Studien zum Cluster-Kopfschmerz
Alle Zahlen auf dieser Seite wurden an der Zusammenfassung oder am Volltext der jeweiligen Studie geprüft, die Einstufungen der europäischen Leitlinie an deren Volltext; die Fundstellen stehen in den Einzelnachweisen. Diese Seite ist keine Behandlungsempfehlung – welche Behandlung passt, klärt man mit der Ärztin oder dem Arzt.
Diese Seite zeigt, worauf die Behandlung des Cluster-Kopfschmerzes beruht: die wichtigen Studien, was sie geprüft haben, wie viele Menschen mitgemacht haben, was herauskam – und wie sicher das ist. Jede Studie steht zweimal da: mit den genauen Zahlen für Fachleute und in Alltagssprache für alle („Was heißt das?“). Ganz oben steht das Wichtigste in Kürze, darunter eine Übersicht, wie gut jede Behandlung belegt ist und wie die europäische Leitlinie sie einstuft.
Das Wichtigste in Kürze
- Gegen die Attacke nennt die europäische Leitlinie Sauerstoff und die Sumatriptan-Spritze als erste Wahl. Beide waren in verblindeten Studien deutlich besser als Luft beziehungsweise ein Scheinmittel.[1][2][3]
- „Stark empfohlen“ heißt nicht „bestens belegt“. Beim Sauerstoff stuft die Leitlinie die Studienlage als „sehr niedrig“ ein und empfiehlt ihn trotzdem stark. Ihre Begründung: Er hat kaum Nebenwirkungen und keine Gegenanzeigen, verträgt sich mit allen Mitteln und wird von Betroffenen gut angenommen.[3]
- Episodisch ist nicht gleich chronisch. Mehrere Attackenbehandlungen halfen in Studien beim episodischen Verlauf, beim chronischen aber deutlich schwächer oder gar nicht: Zolmitriptan als Nasenspray und als Tablette sowie die Vagusnerv-Stimulation (bei ihr zeigte sich das nur in vorab geplanten Teilauswertungen).[4][5][6][7]
- Die Vorbeugung steht auf dünnen Studien. Verapamil, das Mittel der Wahl, wurde gegen Placebo in einer Studie mit 30 Menschen über zwei Wochen geprüft; in ihrer Übersicht führt die Leitlinie es als Konsens der Fachleute, mit dem Vermerk, dass ausreichende Studien fehlen. Von denen, die im Alltag ein Vorbeugemittel genommen hatten, hat etwa jede und jeder Vierte eines wegen Nebenwirkungen abgesetzt.[8][3][9]
- Antikörper gegen CGRP, die bei Migräne gut wirken, zeigten beim Cluster-Kopfschmerz eine knapp positive und drei negative Studien. Zusammengenommen ist ein spürbarer Nutzen nicht gesichert.[10][11]
- Echtes Placebo verändert das Bild. Bei der Nervenstimulation am Hinterkopf und bei der tiefen Hirnstimulation fielen verblindete Vergleiche deutlich schlechter aus als offene Beobachtungen.[12][13][14]
- Die Ursachenforschung weist auf das Immunsystem, auf ein Netz von Hirnregionen und auf das Rauchen als möglichen Mitverursacher.[15] Bestimmte Stoffe lösen im Versuch bei einem Teil der Betroffenen Attacken aus – in der aktiven Phase und beim chronischen Verlauf, in der Ruhephase fast nie.[16][17][18] Die Ursache der Krankheit ist damit nicht geklärt.
- Bis zur richtigen Diagnose vergingen, gemittelt über Studien seit den 1960er-Jahren, gut zehn Jahre. Die Wartezeit wird kürzer; die Autoren sehen trotzdem großen Nachholbedarf.[19]
Auf einen Blick: Wie gut ist welche Behandlung belegt?
Die Tabelle fasst zusammen, was die Studien weiter unten zeigen, und wie die europäische Leitlinie von 2023 jede Behandlung einstuft. Die Leitlinie bewertet zweierlei: wie sicher die Studienlage ist (von „hoch“ bis „sehr niedrig“) und wie stark sie eine Behandlung empfiehlt („stark“ oder „schwach“; „Konsens“, wenn nach Ansicht der Leitlinie ausreichende Studien fehlen und die Fachleute sich auf ihre Erfahrung stützen – das kann auch Mittel betreffen, zu denen es kleine kontrollierte Studien gibt). Was diese Stufen bedeuten, steht unter Wie die europäische Leitlinie bewertet. Die Leitlinie hat Studien bis Juli 2022 berücksichtigt; was danach erschien, ist eigens vermerkt.[3]
| Behandlung | Was die wichtigsten Studien zeigen | Europäische Leitlinie 2023 |
|---|---|---|
| Gegen die Attacke | ||
| Sauerstoff, 100 Prozent, mindestens 12 Liter pro Minute, 15 Minuten über eine Maske | In zwei verblindeten Studien deutlich besser als Luft (1985, 2009), in drei weiteren kein gesicherter Unterschied. 7 oder 12 Liter pro Minute: kein gesicherter Unterschied (2018). Aus zwei Heimgeräten öfter wirksam als eine Zolmitriptan-Tablette (2024, offen, nach der Leitlinie erschienen). → Studien | stark empfohlen, Studienlage sehr niedrig; erste Wahl |
| Sumatriptan-Spritze 6 mg | Deutlich besser als ein Scheinmittel (1991, 1993); 12 mg wirkten nicht besser als 6 mg. Über bis zu ein Jahr ließ die Wirkung nicht nach (1998). → Studien | stark, Studienlage niedrig; erste Wahl |
| Sumatriptan-Nasenspray 20 mg | Besser als ein Scheinmittel, geprüft bei Attacken ab 45 Minuten (2003). | stark, Studienlage moderat; Alternative, wirkt langsamer als die Spritze |
| Zolmitriptan-Nasenspray 5 oder 10 mg | In zwei Studien besser als ein Scheinmittel (2006, 2007); beim chronischen Verlauf schwächer. | stark (5 mg), Studienlage niedrig; Alternative |
| Zolmitriptan-Tablette | Nur beim episodischen Verlauf besser als ein Scheinmittel (2000). | schwach, Studienlage sehr niedrig |
| Octreotid-Spritze (siehe Somatostatin) | Besser als ein Scheinmittel (2004). → Studien | Konsens; die Leitlinie weist darauf hin, dass Octreotid selbst Kopfschmerzen auslösen kann |
| Lidocain in die Nase | Nur eine sehr kleine kontrollierte Studie, an künstlich ausgelösten Attacken (2000). | Konsens |
| Ketamin als Nasenspray | Eine kleine offene Studie; Hauptziel verfehlt (2022). | keine Empfehlung; nach der Leitlinie fehlen gültige Doppelblindstudien |
| Vagusnerv-Stimulation mit einem Handgerät am Hals | In beiden Studien Hauptziel verfehlt; in den vorab geplanten Teilauswertungen beim episodischen Verlauf besser als ein Scheingerät, beim chronischen nicht (2016, 2018). → Studien | episodisch stark, chronisch schwach; Studienlage niedrig |
| SPG-Stimulation (eingepflanztes Gerät, das den Nervenknoten hinter der Nase reizt) | In zwei Studien beim chronischen Verlauf besser als eine Scheinstimulation (2013, 2019). | stark, Studienlage moderat; war beim Erscheinen der Leitlinie in Europa nicht erhältlich |
| Zur Überbrückung, bis die Vorbeugung wirkt | ||
| Prednison (Kortison) als Tabletten, zusätzlich zu Verapamil | Weniger Attacken in der ersten Woche (2021). → Studien | schwach, Studienlage niedrig (episodischer Verlauf) |
| Kortison-Spritze an den großen Hinterhauptsnerv (Infiltration) | Zwei kleine Studien deutlich positiv (2005, 2011), eine weitere positiv (2024); eine verfehlte ihr Hauptziel (2025). Die beiden neueren sind nach der Leitlinie erschienen. | Konsens; die Leitlinie empfiehlt die Spritze |
| Zur Vorbeugung | ||
| Verapamil | Eine kleine Studie mit 30 Menschen über zwei Wochen (2000); im Vergleich mit Lithium schneller und besser verträglich (1990). → Studien | Konsens; nach der Leitlinie das Mittel der Wahl beim episodischen und chronischen Verlauf |
| Lithium | Beim episodischen Verlauf kein gesicherter Unterschied zu Placebo (1997). | Konsens; zweite Wahl |
| Topiramat | Keine kontrollierte Studie, nur offene Beobachtungen.[3] | Konsens |
| Valproinsäure | Kein gesicherter Unterschied zu Placebo (2002). | Konsens; dritte Wahl |
| Melatonin | Eine kleine positive Studie (1996); als Zusatz bei schwer behandelbarem Verlauf kein Nutzen (2002). | Konsens; dritte Wahl |
| Warfarin (Blutverdünner) | Eine kleine Pilotstudie beim schwer behandelbaren chronischen Verlauf positiv (2011). → Studien | in der Leitlinie nicht erwähnt |
| Galcanezumab (Antikörper gegen CGRP) | Beim episodischen Verlauf knapp positiv (2019), beim chronischen negativ (2020). → Studien | schwach, Studienlage niedrig (episodisch); in der EU für Cluster-Kopfschmerz nicht zugelassen |
| Eptinezumab und Erenumab (Antikörper gegen CGRP) | Beide verfehlten ihr Hauptziel (2025); zwei Metaanalysen fanden zusammengefasst keinen gesicherten Nutzen (2026). | nach der Leitlinie erschienen |
| Vagusnerv-Stimulation zur Vorbeugung | Beim chronischen Verlauf weniger Attacken, aber offene Studie ohne Scheingerät (2016). → Studien | schwach, Studienlage niedrig (chronischer Verlauf) |
| Okzipitale Nervenstimulation (eingepflanzt, am Hinterkopf) | Schwache Stimulation half so gut wie starke (2021); offen hielt die Besserung über Jahre an (2023); mit echtem Placebo nicht besser als Placebo (2026). Die beiden neueren sind nach der Leitlinie erschienen. | keine Empfehlung, Studienlage sehr niedrig |
| Tiefenhirnstimulation | Verblindet kein gesicherter Unterschied (2010); offen ging es drei von vier Operierten langfristig deutlich besser (2020). | die Leitlinie nennt die verblindete Studie negativ und ein Blutungsrisiko von etwa 2 Prozent |
| Psilocybin (siehe Wirkung von Psilocybin und LSD auf Cluster-Kopfschmerz) | Verblindet kein gesicherter Unterschied (2022); in einer verblindeten Wiederholung ohne Placebogruppe halbierten sich die Attacken etwa (2024); offen beim chronischen Verlauf knapp ein Drittel weniger Attacken (2024); alle drei erst nach dem Literaturstand der Leitlinie (Juli 2022) erschienen. → Studien | in der Leitlinie nicht erwähnt |
So liest man eine Studie
Die wichtigsten Begriffe
- Randomisiert: Das Los entscheidet, wer das Mittel bekommt und wer nicht. So sind die Gruppen am Anfang möglichst gleich.
- Placebo oder Schein: eine Behandlung ohne Wirkstoff, zum Beispiel Luft statt Sauerstoff oder ein Scheingerät. Nur der Vergleich mit einem Placebo zeigt, was das Mittel selbst bewirkt.
- Doppelblind: Weder die Teilnehmenden noch das Studienteam wissen, wer was bekommt. Bei einer offenen Studie wissen es alle; das Ergebnis ist dann weniger sicher.
- Kreuzvergleich (Crossover): Alle Teilnehmenden bekommen nacheinander beide Behandlungen, meist in zufälliger Reihenfolge. Jede Person ist so ihr eigener Vergleich.
- Hauptziel (primärer Endpunkt): die eine Frage, die vorher festgelegt wird. Wird sie verfehlt, gelten gute Ergebnisse bei Nebenzielen nur als Hinweise, nicht als Beweis.
- Responder: jemand, bei dem die Zahl der Attacken um mindestens die Hälfte (manchmal um mindestens 30 Prozent) sinkt.
- Unerwünschtes Ereignis: alles, was während einer Studie an Beschwerden auftritt – egal, ob es vom Mittel kommt oder nicht. Nebenwirkungen sind nur die Beschwerden, die auf das Mittel zurückgehen.
- p-Wert: sagt, wie wahrscheinlich ein mindestens so großer Unterschied wäre, wenn das Mittel in Wahrheit gar nicht wirkt. Liegt er unter 0,05, also unter 5 Prozent, gilt ein Unterschied üblicherweise als statistisch gesichert („statistisch signifikant“). Auf dieser Seite heißt „gesichert“ genau das; es sagt nichts darüber, wie groß oder wie wichtig ein Unterschied ist.
- Vertrauensbereich (95-%-Konfidenzintervall): die Spanne, in der der wahre Wert mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt. Reicht sie bis an die Null heran oder über sie hinweg, ist der Nutzen klein oder nicht gesichert.
- Mittelwert und Median: Der Mittelwert ist der Durchschnitt. Der Median ist der Wert in der Mitte, wenn man alle der Größe nach ordnet; einzelne Ausreißer verschieben ihn kaum.
- Metaanalyse: eine gemeinsame Auswertung mehrerer Studien. Kohortenstudie: eine Gruppe wird über Zeit beobachtet. Fall-Kontroll-Studie: Betroffene werden mit Gesunden verglichen. Registerstudie: Auswertung von Daten, die ohnehin gesammelt werden, etwa Abrechnungsdaten.
Wie die europäische Leitlinie bewertet
Die Europäische Akademie für Neurologie (EAN) hat 2023 eine Leitlinie zur Behandlung des Cluster-Kopfschmerzes veröffentlicht. Sie bewertet nach dem international üblichen GRADE-System zwei Dinge:[3]
- Die Studienlage – „hoch“, „moderat“, „niedrig“ oder „sehr niedrig“. Sie sagt, wie sicher man sein kann, dass die in Studien gemessene Wirkung die wahre ist. „Sehr niedrig“ heißt nicht „wirkt nicht“, sondern: Die Studien sind zu klein, zu verschieden oder zu fehleranfällig, um sicher zu sein.
- Die Empfehlung – „stark“ oder „schwach“. Darin fließt ein, wie Nutzen und Nachteile gegeneinander abgewogen werden; jede Empfehlung musste die ganze Leitliniengruppe einstimmig tragen. Fehlen nach Ansicht der Leitliniengruppe ausreichende Studien, sprechen die Fachleute eine Empfehlung als Konsens aus, also aus Erfahrung. Das betrifft auch Mittel, zu denen es kleine kontrollierte Studien gibt, etwa Verapamil, Octreotid oder die Kortison-Spritze am Hinterkopf.
Deshalb passen Studienlage und Empfehlung nicht immer zusammen. Beim Sauerstoff ist die Studienlage „sehr niedrig“, die Empfehlung trotzdem „stark“. Umgekehrt führt die Leitlinie Verapamil, das Mittel der Wahl zur Vorbeugung, in ihrer Übersichtstabelle als Konsens, mit dem Vermerk, dass ausreichende Studien fehlen; im Text nennt sie eine placebokontrollierte Studie mit 30 Teilnehmenden.[3][8]
Die Leitlinie soll innerhalb von vier Jahren aktualisiert werden.[3] Die deutsche Leitlinie wird gerade überarbeitet; laut AWMF-Register ist die Fertigstellung für den 31.12.2026 geplant.[20]
Warum Studien beim Cluster-Kopfschmerz so schwierig sind
- Die Phase endet von selbst. Wer in einer Studie ein Placebo bekommt, wird deshalb nicht selten trotzdem besser. In einer Studie mit Valproinsäure von 2002 ging es 62 Prozent der Placebogruppe deutlich besser, aber nur 50 Prozent der Gruppe mit Wirkstoff; die Autoren führen das auf das natürliche Ende der Phasen zurück und sehen sich deshalb außerstande, etwas über die Wirkung zu sagen.[21] In den Studien mit CGRP-Antikörpern sprachen 27 bis 53 Prozent auf das Placebo an.[11]
- Placebo ist bei solchen Schmerzen schwer zumutbar. Schon 1997 schrieben die Autoren einer Lithiumstudie, Placebostudien seien bei häufigen, sehr starken Schmerzen nicht einfach.[22]
- Es finden sich zu wenige Teilnehmende. Drei wichtige Studien der letzten Jahre wurden vorzeitig beendet, weil zu wenige Menschen die Bedingungen erfüllten oder weil die Aufnahme zu langsam lief und die Förderung auslief: die Galcanezumab-Studie von 2019, die Prednison-Studie von 2021 und die Erenumab-Studie von 2025.[10][23][24] Schon 2011 wurde eine Studie mit Frovatriptan nach 11 statt der geplanten 80 Teilnehmenden abgebrochen.[25]
- Die Studien messen Verschiedenes. Die einen zählen „Linderung“, die anderen „schmerzfrei“, nach 15 oder nach 30 Minuten, pro Attacke oder pro Person. Deshalb lassen sich die Prozentzahlen verschiedener Studien oft nicht direkt vergleichen. Für neue Studien zur Attackenbehandlung empfiehlt die Internationale Kopfschmerzgesellschaft seit 2022 ein einheitliches Hauptziel: schmerzfrei nach 15 Minuten, ohne dass in den folgenden 3 Stunden wieder Schmerz auftritt.[26] Mehr zu den Skalen: Schmerzskala.
Gegen die Attacke
Eine Attacke dauert unbehandelt 15 bis 180 Minuten, also eine Viertelstunde bis drei Stunden. Ein Mittel für die Attacke muss deshalb schnell wirken; die Studien messen, wie viele Attacken nach 15 oder 30 Minuten schwächer oder vorbei sind. In der Spalte „Studie“ steht unter dem Jahr, wie die Studie angelegt war.[27]
Sauerstoff
| Studie | Was wurde geprüft? | Wer? | Ergebnis in Zahlen | Was heißt das? |
|---|---|---|---|---|
| 1985, Fogan[28] doppelblind, Kreuzvergleich |
Sauerstoff gegen Luft, 6 Liter pro Minute über eine Maske, bis zu 15 Minuten, bei bis zu sechs Attacken | 19 Männer | Linderung auf einer Skala von 0 (keine) bis 3 (vollständige): im Mittel 1,93 mit Sauerstoff, 0,77 mit Luft; statistisch deutlich | Mit Sauerstoff im Schnitt fast „deutliche“ Linderung, mit Luft weniger als „leichte“. Klein, aber verblindet; mit 6 Litern pro Minute weniger, als die Leitlinie heute empfiehlt. |
| 2009, Cohen und Kollegen[1] Los, doppelblind, Kreuzvergleich |
100 Prozent Sauerstoff, 12 Liter pro Minute, 15 Minuten über eine Maske, gegen Luft mit hohem Fluss; abwechselnd bei vier Attacken | 109 aufgenommen, 76 ausgewertet (57 episodisch, 19 chronisch) | Hauptziel schmerzfrei nach 15 Minuten (wo kein Tagebuch vorlag: ausreichende Linderung): 78 Prozent der Attacken mit Sauerstoff (Vertrauensbereich 71–85), 20 Prozent mit Luft (14–26); keine wichtigen unerwünschten Ereignisse | Etwa 8 von 10 Attacken waren mit Sauerstoff nach einer Viertelstunde schmerzfrei (ohne Tagebuch: ausreichend gelindert), mit Luft 2 von 10. Eine der beiden Studien, die laut Leitlinie einen deutlichen Vorteil zeigten, und mit 12 Litern pro Minute so dosiert, wie die Leitlinie es heute empfiehlt. |
| 2017, Petersen und Kollegen[29] einfach verblindet, Kreuzvergleich, Reihenfolge teilweise ausgelost |
Drei Maskenarten mit 100 Prozent Sauerstoff – Demand-Ventil (gibt beim Einatmen Sauerstoff frei und erlaubt so einen höheren Fluss), O2ptimask und einfache Maske mit 15 Litern pro Minute – gegen Placebo über das Demand-Ventil, je 15 Minuten | 57 Teilnehmende, 102 behandelte Attacken; nur 10 kamen bis zur Placebo-Behandlung | Hauptziel (Schmerz nach 15 Minuten um zwei Stufen geringer): kein gesicherter Unterschied zwischen den Masken; Demand-Ventil 48 Prozent, Placebo 45 Prozent. 62 Prozent bevorzugten das Demand-Ventil. Ein zweites Mittel brauchten 23 Prozent mit Demand-Ventil, 19 Prozent mit O2ptimask und 50 Prozent mit einfacher Maske | Beim Hauptziel machte die Maske keinen gesicherten Unterschied; zum Placebo kamen aber nur 10 Menschen, zu wenige für einen sicheren Vergleich. Die meisten wollten das Demand-Ventil. Mit Demand-Ventil oder O2ptimask war seltener ein zweites Mittel nötig (etwa ein Fünftel statt die Hälfte) – ein Nebenziel, also nur ein Hinweis. Die Autoren raten, Demand-Ventil oder O2ptimask zu versuchen, bevor man den Sauerstoff aufgibt. Siehe Sauerstoff. |
| 2018, Dirkx und Kollegen[30] Los, doppelblind, Kreuzvergleich |
100 Prozent Sauerstoff über eine Maske mit Reservoirbeutel, 7 gegen 12 Liter pro Minute; weder die Teilnehmenden noch das Studienteam kannten die Einstellung. Teilgenommen haben Menschen, die noch nie Sauerstoff genommen hatten | 98 aufgenommen, 70 mit gültigen Daten, 56 nutzten beide Einstellungen (604 Attacken) | Hauptziel (schmerzfrei nach 15 Minuten in den ersten zwei Tagen, gezählt nur bei mindestens zwei Attacken am Tag) ließ sich nur bei 5 Personen auswerten: kein gesicherter Unterschied (p = 0,180). Die Teilnehmenden bevorzugten eher 12 Liter (p = 0,005); bei einem Nebenziel wurden aber mit 7 Litern mehr schmerzfrei (p = 0,039). Bei Nebenwirkungen und den übrigen Nebenzielen kein Unterschied | Ob 12 Liter besser wirken als 7, blieb offen. Die meisten wollten lieber 12 Liter. Die Autoren halten 12 Liter für alle vertretbar; aus Kostengründen könne man auch mit 7 beginnen und bei fehlender Wirkung auf 12 wechseln. Die europäische Leitlinie empfiehlt mindestens 12 Liter.[3] |
| 2024, Cho und Kollegen[31] Los, Kreuzvergleich, ohne Placebo und ohne Verblindung, mehrere Zentren in Südkorea |
Sauerstoff aus zwei zusammengeschalteten Heim-Sauerstoffkonzentratoren (10 Liter pro Minute über eine Maske ohne Rückatmung) gegen eine Zolmitriptan-Tablette 5 mg, je zwei Attacken; episodischer Verlauf | 40 aufgenommen, 32 mit 125 behandelten Attacken | Hauptziel (Schmerz nach 15 Minuten bei 0 oder 1 auf einer Skala von 0 bis 4): 31,7 Prozent der Attacken mit Sauerstoff, 12,9 Prozent mit der Tablette (p = 0,013). Linderung nach 30 Minuten: 57,1 gegen 38,7 Prozent, kein gesicherter Unterschied. 61,3 Prozent bevorzugten Sauerstoff, 9,7 Prozent die Tablette. Keine unerwünschten Ereignisse mit Sauerstoff | Ein Konzentrator gewinnt Sauerstoff aus der Raumluft und muss nicht nachgefüllt werden, schafft aber meist höchstens 5 Liter pro Minute; deshalb wurden zwei zusammengeschaltet. So half der Sauerstoff öfter als die Tablette. Verglichen wurde aber nur mit der Tablette, die die Leitlinie schwach empfiehlt,[3] und ohne Verblindung. Siehe Sauerstoffkonzentratoren. |
Die europäische Leitlinie zählt fünf kontrollierte Studien zum Sauerstoff: Zwei (Fogan und Cohen) fanden einen deutlichen Vorteil, drei keinen gesicherten Unterschied. Sie empfiehlt Sauerstoff trotzdem stark und als erste Wahl: 100 Prozent, mindestens 12 Liter pro Minute, 15 Minuten.[3] Die Studie zu 7 und 12 Litern pro Minute führt sie gesondert an: kein klinisch bedeutsamer Unterschied. Sie merkt aber an, dass nur 5 von 56 Teilnehmenden zum Hauptziel beitrugen, dass der dort errechnete, nicht gesicherte Vorteil für 12 Liter recht groß war und dass die Teilnehmenden 12 Liter bevorzugten.[30]
Triptane
| Studie | Was wurde geprüft? | Wer? | Ergebnis in Zahlen | Was heißt das? |
|---|---|---|---|---|
| 1991, Sumatriptan-Studiengruppe[2] Los, doppelblind, Kreuzvergleich |
Sumatriptan-Spritze 6 mg unter die Haut gegen Placebo, je eine Attacke | 49 aufgenommen, 39 vollständig ausgewertet | Schwächer nach 15 Minuten: 74 gegen 26 Prozent der Attacken. Schmerzfrei nach 15 Minuten: 46 gegen 10 Prozent der Teilnehmenden. Zusätzlich Sauerstoff nötig: 13 gegen 49 Prozent. Keine schweren unerwünschten Ereignisse | Drei von vier Attacken wurden mit der Spritze innerhalb einer Viertelstunde schwächer, mit dem Scheinmittel eine von vier. Knapp die Hälfte war nach 15 Minuten ganz schmerzfrei, mit dem Scheinmittel jeder Zehnte. Die Grundlage der Sumatriptan-Spritze; siehe Sumatriptan. |
| 1993, Ekbom und Kollegen[32] Los, doppelblind, Kreuzvergleich, mehrere Zentren |
Sumatriptan-Spritze 6 mg und 12 mg gegen Placebo | 134, stationär behandelt | Leicht oder schmerzfrei nach 15 Minuten: 35 Prozent mit Placebo, 75 Prozent mit 6 mg, 80 Prozent mit 12 mg. 12 mg nicht gesichert besser als 6 mg, aber mit mehr unerwünschten Ereignissen | Die doppelte Menge half nicht gesichert besser, brachte aber mehr unerwünschte Ereignisse. Deshalb empfehlen die Autoren 6 mg. |
| 1998, Göbel und Kollegen[33] Langzeitstudie ohne Vergleichsgruppe, mehrere Zentren |
Sumatriptan-Spritze bei Attacken, über bis zu ein Jahr | 52, zusammen 2.031 behandelte Attacken | Erfolgreich behandelt: 88 Prozent der Attacken. 42 Prozent der Teilnehmenden waren bei mehr als 90 Prozent ihrer Attacken innerhalb von 15 Minuten schmerzfrei. Die Wirkung ließ im Lauf der Studie nicht nach. Unerwünschte Ereignisse bei 62 Prozent der Teilnehmenden | Die Spritze wirkte über bis zu ein Jahr gleich gut, bei zusammen gut 2.000 Attacken, rechnerisch knapp 40 pro Person. Ohne Vergleichsgruppe; was als „erfolgreich“ galt, nennt die Zusammenfassung nicht. |
| 2003, van Vliet und Kollegen[34] Los, doppelblind, Placebo |
Sumatriptan-Nasenspray 20 mg gegen Placebo, nur bei Attacken von mindestens 45 Minuten | 118 aufgenommen, 154 behandelte Attacken | Besser nach 30 Minuten (von mäßig bis sehr stark auf leicht oder keine): 57 gegen 26 Prozent. Schmerzfrei nach 30 Minuten: 47 gegen 18 Prozent. Keine schweren unerwünschten Ereignisse | Etwa jede zweite Attacke wurde mit dem Spray innerhalb einer halben Stunde leicht oder verschwand, mit dem Scheinmittel etwa jede vierte. Wirkt langsamer als die Spritze und wurde nur bei längeren Attacken geprüft. |
| 2006, Cittadini und Kollegen[4] Los, doppelblind, Kreuzvergleich |
Zolmitriptan-Nasenspray 5 und 10 mg gegen Placebo | 92 aufgenommen, 69 ausgewertet | Linderung nach 30 Minuten: 21 Prozent mit Placebo, 40 Prozent mit 5 mg, 62 Prozent mit 10 mg. Episodisch 30, 47 und 80 Prozent; chronisch 14, 28 und 36 Prozent | Mit 10 mg wurden 6 von 10 Attacken nach einer halben Stunde leicht oder schmerzfrei. Beim episodischen Verlauf waren es 8 von 10, beim chronischen knapp 4 von 10. Siehe Zolmitriptan. |
| 2007, Rapoport und Kollegen[35] Los, doppelblind, Kreuzvergleich, mehrere Zentren |
Zolmitriptan-Nasenspray 5 und 10 mg gegen Placebo | 52 Teilnehmende, 151 behandelte Attacken | Besser nach 30 Minuten: 30 Prozent mit Placebo, 50 Prozent mit 5 mg, 63,3 Prozent mit 10 mg. Schmerzfrei nach 30 Minuten: 20, 38,5 und 46,9 Prozent. Leichte Nebenwirkungen bei 16, 25 und 32,7 Prozent der Attacken | Bestätigt die Studie von 2006: Beide Mengen wirken; 10 mg etwas besser, mit etwas mehr Nebenwirkungen. |
| 2000, Bahra und Kollegen[5] Los, doppelblind, Kreuzvergleich, mehrere Zentren |
Zolmitriptan-Tablette 5 und 10 mg gegen Placebo | 124 (73 Prozent episodisch) | Episodisch nach 30 Minuten besser: 47 Prozent mit 10 mg, 29 Prozent mit Placebo (p = 0,02). Chronisch bei keinem Ziel ein gesicherter Unterschied | Die Tablette half nur beim episodischen Verlauf, und auch da mäßig: etwa jedem Zweiten gegen knapp jedem Dritten mit Scheinmittel. |
Andere Mittel gegen die Attacke
| Studie | Was wurde geprüft? | Wer? | Ergebnis in Zahlen | Was heißt das? |
|---|---|---|---|---|
| 2004, Matharu und Kollegen[36] Los, doppelblind, Kreuzvergleich |
Octreotid-Spritze 100 Mikrogramm (ein künstlicher Abkömmling des Hormons Somatostatin) gegen Placebo | 57 aufgenommen; 46 und 45 mit auswertbaren Attacken | Besser nach 30 Minuten: 52 gegen 36 Prozent (p < 0,01) | Etwa jede zweite gegen jede dritte Attacke. Für die Forschung wichtig: Eine Attacke lässt sich auch ohne Gefäßverengung behandeln. Die Leitlinie weist darauf hin, dass Octreotid selbst Kopfschmerzen auslösen kann.[3] Siehe Somatostatin. |
| 2000, Costa und Kollegen[37] doppelblind, Placebo |
Lidocain oder Kokain (je 10 Prozent) gegen Kochsalz, in der Nase auf die Gegend des Ganglion sphenopalatinum (ein Nervenknoten hinter der Nase) aufgetragen; die Attacken waren mit Nitroglyzerin ausgelöst | 15 aufgenommen, 9 mit ausgelöster Attacke | Schmerz vorbei nach im Mittel 37 Minuten mit Lidocain, 31 mit Kokain und 59 mit Kochsalz | Mit Lidocain oder Kokain (beide betäuben örtlich) war die ausgelöste Attacke 22 beziehungsweise 28 Minuten früher vorbei als mit Kochsalz. Sehr klein und nur an künstlich ausgelösten Attacken geprüft. Siehe Lidocain. |
| 2022, Petersen und Kollegen[38] offen, ohne Placebo |
Ketamin als Nasenspray, 15 mg alle 6 Minuten, bis zu fünfmal, unter Aufsicht im Krankenhaus; chronischer Verlauf | 23 aufgenommen, 20 behandelten eine Attacke | Hauptziel (Schmerz nach 15 Minuten halbiert) verfehlt: im Mittel nur 15 Prozent weniger. Nach 30 Minuten 59 Prozent weniger Schmerz – gemessen nur bei 16 von 20, denn die 4, die nach 15 Minuten ein Notfallmittel brauchten, sind nicht mitgezählt; das lässt die Zahl eher zu günstig aussehen. Die Hälfte zog Ketamin dem Sauerstoff oder der Sumatriptan-Spritze vor | Wenn überhaupt, wirkt es erst nach einer halben Stunde; ohne Vergleichsgruppe ist das kein Beweis. Die Autoren warnen vor dem Missbrauchspotenzial. Siehe Ketamin. |
Geräte und Eingriffe gegen die Attacke
| Studie | Was wurde geprüft? | Wer? | Ergebnis in Zahlen | Was heißt das? |
|---|---|---|---|---|
| 2016, ACT1[6] Los, doppelblind, Scheingerät |
Nicht-invasive Vagusnerv-Stimulation (ein Handgerät, das außen am Hals angesetzt wird) gegen ein Scheingerät | 150 aufgenommen, 133 ausgewertet | Hauptziel (Schmerz 0 oder 1 nach 15 Minuten bei der ersten Attacke) verfehlt: insgesamt 26,7 gegen 15,1 Prozent (p = 0,1). In den vorab geplanten Teilauswertungen: episodisch 34,2 gegen 10,6 Prozent (p = 0,008), chronisch 13,6 gegen 23,1 Prozent | Insgesamt kein Beweis. In der Teilauswertung mit episodischem Verlauf half das Gerät etwa jedem Dritten, das Scheingerät jedem Zehnten – ein Hinweis, der sich in ACT2 wiederholte; beim chronischen Verlauf half es nicht. |
| 2018, ACT2[7] Los, doppelblind, Scheingerät |
dasselbe Gerät gegen ein Scheingerät | 92 (27 episodisch, 65 chronisch) | Hauptziel (schmerzfrei nach 15 Minuten, bezogen auf alle behandelten Attacken) verfehlt: insgesamt 14 gegen 12 Prozent. In der vorab geplanten Teilauswertung mit episodischem Verlauf (27 Personen) 48 gegen 6 Prozent, chronisch 5 gegen 13 Prozent | Dasselbe Muster wie in ACT1: Wenn überhaupt, dann beim episodischen Verlauf – dort wurde etwa jede zweite Attacke schmerzfrei, mit dem Scheingerät nicht einmal jede zehnte. Die Gruppe war aber klein. |
| 2013, Pathway CH-1[39] Los bei jeder Attacke, Scheinstimulation |
Stimulation des Ganglion sphenopalatinum (Nervenknoten hinter der Nase) mit einem eingepflanzten Gerät, das bei einer Attacke eingeschaltet wird: volle, unterschwellige oder Schein-Stimulation; schwer behandelbarer chronischer Verlauf | 32 aufgenommen, 28 ausgewertet | Linderung nach 15 Minuten bei 67,1 Prozent der voll stimulierten Attacken, bei 7,4 Prozent der schein- und 7,3 Prozent der unterschwellig stimulierten. 68 Prozent der Teilnehmenden hatten eine klinisch bedeutsame Besserung. Fünf schwere unerwünschte Ereignisse; 81 Prozent hatten vorübergehend leichte bis mäßige Taubheit im Gebiet des Oberkiefernervs, zwei Drittel dieser Beschwerden waren nach drei Monaten vorbei | Zwei von drei Attacken wurden mit voller Stimulation besser, zum Schein kaum eine. Erfordert eine Operation. Siehe SPG-Stimulation. |
| 2019, Goadsby und Kollegen[40] Los, doppelblind, Schein-Stimulation der Haut, 21 Zentren in den USA |
dasselbe Verfahren; chronischer Verlauf | 93 aufgenommen, 76 ausgewertet | Linderung nach 15 Minuten bei 62,5 gegen 38,9 Prozent der Attacken (p = 0,008). Neun schwere unerwünschte Ereignisse bis zum Ende der offenen Phase, vier davon durch Eingriff oder Gerät | Mit dem Gerät wurden knapp zwei von drei Attacken besser, zum Schein etwa zwei von fünf. Bezahlt von Autonomic Technologies,[40] dem Hersteller des Geräts.[39] Siehe SPG-Stimulation. |
Was Betroffene im Alltag berichten
Neben Studien mit Vergleichsgruppen gibt es große Befragungen. Sie zeigen, wie Mittel im Alltag erlebt werden, beweisen aber keine Wirkung.
In einer internationalen Online-Befragung, dem Cluster Headache Questionnaire, gaben 1.604 Menschen mit Cluster-Kopfschmerz Auskunft über ihre Mittel gegen die Attacke. Als vollständig oder sehr wirksam bezeichneten sie am häufigsten Triptane (54 Prozent) und Sauerstoff (54 Prozent). Deutlich seltener: Dihydroergotamin (25 Prozent), Ergotamin (17 Prozent), Koffein und Energydrinks (17 Prozent, nur 41 Antworten) und Ketamin in die Nase (14 Prozent, nur 37 Antworten). Kaum geholfen haben nach diesen Angaben Opioide (6 Prozent), Capsaicin in die Nase (5 Prozent) und Lidocain in die Nase (2 Prozent). Keine oder nur geringe körperliche Beschwerden durch das Mittel meldeten beim Sauerstoff 99 Prozent, bei den Opioiden 76 Prozent, bei den Triptanen 73 Prozent.
Wer 65 Jahre oder älter war, berichtete Ähnliches. Die Autoren nennen die Grenzen selbst: Die Fragen waren nicht eigens geprüft, die Diagnose wurde nicht ärztlich bestätigt, und alle Triptane wurden zusammengefasst, die Spritze also nicht getrennt von Tabletten und Nasensprays.[41]
Zur Überbrückung, bis die Vorbeugung wirkt
Vorbeugemittel wie Verapamil brauchen Tage bis Wochen, bis sie wirken. Für diese Zeit gibt es zwei geprüfte Wege: Kortison als Tabletten oder eine Kortison-Spritze an den großen Hinterhauptsnerv am Hinterkopf.
| Studie | Was wurde geprüft? | Wer? | Ergebnis in Zahlen | Was heißt das? |
|---|---|---|---|---|
| 2021, Obermann und Kollegen[23] Los, doppelblind, Placebo, zehn Kopfschmerzzentren in Deutschland |
Prednison 100 mg für 5 Tage, dann alle 3 Tage 20 mg weniger, zusätzlich zu Verapamil, gegen Placebo; episodischer Verlauf | 116 zugeteilt, 109 ausgewertet; vorzeitig beendet, weil die Aufnahme zu langsam lief und die Förderung auslief | In der ersten Woche im Mittel 7,1 gegen 9,5 Attacken (Unterschied −2,4; Vertrauensbereich −4,8 bis −0,03; p = 0,002) | Mit Kortison etwa zwei bis drei Attacken weniger in der ersten Woche. Der Vertrauensbereich reicht aber fast bis null: Der wahre Nutzen könnte auch sehr klein sein. Der angegebene p-Wert von 0,002 passt nicht recht zu diesem Vertrauensbereich, der eher für einen knapp gesicherten Unterschied spricht. Siehe Prednison bei episodischen Cluster-Kopfschmerzen. |
| 2005, Ambrosini und Kollegen[42] Los, doppelblind, Placebo |
eine Kortisonspritze (Betamethason) an den großen Hinterhauptsnerv gegen Kochsalz | 23 (16 episodisch, 7 chronisch) | In der ersten Woche attackenfrei: 11 von 13 mit Kortison, keiner von 10 mit Kochsalz; 8 blieben vier Wochen attackenfrei | Mehr als 8 von 10 wurden mit der Spritze eine Woche lang attackenfrei, mit Kochsalz niemand. Sehr klein, aber deutlich. |
| 2011, Leroux und Kollegen[43] Los, doppelblind, Placebo |
drei Kortisonspritzen (Cortivazol) am Hinterkopf im Abstand von 2 bis 3 Tagen gegen Placebo, bei mehr als zwei Attacken am Tag | 43 (28 episodisch, 15 chronisch) | Höchstens noch zwei Attacken am Tag: 20 von 21 gegen 12 von 22. In den ersten 15 Tagen im Mittel 10,6 gegen 30,3 Attacken | Fast alle mit Kortison kamen auf höchstens zwei Attacken am Tag, mit Placebo gut die Hälfte. Stützt die Spritze als Überbrückung; siehe Infiltrationstherapie bei Cluster-Kopfschmerz. |
| 2024, ANODYNE[44] Los, doppelblind, Placebo, ein Zentrum in Indien |
eine Spritze an den großen Hinterhauptsnerv mit 80 mg Methylprednisolon und Lidocain (2 Prozent) gegen Kochsalz. Vorher wurde ein betäubendes Gel aufgetragen, damit das Taubheitsgefühl nicht verrät, wer den Wirkstoff bekam; episodischer Verlauf | 40 zugeteilt, 39 ausgewertet (19 gegen 20) | Hauptziel erreicht: bis Woche 4 im Mittel 11,1 gegen 7,7 Attacken pro Woche weniger (Unterschied 3,4; Vertrauensbereich 1,7 bis 5,2; p < 0,001). Unerwünschte Ereignisse bei je 90 Prozent, meist leichte und vorübergehende Blutung und Schmerz an der Einstichstelle; keine schweren | Mit der Spritze im Mittel gut drei Attacken pro Woche weniger als mit Kochsalz (Vertrauensbereich etwa 2 bis 5). Das stützt die Spritze zur Überbrückung. Die Studie ist klein, und die Vertrauensbereiche, die die Zusammenfassung für die beiden Gruppen nennt, passen nicht zu deren Mittelwerten (vermutlich vertauscht). |
| 2025, Brandt und Kollegen[45] Los, doppelblind, Placebo, 12 Wochen |
Kortisonspritze (80 mg Methylprednisolon) am Hinterkopf zu Beginn der Phase, danach Verapamil, gegen Placebo | 70 (36 gegen 34) | Hauptziel verfehlt: Die nötige Verapamil-Dosis über 12 Wochen unterschied sich nicht gesichert (232 gegen 244 mg am Tag). Nur als Hinweis: in der ersten Woche im Median 7 gegen 10 Attacken; keine schweren unerwünschten Ereignisse | Die Spritze senkte den Verapamil-Bedarf über drei Monate nicht nachweisbar. Dass sie den Start beschleunigt, deuten Nebenziele an; bewiesen ist es nicht. |
Die europäische Leitlinie empfiehlt Prednison zur Überbrückung schwach, bei niedriger Studienlage, und die Spritze an den großen Hinterhauptsnerv als Konsens; die Spritze kann wiederholt werden, wenn sie hilft.[3]
Zur Vorbeugung
Vorbeugemittel sollen die Zahl der Attacken senken, solange eine Phase dauert, beim chronischen Verlauf auch auf Dauer. Nach der europäischen Leitlinie ist Verapamil das Mittel der Wahl, Lithium die zweite Wahl.[3]
Medikamente zur Vorbeugung
| Studie | Was wurde geprüft? | Wer? | Ergebnis in Zahlen | Was heißt das? |
|---|---|---|---|---|
| 2000, Leone und Kollegen[8] Los, doppelblind, Placebo |
Verapamil 3 × 120 mg am Tag gegen Placebo, 14 Tage; episodischer Verlauf | 30 (15 gegen 15) | Deutlich weniger Attacken und weniger Attackenmittel; leichte Nebenwirkungen | Die placebokontrollierte Studie, auf die sich die Leitlinie beim Verapamil stützt – klein und nur zwei Wochen lang.[3] Siehe Verapamil. |
| 1990, Bussone und Kollegen[46] doppelblind, Kreuzvergleich, mehrere Zentren |
Verapamil gegen Lithium; chronischer Verlauf | in der Zusammenfassung nicht genannt | Beide beugten Attacken vor; Verapamil hatte weniger Nebenwirkungen und wirkte schneller | Vergleich zweier Mittel ohne Placebo. Siehe Verapamil, Lithium. |
| 1997, Steiner und Kollegen[22] doppelblind, Placebo, nur Männer |
Lithium 800 mg am Tag gegen Placebo, eine Woche; episodischer Verlauf | 27 (13 gegen 14); nach einer vorher geplanten Zwischenauswertung beendet | Deutliche Besserung bei 8 von 13 gegen 6 von 14 – kein gesicherter Unterschied. Lithiumspiegel meist 0,5 bis 0,6 mmol/l | Mit Lithium ging es 6 von 10 besser, mit Placebo aber auch 4 von 10. Für den episodischen Verlauf nicht belegt; siehe Lithium. |
| 2002, El Amrani und Kollegen[21] doppelblind, Placebo, mehrere Zentren |
Valproinsäure 1000 bis 2000 mg am Tag gegen Placebo, zwei Wochen | 96 (50 gegen 46) | Mindestens halb so viele Attacken: 50 Prozent mit Wirkstoff, 62 Prozent mit Placebo (p = 0,23) | Mit dem Scheinmittel ging es sogar mehr Menschen besser. Die Autoren erklären das mit dem natürlichen Ende der Phasen und können über die Wirkung nichts sagen. Siehe Valproinsäure. |
| 1996, Leone und Kollegen[47] Los, doppelblind, Placebo |
Melatonin 10 mg abends gegen Placebo, 14 Tage | 20 (18 episodisch, 2 chronisch) | Weniger Attacken (p < 0,03); 5 von 10 sprachen an, mit Placebo keiner; die Teilnehmenden mit chronischem Verlauf sprachen nicht an | Jeder Zweite mit Melatonin profitierte. Sehr klein; siehe Melatonin. |
| 2002, Pringsheim und Kollegen[48] Placebo, feste Reihenfolge |
Melatonin zusätzlich zur üblichen Vorbeugung, wenn diese nicht ausreichte | 9 (6 chronisch, 3 episodisch) | Bei keinem Ziel ein gesicherter Unterschied zu Placebo oder zum Ausgangsmonat; keine Nebenwirkungen | Als Zusatz bei schwer behandelbarem Verlauf half Melatonin in dieser sehr kleinen Studie nicht. Das deckt sich mit der Leitlinie: bei schwer behandelbarem Verlauf nicht wirksam.[3] |
| 2011, Hakim[49] Los, Placebo, Kreuzvergleich (Pilotstudie) |
niedrig dosierter Blutverdünner Warfarin (Ziel-INR 1,5 bis 1,9; der INR-Wert zeigt, wie langsam das Blut gerinnt) gegen Placebo, je 12 Wochen; schwer behandelbarer chronischer Verlauf | 34 | Mindestens vier Wochen ohne Attacken: 17 (50 Prozent) mit Warfarin, 4 (11,8 Prozent) mit Placebo (p = 0,004) | Jeder Zweite hatte mit Warfarin eine Pause von mindestens vier Wochen, mit Placebo etwa jeder Achte. Nur eine kleine Studie; eine zweite kontrollierte Studie fand sich bei einer Suche in Europe PMC am 23.09.2026 nicht. Risiken und Wechselwirkungen: siehe Warfarin. |
| 2002, Saper und Kollegen[50] Los, doppelblind, Scheinmittel, 14 Zentren in den USA |
Civamid, eine chemisch eng verwandte Form (Isomer) des Chili-Wirkstoffs Capsaicin, als Nasentropfen: 25 Mikrogramm je Nasenloch einmal am Tag für 7 Tage, gegen die Trägerlösung ohne Wirkstoff; episodischer Verlauf | 28 (18 gegen 10) | In der ersten Woche nach der Behandlung 55,5 gegen 25,9 Prozent weniger Attacken als vorher (p = 0,03); danach nur Tendenzen, über alle 20 Tage knapp nicht gesichert (p = 0,054). Brennen in der Nase bei 14 von 18 gegen 1 von 10, Tränenfluss bei 9 von 18 gegen keinem von 10 | Nach den Autoren möglicherweise ein bescheidener Nutzen; die europäische Leitlinie nennt die Wirkung ebenfalls bescheiden. Sehr klein, und die meisten mit Civamid (14 von 18) spürten ein Brennen in der Nase. Siehe Capsaicin. |
| 2011, Pageler und Kollegen[25] Los, doppelblind, Placebo, mehrere Zentren; vorzeitig abgebrochen |
Frovatriptan 5 mg (ein Triptan) zur kurzzeitigen Vorbeugung gegen Placebo; episodischer Verlauf | geplant 80 auswertbare Teilnehmende, aufgenommen 11 in 13 Monaten | Vom Auftraggeber der Studie abgebrochen, weil die Studie so nicht durchführbar war; bei allen Aufgenommenen kam es zu größeren Abweichungen vom Studienplan. Kein gesicherter Unterschied | Die Studie beantwortet ihre Frage nicht. Sie zeigt, wie schwer Vorbeugestudien beim episodischen Verlauf sind; die Autoren fordern, die Regeln für solche Studien zu überarbeiten. Siehe Frovatriptan. |
| 2013, Tronvik und Kollegen[51] Los, doppelblind, Placebo, sieben Zentren in Skandinavien |
Candesartan (ein Blutdruckmittel aus der Gruppe der Angiotensin-II-Rezeptorblocker), 16 mg am Tag in der ersten Woche, 32 mg in der zweiten und dritten, gegen Placebo; episodischer Verlauf | 40, aufgenommen über fünf Jahre | Mit Candesartan von 14,3 Attacken in Woche 1 auf 5,6 in Woche 3 (−61 Prozent), mit Placebo von 16,8 auf 10,5 (−38 Prozent). Mit dem vorab geplanten Test kein gesicherter Unterschied; erst ein nachträglich gewähltes Rechenverfahren ergab einen | Nach den Autoren eine negative Studie. Ein nachträglich gewähltes Verfahren ist kein Beweis; größere Studien halten die Autoren aber für möglicherweise gerechtfertigt. |
| 2026, Petersen und Kollegen[9] Kohorte, Befragung über Jahre |
Vorbeugung im Alltag: Wie oft wird abgebrochen, und wirkt Verapamil auf Dauer? | 596 befragt, 430 nach im Median 4,6 Jahren erneut | 457 hatten ein Vorbeugemittel genommen; 26,9 Prozent davon hatten eines wegen Nebenwirkungen abgebrochen – Verapamil 18 Prozent, Lithium oder Topiramat fast die Hälfte. Bei der zweiten Befragung nahm ein Drittel der Befragten eine Vorbeugung. Von den anfangs 182 mit Verapamil hatten 29,7 Prozent es wegen einer Ruhephase abgesetzt, 28 Prozent wegen Nebenwirkungen, fehlender Wirkung oder aus anderen Gründen. Von den 91, die bei der zweiten Befragung Verapamil nahmen (auch neu Eingestellte), hatten 50 (54,9 Prozent) höchstens noch halb so viele Attacken wie vorher | Etwa jede und jeder Vierte setzte ein Vorbeugemittel wegen Nebenwirkungen ab. Von denen, die Verapamil weiter oder neu nahmen, hatte gut die Hälfte höchstens noch halb so viele Attacken; wer abgesetzt hatte, ist darin nicht enthalten, und ohne Vergleichsgruppe ist das kein Wirknachweis. |
Zu Topiramat gibt es keine kontrollierte Studie, nur offene Beobachtungen; die Leitlinie nennt es trotzdem vielversprechend.[3]
Überdruckkammer und Atemmaske
Weil Sauerstoff die einzelne Attacke oft beendet, lag die Frage nahe, ob Sauerstoff oder eine Atemhilfe auch vorbeugen kann. Zwei verblindete Studien fanden keinen Unterschied zur Scheinbehandlung.
| Studie | Was wurde geprüft? | Wer? | Ergebnis in Zahlen | Was heißt das? |
|---|---|---|---|---|
| 2002, Nilsson Remahl und Kollegen[52] doppelblind, Scheinbehandlung, Kreuzvergleich, Reihenfolge ausgelost |
Sauerstoff in der Überdruckkammer beim 2,5-fachen des normalen Luftdrucks: 100 Prozent Sauerstoff gegen ein Scheingas mit 10 Prozent Sauerstoff, was unter diesem Druck etwa so viel Sauerstoff ist wie normale Luft auf Meereshöhe. Jede Behandlung bestand aus zwei Sitzungen von je 70 Minuten im Abstand von 24 Stunden | 16 (12 episodisch, 4 chronisch) | Kein Unterschied zwischen Sauerstoff und Scheingas bei Zahl und Stärke der Attacken in der Woche danach. Auf eine der beiden Behandlungen sprachen aber 83 Prozent der episodisch und 25 Prozent der chronisch Betroffenen an (Kennwert aus Zahl und Stärke der Attacken mindestens halbiert oder Ruhephase) | Der Sauerstoff unter Überdruck war nicht besser als das Scheingas. Die Autoren halten für möglich, dass der Überdruck selbst wirkt, können einen starken Placeboeffekt aber nicht ausschließen. Siehe Hyperbare Sauerstofftherapie bei Cluster-Kopfschmerz. |
| 2023, Gravdahl und Kollegen[53] Los, dreifach verblindet, Scheingerät, Kreuzvergleich |
CPAP, ein Gerät, das über eine Maske ständig Luft mit Überdruck zuführt, gegen ein Scheingerät, je zwei Monate mit vier Wochen Pause dazwischen; chronischer Verlauf | 30 aufgenommen, 25 durchliefen beide Abschnitte | Attacken pro Woche im Median von 8,25 auf 6,25 mit CPAP und auf 7,50 mit Scheingerät; kein Unterschied (p = 0,904). Ein schweres unerwünschtes Ereignis unter CPAP, keines mit Scheingerät | Die Atemmaske senkte die Attacken nicht stärker als das Scheingerät. Zu Atemaussetzern im Schlaf siehe Cluster-Kopfschmerz und Schlaf. |
Antikörper und Tabletten gegen CGRP
CGRP ist ein Botenstoff, der an der Entstehung der Attacken beteiligt ist.[24] Antikörper gegen CGRP haben die Migränevorbeugung verändert;[11] beim Cluster-Kopfschmerz sind die Ergebnisse ernüchternd.
| Studie | Was wurde geprüft? | Wer? | Ergebnis in Zahlen | Was heißt das? |
|---|---|---|---|---|
| 2019, Goadsby und Kollegen[10] Los, doppelblind, Placebo; bezahlt von Eli Lilly |
Galcanezumab 300 mg unter die Haut, zu Beginn und nach einem Monat; episodischer Verlauf | 106 (49 gegen 57); geplant waren 162, zu wenige erfüllten die Bedingungen | Vorher rund 18 Attacken pro Woche. In den Wochen 1 bis 3 im Mittel 8,7 gegen 5,2 Attacken pro Woche weniger (Unterschied 3,5; Vertrauensbereich 0,2 bis 6,7; p = 0,04). Mindestens halbiert in Woche 3: 71 gegen 53 Prozent | Mit dem Antikörper etwa dreieinhalb Attacken pro Woche weniger als mit Placebo – knapp gesichert, und der Vertrauensbereich reicht fast bis null. In der EU für Cluster-Kopfschmerz nicht zugelassen;[3] siehe Prophylaxe. |
| 2020, Dodick und Kollegen[54] Los, doppelblind, Placebo, 12 Wochen |
Galcanezumab 300 mg monatlich; chronischer Verlauf | 237 (117 gegen 120) | Hauptziel verfehlt: 5,4 gegen 4,6 Attacken pro Woche weniger (p = 0,334); auch die wichtigsten Nebenziele verfehlt | Beim chronischen Verlauf kein gesicherter Unterschied zum Placebo. |
| 2025, ALLEVIATE[55] Los, doppelblind, Placebo, 64 Zentren |
Eptinezumab 400 mg als Infusion; episodischer Verlauf | 231 (118 gegen 113) | Hauptziel (Wochen 1 bis 2) verfehlt: 4,0 gegen 4,6 Attacken pro Woche weniger (p = 0,50). Mindestens halbiert in Woche 2: 50,9 gegen 37,3 Prozent, in Woche 4: 66,7 gegen 50,5 Prozent – nur als Hinweis | Beim Hauptziel kein gesicherter Unterschied; mit Placebo sanken die Attacken in den ersten zwei Wochen sogar etwas stärker. Ab Woche 2 hatten aber mehr Menschen mit Eptinezumab höchstens halb so viele Attacken – ein Hinweis, kein Beweis. |
| 2025, CHERUB01[24] Los, doppelblind, Placebo, 11 Zentren in Deutschland |
Erenumab (blockiert die Andockstelle von CGRP), erst 280 mg, nach vier Wochen 140 mg; chronischer Verlauf | 81 (41 gegen 40); vorzeitig beendet, weil zu wenige die Bedingungen erfüllten | Hauptziel verfehlt: 7,3 gegen 5,9 Attacken pro Woche weniger. Mindestens halbiert: 31,7 Prozent mit Erenumab, 45,0 Prozent mit Placebo. Unerwünschte Ereignisse bei 65,9 gegen 42,5 Prozent | Kein Nutzen gezeigt; mit Erenumab hatten mehr Menschen unerwünschte Ereignisse, meist leichte oder mittelschwere. |
| 2025, CHRONICLE[56] offen, ohne Placebo, 60 Wochen, 28 Zentren in neun Ländern, darunter Deutschland; bezahlt von Lundbeck |
Eptinezumab 400 mg als Infusion alle 12 Wochen; Hauptziel waren Sicherheit und Verträglichkeit; chronischer Verlauf | 131 behandelt, 108 (82 Prozent) bis zum Ende | Unerwünschte Ereignisse bei 81 Prozent, am häufigsten COVID-19 (22 Prozent), Erkältung (Nasen-Rachen-Entzündung, 18 Prozent) und Müdigkeit (18 Prozent, meist am ersten Infusionstag); vier brachen deswegen ab. Keine schweren Ereignisse durch das Mittel, keine Todesfälle. Attacken, Schmerzstärke und Befinden besserten sich durchweg | Gut verträglich, ähnlich wie bei Migräne. Ob die Besserung vom Mittel kommt, kann eine Studie ohne Placebo nicht zeigen; die Autoren halten kontrollierte Studien für nötig. |
| 2026, Yuan und Kollegen[11] Metaanalyse |
die vier kontrollierten Antikörper-Studien zusammen | 655 | Im Mittel 0,81 Attacken pro Woche weniger als mit Placebo (Vertrauensbereich −2,24 bis 0,62; p = 0,265). Wahrscheinlichkeit, dass es mindestens zwei Attacken pro Woche weniger sind: 17,9 Prozent | Zusammengenommen weniger als eine Attacke pro Woche Unterschied, und selbst der ist nicht gesichert. Ein kleiner Nutzen ist nicht ausgeschlossen, ein spürbarer ungewiss. |
| 2026, Khanfar und Kollegen[57] Metaanalyse, auch Studien ohne Kontrollgruppe |
vier kontrollierte und zwei einarmige Studien | – | 7,23 Attacken pro Woche weniger – gemessen gegenüber vorher, nicht gegenüber Placebo | Vorsicht: Diese Zahl enthält auch die Besserung, die mit Placebo eintritt. Sie lässt sich deshalb nicht neben die 0,81 der Metaanalyse darüber stellen. |
| 2026, Muneer und Kollegen[58] Netzwerk-Metaanalyse (vergleicht mehrere Mittel in einer gemeinsamen Rechnung) |
fünf kontrollierte Studien mit Galcanezumab, Fremanezumab und Eptinezumab; gesucht auch im Studienregister ClinicalTrials.gov | etwa 1.000 | Kein Antikörper senkte die Attacken gesichert stärker als Placebo; zusammengefasst 0,41 Attacken pro Woche weniger. Beim episodischen Verlauf zahlenmäßig etwas mehr, beim chronischen kaum eine Veränderung | Kommt zum selben Schluss wie die Metaanalyse von Yuan und Kollegen, diesmal mit Fremanezumab. Die Autoren fordern ausreichend große Studien, getrennt für den episodischen und den chronischen Verlauf. |
| 2026, Robertson und Kollegen[59] offen, ohne Placebo; Kongressbericht |
Rimegepant, eine Tablette, die die Andockstelle von CGRP blockiert | 13 (3 chronisch, 10 episodisch), 11 mit vollständigen Daten | 4,0 Attacken pro Woche weniger als vorher. Bei einem Teilnehmer stiegen die Leberwerte auf mehr als das Dreifache der oberen Normgrenze | Ohne Vergleichsgruppe kein Beweis; die Autoren halten größere Studien für nötig. |
Einordnung: CGRP ist an der Attacke beteiligt, doch es zu blockieren, reicht offenbar bei vielen nicht. Die Leitlinie von 2023 kannte die beiden Galcanezumab-Studien und eine nur als Kongressposter veröffentlichte Studie mit Fremanezumab, das nicht besser wirkte als Placebo. Sie empfiehlt Galcanezumab beim episodischen Verlauf schwach, für sonst nicht behandelbare Fälle.[3]
Nervenstimulation und Operationen zur Vorbeugung
| Studie | Was wurde geprüft? | Wer? | Ergebnis in Zahlen | Was heißt das? |
|---|---|---|---|---|
| 2016, PREVA[60] Los, offen, ohne Scheingerät |
Nicht-invasive Vagusnerv-Stimulation zusätzlich zur üblichen Behandlung, gegen übliche Behandlung allein; chronischer Verlauf | 97 zugeteilt, 93 ausgewertet | 5,9 gegen 2,1 Attacken pro Woche weniger (Unterschied 3,9; Vertrauensbereich 0,5 bis 7,2); mindestens halbiert bei 40 gegen 8,3 Prozent | Mit dem Gerät etwa vier Attacken pro Woche weniger. Weil alle wussten, wer das Gerät hatte, ist das weniger sicher. |
| 2021, ICON[61] Los, doppelblind, zwei Stärken statt Placebo |
Eingepflanzte Stimulation des Hinterhauptsnervs mit voller oder 30-prozentiger Stärke, 24 Wochen; schwer behandelbarer chronischer Verlauf | 131 zugeteilt | Insgesamt im Median von 15,75 auf 7,38 Attacken pro Woche (Veränderung pro Person im Median −5,21). Veränderung mit voller Stärke −4,08, mit 30 Prozent −6,50; zwischen den Gruppen kein gesicherter Unterschied. Als schwer eingestuft wurden 17 Ereignisse mit voller und 8 mit 30-prozentiger Stärke, weil sie einen kurzen Klinikaufenthalt wegen kleiner Technikprobleme nötig machten | Die Attacken halbierten sich etwa – mit schwacher Stimulation aber genauso wie mit starker. Ob das die Stimulation war oder Placebo und Zeit, kann die Studie nicht sagen; siehe die beiden Zeilen darunter. |
| 2023, L-ICON[62] offene Verlängerung von ICON, 2 bis 8 Jahre |
die Teilnehmenden von ICON mit weiter eingeschalteter Stimulation am Hinterkopf | 88; davon 73 mindestens zwei und 33 mindestens fünf Jahre beobachtet | Attacken pro Woche im Mittel vorher 16,2, nach einem Jahr 4,2, nach zwei Jahren 5,1, nach fünf Jahren 4,1. 78 Prozent fühlten sich zuletzt gebessert, 81 Prozent würden die Behandlung weiterempfehlen. Bei 44 von 88 (50 Prozent) war mindestens eine Operation am Gerät nötig | Die Besserung hielt über Jahre an – aber ohne Vergleichsgruppe. Wie viel davon auf Placebo und den natürlichen Verlauf entfällt, lässt sich so nicht sagen; siehe die verblindete Studie von 2026 in der nächsten Zeile. Jede und jeder Zweite brauchte mindestens eine weitere Operation am Gerät. |
| 2026, Fogh-Andersen und Kollegen[12] Los, doppelblind, echtes Placebo |
Eingepflanzte Stimulation des Hinterhauptsnervs mit einem „Burst“-Muster, das man nicht spürt, gegen Placebo, 12 Wochen; chronischer Verlauf | 38 (19 gegen 19) | Mindestens 30 Prozent weniger Attacken: 18,8 Prozent mit Stimulation, 50,0 Prozent mit Placebo. Acht schwere Zwischenfälle hingen mit der Behandlung zusammen | Mit Placebo ging es mehr Menschen besser als mit Stimulation. Die Autoren: Die Stimulation senkte die Zahl der Attacken, war aber nicht besser als Placebo; künftige Studien brauchen eine ausreichende Placebokontrolle. Siehe Okzipitale Nervenstimulation. |
| 2025, Fogh-Andersen und Kollegen[63] offen, ohne Vergleichsgruppe, erkundend |
TENS, ein kleines Reizstromgerät, dessen Elektroden auf der Haut über dem großen Hinterhauptsnerv liegen; mindestens zweimal täglich 30 Minuten über 8 bis 12 Wochen; chronischer Verlauf | 36 | Attacken pro Woche im Median von 15,7 auf 11,0. Bei 13 (36 Prozent) mindestens 30 Prozent weniger Attacken; 5 wurden ganz oder fast attackenfrei. Sauerstoff wurde 42 Prozent, Triptan-Spritzen 55 Prozent seltener gebraucht. Keine schweren unerwünschten Ereignisse | Einem Teil half das Gerät deutlich, vielen nicht. Ohne Scheingerät ist das kein Beweis; gerade bei der Stimulation am Hinterkopf ging es in der verblindeten Studie von 2026 auch mit Placebo vielen besser. Die Autoren weisen darauf hin, dass ein übliches TENS-Gerät wenig kostet. |
| 2016, Bratbak und Kollegen[64] offen, ohne Vergleichsgruppe; Pilotstudie |
eine Spritze mit Botulinumtoxin A (25 oder 50 Einheiten) an das Ganglion sphenopalatinum, auch Ganglion pterygopalatinum genannt (Nervenknoten hinter der Nase); schwer behandelbarer chronischer Verlauf | 10 | Attacken pro Woche in Woche 3 und 4 im Mittel von 18 auf 11 (p = 0,038); bei 5 von 10 mindestens halbiert. 11 unerwünschte Ereignisse, eines schwer: Nasenbluten aus dem hinteren Nasenraum | Ein Hinweis, der eine Placebostudie rechtfertigt. Eine solche Studie mit Botulinumtoxin an diesem Nervenknoten ist im Studienregister eingetragen, siehe laufende Studien. Siehe Botulinumtoxin. |
| 2025, Portocarrero-Sánchez und Kollegen[65] Los, doppelblind, Scheinstimulation, Kreuzvergleich; Pilotstudie |
wiederholte Magnetstimulation durch den Schädel (rTMS) gegen Scheinstimulation; schwer behandelbarer chronischer Verlauf | 8 aufgenommen, nur 3 schlossen die Studie ab | Unter rTMS im Mittel 2,2 Attacken pro Woche mehr (p = 0,672); auch im Vergleich zur Scheinstimulation kein gesicherter Unterschied. Zwei wurden während der rTMS attackenfrei, bis zur Pause kamen die Attacken zurück | Zu klein für eine Aussage. Die Autoren sehen allenfalls bei Einzelnen einen vorübergehenden Nutzen; viele hielten die Behandlung nicht durch. |
| 2010, Fontaine und Kollegen[13] Los, doppelblind, Kreuzvergleich, danach ein Jahr offen |
Tiefe Hirnstimulation (eine Elektrode im Bereich des Hypothalamus), aktiv gegen Schein je einen Monat; schwer behandelbarer chronischer Verlauf | 11 | Verblindet kein gesicherter Unterschied. Nach dem offenen Jahr bei 6 von 11 mehr als die Hälfte weniger Attacken pro Woche, 3 davon ohne Attacken. Drei schwere Ereignisse, darunter eine Infektion und eine kurze Bewusstlosigkeit | Im verblindeten Vergleich nicht belegt; nach der Leitlinie war der Zeitpunkt der Messung wahrscheinlich ungünstig gewählt.[3] Siehe Tiefenhirnstimulation. |
| 2020, Nowacki und Kollegen[14] gemeinsame Auswertung der Einzeldaten, ohne Vergleichsgruppe |
Tiefe Hirnstimulation in vier Gruppen von Operierten; chronischer Verlauf | 40 (etwa die Hälfte aller bis dahin veröffentlichten Fälle) | Im Mittel 77 Prozent weniger Attacken über durchschnittlich 44 Monate; 75 Prozent sprachen an | Drei von vier Operierten ging es langfristig deutlich besser – ohne Vergleichsgruppe. Die Leitlinie nennt ein Blutungsrisiko von etwa 2 Prozent; sie erwähnt auch Verschlechterungen nach anfänglicher Besserung und sogar Tod als berichtete Folgen.[3] |
| 2005, Donnet und Kollegen[66] offen, ohne Vergleichsgruppe |
Bestrahlung des Trigeminusnervs mit dem Gamma Knife (gebündelte Strahlen, ohne Schnitt); schwer behandelbarer chronischer Verlauf | 10 | Nach im Mittel 13 Monaten: 3 ohne Attacken, 3 deutlich gebessert, 2 unverändert; bei 2 kamen die Attacken nach ein bis zwei Wochen gleich stark zurück. Nervenschäden: 3 mit Missempfindungen, 1 mit Taubheit, 1 mit Deafferenzierungsschmerz (Dauerschmerz nach einer Nervenschädigung) | Nervenschäden waren deutlich häufiger als bei der Trigeminusneuralgie. Die Autoren halten den Eingriff wegen dieser Folgen und der geringen Erfolgsrate selbst für die am schwersten Betroffenen für wenig empfehlenswert. Die europäische Leitlinie nennt Fallberichte zur Bestrahlung mit neutralem Ergebnis oder Verschlechterung. Siehe Gamma Knife. |
Nach der Leitlinie kommen Operationen für die meisten Betroffenen nicht in Frage. Die Stimulation am Hinterkopf empfiehlt sie wegen der Nebenwirkungen nicht; sie kann aber besprochen werden, bevor eine tiefe Hirnstimulation geplant wird.[3]
Psilocybin
| Studie | Was wurde geprüft? | Wer? | Ergebnis in Zahlen | Was heißt das? |
|---|---|---|---|---|
| 2022, Schindler und Kollegen[67] Los, doppelblind, Placebo; erkundend |
Psilocybin (Wirkstoff aus bestimmten Pilzen), 0,143 mg pro kg Körpergewicht, dreimal im Abstand von etwa 5 Tagen, gegen Placebo | 16 zugeteilt, 14 ausgewertet | In den drei Wochen danach 3,2 Attacken pro Woche weniger mit Psilocybin, mit Placebo praktisch unverändert (p = 0,251). Keine schweren Nebenwirkungen | Kein gesicherter Unterschied; nach den Autoren negativ, auch wegen der kleinen Zahl. |
| 2024, Schindler und Kollegen[68] verblindete Verlängerung, ohne Placebogruppe |
Psilocybin erneut, mindestens 6 Monate nach der ersten Runde | 10 | Von 18,4 auf 9,8 Attacken pro Woche (p = 0,013) | Die Attacken halbierten sich etwa – aber ohne Vergleichsgruppe. |
| 2024, Madsen und Kollegen[69] offen, ohne Placebo, Dänemark |
Psilocybin zum Einnehmen, 0,14 mg pro kg Körpergewicht, dreimal im Abstand von einer Woche; dazu Messungen im Kernspintomografen; chronischer Verlauf | 10 | In den vier Wochen nach der Behandlung im Mittel 31 Prozent weniger Attacken als in den vier Wochen davor. Einer war 21 Wochen ganz ohne Attacken. Je mehr die Verbindung des Hypothalamus zu anderen Teilen des Zwischenhirns zunahm, desto stärker sanken die Attacken. Gut vertragen | Ein Hinweis auch beim chronischen Verlauf, aber ohne Placebo und mit nur 10 Menschen. In einer späteren Auswertung derselben Forschungsgruppe mit 11 Betroffenen besserte sich nach Psilocybin auch die selbst eingeschätzte Schlafqualität (per Fragebogen).[70] |
Zur Rechtslage und zu den laufenden LSD-Studien siehe Wirkung von Psilocybin und LSD auf Cluster-Kopfschmerz und weiter unten.
Was die Forschung über die Ursachen herausfindet
Diese Studien suchen nach dem, was bei einer Attacke und zwischen den Attacken im Körper anders ist. Sie zeigen Zusammenhänge; ob etwas Ursache, Folge oder Begleiterscheinung ist, können sie meist nicht sagen. Mehr: Cluster-Kopfschmerz Ursachen.
Erbanlagen
- 2021, die ersten großen Genstudien: Zwei unabhängige genomweite Studien (GWAS; sie durchsuchen das ganze Erbgut nach Varianten, die bei Betroffenen häufiger sind) fanden erstmals mehrere Stellen im Erbgut, die mit dem Cluster-Kopfschmerz zusammenhängen. Die eine verglich 1.443 Betroffene aus Großbritannien und Schweden mit Kontrollpersonen und fand Hinweise auf Vorgänge des Immunsystems.[71] Die andere untersuchte 840 Betroffene aus den Niederlanden und fand vier Stellen im Erbgut; drei davon bestätigten sich an 144 Betroffenen aus Norwegen. Die gefundenen Varianten wirken stärker, als es bei Krankheiten, an denen viele Gene beteiligt sind, üblich ist.[72]
- 2023, gemeinsame Auswertung: Eine Metaanalyse mit 4.777 Betroffenen aus zehn europäischen und einer ostasiatischen Gruppe fand acht Stellen im Erbgut, fünf davon schon bekannt. Nach Schätzung der Autoren erklären häufige Genvarianten etwa 14,5 Prozent der Unterschiede im Erkrankungsrisiko. Die Erbanlagen für Cluster-Kopfschmerz überschneiden sich teilweise mit denen für Rauchen, Risikobereitschaft, ADHS, Depression und Muskel-Skelett-Schmerzen; drei der Stellen teilt der Cluster-Kopfschmerz mit der Migräne. Eine sogenannte Mendelsche Randomisierung, die mit Hilfe von Genvarianten prüft, ob ein Zusammenhang ursächlich sein kann, spricht dafür, dass stärkeres Rauchen den Cluster-Kopfschmerz mitverursacht.[15] Mehr: Cluster-Kopfschmerz und Genetik.
Immunsystem und Entzündung
- 2024, Nervenwasser: Eine Fall-Kontroll-Studie fand im Nervenwasser von Betroffenen mehrere Entzündungsbotenstoffe (Zytokine, Signalstoffe des Immunsystems) erhöht, und zwar in der aktiven Phase ebenso wie in der Pause. Die Autoren sprechen von „Zeichen einer möglichen Entzündung im Nervensystem“.[73]
- 2025, Blut: In einer dänischen Studie mit 412 Blutproben (99 chronisch, 108 episodisch in der Phase, 105 episodisch in der Pause, 100 Gesunde) wurden 45 Botenstoffe gemessen. Verändert waren 13 in der aktiven episodischen Phase, 3 in der Pause und 10 beim chronischen Verlauf. Ein Botenstoff namens Oncostatin M war in allen drei Gruppen erhöht; ein anderer, IL-1β, hing mit dem chronischen Verlauf zusammen.[74]
- 2026, Gene: Eine Studie überprüfte Gene, die frühere große Genstudien (GWAS) mit dem Cluster-Kopfschmerz in Verbindung gebracht hatten. In der Genuntersuchung an 671 Personen bestätigte sich der Zusammenhang für zwei Gene (FHL5 und MERTK); zusammen mit Messungen der Genaktivität in einer kleineren Gruppe sehen die Autoren sieben Kandidatengene bestätigt. Fünf davon sind in Immun- und Blutzellen aktiv und laufen auf Entzündungssignalwege zu. Die Autoren sehen einen möglichen Anteil sogenannter Inflammasome, Eiweißkomplexe der Immunabwehr.[75] Mehr: Cluster-Kopfschmerz und Genetik.
Einordnung: Zusammen deuten diese Arbeiten darauf hin, dass das Immunsystem beim Cluster-Kopfschmerz verändert ist. Ob das Ursache, Folge oder Begleiterscheinung ist, zeigen sie nicht.
Rauchen und Umwelt
- 2023, Hinweise aus den Genen: Die große Genstudie von 2023 spricht dafür, dass Rauchen ursächlich beteiligt ist (siehe Erbanlagen).[15]
- 2026, Rauchen und Schwermetalle: Eine kleine Studie (Genaktivität im Blut: 16 Betroffene und 16 Kontrollen; Erbgut-Markierungen: 53 Betroffene und 26 Kontrollen) fand indirekte Hinweise auf eine Belastung mit Schwermetallen und eine Tendenz zu veränderten Erbgut-Markierungen (DNA-Methylierung). Die Autoren sehen darin eine Stütze für die Annahme, dass Schwermetalle aus dem Tabakrauch beteiligt sein könnten.[76] Bewiesen ist das nicht.
Stoffe, die Attacken auslösen
In diesen Versuchen bekommen Betroffene an einem Tag einen Stoff als Infusion, an einem anderen ein Placebo oder einen Vergleichsstoff, in zufälliger Reihenfolge. Kommt danach eine Attacke, ist der Stoff vermutlich an ihrer Entstehung beteiligt. Zum Test mit Nitroglyzerin siehe Nitroglyzerin-Provokationstest.
- 2018, CGRP: 32 Betroffene wurden ausgewertet. CGRP löste in der aktiven episodischen Phase bei 8 von 9 eine Attacke aus (Placebo: 1 von 9), beim chronischen Verlauf bei 7 von 14 (Placebo: keiner), in der Ruhephase bei niemandem. Die Autoren folgerten, dass Mittel gegen CGRP wirken könnten.[16] Die späteren Studien mit Antikörpern fielen ernüchternd aus, siehe Antikörper und Tabletten gegen CGRP.
- 2020, PACAP38 und VIP: Das sind zwei weitere Botenstoffe, die Gefäße weit stellen. Beide lösten etwa gleich oft Attacken aus: in der aktiven episodischen Phase bei 6 beziehungsweise 5 von 14, beim chronischen Verlauf bei je 7 von 15, in der Ruhephase bei niemandem. Einen Placebotag gab es hier nicht; verglichen wurden die beiden Stoffe miteinander. Erwartet hatten die Forschenden, dass nur PACAP38 Attacken auslöst; insgesamt kamen weniger Attacken als erwartet.[17]
- 2024, Kaliumkanäle: Levcromakalim ist ein Wirkstoff, der bestimmte Kaliumkanäle öffnet (ATP-abhängige, kurz KATP-Kanäle). Er löste in der aktiven episodischen Phase bei 6 von 10 eine Attacke aus (Placebo: 1 von 10), beim chronischen Verlauf bei 5 von 17 (Placebo: keiner), in der Ruhephase bei 1 von 15 (Placebo: keiner). Die Autoren sehen in Mitteln, die diese Kanäle hemmen, einen möglichen neuen Weg zur Behandlung.[18]
Einordnung: In allen drei Versuchen lösten die Stoffe in der Ruhephase keine oder fast keine Attacken aus, in der aktiven Phase und beim chronischen Verlauf dagegen bei knapp einem Drittel bis fast allen. Die Versuche waren klein und dienen der Forschung; eine Behandlung sind sie nicht.
Was im Gehirn passiert
- 1998, der Hypothalamus bei der Attacke: Mit der Positronen-Emissions-Tomografie (PET), die die Durchblutung als Zeichen der Nervenaktivität misst, wurden neun Menschen mit chronischem Verlauf während einer mit Nitroglyzerin ausgelösten Attacke untersucht; acht Betroffene außerhalb ihrer Phase dienten zum Vergleich. Während der Attacke war unter anderem ein Bereich im unteren Hypothalamus auf der Schmerzseite aktiv, und zwar nur dann, nicht bei den Betroffenen außerhalb der Phase. Die Autoren sahen darin den Ausgangspunkt der Krankheit. Sie forderten, den Cluster-Kopfschmerz, der bis dahin meist als Gefäßkopfschmerz beschrieben wurde, grundlegend neu einzuordnen: als neurovaskulären Kopfschmerz, bei dem Nerven und Gefäße zusammenwirken.[77]
- 2025, 7-Tesla-MRT: Mit einem besonders starken Kernspintomografen wurden 69 Menschen mit episodischem Verlauf, untersucht in der Phase, aber außerhalb einer Attacke, mit 63 Gesunden verglichen. Teile des limbischen Systems, das an Gefühlen und Gedächtnis beteiligt ist, waren in Größe und Aktivität verändert, darunter Teile des Hypothalamus, des Hippocampus und der Amygdala. Hypothalamus und Thalamus scheinen besonders anfällig.[78]
- 2026, Cluster-Kopfschmerz im Vergleich mit Migräne: 87 Menschen mit Cluster-Kopfschmerz, 166 mit Migräne und 115 Gesunde im 7-Tesla-MRT. Beide Kopfschmerzarten zeigten stärker verbundene Hirnnetzwerke; stärker vernetzte limbische Regionen und eine dünnere Hirnrinde in bestimmten Gebieten könnten den Cluster-Kopfschmerz von der Migräne unterscheiden.[79]
- 2026, Botenstoffe im Hypothalamus: Eine Messung bei 10 Menschen mit chronischem Verlauf und 11 Gesunden fand im Hypothalamus ein um etwa 17 Prozent niedrigeres Verhältnis von Glutamat, einem wichtigen erregenden Botenstoff, zu Kreatin, einem Bezugsstoff des Energiestoffwechsels. Das hielt auch der Kontrolle für Alter und Geschlecht stand; ein zweiter Befund (NAA) dagegen nicht. Zehn Patienten sind sehr wenige.[80]
- 2026, das Gehirn während der Attacke: Mit Nitroglyzerin wurden im Kernspintomografen Attacken ausgelöst und mit einer Placebo-Infusion verglichen (16 Messpaare). Während der Attacke änderte sich die Verbindung der Inselrinde zu Amygdala, Hippocampus und Kleinhirn. Die Autoren sehen das Kleinhirn an der Schmerzverarbeitung des Trigeminusnervs beteiligt.[81] Zum Test selbst: Nitroglyzerin-Provokationstest.
- 2025, innere Uhr: Eine Übersichtsarbeit fasst zusammen, dass Attacken oft zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten kommen. Kleine Genstudien fanden Varianten von Genen der inneren Uhr, große nicht; allerdings wurde in den großen auch nicht erfasst, ob die Attacken einem Rhythmus folgten.[82] Mehr: Cluster-Kopfschmerz und Schlaf.
Einordnung: Das Bild wandelt sich vom einen „Cluster-Zentrum“ im Hypothalamus zu einem Netz aus mehreren Hirnregionen. Die meisten Studien sind klein und müssen bestätigt werden. Siehe auch Hypothalamus.
Wie es Betroffenen über Jahre geht
- 2008, wie häufig: Eine Metaanalyse bevölkerungsbezogener Studien errechnete, dass etwa 1 von 1.000 Menschen irgendwann im Leben Cluster-Kopfschmerz hat (124 pro 100.000), in allen untersuchten Regionen ähnlich; innerhalb eines Jahres sind es 53 pro 100.000. Auf eine Frau kamen 4,3 Männer, beim chronischen Verlauf 15; auf einen chronischen Verlauf kamen sechs episodische.[83] Neuere Zahlen aus Norwegen stehen weiter unten.
- 2025, Rückfälle: Eine Studie begleitete 295 Menschen bis zu fünf Jahre. Beim episodischen Verlauf kam im Mittel 0,29-mal pro Jahr eine neue Phase, also etwa alle dreieinhalb Jahre eine. Häufiger kamen Rückfälle bei Phasen, die an eine Jahreszeit gebunden waren, und wenn die Attacken von Phase zu Phase stärker wurden. Chronisch wurde der Verlauf während der Beobachtung bei 3,8 Prozent derer mit erster Phase und bei 1,4 Prozent derer mit bekanntem episodischem Verlauf.[84] Mehr: Chronischer Cluster-Kopfschmerz.
- 2025, zehn Jahre bis zur Diagnose: Eine Übersichtsarbeit mit Metaanalyse (22 ausgewählte Studien mit zusammen 8.654 Menschen, 11 davon in der Berechnung) errechnete im Mittel 10,43 Jahre bis zur richtigen Diagnose; über die Jahrzehnte ist die Zeit kürzer geworden. Schneller ging es bei Tränen, laufender Nase und anderen Begleitzeichen; länger bei frühem Beginn, wechselnder Seite und nächtlichen Kopfschmerzen.[19]
- 2026, Norwegen: Nach Registerdaten stieg die Häufigkeit von 27,0 auf 42,5 pro 100.000 Erwachsene (2009 bis 2022), also von etwa 1 in 3.700 auf etwa 1 in 2.350 Erwachsene. Bei Frauen stieg sie stärker als bei Männern; 2022 lag sie bei Frauen sogar etwas höher (43,4 gegen 41,7). Die Autoren halten bessere Diagnostik und mehr Aufmerksamkeit für mögliche Gründe; die Diagnosen wurden nicht einzeln ärztlich überprüft.[85] Mehr: Cluster-Kopfschmerz Epidemiologie.
- 2026, Auslöser: Eine Auswertung des iranischen Cluster-Kopfschmerz-Registers mit 321 Betroffenen untersuchte, welche Beschwerden, Auslöser und Schmerzorte zusammen auftreten. Die Daten zu den Auslösern waren so instabil, dass die Autoren sie nicht deuteten.[86] Mehr: Cluster-Kopfschmerz Trigger.
- Wie es mit der Vorbeugung über Jahre läuft, zeigt die Kohortenstudie von 2026 unter Medikamente zur Vorbeugung.[9]
Laufende und geplante Studien (Registerstand 23.09.2026)
Diese Liste zeigt, woran gerade geforscht wird. Sie ist keine Empfehlung und kein Wirksamkeitsnachweis – die Ergebnisse stehen noch aus. Wer an einer Studie teilnehmen möchte, spricht am besten mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt; die Kontaktstellen stehen beim jeweiligen Registereintrag. Registerangaben sind nicht immer aktuell: Steht eine Studie noch auf „rekrutierend“, obwohl ihr geplantes Ende schon vorbei ist, wurde der Eintrag vermutlich nicht nachgepflegt.[87]
Medikamente und Spritzen
| Studie | Was wird geprüft? | Für wen? | Wo? | Stand im Register |
|---|---|---|---|---|
| NCT03944876 | Botulinumtoxin A an das Ganglion pterygopalatinum (Nervenknoten hinter der Nase) gegen Scheinmittel; Phase 3, 112 Teilnehmende | schwer behandelbarer chronischer Cluster-Kopfschmerz | u. a. Deutschland, Italien, Norwegen, Spanien, Großbritannien | rekrutierend; geplanter Abschluss 09/2025, letzte Aktualisierung 11/2024 |
| NCT05324748 | wiederholte Kortison-Spritzen am Hinterkopf (Methylprednisolon an den Nervus occipitalis major) gegen Kochsalzlösung; Phase 3, 50 Teilnehmende | chronischer Cluster-Kopfschmerz | Niederlande (Leiden) | rekrutierend; geplanter Abschluss 12/2025 |
| NCT05477459 | LSD gegen Placebo; Phase 2, 65 Teilnehmende | chronischer Cluster-Kopfschmerz | Niederlande | rekrutierend; geplanter Abschluss 04/2027 |
| NCT03781128 | LSD gegen Placebo; Phase 2, 30 Teilnehmende | Cluster-Kopfschmerz | Schweiz (Basel) | rekrutierend; geplanter Abschluss 12/2025, letzte Aktualisierung 02/2025 |
| NCT06950281 | natriumarmes Oxybat („Low Sodium Oxybate“, ein Mittel, das den Schlaf vertieft) gegen Placebo, gegen nächtliche Attacken; Phase 2, 52 Teilnehmende; das Studienprotokoll ist 2026 erschienen[88] | chronischer Cluster-Kopfschmerz | Leiden (Niederlande) als Träger | noch nicht rekrutierend; geplanter Beginn 12/2026 |
| NCT07714369 | Zavegepant-Nasenspray (blockiert den CGRP-Rezeptor) zur Behandlung der Attacke; Phase 2, 40 Teilnehmende | episodischer Cluster-Kopfschmerz | USA | noch nicht rekrutierend; geplanter Beginn 10/2026 |
| NCT04406259 | AV-Block (Störung der Reizleitung im Herzen) unter Verapamil; Phase 4, 60 Teilnehmende | Cluster-Kopfschmerz | Frankreich | aktiv, nimmt keine Teilnehmenden mehr auf |
| NCT04930887 | mit dem Endoskop gesteuerte Spritze eines lang wirkenden Betäubungsmittels (Bupivacain als „Exparel“) gegen Kochsalzlösung; Phase 2, 15 Teilnehmende | Gesichtsschmerzen, darunter Cluster-Kopfschmerz | USA | rekrutierend |
Geräte und Verfahren
| Studie | Was wird geprüft? | Für wen? | Wo? | Stand im Register |
|---|---|---|---|---|
| NCT07113470 | eingepflanzter Stimulator, der den Trigeminus- und den Hinterhauptnerv gemeinsam reizt; 10 Teilnehmende | chronischer Cluster-Kopfschmerz | Niederlande | rekrutierend; geplanter Abschluss 05/2027 |
| NCT07677137 | neues System zur beidseitigen Stimulation am Hinterkopf, erste Anwendung am Menschen; 10 Teilnehmende | schwer behandelbarer chronischer Cluster-Kopfschmerz | Belgien | rekrutierend; geplanter Abschluss 07/2027 |
| NCT06540651 | Lichttherapie mit einer Lichtbrille, echte gegen vermutlich unwirksame Lichtabgabe; 48 Teilnehmende | chronischer Cluster-Kopfschmerz | Frankreich | rekrutierend; geplanter Abschluss 02/2027 |
| NCT06787677 | gepulste Radiofrequenz (schwache Stromimpulse) am Ganglion pterygopalatinum; 108 Teilnehmende | chronischer Cluster-Kopfschmerz | China | rekrutierend; geplanter Abschluss 12/2029 |
| NCT06277063 | Stimulation des Vagusnervs am Ohr (über die Haut); 15 Teilnehmende | primäre Kopfschmerzen, darunter Cluster-Kopfschmerz | China | rekrutierend |
| NCT07348783 | Bewegungsübungen nach Yoga-Art (Studie „YOURHEAD“); 80 Teilnehmende; dazu eine Vorstudie NCT07292090 | Cluster-Kopfschmerz und/oder Migräne | Schweden | rekrutierend; geplanter Abschluss 12/2027 |
Beobachtungsstudien und Register
- NCT07812740: italienische Studie zur genauen Beschreibung der trigemino-autonomen Kopfschmerzen (darunter Cluster-Kopfschmerz, paroxysmale Hemikranie, SUNCT/SUNA); 800 Teilnehmende; rekrutierend seit 15.09.2026.
- NCT02910323: Cluster-Kopfschmerz-Register eines Kopfschmerz-Forschungszentrums in Houston (USA); 1500 Teilnehmende; läuft laut Register bis 2035.
- NCT06882278: gepulste Radiofrequenz mit plättchenreichem Plasma am Ganglion pterygopalatinum bei episodischem Cluster-Kopfschmerz (China); noch nicht rekrutierend.
Hinweis zu LSD: LSD (Lysergid) steht in Deutschland wie Psilocybin in der Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes, der Liste der „nicht verkehrsfähigen Betäubungsmittel“.[89] Mehr zur Rechtslage: Rechtslage in Deutschland. Das gibt Rechtsgrundlagen wieder und ist keine Rechtsberatung; für Fragen zum Einzelfall ist eine Rechtsanwältin oder ein Rechtsanwalt die richtige Stelle, bei sozialrechtlichen Fragen rund um die Erkrankung helfen die Sozialverbände weiter — etwa der Sozialverband VdK Deutschland oder der Sozialverband Deutschland (SoVD).
Was noch offen ist
- Große Studien fehlen. Die meisten Studien zur Vorbeugung haben wenige Dutzend Teilnehmende; mehrere wichtige Studien der letzten Jahre wurden vorzeitig beendet, weil sich nicht genug Menschen fanden.[8][10][23][24]
- Es fehlen gut verträgliche, wirksame Vorbeugemittel, besonders für den chronischen Verlauf. Das schreiben die Autoren der negativen Galcanezumab-Studie beim chronischen Verlauf; die Kohortenstudie von 2026 sieht allgemein Bedarf an neuen, verträglicheren und wirksameren Vorbeugemitteln.[54][9]
- Bei Geräten braucht es echte Placebogruppen. Die Studie von 2026 zur Stimulation am Hinterkopf deutet an, wie stark sich das Ergebnis dadurch ändern kann.[12]
- Neue Studien sollen vergleichbarer werden. Dafür hat die Internationale Kopfschmerzgesellschaft 2022 Regeln für kontrollierte Studien beim Cluster-Kopfschmerz veröffentlicht.[26]
- Die Leitlinien werden erneuert. Die europäische Leitlinie soll innerhalb von vier Jahren aktualisiert werden, besonders zu den Antikörpern, zur SPG-Stimulation und zur Vagusnerv-Stimulation;[3] die deutsche Leitlinie soll laut AWMF-Register Ende 2026 fertig sein.[20]
Weiterlesen
- Cluster-Kopfschmerz Behandlung, Cluster-Kopfschmerz Prophylaxe, Wirkweise, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der Cluster-Mittel
- Aktuelles zum Cluster-Kopfschmerz, Literaturhinweise zum Cluster-Kopfschmerz, Off-Label-Use beim Clusterkopfschmerz (wenn ein Mittel für den Cluster-Kopfschmerz nicht zugelassen ist)
- Eigene Suche: Europe PMC, eine frei zugängliche Datenbank medizinischer Fachartikel, und ClinicalTrials.gov, das große Register laufender Studien.
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Cohen AS, Burns B, Goadsby PJ (2009). "High-flow oxygen for treatment of cluster headache: a randomized trial". JAMA 302 (22): 2451–2457. doi:. PMID 19996400. Im Wortlaut: „Fifty-seven patients with episodic cluster headache and 19 with chronic cluster headache were available for the analysis. For the primary end point the difference between oxygen, 78% … and air, 20% … was significant“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weitere Wortlaute, am 23.09.2026 geprüft: „A double-blind, randomized, placebo-controlled crossover trial of 109 adults“; „Inhaled oxygen at 100%, 12 L/min, delivered by face mask, for 15 minutes“; „The primary end point was to render the patient pain free, or in the absence of a diary to have adequate relief, at 15 minutes.“; „oxygen, 78% (95% confidence interval, 71%-85% for 150 attacks) and air, 20% (95% confidence interval, 14%-26%; for 148 attacks)“; „There were no important adverse events.“
- ↑ 2,0 2,1 Sumatriptan Cluster Headache Study Group (1991). "Treatment of acute cluster headache with sumatriptan". N Engl J Med 325 (5): 322–326. doi:. PMID 1647496. Im Wortlaut: „In the 39 patients, the severity of headache decreased in 74 percent of the attacks within 15 minutes of treatment with sumatriptan, as compared with 26 percent of the attacks for which placebo was given“; „by 15 minutes these numbers had increased to 46 percent and 10 percent“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weitere Wortlaute, am 23.09.2026 geprüft: „We conducted a randomized, double-blind, placebo-controlled crossover study to assess the efficacy and tolerability of sumatriptan in 49 patients with cluster headache.“; „Thirteen percent of the patients required oxygen as an additional treatment 15 minutes after receiving sumatriptan, as compared with 49 percent of those who received placebo.“
- ↑ 3,00 3,01 3,02 3,03 3,04 3,05 3,06 3,07 3,08 3,09 3,10 3,11 3,12 3,13 3,14 3,15 3,16 3,17 3,18 3,19 3,20 3,21 3,22 May A, Evers S, Goadsby PJ u. a.: European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache. Eur J Neurol 2023;30(10):2955–2979, PMID 37515405, doi:10.1111/ene.15956. Am 23.09.2026 im Volltext gelesen (frei zugängliche Fassung auf dem Server des European Board of Neurology). Methode (S. 2957–2958): Literatursuche „last update July 2022“; Studienlage nach GRADE als „high certainty, moderate certainty, low certainty, or very low certainty“; Empfehlungen „strong“ oder „weak“, sie „indicate the trade-off between desirable and undesirable consequences of an intervention“; „All recommendations had to be agreed on by all members of the task force unanimously.“ Empfehlungen im Wortlaut: Sauerstoff (S. 2960) „Strong recommendation for NBOT based on five RCTs (very low level of evidence)“, Begründung „the low adverse event profile with no contraindications, no interactions with other medications, and that this medication is well accepted by patients“, dazu „Two studies (Cohen and Fogan) reported significant difference in favor of oxygen“ und „No differences between groups were found in the remaining three studies.“; Sumatriptan (S. 2961–2962) „Strong recommendation based on a low level of evidence for subcutaneous sumatriptan“ und „Strong recommendation based on a moderate level of evidence for 20 mg intranasal sumatriptan“; Zolmitriptan (S. 2962–2963) „Weak recommendation based on a very low level of evidence for oral zolmitriptan (5 or 10 mg)“ und „Strong recommendation based on a low level of evidence for intranasal zolmitriptan (5 mg)“; Prednison (S. 2964) „Weak recommendation for prednisone in episodic cluster headache based on a low level of evidence“; Galcanezumab (S. 2965) „Weak recommendation for galcanezumab in episodic cluster headache based on a low level of evidence“; Octreotid (S. 2965) „octreotide can induce headache … and even cluster headache“; nicht-invasive Vagusnerv-Stimulation (S. 2966–2967) „Strong recommendation for noninvasive VNS based on low quality of evidence for treatment of attacks in episodic cluster headache“, „Weak recommendation for noninvasive VNS based on low quality of evidence for treatment of attacks in chronic cluster headache“ und zur Vorbeugung „Weak recommendation for noninvasive VNS for the prevention of attacks in chronic cluster headache based on a low quality of evidence from a single randomized controlled trial“; SPG-Stimulation (S. 2968) „Strong recommendation for SPG stimulation based on a moderate level of evidence from two randomized controlled trials“; Fremanezumab (S. 2969) „was not more efficacious than placebo in reducing attack frequency at the 4-week endpoint (data only published as a poster)“; Ketamin u. a. (S. 2969) „valid double-blind studies are missing“; tiefe Hirnstimulation (S. 2970) „secondary worsening of the symptoms after initial improvements have also been reported, as has death“, „the risk of bleeding with DBS is estimated at approximately 2%“, „An RCT was negative [180], although the observation was probably not timed well“ (Literaturstelle 180 ist die Studie von Fontaine 2010); Stimulation des Hinterhauptsnervs (S. 2971) „No recommendation for greater ONS based on a very low level of evidence.“; Zusammenfassung (S. 2971) „The first option for the treatment of acute attacks of cluster headache should be subcutaneous injection of sumatriptan 6 mg or the inhalation of 100% oxygen with at least 12 L/min over 15 min.“, „Initial preventive treatment of cluster headache is usually verapamil“, „Lithium is a drug of second choice“, „Topiramate at least 100 mg per day with a starting dose of 25 mg is promising, but only open trials with topiramate as monotherapy exist at this point.“, „Pharmacological nerve block of the GON is recommended and can be repeated if efficacious.“, „Galcanezumab 300 mg sc every month is recommended in otherwise intractable patients based on one RCT despite missing labeling by the European authorities.“; Tabelle 16 (S. 2972): Octreotid, Lidocain und Ergotamin „Consensus statement“; Tabelle 17 (S. 2973): Verapamil „Consensus statement“ mit der Fußnote „In the absence of evidence/studies“ und „Preventive method of choice in episodic and chronic cluster“, ebenso Konsens für Lithium, Topiramat („No valid trials but open label case series indicating positive effect“), Valproinsäure und Melatonin (beide „method of third choice“; Melatonin „Not efficacious in refractory cluster headache“); Tabelle 18 (S. 2974): Blockade des großen Hinterhauptsnervs „Consensus statement“, SPG-Stimulation „At the time of publishing, not available in Europe“; S. 2974: „Surgical procedures are not indicated in most of the patients with cluster headache“, „ONS is not recommended due to side effect profile, but because it is moderately effective and DBS has potentially more side effects, it could be discussed with patients before DBS is planned.“, „These recommendations should be updated within 4 years, in particular with respect to the efficacy of biologic treatments in the preventative treatment of cluster headache and with respect to the efficacy, tolerability, and long-term results of SPG stimulation and nVNS.“ Psilocybin und Warfarin kommen in der Leitlinie nicht vor (Volltextsuche vor dem Literaturverzeichnis).
- ↑ 4,0 4,1 Cittadini E, May A, Straube A, Evers S, Bussone G, Goadsby PJ (2006). "Effectiveness of intranasal zolmitriptan in acute cluster headache: a randomized, placebo-controlled, double-blind crossover study". Arch Neurol 63 (11): 1537–1542. doi:. PMID 16966497. Im Wortlaut: „Sixty-nine patients were available for an intention-to-treat analysis. The 30-minute headache relief rates were placebo, 21%; ZNS5, 40%; and ZNS10, 62%.“; „Headache relief rates for patients with episodic cluster headache were 30% for placebo, 47% for ZNS5, and 80% for ZNS10, while corresponding rates for patients with chronic cluster headache were 14%, 28%, and 36%“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „Ninety-two patients“ wurden „randomized into a placebo-controlled, double-blind crossover study“.
- ↑ 5,0 5,1 Bahra A, Gawel MJ, Hardebo JE, Millson D, Breen SA, Goadsby PJ (2000). "Oral zolmitriptan is effective in the acute treatment of cluster headache". Neurology 54 (9): 1832–1839. doi:. PMID 10802793. Im Wortlaut: „A total of 124 patients took at least one dose of study medication, with 73% having episodic and 27% chronic cluster headache.“; „In patients with episodic cluster headache, the difference between zolmitriptan 10 mg and placebo at 30 minutes reached significance (47% versus 29%; p = 0.02).“; „In patients with chronic cluster headache, response rates following zolmitriptan 5 mg or 10 mg were not significantly different from placebo at any endpoint.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ 6,0 6,1 Silberstein SD, Mechtler LL, Kudrow DB u. a. (2016). "Non-invasive vagus nerve stimulation for the ACute Treatment of cluster headache: findings from the randomized, double-blind, sham-controlled ACT1 study". Headache 56 (8): 1317–1332. doi:. PMID 27593728. Im Wortlaut: „A response was achieved in 26.7% of nVNS-treated subjects and 15.1% of sham-treated subjects (P = .1). Response rates were significantly higher with nVNS than with sham for the eCH cohort (nVNS, 34.2%; sham, 10.6%; P = .008) but not the cCH cohort“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „One hundred fifty subjects were enrolled“; „The intent-to-treat population comprised 133 subjects“; „cCH cohort (nVNS, 13.6%; sham, 23.1%; P = .48)“.
- ↑ 7,0 7,1 Goadsby PJ, de Coo IF, Silver N u. a. (2018). "Non-invasive vagus nerve stimulation for the acute treatment of episodic and chronic cluster headache: a randomized, double-blind, sham-controlled ACT2 study". Cephalalgia 38 (5): 959–969. doi:. PMID 29231763. Im Wortlaut: „The Full Analysis Set comprised 48 nVNS-treated (14 eCH, 34 cCH) and 44 sham-treated (13 eCH, 31 cCH) subjects. For the primary endpoint, nVNS (14%) and sham (12%) treatments were not significantly different for the total cohort. In the eCH subgroup, nVNS (48%) was superior to sham (6%; p < 0.01). No significant differences between nVNS (5%) and sham (13%) were seen in the cCH subgroup.“ Hauptziel: schmerzfrei nach 15 Minuten. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ 8,0 8,1 8,2 8,3 Leone M, D'Amico D, Frediani F u. a. (2000). "Verapamil in the prophylaxis of episodic cluster headache: a double-blind study versus placebo". Neurology 54 (6): 1382–1385. doi:. PMID 10746617. Im Wortlaut: „15 patients received verapamil (120 mg tid) and 15 received placebo (tid) for 14 days. The authors found a significant reduction in attack frequency and abortive agents consumption in the verapamil group. Side effects were mild.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Design: „double-blind, double-dummy study“.
- ↑ 9,0 9,1 9,2 9,3 Petersen AS, Laursen SB, Søborg ML, Barløse M, Jensen RH, Lund N (2026). "Treatment patterns and reasons for discontinuing preventive treatment in cluster headache: a prospective cohort study". Cephalalgia 46 (7): 03331024261456265. doi:. PMID 42506063. Im Wortlaut: „596 participants“; „430 were re-interviewed after a median time of 4.6 years“; „123 (26.9%) had discontinued a treatment due to intolerable side effects. The discontinuation rate for the first-line treatment verapamil was 18%, whereas the second-line treatments with lithium or topiramate had been discontinued in nearly half.“; „a total of 91 participants were treated with verapamil and 50 of them (54.9%) were 50% responders“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „Of the initial 182 verapamil users, 77 (42.3%) continued, 54 (29.7%) had discontinued due to remission, and 51 (28%) discontinued due to intolerable side effects, lack of effect, or for other reasons.“; „At follow-up including new users, a total of 91 participants were treated with verapamil“; „only 143 participants (33.3%) still received a preventive treatment“; „the findings underscore the need for new tolerable and effective preventive treatment for cluster headache“.
- ↑ 10,0 10,1 10,2 10,3 Goadsby PJ, Dodick DW, Leone M u. a. (2019). "Trial of Galcanezumab in Prevention of Episodic Cluster Headache". N Engl J Med 381 (2): 132–141. doi:. PMID 31291515. 106 statt der geplanten 162 Patienten; Attacken pro Woche um 8,7 gegen 5,2 gesenkt (P = 0,04). Im Wortlaut (am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft): Ausgangswert „17.8±10.1 in the galcanezumab group and 17.3±10.1 in the placebo group“; „difference, 3.5 attacks per week; 95% confidence interval, 0.2 to 6.7; P = 0.04“; „71% in the galcanezumab group and 53% in the placebo group“; „Recruitment was halted before the trial reached the planned sample size of 162 because too few volunteers met the eligibility criteria.“; „Funded by Eli Lilly“.
- ↑ 11,0 11,1 11,2 11,3 Yuan L, Zhang YX, Kulachai P u. a. (2026). "Efficacy and safety of calcitonin gene-related peptide monoclonal antibodies for cluster headache: a systematic review and frequentist-Bayesian meta-analysis". J Neurol 273 (7): 371. doi:. PMID 42249970. Im Wortlaut: „Four trials (655 participants) were included. The pooled MD was - 0.81 attacks per week (95%CI - 2.24 to 0.62; P = 0.265“; „a discrepancy driven by high placebo rates (27-53%)“; „Bayesian analysis showed an 81.1% posterior probability of any benefit, but only 17.9% probability that the true reduction reached 2 or more attacks per week“; „Modest benefit cannot be excluded, but clinically meaningful efficacy remains uncertain.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „have transformed migraine prevention“.
- ↑ 12,0 12,1 12,2 Fogh-Andersen IS, Sørensen JCH, Petersen AS, Jensen RH, Meier K (2026). "Safety and efficacy of occipital nerve stimulation as treatment of chronic cluster headache: an investigator-initiated, double-blind, randomized, placebo-controlled study". J Headache Pain 27 (1): 77. doi:. PMID 41803706. Im Wortlaut: „Thirty-eight participants underwent occipital nerve stimulator implantation and were randomly assigned to burst occipital nerve stimulation (n = 19) or placebo (n = 19). After the randomized trial phase, the proportion of ≥30% responders was 18.81% … in the burst occipital nerve stimulation group and 50.02% … in the placebo group.“; „eight were treatment-related serious adverse events“; „Occipital nerve stimulation reduced attack frequency but was not superior to placebo.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „paresthesia-free burst occipital nerve stimulation“; „12-week randomized, double-blind burst occipital nerve stimulation treatment period“.
- ↑ 13,0 13,1 Fontaine D, Lazorthes Y, Mertens P u. a. (2010). "Safety and efficacy of deep brain stimulation in refractory cluster headache: a randomized placebo-controlled double-blind trial followed by a 1-year open extension". J Headache Pain 11 (1): 23–31. doi:. PMID 19936616. 11 Patienten, Kreuzvergleich aktiv gegen Schein über je einen Monat. Im Wortlaut: „During the randomized phase, no significant change in primary and secondary outcome measures was observed between active and sham stimulation. At the end of the open phase, 6/11 responded to the chronic stimulation“ (wöchentliche Attackenzahl um mehr als 50 % gesunken), „including three pain-free patients. There were three serious adverse events“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Die schweren Ereignisse: „subcutaneous infection, transient loss of consciousness and micturition syncopes“.
- ↑ 14,0 14,1 Nowacki A, Schober M, Nader L u. a. (2020). "Deep brain stimulation for chronic cluster headache: meta-analysis of individual patient data". Ann Neurol 88 (5): 956–969. doi:. PMID 32827225. Im Wortlaut: „Among 40 patients from four different cohorts representing ~50% of all previously published cases, we found a significant 77% mean reduction in headache attack frequency over a mean follow-up of 44 months, with an overall response rate of 75%.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ 15,0 15,1 15,2 Winsvold BS, Harder AVE, Ran C u. a. (2023). "Cluster Headache Genomewide Association Study and Meta-Analysis Identifies Eight Loci and Implicates Smoking as Causal Risk Factor". Ann Neurol 94 (4): 713–726. doi:. PMID 37486023. Im Wortlaut: „A total of 4,777 cases (3,348 men and 1,429 women) with clinically diagnosed cluster headache were recruited from 10 European and 1 East Asian cohorts.“; „The estimated single nucleotide polymorphism (SNP)-based heritability of cluster headache was 14.5%. We identified 9 independent signals in 7 genomewide significant loci in the primary meta-analysis, and one additional locus in the trans-ethnic meta-analysis. Five of the loci were previously known.“; „Cluster headache was genetically correlated with cigarette smoking, risk-taking behavior, attention deficit hyperactivity disorder (ADHD), depression, and musculoskeletal pain. Mendelian randomization analysis indicated a causal effect of cigarette smoking intensity on cluster headache. Three of the identified loci were shared with migraine.“; „indicates that smoking is a causal risk factor“. Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ 16,0 16,1 Vollesen ALH, Snoer A, Beske RP u. a. (2018). "Effect of Infusion of Calcitonin Gene-Related Peptide on Cluster Headache Attacks: A Randomized Clinical Trial". JAMA Neurol 75 (10): 1187–1197. doi:. PMID 29987329. Im Wortlaut: „A randomized, double-blind, placebo-controlled, 2-way crossover study“; „Of 91 patients assessed for eligibility, 32 patients (35.2%) were included in the analysis.“; „Calcitonin gene-related peptide induced cluster headache attacks in 8 of 9 patients in the active phase (mean, 89%; 95% CI, 63-100) compared with 1 of 9 in the placebo group (mean, 11%; 95% CI, 0-37) (P = .05). In the remission phase, no patients with episodic cluster headaches reported attacks after CGRP or placebo. Calcitonin gene-related peptide-induced attacks occurred in 7 of 14 patients with chronic cluster headaches (mean, 50%; 95% CI, 20-80) compared with none after placebo (P = .02).“; „These results suggest anti-CGRP drugs may be effective in cluster headache management.“ Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ 17,0 17,1 Vollesen ALH, Snoer A, Chaudhry B u. a. (2020). "The effect of pituitary adenylate cyclase-activating peptide-38 and vasoactive intestinal peptide in cluster headache". Cephalalgia 40 (13): 1474–1488. doi:. PMID 32962406. Im Wortlaut: „serum levels of vasodilating neuropeptides pituitary adenylate cyclase-activating peptide-38 (PACAP38) and vasoactive intestinal peptide (VIP)“; „hypothesising that PACAP38, but not vasoactive intestinal peptide, would induce cluster-like attacks“; „In a double-blind crossover study, 14 episodic cluster headache patients in active phase, 15 episodic cluster headache patients in remission phase and 15 chronic cluster headache patients were randomly allocated to receive intravenous infusion of PACAP38 … or vasoactive intestinal peptide“; „In episodic cluster headache active phase, PACAP38 induced cluster-like attacks in 6/14 patients and vasoactive intestinal peptide induced cluster-like attacks in 5/14 patients ( p = 1.000). In chronic cluster headache, PACAP38 and vasoactive intestinal peptide both induced cluster-like attacks in 7/15 patients ( p = 0.765). In episodic cluster headache remission phase, neither PACAP38 nor vasoactive intestinal peptide induced cluster-like attacks.“ Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ 18,0 18,1 Al-Khazali HM, Deligianni CI, Pellesi L u. a. (2024). "Induction of cluster headache after opening of adenosine triphosphate-sensitive potassium channels: a randomized clinical trial". Pain 165 (6): 1289–1303. doi:. PMID 38127692. Im Wortlaut: „Over 2 distinct experimental days, participants underwent a continuous 20-minute infusion of levcromakalim, a K ATP channel opener, or a placebo (isotonic saline), followed by a 90-minute observational period.“; „Six of 10 participants (60%) with episodic cluster headaches in bout experienced attacks after levcromakalim infusion, vs just 1 of 10 (10%) with placebo ( P = 0.037). Among those in the remission phase, 1 of 15 participants (7%) reported attacks after levcromakalim, whereas none did postplacebo ( P = 0.50). In addition, 5 of 17 participants (29%) with chronic cluster headache had attacks after levcromakalim, in contrast to none after placebo ( P = 0.037).“; „Our results underscore the potential utility of K ATP channel inhibitors as therapeutic agents for cluster headaches.“ Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ 19,0 19,1 Van Obberghen EK, Fabre R, Lanteri-Minet M (2025). "Cluster headache diagnostic delay and its predictors: a systematic review with a meta-analysis". J Headache Pain 26 (1): 71. doi:. PMID 40205372. Im Wortlaut: „These selected studies included a total of 8654 subjects“; „Meta-analysis estimated the overall CH diagnostic delay at 10,43 years (95% CI [9.09; 11.77]) with a reduction in the CH diagnostic delay over time since the sixties“; „Autonomic symptoms were associated with a decrease in the delay of diagnosis, whereas lower age of CH onset, alternating attack side and nocturnal headaches were associated with an increase in the delay of diagnosis.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „and the continuation of such a reduction every decade since 2000“; „This systematic review including meta-analysis confirms an important unmet need in terms of CH diagnosis.“
- ↑ 20,0 20,1 AWMF-Leitlinienregister, Registernummer 030-036: S1-Leitlinie Clusterkopfschmerz und trigeminoautonome Kopfschmerzen, am 23.09.2026 abgerufen: Status „Angemeldet“, Art der Anmeldung „Überarbeitung“, Anmeldedatum 24.07.2025, geplante Fertigstellung 31.12.2026; Koordination PD Dr. Tim Jürgens (Güstrow) und Prof. Gudrun Goßrau (Dresden).
- ↑ 21,0 21,1 El Amrani M, Massiou H, Bousser MG (2002). "A negative trial of sodium valproate in cluster headache: methodological issues". Cephalalgia 22 (3): 205–208. doi:. PMID 12047460. Im Wortlaut: „50% of subjects in the SV group and 62% in the placebo group were successfully improved (P = 0.23). This high success rate observed in the placebo group, which is likely to be due to the spontaneous remission of the episode, does not allow us to draw any valid conclusion“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „sodium valproate (SV) (1000-2000 mg/day)“; „Ninety-six patients were included, 50 in the SV group and 46 in the placebo group“; „patients were treated for 2 weeks“.
- ↑ 22,0 22,1 Steiner TJ, Hering R, Couturier EG, Davies PT, Whitmarsh TE (1997). "Double-blind placebo-controlled trial of lithium in episodic cluster headache". Cephalalgia 17 (6): 673–675. doi:. PMID 9350389. 27 Patienten (13 Lithium, 14 Placebo), 800 mg am Tag; deutliche Besserung bei 8 von 13 gegen 6 von 14. Im Wortlaut: „Placebo-controlled clinical trials are not easy in conditions characterized by frequent severe pain.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „Patients were male“; „The study was stopped after planned sequential analysis of the 27th patient“; „Plasma lithium levels were mostly in the range 0.5-0.6 mmol/l on lithium“.
- ↑ 23,0 23,1 23,2 Obermann M, Nägel S, Ose C u. a. (2021). "Safety and efficacy of prednisone versus placebo in short-term prevention of episodic cluster headache: a multicentre, double-blind, randomised controlled trial". Lancet Neurol 20 (1): 29–37. doi:. PMID 33245858. Zehn deutsche Kopfschmerzzentren; 100 mg Prednison für 5 Tage, dann Abbau um 20 mg alle 3 Tage, zusätzlich Verapamil; 109 Patienten ausgewertet; erste Woche 7,1 gegen 9,5 Attacken. Die Differenz in der ersten Woche betrug 2,4 Attacken (p = 0,002; 95-%-Vertrauensbereich −4,8 bis −0,03). Im Wortlaut (am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft): „done in ten specialised headache centres in Germany“; „116 patients were randomly assigned (57 patients to prednisone and 59 patients to placebo); 109 patients were included in the mITT analysis“; „Participants in the prednisone group had a mean of 7·1 (SD 6·5) attacks within the first week compared with 9·5 (6·0) attacks in the placebo group (difference -2·4 attacks, 95% CI -4·8 to -0·03; p=0·002).“; „The study was stopped early due to slow recruitment and expired funding.“
- ↑ 24,0 24,1 24,2 24,3 Mecklenburg J, Gaul C, Fitzek M u. a. (2025). "Erenumab for chronic cluster headache: a randomized clinical trial". JAMA Netw Open 8 (6): e2516318. doi:. PMID 40526384. Im Wortlaut: „The primary end point was not met over weeks 5 and 6 of the double-blind phase because the mean (SD) reduction of weekly CH attacks was -7.3 (8.6) per week for erenumab and -5.9 (10.5) per week for placebo“; „erenumab (13 [31.7%]) and placebo (18 [45.0%])“; „Recruitment was stopped prematurely“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „Loading dose of erenumab (280 mg subcutaneously) or matching placebo“, „followed by another dose of erenumab (140 mg subcutaneously) or placebo 4 weeks later“; „erenumab (n = 41) or placebo (n = 40)“; „More participants reported adverse events with erenumab than placebo (27 [65.9%] vs 17 [42.5%])“; „Calcitonin gene-related peptide (CGRP) is involved in the pathophysiology of cluster headache (CH).“ Die unerwünschten Ereignisse waren „mostly of mild or moderate intensity“.
- ↑ 25,0 25,1 Pageler L, Katsarava Z, Lampl C u. a. (2011). "Frovatriptan for prophylactic treatment of cluster headache: lessons for future trial design". Headache 51 (1): 129–134. doi:. PMID 21198573. Im Wortlaut: „multi-center, placebo-controlled, randomized, double-blind, prospective phase III parallel-group trial with two independent treatment groups (5 mg frovatriptan vs placebo)“; „It was planned to randomize about 96 patients (48 patients per group) into the trial to obtain 80 evaluable patients“; „The study was prematurely discontinued after 13 months and enrollment of 11, instead of the planned 80 patients, by the sponsor due to infeasibility. Recruitment was slow and each of the patients included conducted major protocol violations. The differences in the primary and secondary endpoints were not significant.“; „The outcome of the trial suggests that the recommendations of the Guidelines for controlled Trials of Drugs in Cluster Headache from the IHS should be revised.“ Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ 26,0 26,1 Schoenen J, Snoer AH, Brandt RB u. a. (2022). "Guidelines of the International Headache Society for controlled clinical trials in cluster headache". Cephalalgia 42 (14): 1450–1466. doi:. PMID 36268950. Im Wortlaut: „Pain-freedom at 15 minutes without recurrence of any level of pain within 3 hours in the first treated attack.“ Am 23.09.2026 beim Verlag gelesen.
- ↑ Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung: 3.1 Clusterkopfschmerz, Diagnostische Kriterien, am 23.09.2026 gelesen. Kriterium B im Wortlaut: „Starke oder sehr starke einseitig orbital, supraorbital und/oder temporal lokalisierte Schmerzattacken, die unbehandelt 15 bis 180 Minuten anhalten“.
- ↑ Fogan L (1985). "Treatment of cluster headache. A double-blind comparison of oxygen v air inhalation". Arch Neurol 42 (4): 362–363. doi:. PMID 3885921. Im Wortlaut: „Nineteen men, aged 20 to 50 years, were treated in a double-blind crossover study comparing oxygen v air inhalation at 6 L/min via nonrebreathing face masks for 15 minutes or less, for up to six headaches.“; „The average (+/- SE) relief score for all oxygen-treated patients was 1.93 +/- 0.22 out of a possible total score of 3.0, and for air the treatment relief score was 0.77 +/- 0.23.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Skala: „Patients scored their own degree of relief for each treatment as none, slight, substantial, or complete relief.“
- ↑ Petersen AS, Barloese MC, Lund NL, Jensen RH (2017). "Oxygen therapy for cluster headache. A mask comparison trial. A single-blinded, placebo-controlled, crossover study". Cephalalgia 37 (3): 214–224. doi:. PMID 27013239. Im Wortlaut: „Fifty-seven CH patients according to ICHD-II-criteria participated in a single-blinded, semi-randomized, placebo-controlled, crossover inpatient study, and 102 CH attacks were treated with 100% oxygen delivered by demand valve oxygen (DVO), O 2 ptimask or simple mask (15 liters/min) or placebo delivered by DVO for 15 minutes.“; „Only 10 CH patients had multiple attacks and reached the point of placebo. There were no significant differences between masks in the primary endpoints ( p = 0.412). After 15 minutes 48% had a two-point decrease using the DVO compared to 45% with placebo“; „The DVO was preferred by 62%“; „Treatment with DVO or O 2 ptimask reduced the need for rescue medication compared to the simple mask (23%, 19%, 50%, respectively).“; „We recommend that CH patients be offered DVO or O 2 ptimask before oxygen therapy is abandoned.“ Die europäische Leitlinie schreibt dazu, das Demand-Ventil „offers a higher flow rate“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ 30,0 30,1 Dirkx THT, Haane DYP, Koehler PJ (2018). "Oxygen treatment for cluster headache attacks at different flow rates: a double-blind, randomized, crossover study". J Headache Pain 19 (1): 94. doi:. PMID 30306284. Im Wortlaut: „In a double-blind, randomized, crossover study, oxygen naïve cluster headache patients, treated attacks with oxygen at 7 and 12 L/min.“; „Ninety-eight patients were enrolled, 70 provided valid data, 56 used both flow rates. These 56 patients recorded 604 attacks“; „We could only include 5 patients, treating 27 attacks on the first two days of the study, for our primary outcome, which did not show a significant difference (p = 0.180). Patients tended to prefer 12 L/min (p = 0.005). Contradicting this result, more patients were painfree using 7 L/min (p = 0.039). There were no differences in side effects or in our other secondary outcome measures.“; „There is lack of evidence to support differences in the effect of oxygen at a flow rate of 12 L/min compared to 7 L/min.“; „As most patients prefer 12 L/min and treatments were equally safe, this could be used in all patients. It might be more cost-effective, however, to start with 7 L/min and, if ineffective, to switch to 12 L/min.“ Aus dem Volltext: „Patients as well as investigators were blinded for the flow rates.“; „All patients used the same type of non-rebreather mask with a reservoir“. Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft. Die europäische Leitlinie (May u. a. 2023, Abschnitt Sauerstoff) im Wortlaut: „one trial compared oxygen 7 L/min with oxygen 12 L/min with no clinically relevant differences between the two dosages“, direkt danach: „In this study, it is noteworthy that only five of 56 subjects contributed data to the primary endpoint, the odds ratio in favor of 12 L/min (3.75, 95% CI = 0.58–24.28) was quite high, and patients preferred the 12 L/min option.“; am 24.09.2026 geprüft.
- ↑ Cho S, Kim BK, Chu MK u. a. (2024). "Efficacy of Oxygen Treatment Using Home Oxygen Concentrators for the Treatment of Cluster Headaches: A Randomized, Crossover, Multicenter Study". J Clin Neurol 20 (1): 78–85. doi:. PMID 38179635. Im Wortlaut: „Forty patients with episodic CHs in an active cluster period were enrolled in this randomized, crossover, multicenter study. Two attacks during the cluster period were treated using oxygen delivered by connecting two home oxygen concentrators, whereas the other two attacks were treated using oral zolmitriptan (5 mg) in a random sequence. The primary endpoint was substantial pain reduction (0 or 1 on a five-point rating scale from 0 to 4 points) at 15 min after treatment.“; „In total, 125 attacks among 32 patients were randomized and treated“; „More attacks treated using oxygen reached the primary endpoint than did those treated using zolmitriptan (31.7% [20/63] vs. 12.9% [8/62], p =0.013). After 30 min, 57.1% of the patients who received oxygen and 38.7% who received zolmitriptan reported pain relief (p =0.082).“; „61.3% preferred oxygen while only 9.7% preferred zolmitriptan. No adverse events occurred during the oxygen treatment.“ Aus dem Volltext: „two stationary oxygen concentrators … were connected to obtain a 10 L/min flow rate through a nonrebreather face mask“; „Oxygen concentrators filter nitrogen from ambient air to produce oxygen-rich gas. Compared with oxygen tanks, oxygen concentrators have the benefit of not needing to be refilled; however, typical concentrators have limitations in maximum oxygen concentration (≤98%) and flow rate (≤5 L/min).“; „it did not include a placebo or blinding process“. Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Ekbom K, Monstad I, Prusinski A u. a. (1993). "Subcutaneous sumatriptan in the acute treatment of cluster headache: a dose comparison study". Acta Neurol Scand 88 (1): 63–69. doi:. PMID 8396833. Im Wortlaut: „This multicentre, double-blind, randomised, crossover study compared the efficacy, safety and tolerability of subcutaneous sumatriptan (6 mg and 12 mg) with placebo in 134 in-patients with cluster headache.“; „at 15 min the results were 35% (placebo), 75% (6 mg) and 80% (12 mg)“; „The 12 mg dose was not significantly better than the 6 mg dose and was associated with more adverse events. The 6 mg dose is therefore recommended for the acute treatment of cluster headache.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Göbel H, Lindner V, Heinze A, Ribbat M, Deuschl G (1998). "Acute therapy for cluster headache with sumatriptan: findings of a one-year long-term study". Neurology 51 (3): 908–911. doi:. PMID 9748059. Im Wortlaut: „The efficacy, safety, and tolerability of subcutaneous sumatriptan in the acute treatment of cluster headache were investigated in a multicenter study over a period of up to 1 year. A total of 2,031 attacks were evaluated in 52 patients. Therapy was successful in 88% of all attacks. Freedom from pain within 15 minutes in more than 90% of all attacks treated was reported by 42% of the patients, and no decline in efficacy occurred during the course of the study. Adverse events were reported by 62% of the patients.“ Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ van Vliet JA, Bahra A, Martin V u. a. (2003). "Intranasal sumatriptan in cluster headache: randomized placebo-controlled double-blind study". Neurology 60 (4): 630–633. doi:. PMID 12601104. Im Wortlaut: „Five study centers enrolled 118 patients in whom 154 attacks were treated: 77 with sumatriptan and 77 with placebo. The responder rates at 30 minutes were 57% for sumatriptan and 26% for placebo (p = 0.002). Pain-free rates at 30 minutes were 47% for sumatriptan and 18% for placebo (p = 0.003).“; geprüft bei Attacken „of at least 45 minutes“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Rapoport AM, Mathew NT, Silberstein SD u. a. (2007). "Zolmitriptan nasal spray in the acute treatment of cluster headache: a double-blind study". Neurology 69 (9): 821–826. doi:. PMID 17724283. Im Wortlaut: „We conducted a multicenter, double-blind, randomized, three-period crossover study using ZNS 5 mg, ZNS 10 mg, and placebo.“; „A total of 52 adult patients treated 151 attacks. For the primary endpoint, both doses reached significance at 30 minutes (placebo = 30%, ZNS 5 mg = 50%, ZNS 10 mg = 63.3%).“; „Both doses had higher pain-free rates than placebo at 30 minutes (placebo = 20%, ZNS 5 mg = 38.5%, ZNS 10 mg = 46.9%).“; „Side effects were mild and seen in 16% of those attacks treated with placebo, 25% of attacks treated with ZNS 5 mg, and 32.7% treated with ZNS 10 mg.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Matharu MS, Levy MJ, Meeran K, Goadsby PJ (2004). "Subcutaneous octreotide in cluster headache: randomized placebo-controlled double-blind crossover study". Ann Neurol 56 (4): 488–494. doi:. PMID 15455406. Im Wortlaut: „A total of 57 patients were recruited of whom 46 provided efficacy data on attacks treated with octreotide and 45 with placebo. The headache response rate with subcutaneous octreotide was 52%, whereas that with placebo was 36%.“; Wirkung von 100 Mikrogramm „significantly superior to placebo (p < 0.01)“; „Nonvasconstrictor treatment of acute cluster headache is possible.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Costa A, Pucci E, Antonaci F u. a. (2000). "The effect of intranasal cocaine and lidocaine on nitroglycerin-induced attacks in cluster headache". Cephalalgia 20 (2): 85–91. doi:. PMID 10961763. Doppelblind, placebokontrolliert, 15 Patienten; bei 9 löste Nitroglycerin eine typische Attacke aus. 10-prozentiges Kokain, 10-prozentiges Lidocain oder Kochsalz im Bereich der Fossa sphenopalatina. Im Wortlaut: „complete cessation of induced pain occurring after 31.3+/-13.1 min for cocaine and 37.0+/-7.8 min for lidocaine“; mit Kochsalz „extinction of the provoked attacks occurred with a latency of 59.3+/-12.3 min“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Petersen AS, Pedersen AS, Barloese MCJ u. a. (2022). "Intranasal ketamine for acute cluster headache attacks – Results from a proof-of-concept open-label trial". Headache 62 (1): 26–35. doi:. PMID 34806165. Im Wortlaut: „We conducted an open-label pilot study enrolling 23 patients with chronic CH“; „20 patients treated a single CH attack with intranasal ketamine“; „patients received 15 mg of intranasal ketamine every 6 min a maximum of five times“; „The primary endpoint was not met“; „equivalent to a 15% reduction in pain intensity“; „30 min after the first application, the pain intensity was reduced by 59%“; „Half of the patients preferred ketamine to oxygen and/or sumatriptan injection.“; „Patients and physicians should be conscious of the abuse potential of ketamine.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „Four patients received rescue medication 15 min after the first ketamine application and were therefore excluded from the analysis at 30 min.“
- ↑ 39,0 39,1 Schoenen J, Jensen RH, Lantéri-Minet M u. a. (2013). "Stimulation of the sphenopalatine ganglion (SPG) for cluster headache treatment. Pathway CH-1: a randomized, sham-controlled study". Cephalalgia 33 (10): 816–830. doi:. PMID 23314784. Im Wortlaut: „Thirty-two patients were enrolled and 28 completed the randomized experimental period. Pain relief was achieved in 67.1% of full stimulation-treated attacks compared to 7.4% of sham-treated and 7.3% of sub-perception-treated attacks (P < 0.0001).“; „Five SAEs occurred and most patients (81%) experienced transient, mild/moderate loss of sensation within distinct maxillary nerve regions“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weitere Wortlaute, am 23.09.2026 geprüft: „Nineteen of 28 (68%) patients experienced a clinically significant improvement“; „65% of events resolved within three months“; Gerät: „ATI Neurostimulation System“.
- ↑ 40,0 40,1 Goadsby PJ, Sahai-Srivastava S, Kezirian EJ u. a. (2019). "Safety and efficacy of sphenopalatine ganglion stimulation for chronic cluster headache: a double-blind, randomised controlled trial". Lancet Neurol 18 (12): 1081–1090. doi:. PMID 31701891. Im Wortlaut: „93 patients were enrolled and randomly assigned, 45 to the sphenopalatine ganglion stimulation group and 48 to the control group. 36 patients in the sphenopalatine ganglion stimulation group and 40 in the control group had at least one attack during the experimental phase and were included in efficacy analyses. The proportion of attacks for which pain relief was experienced at 15 min was 62·46% … versus 38·87% … (odds ratio 2·62 …; p=0·008). Nine serious adverse events were reported by the end of the open-label phase.“; vier davon hingen mit Eingriff oder Gerät zusammen; „Funding Autonomic Technologies.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Pearson SM, Burish MJ, Shapiro RE, Yan Y, Schor LI (2019). "Effectiveness of Oxygen and Other Acute Treatments for Cluster Headache: Results From the Cluster Headache Questionnaire, an International Survey". Headache 59 (2): 235–249. doi:. PMID 30632614. Im Wortlaut: „2193 respondents met criteria for this study (1604 cluster headache and 589 probable cluster headache)“; „Over half of respondents reported complete or very effective treatment for triptans (54%, 639/1139) and oxygen (54%, 582/1082). Between 14 and 25% of respondents reported complete or very effective treatment for ergot derivatives (dihydroergotamine 25%, 42/170; cafergot/ergotamine 17%, 50/303), caffeine and energy drinks (17%, 7/41), and intranasal ketamine (14%, 5/37). Less than 10% reported complete or very effective treatment for opioids (6%, 30/541), intranasal capsaicin (5%, 7/151), and intranasal lidocaine (2%, 5/241).“; „Adverse events were especially low for oxygen (no or minimal physical and medical complications 99%, 1077/1093“; „opioids (no or minimal physical and medical complications 76%, 416/549“; „triptans (no or minimal physical and medical complications 73%, 883/1218“; „A total of 139 of 1604 cluster headache respondents (8.7%) were age 65 and older and reported similar effectiveness and adverse events to the general population.“; Grenzen: „the use of nonvalidated questions, the lack of a formal clinical diagnosis of cluster headache, and the grouping of some medications (eg, all triptans as opposed to sumatriptan subcutaneous alone)“. Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Ambrosini A, Vandenheede M, Rossi P u. a. (2005). "Suboccipital injection with a mixture of rapid- and long-acting steroids in cluster headache: a double-blind placebo-controlled study". Pain 118 (1–2): 92–96. doi:. PMID 16202532. Im Wortlaut: „Eleven Verum-group patients (3 CCH) (85%) became attack-free in the first week after the injection compared to none in the Plac-group (P=0.0001).“ 23 Teilnehmende (13 Wirkstoff, 10 Kochsalz). Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „a mixture of long- and rapid-acting betamethasone“; „Among them eight remained attack-free for 4 weeks (P=0.0026).“
- ↑ Leroux E, Valade D, Taifas I u. a. (2011). "Suboccipital steroid injections for transitional treatment of patients with more than two cluster headache attacks per day: a randomised, double-blind, placebo-controlled trial". Lancet Neurol 10 (10): 891–897. doi:. PMID 21903477. 43 Patienten mit mehr als zwei Attacken täglich, drei Injektionen; höchstens zwei Attacken täglich bei 20 von 21 gegen 12 von 22. Im Wortlaut (am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft): „three suboccipital injections (48-72 h apart) of cortivazol 3·75 mg or placebo“; „43 patients (15 with chronic and 28 with episodic cluster headache)“; „20 of 21 patients who received cortivazol had a mean of two or fewer daily attacks after injections compared with 12 of 22 controls“; „Patients who received cortivazol also had fewer attacks (mean 10·6, 95% CI 1·4-19·9) in the first 15 days of study than did controls (30·3, 21·4-39·3“.
- ↑ Chowdhury D, Kordcal SR, Nagane R, Duggal A (2024). "ANODYNE study: A double-blind randomized trial of greater occipital nerve block of methylprednisolone and lignocaine versus placebo as a transitional preventive treatment for episodic cluster headache". Cephalalgia 44 (10): 3331024241291597. doi:. PMID 39415681. Im Wortlaut: „This randomized, double-blind, placebo-controlled, parallel-group trial conducted at GB Pant Institute of Postgraduate Medical Education and Research, New Delhi, India“; „randomized to receive active GONB (2 ml methylprednisolone (80 mg) and 2 ml lignocaine (2%)) and placebo (4 ml saline injections). Before giving GONB, lignocaine jelly was applied topically to mask the effect of numbness following the GONB. The primary efficacy endpoint was the mean change in weekly attack frequency from baseline to Week 4.“; „Forty ECH patients were randomized“; „Thirty-nine patients (19 in the active and 20 in the placebo groups) were available for efficacy analysis. The change in weekly attack frequency from baseline to Week 4 was -11.1 (95% CI: -8.5 to -4.4) for the active group compared to -7.7 (95% CI: -11.8 to -9.8) for placebo (mean difference -3.4 (95% CI: -5.2 to -1.7, p < 0.001). We noted TEAE in 18 (90%) of 20 patients who received the active drug and in 18 (90%) of 20 patients who received a placebo ( p = 0.38). The common TEAE were local site bleeding and pain, which were mild and transient. No serious adverse events were reported.“ Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft. Die Vertrauensbereiche der beiden Gruppen schließen die jeweiligen Mittelwerte nicht ein; das steht so in der Zusammenfassung.
- ↑ Brandt RB, Mulleners WM, Couturier E u. a. (2025). "Greater occipital nerve injection with methylprednisolone as transitional therapy in episodic cluster headache: results from an RCT". Cephalalgia 45 (9): 03331024251370324. doi:. PMID 40990636. Im Wortlaut: „the mean daily dose of verapamil during the total 12-week study period did not differ (232 ± 188 mg vs. 244 ± 143 mg“; „the median number of attacks at week 1 (7 (interquartile range = 2-11.75) vs. 10“; „This study failed to establish its primary endpoint.“; „There were no serious AEs.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „80 mg of methylprednisolone (n = 36) or placebo (n = 34)“.
- ↑ Bussone G, Leone M, Peccarisi C u. a. (1990). "Double blind comparison of lithium and verapamil in cluster headache prophylaxis". Headache 30 (7): 411–417. doi:. PMID 2205598. Doppelblind, „double-dummy“, Kreuzvergleich, chronischer Verlauf. Im Wortlaut: „Both lithium carbonate and verapamil were effective in preventing CCH but verapamil caused fewer side effects and had a shorter latency period.“ Die Zahl der Teilnehmenden nennt die Zusammenfassung nicht. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Leone M, D'Amico D, Moschiano F u. a. (1996). "Melatonin versus placebo in the prophylaxis of cluster headache: a double-blind pilot study with parallel groups". Cephalalgia 16 (7): 494–496. doi:. PMID 8933994. 20 Patienten, 10 mg abends über 14 Tage; 5 von 10 sprachen an, in der Placebogruppe keiner; die beiden chronischen Patienten sprachen nicht an. Im Wortlaut (am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft): „20 cluster headache patients (2 primary chronic, 18 episodic)“; „Headache frequency was significantly reduced (ANOVA, p < 0.03)“; „Five of the 10 treated patients were responders“; „The chronic cluster patients did not respond. No patient in the placebo group responded.“
- ↑ Pringsheim T, Magnoux E, Dobson CF, Hamel E, Aubé M (2002). "Melatonin as adjunctive therapy in the prophylaxis of cluster headache: a pilot study". Headache 42 (8): 787–792. doi:. PMID 12390642. Im Wortlaut: „Nine patients participated in the study, six with chronic cluster headache and three with episodic cluster headache.“; „Patients with chronic cluster headache completed a baseline diary for 1 month, followed by 1 month of melatonin treatment, then 1 month of placebo. Patients with episodic cluster headache received placebo for 1 month, then melatonin for 1 month.“; „There were no significant differences between means on analysis of variance and t testing for the melatonin, placebo, and baseline months for all primary and secondary endpoints. There were no side effects reported.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Hakim SM (2011). "Warfarin for refractory chronic cluster headache: a randomized pilot study". Headache 51 (5): 713–725. doi:. PMID 21395575. Im Wortlaut: „Thirty-four patients with refractory chronic cluster headache were randomized to receive warfarin or placebo for 12 weeks. Warfarin was administered to achieve an international normalized ratio between 1.5 and 1.9. After a washout period of 2 weeks, patients were crossed over from 1 treatment to the other.“; „Seventeen (50%) patients underwent remission for ≥4 weeks during the warfarin period vs 4 (11.8%) patients during the placebo period (P = .004).“ Eine Titelsuche in Europe PMC („warfarin“ und „cluster headache“) ergab am 23.09.2026 sonst nur zwei Fallberichte von 2004 und 2005. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Saper JR, Klapper J, Mathew NT, Rapoport A, Phillips SB, Bernstein JE (2002). "Intranasal civamide for the treatment of episodic cluster headaches". Arch Neurol 59 (6): 990–994. doi:. PMID 12056936. Im Wortlaut: „This was a multicenter, double-blind, randomized, vehicle-controlled study with a 7-day treatment period and a 20-day posttreatment period performed at 14 headache/neurology centers in the United States. Twenty-eight subjects were randomized to receive civamide or its vehicle in a 2:1 ratio; 18 received civamide and 10 received the vehicle.“; „100 microL of 0.025% civamide (25 microg) … to each nostril via dropper once daily for 7 days“; „a significantly greater percent decrease in the number of headaches from baseline to posttreatment during days 1 through 7 (-55.5% vs -25.9%; P =.03) and a trend toward significance during days 8 through 14 (-66.9% vs -32.3%; P =.07) and days 15 through 20 (-70.6% vs -34.9%; P =.07), as well as a near-significant decrease during the entire posttreatment period (days 1 through 20 [P =.054])“; „nasal burning (14 of 18 civamide-treated subjects, 1 of 10 vehicle-treated subjects; P =.001) and lacrimation (9 of 18 civamide-treated subjects, 0 of 10 vehicle-treated subjects; P =.01)“; „Intranasal civamide solution at a dose of 50 microg may be modestly effective in the preventive treatment of episodic cluster headache.“ Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft. Dass Civamid ein Isomer von Capsaicin ist: Rapoport AM, Bigal ME, Tepper SJ, Sheftell FD: Intranasal medications for the treatment of migraine and cluster headache. CNS Drugs 2004;18(10):671–685, PMID 15270595, im Wortlaut „civamide, a cis-isomer of capsaicin“. Die europäische Leitlinie (May u. a. 2023) im Wortlaut: „Intranasal application of civamide for short-term prevention showed modest efficacy in a recent double-blind, placebo-controlled study“; am 24.09.2026 geprüft.
- ↑ Tronvik E, Wienecke T, Monstad I u. a. (2013). "Randomised trial on episodic cluster headache with an angiotensin II receptor blocker". Cephalalgia 33 (12): 1026–1034. doi:. PMID 23598371. Im Wortlaut: „a prospective, placebo-controlled, double-blind, parallel-designed trial performed in seven centres in Scandinavia. Forty (40) patients with episodic cluster headache (ICHD-2) were recruited and randomised over a five-year period to placebo or 16 mg candesartan in the first week, and placebo or 32 mg candesartan in the second and third week.“; „reduced from 14.3 ± 9.2 attacks in week 1 to 5.6 ± 7.0 attacks in week 3 (-61%) in the candesartan group and from 16.8 ± 14.1 attacks in week 1 to 10.5 ± 11.3 attacks in week 3 (-38%) in the placebo group. The difference between the candesartan and placebo group was not significant with the pre-planned non-parametric ranking test, but a post-hoc exact Poisson test … revealed a significant result ( P < 0.0001).“; „This was a negative trial. Post-hoc statistics suitable to describe the temporal changes in cluster headache indicate that conduction of future larger studies may be justified.“ Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Nilsson Remahl AI, Ansjön R, Lind F, Waldenlind E (2002). "Hyperbaric oxygen treatment of active cluster headache: a double-blind placebo-controlled cross-over study". Cephalalgia 22 (9): 730–739. doi:. PMID 12421159. Im Wortlaut: „Sixteen patients, 12 with episodic and four with chronic cluster headache“; „randomly selected to start with one out of two different hyperbaric treatments in a double-blind, placebo-controlled, cross-over study design. Both gases were administered by mask inside a multiplace hyperbaric chamber for 70 min at 250 kPa (2.5 ATA) in two sessions 24 h apart. Active treatment was 100% oxygen (HBO treatment), while placebo treatment was 10% oxygen in nitrogen (hyperbaric normoxic placebo = sham treatment) corresponding to breathing air at sea level.“; „A headache index (HI = sum of (number of attacks times degree of severity)) was calculated for the run-in week prior to and the week after each separate treatment.“; „No difference between HBO and sham treatment on the HI or the prophylactic effect was observed in our study. However, 83% of the episodic CH patients and 25% of the chronic ones responded to either of the two treatments with at least 50% reduction of HI or remission for shorter or longer periods.“; „The hyperbaric condition itself seems effective in reducing the HI, at least in patients with episodic CH, although a powerful placebo response can not be ruled out.“ Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Gravdahl GB, Aakerøy L, Stovner LJ u. a. (2023). "Continuous positive airway pressure in cluster headache: A randomized, placebo-controlled, triple-blind, crossover study". Cephalalgia 43 (1): 3331024221128273. doi:. PMID 36620891. Im Wortlaut: „randomly assigned to two months' active continuous positive airway pressure treatment followed by a four weeks' washout period and two months' sham continuous positive airway pressure or vice versa. Primary outcome measure was number of cluster headache attacks/week.“; „Of the 30 included participants … 25 completed both treatment/sham cycles“; „The median number of cluster headache attacks per week was reduced from 8.25 (0.75-89.75) attacks to 6.25 (0-56.00) attacks for active continuous positive airway pressure and to 7.50 (0.50-43.75) attacks for sham continuous positive airway pressure, but there was no difference in active versus sham (p = 0.904). One patient had a serious adverse event during active treatment, none occurred during sham treatment.“ Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ 54,0 54,1 Dodick DW, Goadsby PJ, Lucas C u. a. (2020). "Phase 3 randomized, placebo-controlled study of galcanezumab in patients with chronic cluster headache: results from 3-month double-blind treatment". Cephalalgia 40 (9): 935–948. doi:. PMID 32050782. Im Wortlaut: „A total of 237 patients were randomized and treated (120 placebo; 117 galcanezumab).“; „The primary endpoint was not met; mean change in weekly attack frequency was -4.6 placebo versus -5.4 galcanezumab ( p = 0.334).“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „Key secondary endpoints also were not met.“ Schluss der Autoren: „the significant unmet need for safe, effective, and well-tolerated preventive treatment“.
- ↑ Jensen RH, Tassorelli C, Tepper SJ u. a. (2025). "Efficacy and safety of eptinezumab in episodic cluster headache: a randomized clinical trial". JAMA Neurol 82 (7): 706–714. doi:. PMID 40388178. Im Wortlaut: „There was no statistically significant difference between eptinezumab and placebo in the change from baseline in the number of weekly attacks over weeks 1 to 2 (least-squares mean [SE], -4.0 [0.93] vs -4.6 [0.89]; between-group difference, 0.7; 95% CI, -1.3 to 2.6; P = .50).“; „More eptinezumab-treated participants achieved 50% or greater response vs placebo over week 2 (50.9% … vs 37.3%“; Woche 4 „66.7% … vs 50.5%“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „The study took place at 64 sites across Europe, the US, and Japan.“; „(eptinezumab, n = 118; placebo, n = 113)“.
- ↑ Tassorelli C, Jensen RH, Goadsby PJ u. a. (2025). "Long-term safety, tolerability, and efficacy of eptinezumab in chronic cluster headache (CHRONICLE): an open-label safety trial". Lancet Neurol 24 (5): 429–440. doi:. PMID 40252664. Im Wortlaut: „CHRONICLE was a 60-week, open-label, fixed-dose trial conducted in 28 specialist headache centres in nine countries (Denmark, Finland, France, Germany, Italy, Netherlands, Spain, the UK, and the USA).“; „Eptinezumab 400 mg was administered intravenously every 12 weeks. The primary objective was to evaluate the long-term safety and tolerability“; „131 participants were enrolled and treated, of whom 108 (82%) completed the trial“; „Treatment-emergent adverse events were reported in 106 participants (81%), with few leading to treatment withdrawal (four participants)“; „COVID-19 (n=29; 22%), nasopharyngitis (n=24; 18%), and fatigue (n=23; 18%, most commonly on the first day of infusion). There were no treatment-related serious adverse events and no deaths during the trial. Consistent improvements in attack frequency, pain severity, and patient-reported outcomes were observed.“; „Eptinezumab was generally well tolerated in participants with chronic cluster headache, with a similar safety profile as previously seen in participants with migraine.“; „Although clinical efficacy over 12 months was observed, randomised controlled trials (when feasible) or trials with an innovative design are needed to confirm the clinical relevance of these observations. Funding H Lundbeck A/S.“ Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Khanfar R, Radwan E, Hattab S (2026). "Safety and efficacy of calcitonin gene-related peptide antagonists for cluster headache: a systematic review and meta-analysis". BMC Neurol 26 (1): 195. doi:. PMID 41715033. Vier kontrollierte und zwei einarmige Studien; „This Systematic Review and single-arm (proportional) Meta-analysis“; ausgewertet wurde die „change from baseline“, also die Veränderung in den behandelten Gruppen; im Volltext: „All pooled results represent observed within-group outcomes and do not constitute placebo-controlled treatment effect estimates.“ Volltext am 23.09.2026 über Europe PMC gelesen.
- ↑ Muneer MA, Gupta I, Mansoor A u. a. (2026). "Efficacy and safety of CGRP monoclonal antibodies for cluster headache: a systematic review and network meta-analysis of randomized controlled trials". Neurol Sci 47 (6): 488. doi:. PMID 42118310. Im Wortlaut: „PubMed, Embase, Scopus, and ClinicalTrials.gov were searched through April 2025.“; „Five trials with approximately 1,000 participants were included. No agent demonstrated statistically significant reduction in weekly attack frequency versus placebo, although consistent numerical improvements were observed.“; „Pooled dose estimates were - 0.81 for galcanezumab, - 0.27 for fremanezumab, and - 0.17 for eptinezumab. Pairwise meta analysis yielded a pooled mean difference of - 0.41. Subgroup analysis indicated minimal change in chronic CH and greater numerical reduction in episodic CH.“; „supporting the need for adequately powered, subtype specific trials“. Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Robertson C, Stern J, Chiang CC u. a.: Prospective Open-label Pilot Study of Rimegepant as a Treatment for Cluster Headache (P6-15.014). Neurology 2026;106(11 Suppl 1), Kongresszusammenfassung, Am 23.09.2026 beim Verlag gelesen. Im Wortlaut: „13 subjects (3 CCH/10 ECH) tried rimegepant; 11 provided complete treatment data.“; „mean change in headache frequency was -4.0 headaches/week comparing treatment to baseline“; „Rimegepant was tolerated well, other than one patient with asymptomatic LFT’s >3 × upper limit of normal.“; „Larger studies are needed.“
- ↑ Gaul C, Diener HC, Silver N u. a. (2016). "Non-invasive vagus nerve stimulation for PREVention and Acute treatment of chronic cluster headache (PREVA): a randomised controlled study". Cephalalgia 36 (6): 534–546. doi:. PMID 26391457. Offene Studie ohne Scheingerät. Im Wortlaut: „individuals in the intent-to-treat population treated with SoC plus nVNS (n = 45) had a significantly greater reduction in the number of attacks per week vs controls (n = 48) (-5.9 vs -2.1, respectively)“; „Higher ≥50% response rates were also observed with SoC plus nVNS (40% (18/45)) vs controls (8.3% (4/48)“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „nVNS (n = 48) with standard of care (SoC) alone (control (n = 49))“; „mean therapeutic gain of 3.9 fewer attacks per week (95% CI: 0.5, 7.2; p = 0.02)“.
- ↑ Wilbrink LA, de Coo IF, Doesborg PGG u. a. (2021). "Safety and efficacy of occipital nerve stimulation for attack prevention in medically intractable chronic cluster headache (ICON): a randomised, double-blind, multicentre, phase 3, electrical dose-controlled trial". Lancet Neurol 20 (7): 515–525. doi:. PMID 34146510. Im Wortlaut: „We enrolled 150 patients and randomly assigned 131 (87%) to treatment; 65 (50%) patients to 100% ONS and 66 (50%) to 30% ONS.“; „a median change of -5·21 (-11·18 to -0·19; p<0·0001) attacks per week“; „The difference in median weekly mean attack frequency between groups at the end of the masked phase in weeks 21-24 was -2·42 (95% CI -5·17 to 3·33).“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: Ausgangswert „median 15·75“; „decreased from baseline to 7·38“; „median change from baseline -4·08“ (100 %) und „-6·50“ (30 %); „17 with 100% ONS and eight with 30% ONS were labelled as serious, given they required brief hospital admission for minor hardware-related issues“.
- ↑ Brandt RB, Wilbrink LA, de Coo IF u. a. (2023). "A prospective open label 2-8 year extension of the randomised controlled ICON trial on the long-term efficacy and safety of occipital nerve stimulation in medically intractable chronic cluster headache". EBioMedicine 98: 104895. doi:. PMID 38007947. Im Wortlaut: „Of 103 eligible participants, 88 (85%) gave informed consent and 73 (83%) were followed for ≥2 year, 61 (69%) ≥ 3 year, 33 (38%) ≥ 5 years and 3 (3%) ≥ 8.5 years.“; „The pooled geometric mean (95% CI) weekly attack frequency remained considerably lower after one (4.2; 2.8-6.3), two (5.1; 3.5-7.6) and five years (4.1; 3.0-5.5) compared to baseline (16.2; 14.4-18.3).“; „Most participants (69/88; 78% [0.68-0.86]) reported a subjective improvement from baseline at last follow-up and 70/88 (81% [0.70-0.87]) would recommend ONS to others. Hardware-related surgery was required in 44/88 (50%) participants“. Geldgeber: „The Netherlands Organisation for Scientific Research, the Dutch Ministry of Health, the NutsOhra Foundation from the Dutch Health Insurance Companies, and Medtronic“. Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Fogh-Andersen IS, Petersen AS, Jensen RH, Sørensen JCH, Meier K (2025). "Transcutaneous electrical nerve stimulation of the occipital nerves as treatment for chronic cluster headache". Headache 65 (6): 973–982. doi:. PMID 39703191. Im Wortlaut: „In this explorative open-label clinical study, 36 patients with CCH were treated with TENS of the GON for 8-12 consecutive weeks“; „stimulating for 30 min twice daily at a minimum“; „Weekly attack frequency decreased from a median of 15.7 (95% confidence interval [CI] 11.2-22.1) at baseline to 11.0 (95% CI 7.4-16.4) with TENS. In all, 13 of the 36 (36%) patients had a minimum 30% reduction in attack frequency.“; „Five patients became entirely or nearly attack-free.“; „The use of oxygen was reduced by 42%, and triptan injections decreased by 55%.“; „No serious adverse events were registered.“; „Not all patients benefitted from TENS“; „A standard TENS apparatus is low cost“. Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Bratbak DF, Nordgård S, Stovner LJ u. a. (2016). "Pilot study of sphenopalatine injection of onabotulinumtoxinA for the treatment of intractable chronic cluster headache". Cephalalgia 36 (6): 503–509. doi:. PMID 26232105. Im Wortlaut: „In a prospective, open-label, uncontrolled study, we performed a single injection of 25 IU (n = 5) or 50 IU BTA (n = 5) towards the SPG in 10 patients with intractable chronic cluster headache“; „A total of 11 AEs were registered. There was one severe adverse event (SAE): posterior epistaxis. The number of cluster headache attacks (main efficacy outcome) was statistically significantly reduced in the intention-to-treat analysis from 18 ± 12 per week in baseline to 11 ± 14 (p = 0.038) in weeks 3 and 4, and five out of 10 patients had at least 50% reduction of attack frequency“; „Randomised, placebo-controlled studies are warranted“. Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Portocarrero-Sánchez L, Rizea C, Díez-Tejedor E, León-Ruiz M, Díaz-de-Terán J (2025). "Evaluating Repetitive Transcranial Magnetic Stimulation for Refractory Chronic Cluster Headache Prevention: Insights from a Randomized Crossover Pilot Trial". Brain Sci 15 (6): 554. doi:. PMID 40563725. Im Wortlaut: „A randomized, double-blind, placebo-controlled, crossover pilot study was conducted.“; „Eight patients were enrolled“; „Three patients completed the entire study“; „The APW change during rTMS showed a change of (mean ± SD) +2.2 (10.8) attacks per week ( p = 0.672). Two patients achieved complete remission during the rTMS phase, though symptoms returned by the washout period. In comparison with sham, the difference was also not statistically significant.“; „This pilot study suggests that rTMS may provide clinical benefits for rCCH in selected cases, though its effects seem transient. Adherence to treatment remains a critical challenge.“ Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Donnet A, Valade D, Régis J (2005). "Gamma knife treatment for refractory cluster headache: prospective open trial". J Neurol Neurosurg Psychiatry 76 (2): 218–221. doi:. PMID 15654036. Im Wortlaut: „enrolled 10 patients … presenting with severe and drug resistant CCH“; „The mean follow up was 13.2 months. No improvement was observed in two patients and three patients had no further attacks. Three patients showed dramatic improvement with a few attacks per month or very few attacks over the last six months. Two patients were pain free for only one and two weeks and their headaches recurred with the same severity as before. Three patients developed paraesthesia with no hypoaesthesia, one developed hypoaesthesia, and one developed deafferentation pain.“; „The rate and severity of trigeminal nerve injury appeared to be significantly higher than in trigeminal neuralgia“; „We consider the morbidity to be significant for the low rate of pain cessation, making this procedure less attractive even for the more severely affected subgroup of patients.“ Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft. Die europäische Leitlinie (May u. a. 2023) im Wortlaut: „Other case studies, such as radiation of the entry zone for the trigeminal nerve (gamma knife) [187], report a neutral result or a worsening of symptoms [188].“; am 24.09.2026 geprüft.
- ↑ Schindler EAD, Sewell RA, Gottschalk CH u. a. (2022). "Exploratory investigation of a patient-informed low-dose psilocybin pulse regimen in the suppression of cluster headache: results from a randomized, double-blind, placebo-controlled trial". Headache 62 (10): 1383–1394. doi:. PMID 36416492. Psilocybin 0,143 mg/kg oder Placebo, drei Gaben im Abstand von etwa 5 Tagen. Im Wortlaut: „A total of 16 participants were randomized to receive experimental drug and 14 were included in the final analysis.“; „the change in cluster attack frequency was 0.03 … attacks/week with placebo … and -3.2 … attacks/week with psilocybin … p = 0.251“; „Psilocybin was well-tolerated without any unexpected or serious adverse events.“; „Efficacy outcomes were negative, owing in part to the small number of participants.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Schindler EAD, Sewell RA, Gottschalk CH u. a. (2024). "Psilocybin pulse regimen reduces cluster headache attack frequency in the blinded extension phase of a randomized controlled trial". J Neurol Sci 460: 122993. doi:. PMID 38581739. Wiederholung mindestens 6 Monate nach der ersten Runde; alle erhielten Psilocybin. Im Wortlaut: „Ten participants completed the extension phase and all ten were included in the final analysis.“; „cluster attack frequency was significantly reduced from baseline (18.4 … to 9.8 … attacks/week; p = 0.013“; „A reduction of approximately 50% was seen regardless of individual response to psilocybin in the first round.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Zum Aufbau: „We carried out a blinded extension phase to consider the safety and efficacy of repeating the pulse regimen.“
- ↑ Madsen MK, Petersen AS, Stenbaek DS u. a. (2024). "CCH attack frequency reduction after psilocybin correlates with hypothalamic functional connectivity". Headache 64 (1): 55–67. doi:. PMID 38238974. Im Wortlaut: „In this small open-label clinical trial, 10 patients with CCH were included and maintained headache diaries for 10 weeks. Patients received three doses of peroral psilocybin (0.14 mg/kg) on the first day of weeks five, six, and seven. The first 4 weeks served as baseline and the last 4 weeks as follow-up.“; „The treatment was well tolerated. Attack frequency was reduced by mean (standard deviation) 31% (31) from baseline to follow-up (p FWER = 0.008). One patient experienced 21 weeks of complete remission. Changes in hypothalamic-diencephalic FC correlated negatively with a percent change in attack frequency“. Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Brendstrup-Brix K, Ozenne B, Fisher PM u. a. (2026). "Effects of psilocybin on sleep quality and brain microstructure in chronic cluster headache". J Psychopharmacol: 2698811261449380. doi:. PMID 42212900. Im Wortlaut: „Eleven CCH patients underwent diffusion-weighted MRI and subjective sleep quality assessment with the Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI) before and 1 week after three psilocybin administrations (0.14 mg/kg) spaced 1 week apart.“; „We found that sleep was poor in CCH patients, but improved after psilocybin treatment (CCH mean PSQI change (SD) = -2.50 (2.1), p FWER = 0.015).“ Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ O'Connor E, Fourier C, Ran C u. a. (2021). "Genome-Wide Association Study Identifies Risk Loci for Cluster Headache". Ann Neurol 90 (2): 193–202. doi:. PMID 34184781. Im Wortlaut: „852 UK and 591 Swedish cluster headache cases were compared with 5,614 and 1,134 controls“; „Downstream analyses implicated immunological processes in the pathogenesis of cluster headache.“; „We identified and replicated several genome-wide significant associations supporting a genetic predisposition in cluster headache in a genome-wide association study involving 1,443 cases.“ Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Harder AVE, Winsvold BS, Noordam R u. a. (2021). "Genetic Susceptibility Loci in Genomewide Association Study of Cluster Headache". Ann Neurol 90 (2): 203–216. doi:. PMID 34180076. Im Wortlaut: „We conducted a case-control study in the Dutch Leiden University Cluster headache neuro-Analysis program (LUCA) study population (n = 840) and unselected controls from the Netherlands Epidemiology of Obesity Study (NEO; n = 1,457). Replication was performed in a Norwegian sample of 144 cases“; „An association was found with cluster headache for 4 independent loci“; „This genomewide association study (GWAS) identified and replicated genetic risk loci for cluster headache with effect sizes larger than those typically seen in complex genetic disorders.“ Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Ran C, Jennysdotter Olofsgård F, Wellfelt K, Steinberg A, Belin AC (2024). "Elevated cytokine levels in the central nervous system of cluster headache patients in bout and in remission". J Headache Pain 25 (1): 121. doi:. PMID 39044165. Im Wortlaut: „CCL8, CCL13, CCL11, CXCL10, CXCL11, HGF, MMP1, TNFSF10 and TNFSF12 levels in cerebrospinal fluid were comparable in active bout and remission, though significantly higher than in controls.“; „Our data shows signs of possible neuroinflammation“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Lund NLT, Westgate CSJ, Søborg MK, Snoer AH, Jensen RH, Hansen TF, Petersen AS (2025). "Distinct alterations of inflammatory biomarkers in cluster headache: a case control study". Ann Neurol 98 (1): 4–18. doi:. PMID 39981939. Im Wortlaut: „A total of 412 were analyzed deriving from 99 with chronic cluster headache, 108 with episodic cluster headache (ECH) in bout, 105 with ECH in remission, and 100 successfully matched controls. Compared with controls, 13 cytokines were altered for ECH in bout (p < 0.05), 3 in remission (p < 0.05), and 10 for chronic cluster headache (p < 0.05). Oncostatin m was significantly elevated in all 3 disease states compared with controls“; „IL-1β was significantly associated with having chronic cluster headache rather than episodic in bout“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Ran C, Deborgies Sanches C, Swedblom J u. a. (2026). "Genome-wide association susceptibility loci for cluster headache support a role for inflammation in the pathophysiology". J Headache Pain 27 (1): 198. doi:. PMID 42557554. Im Wortlaut: „These results confirm the validity of seven candidate genes for cluster headache identified through GWAS. Furthermore, five of the candidate genes are abundantly expressed in both immune and blood cells, converge functionally on inflammatory signalling pathways and suggest a potential role for inflammasomes in cluster headache.“ 671 Personen genotypisiert. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „Genetic associations were found with functional variants in two genes; FHL5 and MERTK.“; „Genetic loci were validated by means of a case-control study using TaqMan genotyping in 671 individuals“.
- ↑ Lloyd J, Wellfelt K, Jennysdotter Olofsgård F u. a. (2026). "Increased markers of heavy metal exposure and DNA methylation in cluster headache". Cephalalgia 46 (8): 03331024261480707. doi:. PMID 42640585. Blutproben von 16 Betroffenen und 16 Kontrollen, Nervenwasser von je 13. Im Wortlaut: „Indirect evidence indicates heavy metal exposure in relation to cluster headache as well as a tendency for alterations in global DNA methylation.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: RNA aus Blut „from 16 cluster headache participants and 16 control participants“; Methylierung bei „20 smoking individuals with cluster headache, 33 non-smoking individuals with cluster headache and 26 control participants“.
- ↑ May A, Bahra A, Büchel C, Frackowiak RS, Goadsby PJ (1998). "Hypothalamic activation in cluster headache attacks". Lancet 352 (9124): 275–278. doi:. PMID 9690407. Im Wortlaut: „We used positron emission tomography (PET) to assess the changes in rCBF, as an index of synaptic activity, during nitroglycerin-induced cluster headache attacks in nine patients who had chronic cluster headache. Eight patients who had cluster headache but were not in the bout acted as a control group.“; „In the acute pain state, activation was seen in the ipsilateral inferior hypothalamic grey matter, the contralateral ventroposterior thalamus, the anterior cingulate cortex, and bilaterally in the insulae. Activation in the hypothalamus was seen solely in the pain state and was not seen in patients who have cluster headache but were out of the bout.“; „Our findings establish central nervous system dysfunction in the region of the hypothalamus as the primum movens in the pathophysiology of cluster headache. We suggest that a radical reappraisal of this type of headache is needed and that it should in general terms, be regarded as a neurovascular headache“. Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Wang X, Zhang L, Xiong Y u. a. (2025). "Limbic system abnormalities in episodic cluster headache: a 7T MRI multimodal study". J Headache Pain 26 (1): 69. doi:. PMID 40197086. Im Wortlaut: „69 in-bout but outside the attacks eCH patients and 63 healthy controls“; „in-bout but outside the attacks eCH patients present anatomical and functional maladaptation of the limbic system“; Hypothalamus und Thalamus „may be particularly susceptible“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Zhang L, Wang X, Xiong Y u. a. (2026). "Abnormal imaging features of episodic cluster headache and episodic migraine: a multimodal 7T MRI study". J Headache Pain 27 (1): 97. doi:. PMID 41776409. Im Wortlaut: „87 CH patients, 166 migraineurs … and 115 healthy controls“; „The increased functional connectivity among limbic brain regions and reduced cortical thickness in associated areas may differentiate CH from migraine“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Jain A, Rørnes AX, Farestveit A u. a. (2026). "Altered hypothalamic metabolism in chronic cluster headache patients measured with 1H-MRS at ultra-high magnetic field". J Headache Pain 27 (1): 172. doi:. PMID 42401821. Im Wortlaut: „1 H-MRS at 7 T was performed in 10 cCH patients and 11 HVs“; „significantly reduced glutamate (Glu)/tCr (∼17%; p < 0.001)“; „After adjusting for covariates, a significant group effect was still observed for Glu/tCr (p = 0.0045), whereas no group difference was found for NAA/tCr (p = 0.079).“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „reduced glutamate (Glu)/tCr (∼17%; p < 0.001)“, tCr steht für „total creatine“.
- ↑ Wei DY, Zelaya FO, O'Daly O, Goadsby PJ (2026). "Salience–limbic–cerebellar network reconfiguration during nitroglycerin-triggered cluster headache attacks". J Headache Pain. doi:. Veröffentlicht am 14.08.2026. Im Wortlaut: „A total of 16 paired headache (NTG-infusion) and placebo scans were analysed.“; „These findings suggest reconfiguration of salience, limbic, cerebellar and default mode networks during the cluster headache attack state and implicate the cerebellum in trigeminal nociceptive processing.“ Am 23.09.2026 beim Verlag gelesen.
- ↑ Burish M, Kim SA, Ran C, Yoo SH, Lee MJ, Belin AC (2025). "Reviewing the complex relationship between circadian rhythms and cluster headache". Cephalalgia 45 (8): 03331024251365858. doi:. PMID 40808422. Im Wortlaut: „Multiple small genetic studies have shown core circadian gene variants to be cluster headache susceptibility genes, whereas larger genetic studies have not shown core circadian gene variants but have also not documented the presence or absence of circadian rhythmicity.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Fischera M, Marziniak M, Gralow I, Evers S (2008). "The incidence and prevalence of cluster headache: a meta-analysis of population-based studies". Cephalalgia 28 (6): 614–618. doi:. PMID 18422717. Im Wortlaut: „The pooled data showed a lifetime prevalence of 124 per 100,000 [confidence interval (CI) 101, 151] and a 1-year prevalence of 53 per 100,000 (CI 26, 95). The overall sex ratio was 4.3 (male to female), it was higher in chronic cluster headache (15.0) compared with episodic cluster headache (3.8). The ratio of episodic vs. chronic cluster headache was 6.0.“; „about one in 1000 people suffers from cluster headache, the prevalence being independent of the region of the population study“. Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Lee MJ, Kim SK, Chu MK u. a. (2025). "Subtype shift, relapse rate and risk factors of frequent relapse in cluster headache: a multicenter, prospective, longitudinal observation". Cephalalgia 45 (9): 03331024251368259. doi:. PMID 40944404. Im Wortlaut: „In 295 patients (58 with first-ever bouts) enrolled“; „the relapse rate was 0.29 … per person-year“; „When excluding known chronic CHs at baseline, the incidence of chronic CH newly found during a prospective observation was 3.8% in patients with first-onset CH and 1.4% in those with a history of episodic CH.“; „Seasonal rhythmicity (adjusted IRR = 1.66 …) and increasing attack intensity across bouts (adjusted IRR = 1.66 …) were associated with frequent relapse.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Møen EN, Bjørk MH, Gilhus NE u. a. (2026). "The prevalence and incidence of cluster headache: a Norwegian population-based time-trend study". Neurology 106 (11): e214862. doi:. PMID 42096674. Im Wortlaut: „The annual age-standardized prevalence rate increased from 27.0 to 42.5 per 100,000 in the same period.“; „The prevalence rate was higher in women than in men by 2022 (43.4 vs 41.7 per 100,000).“; „possibly reflecting improved diagnostic practices and awareness“; „A limitation was the lack of clinical validation of cluster headache diagnostic codes in primary health care.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Togha M, Kohandel Gargari O, Khorvash F u. a. (2026). "Exploratory Ising model network analysis of cluster headache: mapping conditional associations across symptoms, triggers, and pain localization". J Headache Pain 27: 196. doi:. PMID 42547858. Veröffentlicht am 29.07.2026. Im Wortlaut: „Data from 321 patients were analyzed.“; „The trigger network was unstable (edge CS = 0.05; strength CS = 0.00), and trigger edge and centrality rankings were therefore not interpreted.“ Am 23.09.2026 beim Verlag gelesen. Daten aus dem „Iranian National Cluster Headache Registry“ (PMID 42547858, J Headache Pain 2026;27:196; am 23.09.2026 über Europe PMC ergänzt).
- ↑ ClinicalTrials.gov, Abfrage über die Programmierschnittstelle am 23.09.2026: Erkrankung „cluster headache“, Status „Recruiting“, „Not yet recruiting“, „Active, not recruiting“ oder „Enrolling by invitation“; 24 Treffer, davon hier die Studien aufgeführt, die den Cluster-Kopfschmerz ausdrücklich einschließen. Angaben (Status, Land, geplante Teilnehmerzahl und Termine) so, wie sie im Register stehen. Das europäische Register (CTIS) wurde nicht durchsucht.
- ↑ van Liefland M, van Tilborg PJ, Szmukala M u. a. (2026). "Efficacy, safety, and tolerability of low sodium oxybate for nocturnal cluster headache attacks in chronic cluster headache: protocol for a phase II randomized, double-blind, placebo-controlled, trial (SUNCET)". Pain Manag 16 (7): 703–711. doi:. PMID 42003380. Im Wortlaut: „This study aims to evaluate the efficacy, tolerability, and safety of low sodium oxybate (LXB), a sleep-deepening drug, for nocturnal attacks in chronic cluster headache.“; „In this randomized, double-blind, placebo-controlled, bi-center trial, we will include 52 participants (18-75 years) with chronic cluster headache and ≥4 nocturnal attacks per week.“ Am 24.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Betäubungsmittelgesetz, Anlage I (zu § 1 Abs. 1): nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel, Eintrag „Lysergid“ (andere Bezeichnung „N,N-Diethyl-D-lysergamid (LSD, LSD-25)“). Am 23.09.2026 auf gesetze-im-internet.de geprüft.