie bei langsamem Wirkungseintritt von Verapamil eingesetzt.[1][2]

Zur vorübergehenden Behandlung von Cluster-Kopfschmerz empfohlen werden:

  • die Verwendung von mindestens 100 mg Methylprednisolon oder der äquivalenten Dosis eines anderen Corticosteroids oral pro Tag über 5 Tage mit anschließendem Abdosieren[3][4]
  • oder bis zu 500 mg Methylprednisolon intravenös pro Tag über 5 Tage mit anschließendem Abdosieren[2][3][5]
  • oder Prednison beginnend mit der morgendlichen Einzelgabe zwischen 60mg und 100mg für 5 Tage und dann alle 4-5 Tage um 10mg abdosieren[2][6]
  • oder Prednisolon oder Prednison, mindestens 1mg/kg Körpergewicht, initial für 2–5 Tage, dann individuell abdosieren (so die deutsche Leitlinie von 2015; die europäische Leitlinie von 2023 nennt stattdessen feste Mengen: 60–100 mg Prednisolon als Tabletten für 5 Tage, danach alle 4 Tage 10 mg weniger[7])[8]

Ein begleitender medikamentöser Magenschutz ist erforderlich.[2][9]

Die länger andauernde und die häufige Anwendung von Corticosteroiden kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen wie z.B. Diabetes mellitus Glaukom, Osteoporose, Hüftkopfnekrose, Cushing-Syndrom, Depressionen und Psychosen führen. Vorsichtshalber sollte die Behandlung mit Prednison oder mit Prednisolon bei Cluster-Kopfschmerz deshalb nicht länger als 21 Tage andauern, ein erhöhtes Risiko für Knochenprobleme besteht bei mehr als zwei Behandlungen pro Jahr.[10][11]

Bei einer langdauernden Therapie mit Corticosteroiden sind regelmäßige ärztliche Kontrollen (einschließlich augenärztlicher Kontrollen) angezeigt. Bei den zur Behandlung von Cluster-Kopfschmerz verwendeten, vergleichsweise hohen Dosen ist auf eine ausreichende Kaliumzufuhr (z. B. Gemüse, Bananen) und eine begrenzte Natriumzufuhr (Kochsalz) zu achten und der Kalium-Blutspiegel zu überwachen.

Abhängig von Dauer und Dosierung der Behandlung muss mit einem negativen Einfluss auf den Calciumstoffwechsel gerechnet werden, so dass eine Osteoporose-Prophylaxe zu empfehlen ist.[12] Dies gilt vor allem bei gleichzeitig bestehenden Risikofaktoren wie familiärer Veranlagung, höherem Lebensalter, nach der Menopause, ungenügender Eiweiß- und Calciumzufuhr, starkem Rauchen, übermäßigem Alkoholgenuss, sowie Mangel an körperlicher Aktivität. Die Vorbeugung besteht in ausreichender Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr und körperlicher Aktivität. Bei bereits bestehender Osteoporose sollte zusätzlich eine medikamentöse Therapie erwogen werden.[12]

Eine alternative Behandlung mit nur sehr geringen und seltenen Nebenwirkungen ist die Infiltrationstherapie mit Lokalanästhetika und Corticosteroiden in der Nähe des großen Hinterhauptnervs (Nervus occipitalis major) auf der betroffenen Seite.[13][14]


Achtung!

Die Behandlung mit Corticosteroiden darf auf keinen Fall ohne Anordnung des Arztes unterbrochen oder vorzeitig beendet werden. Wenn Sie es dennoch eigenmächtig tun - z. B. wegen aufgetretener Nebenwirkungen oder weil es Ihnen besser geht - gefährden Sie nicht nur den Behandlungserfolg, sondern Sie setzen sich möglicherweise erheblichen Risiken aus. Beachten Sie insbesondere, dass die Tabletten nach längerer Behandlungsdauer niemals eigenmächtig abgesetzt werden dürfen. Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit Ihrem Arzt.[15]


Im Allgemeinen wird für Prednison[12] und für Prednisolon[12] die gesamte Tagesdosis frühmorgens zwischen 6.00 und 8.00 Uhr eingenommen. Hohe Tagesdosen können in Abhängigkeit von der Erkrankung jedoch auch auf zwei bis vier Einzelgaben verteilt werden. Nach Eintritt der klinisch erwünschten Wirkung wird mit der Dosisreduktion begonnen. Bei Verteilung der Tagesdosis auf mehrere Einzeldosen wird zunächst die abendliche Dosis, dann die etwaige Mittagsdosis reduziert. Die Dosis wird zunächst in etwas größeren Schritten, ab ca. 30 mg/Tag in kleineren Stufen reduziert. Die klinische Situation entscheidet über den völligen Dosisabbau oder die Notwendigkeit einer Erhaltungsdosis.

Unter Beobachtung der Krankheitsaktivität können für die Dosisreduktion die folgenden Schritte als Orientierung dienen:[12]

Schritte zur Dosisverringerung (Orientierung)
Tagesdosis Verringerung Abstand
über 30 mg/Tag um 10 mg alle 2–5 Tage
30 bis 15 mg/Tag um 5 mg jede Woche
15 bis 10 mg/Tag um 2,5 mg alle 1–2 Wochen
10 bis 6 mg/Tag um 1 mg alle 2–4 Wochen
unter 6 mg/Tag um 0,5 mg alle 4–8 Wochen

Hohe und höchste Dosen, die über wenige Tage gegeben wurden, können in Abhängigkeit von der Grunderkrankung und dem klinischen Ansprechen ohne Ausschleichen abgesetzt werden.[12] Ähnlich ist die Vorgehensweise beim Absetzen von Methylprednisolon:[16]

  • Hohe und höchste Dosen über wenige Tage: Sofort absetzen
  • Behandlung über 3 - 4 Wochen: Tagesdosen über 12 mg Methylprednisolon: tägliche Reduktion um 4 mg, Tagesdosen von 12 mg Methylprednisolon: Reduktion um 2 mg alle 2 - 3 Tage oder um 4 mg alle 4 - 6 Tage
  • Langzeittherapie mit Erhaltungsdosis: Nach länger dauernder Behandlung, insbesondere mit vergleichsweise hohen Dosen, darf Methylprednisolon nicht abrupt, sondern muss ausschleichend abgesetzt werden, Reduktion der Dosis um 2 mg alle 2 - 3 Tage, in der letzten Woche Einnahme von 2 mg Methylprednisolon jeden 2. Tag, gegebenenfalls Kontrolle des adrenalen Regelkreises.

Wirksamkeit

Eine Wirksamkeit der Behandlung mit Corticosteroiden ist etwa bei 70–80 % der Patienten zu erwarten.[2][17] Statt als Tabletten kann das Kortison auch als Infusion gegeben werden: anfangs 250 oder 500 mg Prednisolon oder bis zu 500 mg Methylprednisolon am Tag.[17] Beim Unterschreiten einer Schwellendosis von 10–20 mg (individuell auch höher) kann es zu erneuten Attacken kommen.[2][17] Bis 2020 galt: adäquate randomisierte und placebokontrollierte Studien zum Einsatz von Corticosteroiden bei Cluster-Kopfschmerz gibt es nicht.[2][3] Diese Lücke ist seit 2021 geschlossen.

Obermann und Mitarbeiter veröffentlichten die Ergebnisse der PredCH-Studie, deren Studienprotokoll unten im Literaturverzeichnis steht: eine multizentrische, doppelblinde, randomisierte und placebokontrollierte Untersuchung an zehn deutschen Kopfschmerzzentren.

116 Patienten mit episodischem Cluster-Kopfschmerz erhielten entweder 100 mg Prednison oral über fünf Tage und danach alle drei Tage 20 mg weniger, insgesamt über 17 Tage, oder ein Scheinmedikament; alle Teilnehmer bekamen zusätzlich Verapamil, aufsteigend von dreimal 40 mg auf dreimal 120 mg täglich. Ausgewertet wurden 109 Patienten, 53 mit Prednison und 56 mit Placebo. In der ersten Behandlungswoche hatten die Patienten unter Prednison im Mittel 7,1 Attacken, unter Placebo 9,5 – also 2,4 Attacken weniger in der Woche.

Der Vertrauensbereich dieser Zahl reicht von 4,8 Attacken weniger bis 0,03 Attacken weniger (p = 0,002); im günstigsten Fall sind es demnach knapp fünf Attacken weniger in dieser Woche, im ungünstigsten praktisch keine. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse traten zweimal auf, beide in der Placebogruppe. Unerwünschte Ereignisse insgesamt waren in beiden Gruppen gleich häufig: je 135 Ereignisse bei je 71 % der Patienten. Die Autoren sehen darin eine Stütze für Prednison als Erstlinienbehandlung parallel zum Auftitrieren von Verapamil – also genau für die überbrückende Anwendung, die oben beschrieben ist.

Einschränkend ist zu sagen, dass die Studie wegen schleppender Rekrutierung und ausgelaufener Förderung vorzeitig beendet wurde.[18] Die Leitlinie der European Academy of Neurology von 2023 hält seitdem fest, dass Corticosteroide bei Cluster-Kopfschmerz wirksam sind, und empfiehlt für einen Effekt mindestens 100 mg Prednison – oder die äquivalente Dosis eines anderen Corticosteroids – oral oder bis zu 500 mg intravenös pro Tag über fünf Tage.[4]

1952 berichtete Bayard T. Horton über die Verwendung von Cortison zur Behandlung von Cluster-Kopfschmerz. Er war enttäuscht von den Ergebnissen. Nur vier von 21 Patienten erfuhren eine Verbesserung der Symptome nach der intramuskulären Injektion von 100mg Cortison täglich über drei bis vier Tage.[19] Friedman und Mikropoulos berichteten 1958, dass Corticosteroide nach ihrer Erfahrung in der Behandlung von Cluster-Kopfschmerz keinen Nutzen bringen,[20] ebenso Duvoisin 1972.[21]

Im Gegensatz dazu berichtete Graham 1972 und 1976 von positiven Ergebnissen bei einzelnen Patienten durch die Gabe von 40mg Prednison über mehrere Tage mit anschließender Dosisreduzierung um 5mg alle drei Tage.[22][23] MacNeal empfiehlt 1975 die vorbeugende Behandlung von Cluster-Kopfschmerz mit einer Kombination aus Ergotamin, Sedativa und Triamcinolon, viermal täglich 4mg über sieben Tage. [24]

1975 berichtet Jammes über eine prospektive, doppelblinde und placebokontrollierte Studie zum Einsatz von Prednison bei Cluster-Kopfschmerz.[25] Die 19 Patienten erhielten entweder Placebo oder 30mg Prednison in Tablettenform zu unterschiedlichen Zeiten über eine Woche. Siebzehn der 19 Patienten hätten eine statistisch signifikante Verbesserung der Attackenhäufigkeit nach einer einzigen 30mg Dosis Prednison im Vergleich zu Placebo erfahren.

Vierzehn Patienten seien nach der einen Dosis für mehr als 60 Tage schmerzfrei geworden. Anscheinend erhielten aber alle Patienten eine Erhaltungsdosis von 20mg Prednison jeden zweiten Tag, während der einwöchigen Studie. Während der nachfolgenden 15monatigen Beobachtungszeit verwendeten einige Patienten erfolgreich weitere Einzeldosen von 30mg Prednison, wenn sie das Wiederauftreten von Attacken befürchteten. Leider sind die Einzelheiten der Studie aus dem Bericht von Jammes nur schwer zu erkennen und die verfügbaren Daten sind unvollständig.[26]

1978 berichtet Lee Kudrow[27] über die Ergebnisse der Behandlung von 77 Patienten mit episodischem Cluster-Kopfschmerz (ECH) und von 15 Patienten mit chronischem Cluster-Kopfschmerz (CCH) mit Prednison, Methysergid und Lithium. Alle Patienten erhielten zunächst 8mg Methysergid täglich und nach 10 Tagen 40mg Prednison zusätzlich mit anschließender Dosisreduktion über 21 Tage. 59 von 77 ECH Patienten (77%) und sechs der 15 CCH Patienten (40%) berichteten eine Verbesserung von 75-100% eines Kopfschmerzindexes (Attackenfrequenz multipliziert mit Schmerzstärke) während der Behandlung mit Prednison.

Kudrow bemerkte, dass Attacken oft erneut auftreten würden, wenn die Prednison-Dosis auf 15 mg täglich bei ECH Patienten oder 20 mg täglich bei CCH Patienten reduziert wurde. Er empfiehlt eine dreiwöchige Prednison Behandlung mit 40 mg täglich für 5 Tage, 30 mg täglich für 5 Tage, 20 mg täglich für 4 Tage, 15 mg täglich für 3 Tage, 10 mg täglich für 2 Tage und 5 mg täglich für 2 Tage und falls erforderlich eine Wiederholung dieser Therapie nach einer einwöchigen Pause.[26]

Couch und Ziegler[28] berichten ebenfalls 1978 retrospektiv über die Ergebnisse der Behandlung von 19 (9 ECH, 10 CCH) Patienten mit Prednison oral, 10 bis 80mg/Tag. Elf der 19 Patienten (58%) wurden vollständig schmerzfrei und vierzehn (7 ECH, 7 CCH) von 19 (74%) erfuhren eine mehr als 50%ige Verbesserung. Ein Wiederauftreten der Attacken wurde bei fünfzehn der 19 Patienten (79%) beobachtet, wenn die Prednisondosis auf unter 10-20mg/Tag reduziert wurde. Die Autoren empfehlen eine anfängliche Prednison-Dosis von 40 bis 60mg täglich.

1987 berichteten Prusinski et al.[29] retrospektive Ergebnisse: Neun (episodische und chronische) Patienten erhielten 16 mg Dexamethason intravenös am ersten Tag und 8 mg am zweiten Tag. Bei allen neun Patienten endeten die Attacken mit dem zweiten Tag der Behandlung. Weitere zwölf Patienten erhielten variable Dosen (4 bis 8 mg täglich) Dexamethason Tabletten. Bei sieben dieser zwölf Patienten (58%) endeten die Attacken innerhalb von einer Woche der Behandlung. Weitere neun Patienten (episodisch und chronisch) erhielten 1mg ACTH-Depot intramuskulär alle drei Tage, sieben dieser neun Patienten (78%) wurden nach einer Woche schmerzfrei.

1988 gaben De Carolis et al.[30] eine Übersicht über ihre klinische Erfahrung mit Prednison, Nimodipin, Lithium und Methysergid in der vorbeugenden Behandlung episodischer Cluster-Kopfschmerzpatienten. Fünfzehn von 26 Patienten (58%) wurden durch die tägliche Gabe von 50 mg Prednison oral innerhalb von einer Woche schmerzfrei. Bei fünf dieser fünfzehn Patienten kamen die Attacken mit dem Absetzen der Medikation nach 30 Tagen wieder. In der Langzeitbeobachtung stellten die Autoren ein Nachlassen der Wirksamkeit der verwendeten Medikamente bei ihren Patienten in nachfolgenden Episoden fest.

Relja et al.[31] berichteten 1998 über 18 Patienten mit episodischem Cluster-Kopfschmerz. In einer offenen Studie wurden 16mg Dexamethason intravenös verabreicht, mit nachfolgendem Ausschleichen innerhalb von 15 Tagen. Siebzehn der 18 Patienten erfuhren eine "reibungslose und rasche Abnahme der Häufigkeit und der Schwere der Attacken" und eine Verringerung der Dauer der Episode insgesamt im Vergleich zu den früheren Episoden.

Cianchetti et al.[32] berichten 1998 über einen Fall von einem 53-jährigen Mann mit hartnäckigem chronischem Cluster-Kopfschmerz. Die Behandlung mit 100mg Prednison täglich für 2 Wochen war erfolglos. Dieser Mann reagierte wiederholbar mit bis zu einer Woche Remission auf einzelne Dosen von 500 oder 1000 mg Methylprednisolon, die intravenös verabreicht wurden.

Mir et al.[33] berichten 2003 über die Behandlung von 14 Patienten mit episodischem Cluster-Kopfschmerz mit intravenösen Gaben von 250mg Methylprednisolon, an drei aufeinanderfolgenden Tagen, gefolgt von 90 mg Prednison oral täglich für zehn Tage mit anschließender Dosisreduzierung über vier Wochen. Im Vergleich mit den retrospektiven Erfahrungen der gleichen Patienten während der jeweils vorherigen Episode, die mit anderen Medikamenten behandelt wurde, sollen die Patienten im Durchschnitt nur sechs Tage mit Attacken gegenüber 15 Tagen mit Attacken im Monat nach Beginn der Behandlung gehabt haben. Ein Kopfschmerzindex, gebildet aus dem Mittelwert der Summe der Häufigkeit x Dauer x Intensität der Attacken, sei im Vergleich erheblich reduziert, von ca. 325 auf ca. 33 gegenüber der vorangegangenen Episode.

Antonaci et al.[34] berichten 2004 über eine offene Studie mit 13 ECH Patienten. Diese erhielten am achten Tag der Episode eine Dosis von 30mg Methylprednisolon intravenös pro Kilogramm Körpergewicht, als dreistündige Infusion in 500ml Kochsalzlösung. Drei der 13 Patienten erfuhren danach eine vollständige Remission. Die anderen zehn Patienten wurden nach der Infusion im Mittel 3,8 ± 2,2 Tage (Bereich: 2-7 Tage) schmerzfrei, danach begannen die Attacken wieder mit der gleichen Häufigkeit und mit der gleichen Schmerzstärke wie vor der Behandlung.

Wirkmechanismus

Warum Corticosteroide in vielen Fällen eine vorbeugende Wirkung gegen Cluster-Kopfschmerz haben ist unbekannt.[26] Vermutet wird unter anderem, dass die entzündungshemmende Wirkung der Corticosteroide einen positiven Einfluss haben könnte.[35] Studienergebnisse, welche diese Hypothese bestätigen, gibt es nicht. Zudem stellt sich die Frage, warum andere entzündungshemmende Medikamente bei Cluster-Kopfschmerz in der Regel unwirksam sind. Corticosteroide haben eine Vielzahl von Wirkungen im menschlichen Organismus.[36]

Anthony und Daher[37] behandelten im Rahmen einer prospektiven Studie 1992 fünfzehn Patienten mit episodischen Cluster-Kopfschmerzen erfolgreich mit 8mg Dexamethason täglich für 2 Wochen und dann mit 4mg täglich für 1 Woche. Nach der Behandlung reduzierte sich der Plasma-Histaminspiegel der Cluster-Kopfschmerz Patienten im Mittel um 38,8%, in einer Vergleichsgruppe dagegen nur um 20,7%. Der Unterschied war statistisch signifikant. Aus der Arbeit von Anthony und Daher ist nicht zu erkennen, ob der reduzierte Plasma-Histaminspiegel die Ursache für die erfolgreiche Behandlung mit Dexamethason war.

Eine weitere Hypothese wurde 1994 vorgeschlagen: María de Lourdes Figuerola et al. vermuten, die Wirkung von Prednison bei Cluster-Kopfschmerz könnte in Zusammenhang mit einer Stimulation des endogenen Opioid-Systems stehen.[38] Die Autoren fanden bei fünf mit Prednison behandelten Patienten zehn Tage nach Beginn der Behandlung signifikant erhöhte Enkephalin Werte, nicht aber in einer mit Verapamil behandelten Vergleichsgruppe. Sie vermuten daher unterschiedliche Wirkmechanismen der beiden Medikamente. 2006 fanden Sprenger et al. mittels Liganden-PET-Untersuchung eine Verminderung der Bindung des unspezifischen Opioidrezeptorliganden in der Epiphyse (Zirbeldrüse) von Cluster-kopfschmerzpatienten, im Vergleich zu gesunden Probanden.[39][40]

In mehreren Untersuchungen wurde festgestellt, dass Cluster-Kopfschmerz Patienten in der Regel einen erhöhten Plasma-Cortisol-Spiegel haben, vor allem während der Episode und nach einer Attacke.[41][42][43][44][45][46][47] Diese Erhöhung sei unabhängig von der Anwesenheit von Schmerzen, weil sie nicht bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen auftritt.[48] Leone et al. interpretieren die Studienergebnisse[48] als Anzeichen einer bei Cluster-Kopfschmerz vorliegenden Störung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (WP:en) (Cortisol-Achse, siehe[49]) Welchen Wirkmechanismus und welchen Einfluss die Behandlung mit Corticosteroiden auf diese neuroendokrine Störung hat ist unbekannt.[26]

Corticosteroide verändern CGRP-Plasmawerte und Melatoninspiegel im Urin in einer Cluster-Kopfschmerz-Episode. Diese Änderungen könnten auf eine Wirkung von Corticosteroiden auf die trigeminale Aktivierung und auf die hypothalamische Dysfunktion schließen lassen.[50][51]

Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Zulassung

Grundlage ist die Fachinformation Prednisolon JENAPHARM (Stand der Information Oktober 2025).[52]

  • Kontrollen und Vorbeugung: Die Hinweise zu ärztlichen Kontrollen, zu Kalium und Kochsalz und zur Vorbeugung gegen Knochenschwund stehen fast wortgleich auch in der Fachinformation Prednisolon JENAPHARM vom Oktober 2025. Genauer heißt es dort: Bei langdauernder Therapie sind augenärztliche Kontrollen „in dreimonatigen Abständen“ angezeigt, und Knochenschwund (Osteoporose) ist „auch bei nur kurzzeitiger Anwendung möglich“.[52]
  • Zulassung: In dieser Fachinformation steht der Cluster-Kopfschmerz nicht unter den Anwendungsgebieten.[52] Für dieses Präparat ist die Anwendung beim Cluster-Kopfschmerz also ein Gebrauch außerhalb der Zulassung; siehe Off-Label-Use.
  • Nebenwirkungen: Die Fachinformation nennt keine Häufigkeiten, weil die Nebenwirkungen sehr stark von Dosis und Dauer abhängen. Genannt werden unter anderem Magen-Darm-Geschwüre und -Blutungen, ein höherer Blutzucker bis zum Diabetes, Wassereinlagerungen und Kaliumverlust, mehr Appetit und Gewichtszunahme, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen von Hochstimmung bis Depression, Psychosen, Bluthochdruck, grauer und grüner Star, verschwommenes Sehen, mehr und verdeckte Infektionen, Knochenschwund und abgestorbene Knochenbereiche (aseptische Knochennekrosen) sowie Beschwerden an Sehnen bis zum Sehnenriss.[52]
  • Wechselwirkungen, die beim Cluster-Kopfschmerz naheliegen: Zusammen mit Schmerzmitteln aus der NSAR-Gruppe, mit Salicylaten wie ASS oder mit Indometacin steigt die Gefahr von Magen-Darm-Geschwüren und -Blutungen. Mittel gegen Diabetes senken den Blutzucker weniger; es kann mehr Insulin oder mehr Tabletten nötig werden. Mittel, die das Abbausystem CYP3A bremsen (etwa Ketoconazol, Itraconazol oder Mittel mit Cobicistat), verstärken die Kortisonwirkung und die Nebenwirkungen; die Kombination soll gemieden werden, wenn der Nutzen nicht überwiegt. Rifampicin, Phenytoin, Carbamazepin, Barbiturate und Primidon schwächen die Kortisonwirkung ab. Magenmittel mit Magnesium- oder Aluminiumhydroxid (Antazida) mit zwei Stunden Abstand nehmen. Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone erhöhen die Gefahr von Sehnenbeschwerden.[52]
  • Weitere Wechselwirkungen: Herzmittel mit Digitalis (Herzglykoside) wirken bei Kaliummangel stärker; entwässernde Mittel und Abführmittel verstärken den Kaliumverlust; Blutverdünner vom Cumarin-Typ können schwächer oder stärker wirken; die Pille kann die Kortisonwirkung verstärken; Ciclosporin steigt im Blut an, mit mehr Gefahr von Krampfanfällen; mit ACE-Hemmern kann sich das Blutbild verändern; Hautreaktionen bei Allergietests können unterdrückt werden.[52]
  • Impfungen: Etwa 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach einer Impfung mit einem Lebendimpfstoff soll Kortison nur gegeben werden, wenn es unbedingt nötig ist.[52]
  • Mit Verapamil: Verapamil bremst das Abbausystem CYP3A4. Weder die geprüfte Verapamil- noch die Prednisolon-Fachinformation nennt die Kombination beider Mittel aber als Wechselwirkung. Alle Mittel im Vergleich: Wirkweise, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der Cluster-Mittel.

Literatur

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Externe Links

  • CH.com Forum: Question about steroids for chronics – das Forum von clusterheadaches.com antwortet mit einem Serverfehler; die Startseite lebt, die Forensoftware nicht (geprüft am 21.09.2026)

Einzelnachweise

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  2. ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Prophylaxe von Cluster- Kopfschmerz, anderen trigeminoautonomen Kopfschmerzen, schlafgebundenem Kopfschmerz und idiopathisch stechenden Kopfschmerzen. - Überarbeitete Therapieempfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft in Zusammenarbeit mit der DGN, ÖKSG, SKG. März 2016 (PDF-Datei, Archivfassung vom 11.05.2024) – die Adresse bei dmkg.de führt heute nur noch auf die Download-Übersicht (geprüft am 21.09.2026)
  3. ↑ 3,0 3,1 3,2 May A, Leone M, Áfra J, Linde M, Sándor PS, Evers S, Goadsby PJ.: EFNS guidelines on the treatment of cluster headache and other trigeminalautonomic cephalalgias. European Journal of Neurology. 2006; 13: 1066–1077. PMID 16987158, PDF-Datei, Archivfassung – efns.org ist nicht mehr erreichbar, die EFNS ist 2014 in der European Academy of Neurology aufgegangen (geprüft am 21.09.2026). DOI
  4. ↑ 4,0 4,1 May A, Evers S, Goadsby PJ, Leone M, Manzoni GC, Pascual J, et al. (2023). "European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache". Eur J Neurol 30: 2955-2979. doi:10.1111/ene.15956. PMID 37515405. 
  5. ↑ May A, Evers S, Goadsby PJ, Leone M, Manzoni GC, Pascual J, et al. (2023). "European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache". Eur J Neurol 30 (10): 2955-2979. doi:10.1111/ene.15956. PMID 37515405.  S. 2971: „Clinically, the use of at least 100 mg oral or up to 500 mg iv per day methylprednisolone (or equivalent corticosteroid) over 5 days (then tapering down) can be an option.“
  6. ↑ May A, Evers S, Goadsby PJ, Leone M, Manzoni GC, Pascual J, et al. (2023). "European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache". Eur J Neurol 30 (10): 2955-2979. doi:10.1111/ene.15956. PMID 37515405.  S. 2968: „Oral medication has been recommended, applying the following dosages: prednisone (60–100 mg) taken as a single dose in the morning for 5 days and subsequently reducing the daily dose every 4–5 days by 10 mg.“
  7. ↑ May A, Evers S, Goadsby PJ, Leone M, Manzoni GC, Pascual J, et al. (2023). "European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache". Eur J Neurol 30 (10): 2955-2979. doi:10.1111/ene.15956. PMID 37515405.  S. 2973, Tabelle 17: „Prednisolone initially 250 or 500 mg iv in the morning or 60–100 mg po for 5 days, followed by reductions of 10 mg every 4 days, or equivalent dosage of other corticosteroid“.
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  9. ↑ May A, Evers S, Goadsby PJ, Leone M, Manzoni GC, Pascual J, et al. (2023). "European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache". Eur J Neurol 30 (10): 2955-2979. doi:10.1111/ene.15956. PMID 37515405.  S. 2973, Tabelle 17 (orale Corticosteroide): „Gastric protection required“.
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  48. ↑ 48,0 48,1 Leone M, Maltempo C, Gritti A, Bussone G.: The insulin tolerance test and ovine corticotrophin-releasing-hormone test in episodic cluster headache. II: Comparison with low back pain patients. Cephalalgia. 1994 Oct; 14(5): 357-64; Editorial comment: 318-9. PMID 7828195 DOI
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  51. ↑ Neeb L, Hoffmann J.: Patienteninformation zur Studie über die Auswirkung einer intravenösen Hochdosismethylprednisolontherapie auf CGRP- und Melatonin-Spiegel bei Clusterkopfschmerzpatienten. Version 1 vom 21.10.2008. PDF-Datei
  52. ↑ 52,0 52,1 52,2 52,3 52,4 52,5 52,6 Fachinformation Prednisolon JENAPHARM Tabletten (Prednisolon), Stand der Information Oktober 2025, am 23.09.2026 gelesen. Abschnitt 4.1 (Anwendungsgebiete) nennt den Cluster-Kopfschmerz nicht. 4.5 im Wortlaut u. a.: „Antidiabetika: Die blutzuckersenkende Wirkung wird vermindert.“; „Cumarin-Derivate (orale Antikoagulanzien): Die Antikoagulanzienwirkung kann abgeschwächt oder verstärkt werden.“; „Nicht-steroidale Antiphlogistika/Antirheumatika (NSAR), Salicylate und Indometacin: Die Gefahr von Magen-Darm-Ulzeration und -Blutungen wird erhöht.“; „Bei einer gleichzeitigen Behandlung mit CYP3A-Inhibitoren einschließlich cobicistathaltiger Produkte ist mit einem erhöhten Risiko systemischer Nebenwirkungen zu rechnen. Die Kombination sollte vermieden werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt das erhöhte Risiko systemischer Nebenwirkungen der Corticosteroide; in diesem Fall sollten die Patienten im Hinblick auf systemische Corticosteroidnebenwirkungen überwacht werden.“; „CYP3A4 hemmende Substanzen (z. B. Ketoconazol, Itraconazol) können die Corticoidwirkung verstärken.“; „CYP3A4 aktivierende Substanzen wie Rifampicin, Phenytoin, Carbamazepin, Barbiturate und Primidon können die Corticoidwirkung abschwächen.“; Antazida: „Bei gleichzeitiger Einnahme von Magnesium- oder Aluminiumhydroxid verminderte Resorption von Prednisolon möglich. Die Einnahme der beiden Arzneimittel sollte daher in einem zeitlichen Abstand erfolgen (2 Stunden).“; „Fluorchinolone können das Risiko für Sehnenbeschwerden erhöhen.“; Östrogene (z. B. Ovulationshemmer): „Die Halbwertszeit von Glucocorticoiden kann verlängert sein. Deshalb kann die Corticoidwirkung verstärkt werden.“; Herzglykoside: „Die Glykosidwirkung kann durch Kaliummangel verstärkt werden.“; Saluretika/Laxanzien: „Die Kaliumausscheidung wird verstärkt.“; Ciclosporin: „Die Blutspiegel von Ciclosporin werden erhöht. Es besteht eine erhöhte Gefahr zerebraler Krampfanfälle.“; ACE-Hemmstoffe: „Erhöhtes Risiko des Auftretens von Blutbildveränderungen.“; Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin: erhöhtes Risiko von Myopathien und Kardiomyopathien; „Hautreaktionen auf Allergietests können unterdrückt werden.“ 4.4: strenge Indikationsstellung u. a. „ca. 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach Schutzimpfungen mit Lebendimpfstoffen“; „Während der Anwendung von Prednisolon JENAPHARM ist bei Diabetikern ein eventuell erhöhter Bedarf an Insulin oder oralen Antidiabetika zu berücksichtigen.“; bei psychiatrischen Erkrankungen, auch früheren: „neurologische oder psychiatrische Überwachung wird empfohlen“; „Das Risiko von Sehnenbeschwerden, Tendinitis und von Sehnenrupturen ist erhöht, wenn Fluorchinolone und Glucocorticoide zusammen verabreicht werden.“; bei Sehstörungen Überweisung an einen Augenarzt erwägen. 4.8: Nebenwirkungen, „die sehr stark von Dosis und Therapiedauer abhängig sind und deren Häufigkeit daher hier nicht angegeben werden kann“, u. a. Maskierung und Begünstigung von Infektionen, Natriumretention mit Ödembildung, vermehrte Kaliumausscheidung, Gewichtszunahme, verminderte Glucosetoleranz, Diabetes mellitus, Appetitsteigerung, „Depressionen, Gereiztheit, Euphorie, Antriebssteigerung, Psychosen, Manie, Halluzinationen, Affektlabilität, Angstgefühle, Schlafstörungen, Suizidalität“, Katarakt, Glaukom, verschwommenes Sehen, Hypertonie, „Magen-Darm-Ulcera, gastrointestinale Blutungen, Pankreatitis“, Steroidakne, „Osteoporose (dosisabhängig, auch bei nur kurzzeitiger Anwendung möglich), aseptische Knochennekrosen“, Sehnenbeschwerden bis zu Sehnenrupturen, verzögerte Wundheilung. 5.1: „In höheren als den zur Substitution erforderlichen Dosen wirkt Prednisolon rasch antiphlogistisch (antiexsudativ und antiproliferativ) und verzögert immunsuppressiv.“


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