Cluster-Kopfschmerz Medikationen
Diese Seite sammelt die Mittel, die beim Cluster-Kopfschmerz eingesetzt oder ausprobiert werden – von gut belegten bis zu Einzelberichten. Oben steht, was die europäische Leitlinie von 2023 empfiehlt, darunter Einzelheiten zu einzelnen Mitteln. Ausführlich: Cluster-Kopfschmerz Behandlung (die ganze Behandlung), Cluster-Kopfschmerz Prophylaxe (Vorbeugung), Wirkweise, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der Cluster-Mittel (was jedes Mittel im Körper tut und womit es sich nicht verträgt) und Studien zum Cluster-Kopfschmerz (wie gut jede Behandlung in Studien belegt ist).
Auf einen Blick: Was die europäische Leitlinie von 2023 empfiehlt
Die aktuellste Leitlinie ist die der European Academy of Neurology von 2023; die deutsche Leitlinie von 2015 ist abgelaufen und wird überarbeitet.[1] Die Leitlinie stuft jede Behandlung einzeln ein. „Konsens“ heißt: Die Fachleute haben sich auf die Empfehlung geeinigt, weil es keine ausreichenden Studien gibt.[2]
| Mittel | Wie die Leitlinie es einstuft |
|---|---|
| Gegen die Attacke | |
| Sauerstoff (100 %), mindestens 12 Liter pro Minute, in manchen Fällen bis 15, über eine Maske ohne Rückatmung (Non-Rebreather-Maske); 15 Minuten laut Zusammenfassung, 20 Minuten laut ausführlichem Text | an erster Stelle; starke Empfehlung |
| Sumatriptan 6 mg als Spritze unter die Haut | an erster Stelle; starke Empfehlung |
| Zolmitriptan 5 mg oder Sumatriptan 20 mg als Nasenspray | Alternative; wirkt langsamer als die Spritze |
| Nicht-invasive Vagusnervstimulation (Handgerät am Hals) | empfohlen beim episodischen, nicht beim chronischen Verlauf |
| Lidocain in die Nase; Dihydroergotamin als Nasenspray (in Deutschland nicht zugelassen) | schwache Empfehlung (Konsens) |
| Zur Überbrückung, bis die Vorbeugung wirkt | |
| Kortison, zum Beispiel Prednisolon 60–100 mg täglich über fünf Tage, dann alle vier Tage 10 mg weniger | schwache Empfehlung; lange Behandlungen vermeiden |
| Spritze an den großen Hinterhauptnerv (Okzipitalnervenblockade) | empfohlen; wiederholbar, wenn sie gewirkt hat |
| Ergotamin (2 mg als Tablette oder Zäpfchen, wo erhältlich) oder Frovatriptan; auch Naratriptan | Ergotamin und Frovatriptan: Konsens; Naratriptan: „kann erwogen werden“ |
| Zur Vorbeugung | |
| Verapamil, mindestens 240 mg täglich, bei Bedarf bis 720 mg und mehr; EKG vor Beginn und bei jeder Steigerung, später regelmäßig | Mittel der Wahl beim episodischen und chronischen Verlauf (Konsens) |
| Lithium, Dosis nach dem Blutspiegel | zweite Wahl, wenn Verapamil nicht wirkt oder nicht gegeben werden darf (Konsens) |
| Topiramat, Beginn mit 25 mg, mindestens 100 mg täglich | „vielversprechend“, aber nur offene Studien (Konsens) |
| Melatonin 10 mg; Valproinsäure | dritte Wahl, wenn anderes nicht geholfen hat (Konsens) |
| Galcanezumab (Antikörper gegen CGRP), 300 mg monatlich unter die Haut | für sonst nicht behandelbare Betroffene; belegt nur beim episodischen Verlauf; schwache Empfehlung; in der EU dafür nicht zugelassen |
| Baclofen, Clonidin als Pflaster | kein Beleg für eine vorbeugende Wirkung |
Belege zur Tabelle:[2] Wie gut die einzelnen Behandlungen in Studien belegt sind: Wie gut ist welche Behandlung belegt? Die Dosierungen sind Angaben der Leitlinie und keine ärztliche Anweisung.
Einzelheiten zu einzelnen Mitteln
- Lidocain in die Nase hat wenig Nebenwirkungen. Die europäische Leitlinie gibt dafür nur eine schwache Empfehlung, gestützt auf die Einigung der Fachleute (Konsens).[2] Die DMKG nennt es vor allem für Betroffene, bei denen Sauerstoff nicht hilft und die keine Triptane nehmen dürfen.[3] In einer kleinen Untersuchung (30 Männer, alle bekamen eine vierprozentige Lösung) berichteten etwa 8 eine mittelgradige und etwa 8 eine leichte Besserung, etwa 14 keine.[4]
- Sumatriptan als Nasenspray ist nur für die Migräne zugelassen,[5] die europäische Leitlinie nennt es beim Cluster-Kopfschmerz aber als Alternative zur Spritze.[2]
- Verapamil (ein Kalziumantagonist): Ein EKG ist vor Beginn Pflicht und bei steigender Dosis nötig; ernste EKG-Veränderungen können auch bei gleichbleibender Dosis auftreten, deshalb sind auch in der Dauerbehandlung regelmäßige EKG-Kontrollen nötig.[2]
- Kortison (Prednisolon, Prednison) dient nur der Überbrückung, bis die eigentliche Vorbeugung wirkt; lange Behandlungen sollen vermieden werden.[2] Seit 2021 gibt es dazu eine placebokontrollierte Studie: 100 mg Prednison über fünf Tage, danach alle drei Tage 20 mg weniger, zusätzlich zum Beginn mit Verapamil. In der ersten Woche hatte die Prednison-Gruppe im Mittel 7,1 Attacken, die Placebo-Gruppe 9,5. Die Studie wurde vorzeitig beendet, weil zu langsam Teilnehmende hinzukamen und die Förderung auslief.[6] Die europäische Leitlinie nennt ein etwas anderes Schema (siehe Tabelle oben).
- Valproinsäure nennt die europäische Leitlinie als Mittel der dritten Wahl (Konsens); es gibt nur eine Studie, die auf eine vorbeugende Wirkung hinweist.[2]
- Dihydroergotamin (DHE): In Deutschland nicht verfügbar. Das Ruhen der Zulassungen wurde zum 1. Februar 2014 angeordnet; seit Februar 2022 sind nach Angabe des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte keine dihydroergotaminhaltigen Arzneimittel mehr zugelassen.[7]
- Ergotamin ist noch als Tablette im Handel, aber nur für die Migräne zugelassen; beim Cluster-Kopfschmerz ist das ein Gebrauch außerhalb der Zulassung.[8] Die europäische Leitlinie nennt Ergotamin 2 mg als Tablette oder Zäpfchen, „if available“; Zäpfchen können eine Attacke nicht beenden, taugen aber zur kurzfristigen Vorbeugung.[2]
- Triptane mit langer Halbwertszeit wie Naratriptan und Frovatriptan können – wie Ergotamin – abends zur kurzfristigen Vorbeugung eingesetzt werden, bis eine andere Vorbeugung greift, vor allem bei nächtlichen Attacken; die europäische Leitlinie hält Frovatriptan dann für die möglicherweise bessere Wahl.[2]
- Capsaicin als Salbe in das Nasenloch auf der Schmerzseite führte die deutsche Leitlinie von 2015 unter den weiteren Möglichkeiten; zur Studienlage siehe Capsaicin.
- Warfarin und Candesartan: Für Warfarin ist eine positive randomisierte kontrollierte Pilotstudie veröffentlicht; für Candesartan fand eine einzelne kontrollierte Studie beim episodischen Verlauf im vorab festgelegten Test keinen statistisch gesicherten Unterschied zum Scheinmedikament. Die Autoren nennen die Studie selbst negativ und halten wegen einer nachträglichen Auswertung größere Studien für möglicherweise gerechtfertigt.[9] Die europäische Leitlinie erwähnt beide nicht. Mehr auf der Seite Warfarin.
Die deutschsprachige Leitlinie „Clusterkopfschmerz und trigeminoautonome Kopfschmerzen“ (herausgegeben von der Kommission Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie, der Schweizerischen Neurologischen Gesellschaft und dem Berufsverband deutscher Neurologen; Stand 14.05.2015, gültig bis 13.05.2020) ist bei der DGN weiter abrufbar.[10] Eine Überarbeitung ist angemeldet und für Ende 2026 geplant.[1]
Sonstige Medikamente: kleine Studien und Einzelberichte
Die hier genannten Mittel sind beim Cluster-Kopfschmerz nur in kleinen Studien oder in Einzelberichten untersucht. Einzelberichte zeigen, dass etwas bei einzelnen Menschen geholfen hat, aber nicht, ob es allgemein wirkt. Zu Wirkweise und Wechselwirkungen vieler dieser Mittel: Wirkweise, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der Cluster-Mittel.
Kontrollierte Studien
Einzelfallberichte und Fallserien
- 2-Bromo-LSD (BOL)
- 4-Hydroxybutansäure
- Baclofen
- Botulinumtoxin
- Cannabis – siehe den Abschnitt Cannabis
- Clomifen
- Clonazepam
- Clonidin
- Gabapentin
- Ketamin
- Ketotifen
- Levetiracetam (Forum)
- Lisurid
- Memantin
- Methylergometrin
- Methylphenidat
- Methysergid – laut der deutschen Leitlinie von 2015 in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht mehr zugelassen, nur als Import erhältlich.[11]
- Minocyclin
- Mirtazapin
- Olanzapin
- Orexin
- Pizotifen – wie Methysergid laut der Leitlinie von 2015 in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht mehr zugelassen, nur als Import erhältlich.[11]
- Propofol & Alfentanil
- Rotigotin
- Testosteron – siehe den Abschnitt Testosteron
- Tizanidin
- Zonisamid (Forum)
Testosteron
Die Hormonlage beim Cluster-Kopfschmerz ist gut untersucht, die Behandlung mit Testosteron dagegen nicht. Zum Hintergrund – warum überhaupt an männliche Geschlechtshormone gedacht wird, wie häufig ein Mangel vorkommt und welche Beschwerden dazugehören – siehe Männliche Geschlechtshormone.
Zur Behandlung gibt es nur kleine, unkontrollierte Fallserien. Die ausführlichste stammt von 2006: neun Betroffene (sieben Männer, zwei Frauen, 32 bis 56 Jahre alt) mit behandlungsresistentem Cluster-Kopfschmerz und niedrigen oder grenzwertig niedrigen Testosteronwerten. Alle hatten zuvor ohne Erfolg unter anderem Melatonin in Dosen von 12 mg und mehr, Sauerstoff mit hohem Fluss, Verapamil in der höchsten verträglichen Dosis, Antiepileptika und Triptane als Spritze erhalten. Sieben der neun hatten einen chronischen Verlauf.
Fünf der sieben Männer bekamen reines Testosteron, die beiden Frauen eine Kombination aus Testosteron und Östrogen; danach waren die Behandelten in den ersten 24 Stunden attackenfrei. Vier Männer mit chronischem Verlauf und deutlich zu niedrigem Testosteronwert erreichten eine Remission. Der Autor formuliert vorsichtig, ein auffälliger Testosteronwert könne bei sonst nicht beherrschbarem Verlauf ein Ansprechen vorhersagen, und fordert planmäßige Untersuchungen.[12] Ältere Berichte gibt es aus den Jahren 1985 und 1993.[13][14]
Das ist eine Fallserie von neun Menschen ohne Vergleichsgruppe, und die Betroffenen waren nach dem Testosteronwert ausgewählt. Eine Empfehlung lässt sich daraus nicht ableiten; die europäische Leitlinie von 2023 erwähnt Testosteron nicht.[2]
Cannabis
Zum Cluster-Kopfschmerz und Cannabis gibt es in der medizinischen Literatur zwei Veröffentlichungen, die beides im Titel tragen – und eine davon ist ein Kongressbeitrag ohne vollständige Arbeit.[15] Kontrollierte Studien gibt es nicht; die europäische Leitlinie erwähnt Cannabis nicht.[2] (Titelsuche in Europe PMC, zuletzt am 23.09.2026.)
Die eine belastbare Untersuchung ist eine Befragung an zwei französischen Kopfschmerzzentren mit 139 Betroffenen. 63 von ihnen (45,3 %) hatten schon einmal Cannabis konsumiert – häufiger die jüngeren, Männer und Rauchende.
27 Betroffene (19,4 % aller Befragten) hatten Cannabis gegen die Attacken eingesetzt. Von diesen 27 berichteten 7 eine gewisse Wirkung (25,9 %), 14 wechselnde oder unklare Effekte (51,8 %) und 6 eine Verschlechterung (22,3 %).[16] In Alltagssprache: Fast jeder Zweite hatte Erfahrung mit Cannabis, aber nur jeder Fünfte hatte es überhaupt gegen eine Attacke versucht – und unter denen war die Zahl derer, bei denen es schlechter wurde, fast so groß wie die Zahl derer, denen es half. Die Autoren schließen daraus, Cannabis solle beim Cluster-Kopfschmerz nicht empfohlen werden, solange kontrollierte Studien mit synthetischen, selektiv wirkenden Cannabinoiden keinen überzeugenderen Nutzen zeigen.[16]
Ob die gesetzliche Krankenversicherung Medizinalcannabis bezahlt, ist eine eigene Frage mit eigener Rechtsgrundlage; sie ist unten im Abschnitt Kostenübernahme in Deutschland dargestellt.
Mittel aus der Migränebehandlung
Eine häufige Frage lautet: Hilft ein Mittel, das bei Migräne wirkt, auch beim Cluster-Kopfschmerz? Die Antwort fällt von Wirkstoff zu Wirkstoff verschieden aus, und für die meisten gibt es nur Einzelfallberichte. Migräne und Cluster-Kopfschmerz sind verschiedene Erkrankungen (siehe Differentialdiagnose); eine Wirkung bei der einen sagt über die andere nichts. Keines der folgenden Mittel wird in der europäischen Leitlinie von 2023 erwähnt.[2]
Gepante. Das sind Tabletten, die den Andockplatz des Botenstoffs CGRP blockieren – also dieselbe Signalkette wie die CGRP-Antikörper, nur als kleines Molekül zum Einnehmen statt als Spritze. In der Europäischen Union sind sie zur Behandlung der Migräne zugelassen, nicht für den Cluster-Kopfschmerz.
Zum Atogepant gibt es seit Oktober 2025 eine Fallserie aus Lissabon: vier Betroffene (zwei mit episodischem, zwei mit chronischem Verlauf), bei denen die bisherige Vorbeugung nicht gewirkt hatte und die auf 60 mg täglich ansprachen. Bemerkenswert daran: Die beiden chronischen Fälle hatten auf Galcanezumab unter die Haut nicht angesprochen – auf die Tablette schon. In einem Fall kehrten die Attacken zurück, als die Dosis auf 30 mg gesenkt wurde, und blieben unter 60 mg wieder aus.
Schwerwiegende Nebenwirkungen wurden nicht berichtet. Die Autoren selbst betonen die Grenzen: vier Fälle, offene rückblickende Auswertung, kontrollierte Studien nötig.[17] Das ist ein Hinweis, kein Nachweis. Wer die Kombination mit anderen Medikamenten erwägt, sollte wissen, dass die Fachinformation von Atogepant bei gleichzeitiger Einnahme starker CYP3A4- oder starker OATP-Hemmer eine verringerte Dosis von 10 mg vorsieht.[18]
Gepante und Verapamil. Für Betroffene, die vorbeugend Verapamil nehmen, ist neben der Beleglage ein zweiter Punkt wichtig. Gepante werden nicht nur über das Leberenzym CYP3A4 abgebaut, sie sind auch Substrate von P-Glykoprotein – einer Pumpe in Darm- und Zellwänden, die Fremdstoffe wieder nach außen befördert. Verapamil hemmt diese Pumpe. Wird sie gehemmt, staut sich der Wirkstoff, und der Blutspiegel steigt.
Beim Rimegepant steht das ausdrücklich in der Fachinformation: „Inhibitoren der Effluxtransporter P-gp und BCRP können die Plasmakonzentrationen von Rimegepant erhöhen.“ Und bei gleichzeitiger Anwendung starker P-gp-Hemmer – genannt werden „z. B. Ciclosporin, Verapamil, Chinidin“ – „ist die Einnahme einer weiteren Dosis Rimegepant innerhalb von 48 Stunden zu vermeiden“.[19] In Alltagssprache: Wer Verapamil nimmt, darf Rimegepant nicht zweimal innerhalb von zwei Tagen einnehmen.
Da für die Akutbehandlung ohnehin höchstens eine Dosis pro Tag vorgesehen ist, wird daraus höchstens eine Dosis in zwei Tagen. Dieselbe 48-Stunden-Regel gilt bei mittelstarken CYP3A4-Hemmern; von starken CYP3A4-Hemmern (die Fachinformation nennt als Beispiele Clarithromycin, Itraconazol und Ritonavir) wird die gleichzeitige Anwendung gar nicht empfohlen.[19]
Beim Atogepant ist Verapamil in der Fachinformation nicht namentlich genannt; dort hängt die Verringerung auf 10 mg an starken CYP3A4- und starken OATP-Hemmern.[18] Das heißt nicht, dass die Kombination unbedenklich ist – es heißt, dass die Fachinformation dazu nichts sagt. Beides gehört vor einer Verordnung besprochen, denn Verapamil ist beim Cluster-Kopfschmerz das Mittel der Wahl in der Vorbeugung, und die Kombination trifft damit gerade jene, für die ein Gepant überhaupt erwogen würde.
Lasmiditan. Ein Wirkstoff, der an einem bestimmten Serotonin-Andockplatz (5-HT1F) ansetzt und im Gegensatz zu den Triptanen die Blutgefäße nicht verengt. Eine klinische Studie beim Cluster-Kopfschmerz gibt es nicht. Es gibt eine tierexperimentelle Arbeit, die zeigt, dass Lasmiditan die Schmerzverarbeitung im Trigeminussystem dämpft; die Autoren nennen dort ausdrücklich Folgerungen für Migräne und Cluster-Kopfschmerz.[20] Das ist eine Begründung für künftige Studien, kein Beleg für eine Wirkung bei Menschen mit Cluster-Kopfschmerz.
Betablocker (Propranolol, Metoprolol). Es gibt zwei Einzelfallberichte, einen von 1972 und einen von 2024.[21][22] Wichtiger als die dünne Beleglage ist die Wechselwirkung mit Verapamil, dem Mittel der Wahl in der Vorbeugung: In die Vene dürfen Betablocker während einer Behandlung mit Verapamil nicht gegeben werden (außer in der Intensivmedizin). Als Tablette sind sie nicht verboten, aber beide Mittel verstärken sich gegenseitig am Herzen und am Kreislauf – mit dem Risiko eines stärker verlangsamten Herzschlags, einer Störung der Erregungsleitung im Herzen (AV-Block), einer Herzschwäche und eines stärkeren Blutdruckabfalls.[23] Die Kombination gehört deshalb nur in ärztliche Hand und unter Kontrolle.
Flunarizin. Ein Einzelfallbericht von 1989 über einen jungen Mann mit Cluster-Kopfschmerz und dazwischen auftretenden epileptischen Anfällen.[24] Seither ist dazu nichts erschienen.
Amitriptylin. In einer Titelsuche (Europe PMC, zuletzt am 23.09.2026) fand sich keine Arbeit, die Amitriptylin und Cluster-Kopfschmerz gemeinsam im Titel führt. Der Wirkstoff gehört in die Behandlung von Migräne und Spannungskopfschmerz.
Nahrungsergänzungsmittel
- Ernährungsumstellung auf eine Purin und/oder Histamin reduzierte Diät.
- Kudzu
- Trinken von viel Wasser (Forum)
- Vitamin B Präparate (Forum)
- Vitamin D & Omega 3 Fischöl
Die europäische Leitlinie empfiehlt keine Diät; für die ketogene Diät vermisst sie ausdrücklich gültige doppelblinde Studien.[2]
Kostenübernahme in Deutschland
Die meisten der auf dieser Seite genannten Mittel sind für den Cluster-Kopfschmerz nicht zugelassen; sie werden außerhalb der Zulassung eingesetzt (Off-Label-Gebrauch). Verordnen darf eine Ärztin oder ein Arzt das durchaus – die Zulassungspflicht des Arzneimittelgesetzes richtet sich an denjenigen, der ein Arzneimittel in den Verkehr bringt, nicht an die verordnende Ärztin (§ 21 Absatz 1, § 4 Absatz 17 AMG).[25][26] Ein Anspruch auf Kostenübernahme folgt daraus aber nicht: Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung müssen dem „allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse“ entsprechen (§ 2 Absatz 1 Satz 3 SGB V) und „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ sein (§ 12 Absatz 1 SGB V).[27][28]
Für den Cluster-Kopfschmerz gibt es zwei ausdrücklich geregelte Wege:
- Verapamil ist der einzige Wirkstoff, für den der Gemeinsame Bundesausschuss die Verordnungsfähigkeit außerhalb der Zulassung geregelt hat – in der Anlage VI der Arzneimittel-Richtlinie, Teil A Nummer IX, seit dem 25. Oktober 2012.[29] Verordnungsfähig sind dabei nur die Präparate bestimmter Firmen; die beiden Firmenlisten stehen im Wortlaut auf der Seite Verapamil.[30]
- Medizinalcannabis geht einen eigenen Weg über § 31 Absatz 6 SGB V – nach dem heutigen Wortlaut für Cannabis in Form von Extrakten in standardisierter Qualität und für Arzneimittel mit Dronabinol oder Nabilon. Zuerst ist ein sechsmonatiger Therapieversuch mit einem zugelassenen cannabishaltigen Fertigarzneimittel vorgeschrieben. Vor der ersten Verordnung muss die Krankenkasse zustimmen, es sei denn, eine vom Gemeinsamen Bundesausschuss bestimmte Fachärztin oder ein solcher Facharzt verordnet.[31]
Lehnt die Krankenkasse ab, laufen Fristen: Über einen Antrag ist in der Regel binnen drei Wochen zu entscheiden, bei einer gutachtlichen Stellungnahme binnen fünf Wochen (§ 13 Absatz 3a SGB V);[32] für Medizinalcannabis gelten eigene, kürzere Fristen.[31] Für Widerspruch und Klage haben Versicherte jeweils einen Monat (§ 84, § 87 Sozialgerichtsgesetz), ein Eilantrag ist auch vorher möglich (§ 86b SGG), und das Gerichtsverfahren selbst ist kostenfrei (§ 183 Satz 1 SGG).[33][34][35][36]
Dieser Abschnitt gibt Rechtsgrundlagen wieder und ist keine Rechtsberatung. Für den Einzelfall, für einen Antrag und besonders für einen Widerspruch helfen die Sozialverbände weiter — etwa der Sozialverband VdK Deutschland oder der Sozialverband Deutschland (SoVD); sie beraten und vertreten ihre Mitglieder im Sozialrecht, auch vor dem Sozialgericht.
Ausführlich – mit den Wortlauten der Vorschriften, allen Bedingungen des Verapamil-Eintrags, den Voraussetzungen des § 31 Absatz 6 SGB V im Einzelnen und den Fristen und Rechtswegen: Off-Label-Use beim Clusterkopfschmerz.
Sonstige Medikamente (nicht wirksam gegen Cluster-Kopfschmerz)
- NSAR
- Diclofenac
- Ibuprofen
- Indometacin (?)
- Piroxicam
- Naproxen
- Aspirin/ASS
- Paracetamol
- Metamizol
- Opiate
- Morphin
Die britische Leitlinie (NICE) rät ausdrücklich davon ab, Paracetamol, entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR), Opioide, Ergotamin oder Triptane als Tablette gegen die Attacke zu geben.[37] Auch die DMKG schreibt, dass Cluster-Kopfschmerzen auf rezeptfreie Kopfschmerzmittel nicht ansprechen.[3] Zum Fragezeichen bei Indometacin siehe Indometacin; dort steht auch, wie es als Test bei der paroxysmalen Hemikranie eingesetzt wird.
Siehe auch
- Cluster-Kopfschmerz Behandlung
- Cluster-Kopfschmerz Prophylaxe — die Vorbeugung im Überblick
- Wirkweise, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der Cluster-Mittel — Wirkweise, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der Mittel, nach den aktuellen Fachinformationen
- Studien zum Cluster-Kopfschmerz — die Studien zu den Behandlungen, einfach erklärt
- Cluster-Kopfschmerz und Sozialrecht — Übersicht über Kostenübernahme, Anerkennung, Arbeit und Einkommen
- Arbeitsunfähigkeit, Krankengeld und Erwerbsminderung
- Forschung im CK-Wissen Forum
- Patientenerfahrungen mit Triptanen zur vorbeugenden Cluster-Kopfschmerz Behandlung
- Cluster-Kopfschmerz: Patientenberichte
- US Leitlinie zur Behandlung von Cluster-Kopfschmerz 2004
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 AWMF-Leitlinienregister, Registernummer 030-036: S1-Leitlinie Clusterkopfschmerz und trigeminoautonome Kopfschmerzen, am 23.09.2026 abgerufen: Status „Angemeldet“, Art der Anmeldung „Überarbeitung“, Anmeldedatum 24.07.2025, geplante Fertigstellung 31.12.2026; Koordination PD Dr. Tim Jürgens (Güstrow) und Prof. Gudrun Goßrau (Dresden).
- ↑ 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 May A, Evers S, Goadsby PJ, Leone M, Manzoni GC, Pascual J, et al. (2023). "European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache". Eur J Neurol 30 (10): 2955-2979. doi:. PMID 37515405. Am 23.09.2026 im Volltext gelesen (PDF-Fassung). Im Wortlaut – S. 2955: „For the acute treatment of cluster headache attacks, there is a strong recommendation for oxygen (100%) with a flow of at least 12 L/min over 15 min and 6 mg subcutaneous sumatriptan.“ S. 2958: „During the symptomatic period, short and clustered attacks are typical (1–8 per day) and can be triggered by alcohol, nitroglycerin, or histamine. During the symptom-free period, the patient has no cluster-type headaches and otherwise triggering substances show no effect.“ S. 2961: „The recommended dosage is inhalation of at least 12 L/min of 100% oxygen [54, 55] (in some cases up to 15 L/min) for a duration of 20 min using a nonrebreather mask; nasal cannulae are not sufficient.“; „When low-flow oxygen is sufficient, no change is necessary, but if it is not efficient, increased flow rates should be tried before declaring patients to be oxygen nonresponders“. S. 2968: „Serious ECG changes can also develop during a stable dosage, so regular follow-ups with ECG are required“; „verapamil must not be ended abruptly, but should be gradually reduced over 2–4 weeks“; „Corticosteroids are only used as a transitional therapy or an additive, for example, while waiting for the effect of verapamil or other preventives to take effect“. S. 2969: zu Lithium „Regular control of renal and thyroid function and of electrolytes is required.“; „valid double-blind studies are missing. The same holds true for ketogenic diet“; „Galcanezumab is now licensed for the treatment of episodic cluster headache by the US Food and Drug Administration, whereas the European Medicines Agency has not approved this indication.“ S. 2971: „The first option for the treatment of acute attacks of cluster headache should be subcutaneous injection of sumatriptan 6 mg or the inhalation of 100% oxygen with at least 12 L/min over 15 min.“; „An alternative would be zolmitriptan (5 mg) or sumatriptan (20 mg) nasal spray, with the disadvantage of a slower onset than with injected sumatriptan.“; „nVNS is recommended for the treatment of acute attacks in episodic but not chronic cluster headache.“; „Weak recommendations based on consensus further include DHE nasal spray and lidocaine“; „Initial preventive treatment of cluster headache is usually verapamil at a daily dose of at least 240 mg.“; „Lithium is a drug of second choice if verapamil is inefficacious or contraindicated. Lithium dosing is monitored according to blood levels of lithium“; „Topiramate at least 100 mg per day with a starting dose of 25 mg is promising, but only open trials with topiramate as monotherapy exist at this point.“; „Based on consensus, ergotamine tartrate or frovatriptan are also recommended for short-term prevention.“; „short-term treatment with prednisolone, frovatriptan, or naratriptan may be considered“; „Pharmacological nerve block of the GON is recommended and can be repeated if efficacious.“; „Galcanezumab 300 mg sc every month is recommended in otherwise intractable patients based on one RCT despite missing labeling by the European authorities.“ Tabelle 17 (S. 2973): Verapamil „Preventive method of choice in episodic and chronic cluster“, „Efficacy reached depending on dosage after 2–3 weeks or prior experience“, „Can be increased to 720 mg/day or higher“; Kortison „Low level of evidence“, „Weak“, „Prednisolone initially 250 or 500 mg iv in the morning or 60–100 mg po for 5 days, followed by reductions of 10 mg every 4 days“; Galcanezumab „Low level of evidence“, „Weak“, „One positive RCT for episodic but not chronic cluster headache“, „300 mg sc monthly“; Melatonin „Consensus statement“, „Can be used if other medication has failed (method of third choice)“, „Can be tried in patients with sleep problems“, „10 mg orally“; Topiramat „Consensus statement“. „Consensus statement“ steht laut Fußnote der Tabelle für „In the absence of evidence/studies“. Weitere Stellen – S. 2963: „Ergotamine tartrate suppositories are not able to abort attacks because of the slow onset of action but may be used as short-term prophylaxis“; S. 2965: „Electrocardiogram (ECG) is mandatory prior to the treatment.“; S. 2968: „A further option is ergotamine tartrate (2 mg oral or suppository), if available. Triptans (such as frovatriptan) are possibly a better option, with a long half-life, if attacks occur primarily at night“; S. 2969 f.: „There is no evidence that baclofen 15–30 mg [154] or transdermal clonidine [155] have any preventive effect in cluster headache.“; S. 2971: „The maximum dose depends on efficacy or tolerability, and ECG monitoring is obligatory with increasing doses.“; Tabelle 17: Kortison „Avoid prolonged treatment regimes“; Valproinsäure „Consensus statement“, „Only one trial indicating preventative efficacy“, „Can be used if other medication has failed (method of third choice)“. Nicht erwähnt werden in der Leitlinie (Volltextsuche am 23.09.2026): Testosteron, Cannabis, Gepante (Atogepant, Rimegepant), Lasmiditan, Propranolol, Metoprolol, Betablocker, Flunarizin, Amitriptylin, Warfarin, Candesartan. Eine Diät empfiehlt die Leitlinie nicht (Volltextsuche nach „diet“, „nutrition“, „food“: nur die zitierte Stelle zur ketogenen Diät).
- ↑ 3,0 3,1 DMKG-Patienteninformation „Clusterkopfschmerzen“ (PDF-Datei), am 23.09.2026 im Wortlaut gelesen: „Auf rezeptfreie oder vorbeugende Kopfschmerzmedikamente, die bei der Migräne eingesetzt werden, sprechen Clusterkopfschmerzen nicht an.“; „Die Behandlung wirkt innerhalb von 15 Minuten, wenn sie sofort zu Beginn der Attacke angewandt wird.“ (Sauerstoff); zu Lidocain: „Es wird vor allem eingesetzt, wenn die Behandlung mit Sauerstoff nicht hilft und Kontraindikationen für Triptane vorliegen.“; „Wenden Sie sich in jedem Fall an eine auf Kopfschmerzen spezialisierte Praxis oder Klinik.“
- ↑ Robbins L (1995). "Intranasal lidocaine for cluster headache". Headache 35 (2): 83-84. doi:. PMID 7737866. Im Wortlaut: „Thirty male patients with cluster headache were given 4% lidocaine solution to use intranasally as an abortive therapy.“; „Twenty-seven percent of the men reported moderate relief, 27% obtained mild relief, and 46% stated that they had no relief from the lidocaine“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Fachinformation Imigran Nasal mite 10 mg/Imigran Nasal 20 mg (Sumatriptan), Stand der Information August 2025, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: „Imigran Nasal ist indiziert zur akuten Behandlung von Migräneanfällen mit oder ohne Aura.“
- ↑ Obermann M, Nägel S, Ose C u. a. (2021). "Safety and efficacy of prednisone versus placebo in short-term prevention of episodic cluster headache: a multicentre, double-blind, randomised controlled trial". Lancet Neurol 20 (1): 29-37. doi:. PMID 33245858. Im Wortlaut: „received 100 mg oral prednisone for 5 days followed by tapering of 20 mg every 3 days, or matching placebo (17 days total exposure). All patients received oral verapamil“; „Participants in the prednisone group had a mean of 7·1 (SD 6·5) attacks within the first week compared with 9·5 (6·0) attacks in the placebo group“; „The study was stopped early due to slow recruitment and expired funding.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ BfArM, Risikoinformationen: „Dihydroergotamin und Dihydroergotoxin: Ungünstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis", Seite am 22.09.2026 gelesen; die Seite führt die Einträge vom 01.04.2014, 03.02.2015, 29.01.2016, 15.01.2018, 13.01.2020 und 22.02.2022 mit den jeweiligen Bescheiden. Dort im Eintrag vom 22.02.2022 im Wortlaut: „In Deutschland sind keine dihydroergotaminhaltigen Arzneimittel mehr zugelassen.“ (so auf der Seite Dihydroergotamin wiedergegeben).
- ↑ Fachinformation Ergo-Kranit® Migräne 2 mg Tabletten (PDF-Datei), Stand Februar 2023, Abschnitt 4.1 im Wortlaut: „Behandlung von Migräne-Anfällen (insbesondere sehr lange Anfälle), wenn andere Therapien nicht wirksam oder nicht indiziert sind.“; gleichlautend die Gebrauchsinformation („zuletzt überarbeitet im Februar 2023"). Beide Dokumente am 22.09.2026 abgerufen und gelesen.
- ↑ Tronvik E, Wienecke T, Monstad I, Dahlöf C, Bøe MG, Tjensvoll AB, Salvesen R, Zwart JA, Jansson SO, Stovner LJ (2013). "Randomised trial on episodic cluster headache with an angiotensin II receptor blocker". Cephalalgia 33 (12): 1026-1034. doi:. PMID 23598371. Im Wortlaut: „The difference between the candesartan and placebo group was not significant with the pre-planned non-parametric ranking test“; „This was a negative trial. Post-hoc statistics suitable to describe the temporal changes in cluster headache indicate that conduction of future larger studies may be justified.“
- ↑ Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Leitlinie „Clusterkopfschmerz und trigeminoautonome Kopfschmerzen“, am 23.09.2026 abgerufen. Im Wortlaut: „Stand: 14.5.2015“, „AWMF-Registernummer: 030/036“, „Entwicklungsstufe: S1“, „Gültig bis: 13.5.2020“.
- ↑ 11,0 11,1 Leitlinie "Clusterkopfschmerz und trigeminoautonome Kopfschmerzen". Herausgegeben von der Kommission Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie, der Schweizerischen Neurologischen Gesellschaft und dem Berufsverband deutscher Neurologen. Stand: 14.05.2015, gültig bis 13.05.2020; eine Neufassung ist angemeldet, geplante Fertigstellung 31.12.2026. - Online bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften Im Wortlaut: „Pizotifen und Methysergid sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht mehr zugelassen und nur noch als Import-Arzneimittel zu beziehen.“ (so auf der Seite Methysergid wiedergegeben, dort am 22.09.2026 geprüft).
- ↑ Stillman MJ (2006). "Testosterone replacement therapy for treatment refractory cluster headache". Headache 46 (6): 925-933. doi:. PMID 16732838. Im Wortlaut: „Seven male and 2 female patients“; „Seven of the 9 patients met 2004 International Classification for the Diagnosis of Headache criteria for chronic cluster headaches“; „After supplementation with either pure testosterone in 5 of 7 male patients or combination testosterone/estrogen therapy in both female patients, the patients achieved cluster headache freedom for the first 24 hours. Four male chronic cluster patients, all with abnormally low testosterone levels, achieved remission.“; „may predict a therapeutic response“; „Prospective studies pairing hormone levels and polysomnographic data are needed.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Klimek A (1985). "Use of testosterone in the treatment of cluster headache". Eur Neurol 24 (1): 53-56. doi:. PMID 3967676. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Nicolodi M, Sicuteri F, Poggioni M (1993). "Hypothalamic modulation of nociception and reproduction in cluster headache. II. Testosterone-induced increase of sexual activity in males with cluster headache". Cephalalgia 13 (4): 258-260. doi:. PMID 8374941. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Mosek A, Dano M, Fainmesser Y, Hybloom Z: EHMTI-0136. Medical cannabis in the treatment of treatment-resistant, chronic cluster headache. A retrospective report. J Headache Pain. 2014; 15(Suppl 1): C46. Abstract in PubMed Central. Titelsuche in Europe PMC am 23.09.2026 (Titel enthält „cluster headache“ und „cannabis“): genau zwei Treffer, diese Arbeit und Leroux 2013.
- ↑ 16,0 16,1 Leroux E, Taifas I, Valade D, Donnet A, Chagnon M, Ducros A (2013). "Use of cannabis among 139 cluster headache sufferers". Cephalalgia 33 (3): 208-213. doi:. PMID 23197349. Im Wortlaut: „Sixty-three of the 139 patients (45.3%) had a history of cannabis use. As compared to nonusers, cannabis users were more likely to be younger (p < 0.001), male (p = 0.002) and tobacco smokers (p < 0.001). Among the 27 patients (19.4% of the total cohort) who had tried cannabis to treat CH attacks, 25.9% reported some efficacy, 51.8% variable or uncertain effects, and 22.3% negative effects.“; „Cannabis should not be recommended for CH unless controlled trials with synthetic selective cannabinoids show a more convincing therapeutic benefit.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Serrão C, Sotero FD, Kauppila LA, Martins IP (2026). "Can atogepant be a preventive treatment for cluster headache? Insights from a case series". Headache 66 (1): 336-340. doi:. PMID 41044859. Online zuerst im Oktober 2025. Frei zugänglich. Im Wortlaut: „we describe four case reports of CH (two episodic CH and two chronic CH), unresponsive to previous prophylactic treatments, who responded to daily atogepant (60 mg). Chronic CH cases were refractory to subcutaneous galcanezumab. In one case, a reduction to atogepant (30 mg daily) resulted in recurrence of headache attacks, which subsided on reintroduction of the initial dose. No serious adverse effects were reported.“; „Despite the limited number of cases and the open retrospective design“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ 18,0 18,1 Produktinformation AQUIPTA (Atogepant) der Europäischen Arzneimittel-Agentur, Abschnitt 4.2 (Dosis bei gleichzeitiger Einnahme starker CYP3A4- oder OATP-Hemmer), abgerufen am 21.09.2026.
- ↑ 19,0 19,1 Produktinformation VYDURA (Rimegepant) der Europäischen Arzneimittel-Agentur, Abschnitt 4.5, abgerufen am 21.09.2026; die zitierten Sätze stammen von dort.
- ↑ Vila-Pueyo M, Page K, Murdock PR u. a. (2022). "The selective 5-HT1F receptor agonist lasmiditan inhibits trigeminal nociceptive processing: implications for migraine and cluster headache". Br J Pharmacol 179 (3): 358-370. doi:. PMID 34600443. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Fogelholm R (1972). "Propranolol and cluster headache". Br Med J 4 (5832): 110. doi:. PMID 5077446. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Algahtani R, Basamih K, Aldawsari A u. a. (2024). "Effective treatment of refractory cluster headache with propranolol". Cureus 16 (9): e70391. doi:. PMID 39469350. Frei zugänglich. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Fachinformation Isoptin® RR 240 mg Retardtabletten (Verapamil), Stand der Information März 2026, am 23.09.2026 gelesen. 4.3 im Wortlaut: „Die gleichzeitige intravenöse Applikation von Betarezeptorenblockern darf bei Patienten während der Behandlung mit Verapamil nicht erfolgen (Ausnahme Intensivmedizin; siehe auch Abschnitt 4.5)“. 4.4/4.5: Betarezeptorenblocker (z. B. Metoprolol, Propranolol) „können bei gleichzeitiger Einnahme von Verapamil gegenseitig die kardiovaskulären Wirkungen (höhergradige AV-Blockierung, höhergradige Senkung der Herzfrequenz, Auftreten einer Herzinsuffizienz, verstärkte Blutdrucksenkung) verstärken“.
- ↑ Astarloa R, Gila L, Gobernado JM (1989). "Cluster headache and intercalated seizures in a young man: therapeutic effectiveness of flunarizine". Headache 29 (6): 377-378. doi:. PMID 2759846. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ § 21 Zulassungspflicht, Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln (Arzneimittelgesetz – AMG), abgerufen am 22.09.2026. Absatz 1 im Wortlaut: „Fertigarzneimittel dürfen im Geltungsbereich dieses Gesetzes nur in den Verkehr gebracht werden, wenn sie durch die zuständige Bundesoberbehörde zugelassen sind …“ (am 23.09.2026 erneut gelesen).
- ↑ § 4 Sonstige Begriffsbestimmungen, AMG, abgerufen am 22.09.2026. Absatz 17 im Wortlaut: „Inverkehrbringen ist das Vorrätighalten zum Verkauf oder zu sonstiger Abgabe, das Feilhalten, das Feilbieten und die Abgabe an andere.“ (am 23.09.2026 erneut gelesen).
- ↑ § 2 Leistungen, Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V), abgerufen am 22.09.2026. Absatz 1 Satz 3 im Wortlaut: „Qualität und Wirksamkeit der Leistungen haben dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse zu entsprechen und den medizinischen Fortschritt zu berücksichtigen.“
- ↑ § 12 Wirtschaftlichkeitsgebot, SGB V, abgerufen am 22.09.2026. Absatz 1 im Wortlaut: „Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten.“
- ↑ Gemeinsamer Bundesausschuss: Beschluss über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie – Anlage VI: Verapamil zur Prophylaxe des Clusterkopfschmerzes, 16.08.2012 (PDF-Datei), Bundesanzeiger AT 24.10.2012 B3, in Kraft seit 25.10.2012; Verfahrensseite des G-BA
- ↑ Gemeinsamer Bundesausschuss: Arzneimittel-Richtlinie, Anlage VI – Verordnungsfähigkeit von zugelassenen Arzneimitteln in nicht zugelassenen Anwendungsgebieten, Teil A Nummer IX (Verapamil zur Prophylaxe des Clusterkopfschmerzes) (PDF-Datei), letzte Änderung 11.06.2026, abgerufen am 22.09.2026; Übersichtsseite des G-BA zur Anlage VI mit der jeweils geltenden Fassung.
- ↑ 31,0 31,1 § 31 Absatz 6 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V), abgerufen am 22.09.2026. Die Einzelheiten zur Leistungsgewährung und die Fachgruppen ohne Genehmigungsvorbehalt regelt der Gemeinsame Bundesausschuss in der Arzneimittel-Richtlinie. Am 23.09.2026 erneut gelesen. Im Wortlaut u. a.: „Versicherte mit einer schwerwiegenden Erkrankung haben Anspruch auf Versorgung mit Cannabis in Form von Extrakten in standardisierter Qualität und auf Versorgung mit Arzneimitteln mit den Wirkstoffen Dronabinol oder Nabilon“; „Die vertragsärztliche Versorgung hat zunächst mit einem zugelassenen cannabishaltigen Fertigarzneimittel im Rahmen eines sechsmonatigen Therapieversuchs zu erfolgen.“; Genehmigung der Krankenkasse bei der ersten Verordnung, „es sei denn die Leistung wird von einer oder einem vom Gemeinsamen Bundesausschuss nach Satz 9 bestimmten Fachärztin oder Facharzt verordnet“; Entscheidung über den Antrag „innerhalb von zwei Wochen“, mit gutachtlicher Stellungnahme „innerhalb von vier Wochen“.
- ↑ § 13 Kostenerstattung, Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V), abgerufen am 22.09.2026. Absatz 3a im Wortlaut: „Die Krankenkasse hat über einen Antrag auf Leistungen zügig, spätestens bis zum Ablauf von drei Wochen nach Antragseingang oder in Fällen, in denen eine gutachtliche Stellungnahme, insbesondere des Medizinischen Dienstes, eingeholt wird, innerhalb von fünf Wochen nach Antragseingang zu entscheiden.“
- ↑ § 84 Sozialgerichtsgesetz (SGG), abgerufen am 22.09.2026. Absatz 1 beginnt: „Der Widerspruch ist binnen eines Monats, nachdem der Verwaltungsakt dem Beschwerten bekanntgegeben worden ist, …“ (am 23.09.2026 erneut gelesen).
- ↑ § 87 SGG, abgerufen am 22.09.2026. Absatz 1: „Die Klage ist binnen eines Monats nach Bekanntgabe des Verwaltungsakts zu erheben.“
- ↑ § 86b SGG, abgerufen am 22.09.2026.
- ↑ § 183 SGG, abgerufen am 22.09.2026. Satz 1: Das Verfahren ist für Versicherte „kostenfrei“.
- ↑ National Institute for Health and Care Excellence: Headaches in over 12s: diagnosis and management. Clinical guideline CG150, 2012, zuletzt aktualisiert am 3. Juni 2025, Empfehlung 1.3.38 (vor diesem Update 1.3.32): „Do not offer paracetamol, NSAIDS, opioids, ergots or oral triptans for the acute treatment of cluster headache." Bei NICE Am 23.09.2026 auf nice.org.uk im Browser geprüft.
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