Wirkweise, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der Cluster-Mittel

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Auf einen Blick
  • Für jedes wichtige Mittel: wie es wirkt, welche Nebenwirkungen häufig oder wichtig sind und womit es sich nicht verträgt, nach den Fachinformationen. Die Seite ersetzt nicht das Gespräch in Praxis oder Apotheke.
  • Ein vollständiger Medikamentenplan ist wichtig, den alle behandelnden Ärzte und die Apotheke kennen, auch mit frei verkäuflichen Mitteln und Pflanzenmitteln wie Johanniskraut.
  • Verboten oder zu meiden sind unter anderem: ein Triptan zusammen mit Ergotamin oder einem zweiten Triptan, Sumatriptan zusammen mit MAO-Hemmern und Verapamil zusammen mit Ivabradin (die wichtigsten Wechselwirkungen).
  • Sumatriptan und Zolmitriptan dürfen bei Herz- und Gefäßerkrankungen oder schlecht eingestelltem Bluthochdruck nicht angewendet werden. Und Sauerstoff begünstigt Feuer.
Zuletzt gegen die Quellen geprüft: 24. September 2026 · Wie wir prüfen

Diese Seite stellt für die wichtigsten Mittel gegen den Cluster-Kopfschmerz zusammen, wie sie wirken, welche Nebenwirkungen häufig oder wichtig sind und mit welchen anderen Mitteln sie sich nicht vertragen. Sie ersetzt weder die vollständige Fachinformation noch das Gespräch in Praxis oder Apotheke. Stand der Prüfung: 23.09.2026.

Drei Begriffe, einfach erklärt:

  • Die Wirkweise beschreibt, woran im Körper ein Mittel angreift.
  • Eine Nebenwirkung ist eine unerwünschte Wirkung eines Mittels.
  • Eine Wechselwirkung entsteht, wenn zwei Mittel sich gegenseitig beeinflussen: Eines kann das andere stärker, schwächer oder gefährlicher machen.

Beim Cluster-Kopfschmerz kommen oft mehrere Mittel zusammen: eines für die Attacke, eines zur Überbrückung und eines zur Vorbeugung. Deshalb ist ein vollständiger Medikamentenplan wichtig, den alle behandelnden Ärztinnen und Ärzte und die Apotheke kennen, auch mit frei verkäuflichen Mitteln und Pflanzenmitteln wie Johanniskraut.

Die Fachinformationen geben Häufigkeiten so an: sehr häufig heißt, es kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen; häufig bis zu 1 von 10; gelegentlich bis zu 1 von 100; selten bis zu 1 von 1.000.[1]

So ist die Seite aufgebaut: Ganz oben steht, welches Mittel wofür eingesetzt wird und welche Kombinationen besonders gefährlich sind. Darunter hat jedes Mittel einen eigenen Abschnitt: wie es wirkt, welche Nebenwirkungen es hat, wann es nicht angewendet werden darf und – als Tabelle – mit welchen anderen Mitteln es sich nicht verträgt. Die Tabellen lesen sich so: Zusammen mit nennt das andere Mittel, Was passieren kann die Folge, Was zu tun ist die Anweisung aus der Fachinformation. Ein Strich (–) heißt: Die Fachinformation gibt dazu keine eigene Anweisung.

Überblick: welches Mittel wofür

Mittel Wofür beim Cluster-Kopfschmerz Worauf man vor allem achten muss
Sauerstoff gegen die Attacke Sauerstoff begünstigt Feuer – siehe Brandschutz
Sumatriptan (Spritze) gegen die Attacke; laut Fachinformation auch für den Cluster-Kopfschmerz zugelassen[2] nicht bei Herz- und Gefäßerkrankungen oder schlecht eingestelltem Bluthochdruck; nicht zusammen mit Ergotamin, einem anderen Triptan oder MAO-Hemmern
Zolmitriptan (Nasenspray) gegen die Attacke wie bei Sumatriptan; mit Moclobemid, Cimetidin, Fluvoxamin oder Ciprofloxacin gilt eine niedrigere Höchstmenge
Lidocain (in die Nase) gegen die Attacke Fachinformation hier noch nicht ausgewertet
Kortison (Prednison, Prednisolon) zur Überbrückung, bis die Vorbeugung wirkt nicht dauerhaft; zusammen mit Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder ASS mehr Magen-Darm-Geschwüre; der Blutzucker kann steigen
Verapamil zur Vorbeugung EKG-Kontrollen; bremst den Abbau vieler anderer Mittel (z. B. Statine, Blutverdünner, Digoxin); nicht zusammen mit Ivabradin
Lithium zur Vorbeugung Blutspiegel kontrollieren; Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclofenac oder Indometacin erhöhen den Lithiumspiegel
Topiramat zur Vorbeugung die Pille wirkt womöglich schwächer; nicht mit Alkohol; mit Valproinsäure zu viel Ammoniak; mit Natriumoxybat Fälle von Koma
Melatonin zur Vorbeugung nicht mit Fluvoxamin und nicht mit Alkohol; kann schläfrig machen
Galcanezumab zur Vorbeugung; in der EU nur für die Migräne zugelassen[3] Wechselwirkungen, bei denen sich die Menge im Blut ändert, werden nicht erwartet
Indometacin als Test, ob eine paroxysmale Hemikranie vorliegt erhöht den Lithiumspiegel; mit Kortison mehr Magen-Darm-Geschwüre
Weitere Mittel selten oder nur in Einzelfällen, keines dafür zugelassen jeweils im eigenen Abschnitt unten

Die Einteilung folgt der Gliederung auf Cluster-Kopfschmerz Behandlung und Cluster-Kopfschmerz Prophylaxe; die Belege stehen in den Abschnitten unten.

Die wichtigsten Wechselwirkungen auf einen Blick

Verboten oder zu meiden – so steht es in den Fachinformationen:

  • Triptan + Ergotamin oder ein zweites Triptan: nicht gleichzeitig; es gelten Wartezeiten von 6 bis 24 Stunden. → Sumatriptan, Zolmitriptan, Ergotamin[2][4]
  • Sumatriptan + MAO-Hemmer (Mittel, die den Abbau von Botenstoffen wie Serotonin bremsen): verboten, auch noch zwei Wochen nach dem Absetzen. Bei Zolmitriptan und Moclobemid gilt eine Höchstmenge von 5 mg am Tag; bei mehr als zweimal täglich 150 mg Moclobemid nicht zusammen. → Sumatriptan, Zolmitriptan[2][5]
  • Verapamil + Ivabradin (ein Herzmittel): verboten, der Puls wird zusätzlich langsamer. → Verapamil[1]
  • Ergotamin + bestimmte Antibiotika, HIV- oder Pilzmittel (etwa Clarithromycin, Ritonavir, Itraconazol): verboten, es drohen Gefäßkrämpfe und Durchblutungsstörungen. Ebenfalls verboten: Ergotamin zusammen mit Betablockern, Tetracyclinen oder Nikotin, etwa durch starkes Rauchen. → Ergotamin[4]
  • Methylphenidat + MAO-Hemmer: verboten, auch noch 14 Tage danach (Gefahr einer Blutdruckkrise). → Methylphenidat[6]
  • Melatonin + Fluvoxamin (ein Antidepressivum): vermeiden, sonst ist über die Zeit etwa 17-mal so viel Melatonin im Blut. → Melatonin[7]
  • Alkohol: nicht zusammen mit Topiramat oder Melatonin, bei Baclofen meiden; mit Verapamil wirkt Alkohol stärker. → Topiramat, Melatonin, Baclofen, Verapamil[8][7][9][1]
  • Valproinsäure + Carbapeneme (Reserve-Antibiotika): meiden, der Valproatspiegel fällt stark. → Valproinsäure[10]
  • Memantin + Amantadin: meiden, Gefahr einer durch Arzneimittel ausgelösten Psychose; bei Ketamin kann dasselbe gelten. → Memantin[11]
  • Ketamin + Theophyllin: meiden, die Krampfschwelle kann sinken. → Ketamin[12]
  • Kortison + Mittel, die den Abbau über CYP3A bremsen (etwa Ketoconazol, Itraconazol, Cobicistat): meiden, außer der Nutzen überwiegt. → Kortison[13]
  • Indometacin + andere entzündungshemmende Schmerzmittel (auch ASS), Triamteren oder Diflunisal: meiden; es drohen Magen-Darm-Blutungen, mit Diflunisal wurden tödliche beschrieben, mit Triamteren ein akutes Nierenversagen. → Indometacin[14]

Nur unter ärztlicher Kontrolle – Dosis anpassen oder Blutwerte und Beschwerden überwachen:

  • Lithium + Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen oder Indometacin: höherer Lithiumspiegel, Vergiftungsgefahr. → Lithium[15]
  • Lithium + Verapamil oder Topiramat: Der Lithiumspiegel kann sich ändern. → Lithium, Topiramat[15][1][8]
  • Topiramat + Valproinsäure: zu viel Ammoniak im Blut, bis zur Beeinträchtigung des Gehirns. → Topiramat, Valproinsäure[8][10]
  • Topiramat + Natriumoxybat (ein Mittel gegen die Schlafkrankheit Narkolepsie): Fälle von Koma wurden beobachtet. → Topiramat, Natriumoxybat[16]
  • Gabapentin + Opioide oder andere dämpfende Mittel: Atemdämpfung und starke Müdigkeit, Todesfälle wurden berichtet. → Gabapentin[17]
  • Verapamil + Betablocker, Statine (vor allem Simvastatin), Blutverdünner oder Digoxin: stärkere Wirkungen oder höhere Spiegel dieser Mittel. → Verapamil[1]
  • Triptan + Antidepressiva aus der Gruppe SSRI oder SNRI: in seltenen Fällen ein Serotonin-Syndrom (zu starke Serotoninwirkung); nicht verboten, aber überwachen. → Sumatriptan, FDA Warnung: Wechselwirkung Triptane und Antidepressiva[2]
  • Kortison + Schmerzmittel aus der NSAR-Gruppe oder ASS: höhere Gefahr von Magen-Darm-Geschwüren und -Blutungen. → Kortison[13]
  • Indometacin + Blutverdünner wie Warfarin, Blutdrucksenker oder Entwässerungsmittel: Blutverdünner können stärker wirken, Blutdrucksenker schwächer; bei geschwächten Nieren kann die Nierenfunktion schlechter werden. → Indometacin[14]
  • Octreotid + Verapamil oder Betablocker: Der Puls kann zu langsam werden; die Dosis eventuell anpassen. → Octreotid[18]

Gegen die Attacke

Sauerstoff

Bei der kurzen Anwendung in der Attacke sind die schweren Nebenwirkungen aus der Fachinformation, die aus der Beatmung über Stunden und Tage stammen, nicht das Thema; die Einzelheiten stehen auf der Seite Sauerstoff. Die eine Gefahr, die bleibt, ist Feuer: „Sauerstoff ist ein oxidierendes Produkt, das Feuer begünstigt.“[19] Dazu: Brandschutz.

Sumatriptan (Spritze)

  • Wirkweise: Sumatriptan besetzt bestimmte Andockstellen für Serotonin (5-HT1-Rezeptoren). Nach der Fachinformation tragen wahrscheinlich zwei Mechanismen zur Wirkung bei: die Verengung von Blutgefäßen am Kopf und die Hemmung des Trigeminusnervs, des großen Gesichtsnervs.[2]
  • Nebenwirkungen: sehr häufig vorübergehende Schmerzen an der Einstichstelle; häufig Schwindel, Schläfrigkeit, Kribbeln oder Taubheitsgefühl, ein kurzer Blutdruckanstieg, Hitzewallungen und Gesichtsrötung, Atemnot, ein Schwere- oder Engegefühl, auch in Brust und Hals, und Müdigkeit.[2]
  • Nicht anwenden unter anderem nach einem Herzinfarkt, bei Durchblutungsstörungen des Herzens oder der Beine, nach Schlaganfall oder TIA, bei schweren Leberfunktionsstörungen und bei mittelschwerem, schwerem oder schlecht eingestelltem Bluthochdruck.[2]
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation:
Zusammen mit Was passieren kann Was zu tun ist
Ergotamin oder ein anderes Triptan Verkrampfung der Herzkranzgefäße (theoretisches Risiko) Nicht gleichzeitig. Nach Ergotamin oder einem anderen Triptan mindestens 24 Stunden warten; nach Sumatriptan oder Zolmitriptan mindestens 6 Stunden bis zu Ergotamin, nach Sumatriptan mindestens 24 Stunden bis zu einem anderen Triptan.[2][5]
MAO-Hemmer (Mittel, die den Abbau von Botenstoffen wie Serotonin bremsen) – Verboten, auch noch in den zwei Wochen nach dem Absetzen des MAO-Hemmers.[2]
Antidepressivum aus der Gruppe SSRI oder SNRI in seltenen Fällen Serotonin-Syndrom (zu starke Serotoninwirkung) Nicht verboten; ist die Kombination nötig, angemessen überwachen.[2][5] Einzelheiten: FDA Warnung: Wechselwirkung Triptane und Antidepressiva.
Johanniskraut möglicherweise häufiger Nebenwirkungen –[2]

Weitere Kombinationen stehen bei Lithium, Topiramat und Ergotamin.

Zolmitriptan (Nasenspray)

  • Wirkweise: Zolmitriptan besetzt ebenfalls Serotonin-Andockstellen (5-HT1B/1D), die die Gefäßverengung vermitteln.[5]
  • Nebenwirkungen: sehr häufig Störungen des Geschmacks; häufig Schwindel, Kopfschmerzen, Kribbeln, Schläfrigkeit, Wärmegefühl, Herzklopfen, Nasenbluten und Beschwerden in der Nase, Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit, Schwäche-, Schwere- oder Engegefühl.[5]
  • Nicht anwenden unter anderem bei mittelschwerem, schwerem oder schlecht eingestelltem Bluthochdruck, nach Herzinfarkt, bei Durchblutungsstörungen des Herzens oder der Beine, nach Schlaganfall oder TIA und bei sehr schlechter Nierenfunktion.[5]
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation:
Zusammen mit Was passieren kann Was zu tun ist
Ergotamin oder ein anderes Triptan Verkrampfung der Herzkranzgefäße (theoretisches Risiko) Nicht gleichzeitig. Nach Ergotamin oder einem anderen Triptan mindestens 24 Stunden warten; nach Sumatriptan oder Zolmitriptan mindestens 6 Stunden bis zu Ergotamin, nach Sumatriptan mindestens 24 Stunden bis zu einem anderen Triptan.[2][5]
MAO-A-Hemmer wie Moclobemid mehr Zolmitriptan und sein wirksames Abbauprodukt im Blut Höchstens 5 mg Zolmitriptan in 24 Stunden; nicht zusammen, wenn mehr als zweimal täglich 150 mg Moclobemid genommen werden.[5]
Cimetidin (Magenmittel) oder starke CYP1A2-Hemmer wie Fluvoxamin oder Ciprofloxacin mehr Zolmitriptan im Blut Bei Cimetidin höchstens 5 mg in 24 Stunden; bei den anderen Dosis senken.[5]
Antidepressivum aus der Gruppe SSRI oder SNRI in seltenen Fällen Serotonin-Syndrom (zu starke Serotoninwirkung) Nicht verboten; ist die Kombination nötig, angemessen überwachen.[2][5] Einzelheiten: FDA Warnung: Wechselwirkung Triptane und Antidepressiva.
Johanniskraut möglicherweise häufiger Nebenwirkungen –[2]

Weitere Kombinationen stehen bei Lithium und Ergotamin.

Lidocain (in die Nase)

  • Wirkweise: ein örtliches Betäubungsmittel; es hemmt die Weiterleitung von Nervensignalen, indem es bestimmte Natriumkanäle blockiert.[20] Mehr: Lidocain.

Zur Überbrückung

Kortison (Prednison, Prednisolon)

  • Wirkweise: Prednisolon ist ein Glucocorticoid, also ein Kortisonpräparat; Prednison wird im Körper zu Prednisolon. Es beeinflusst je nach Dosis den Stoffwechsel fast aller Gewebe.[21]
  • Wie es hilft: In Dosen, die über dem liegen, was der Körper selbst an Cortisol braucht, hemmt Prednisolon rasch Entzündungen und dämpft mit Verzögerung das Immunsystem.[13] Warum das beim Cluster-Kopfschmerz hilft, ist nicht geklärt; siehe Corticosteroide.
  • Zulassung: In der geprüften Fachinformation eines Prednisolon-Präparats steht der Cluster-Kopfschmerz nicht unter den Anwendungsgebieten.[13] Für dieses Präparat ist die Anwendung beim Cluster-Kopfschmerz also ein Gebrauch außerhalb der Zulassung; siehe Off-Label-Use.
  • Nebenwirkungen: Die Fachinformation nennt keine Häufigkeiten, weil die Nebenwirkungen sehr stark von Dosis und Dauer abhängen. Genannt werden unter anderem Magen-Darm-Geschwüre und -Blutungen, ein höherer Blutzucker bis zum Diabetes, Wassereinlagerungen und Kaliumverlust, mehr Appetit und Gewichtszunahme, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen von Hochstimmung bis Depression, Psychosen, Bluthochdruck, grauer und grüner Star, verschwommenes Sehen, mehr und verdeckte Infektionen sowie Knochenschwund, der nach der Fachinformation „auch bei nur kurzzeitiger Anwendung möglich“ ist.[13] Wegen der Nebenwirkungen soll Prednison nach der europäischen Leitlinie nicht dauerhaft genommen werden; beim chronischen Verlauf spricht sie wegen der Nebenwirkungen, bis hin zum Cushing-Syndrom, keine Empfehlung aus.[22] Mehr: Corticosteroide.
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation:
Zusammen mit Was passieren kann Was zu tun ist
Schmerzmittel aus der NSAR-Gruppe, Salicylate wie ASS oder Indometacin höhere Gefahr von Magen-Darm-Geschwüren und -Blutungen Als Risiko genannt, nicht verboten.[13]
Mittel gegen Diabetes Blutzucker sinkt weniger stark Bei Diabetes kann mehr Insulin oder mehr Tabletten nötig werden.[13]
Mittel, die das Abbausystem CYP3A bremsen (etwa Ketoconazol, Itraconazol oder Mittel mit Cobicistat) stärkere Kortisonwirkung, mehr Nebenwirkungen Kombination meiden, außer der Nutzen überwiegt; dann auf Nebenwirkungen achten.[13]
Mittel, die CYP3A4 anregen (Rifampicin, Phenytoin, Carbamazepin, Barbiturate, Primidon) Kortison wirkt schwächer –[13]
Magenmittel mit Magnesium- oder Aluminiumhydroxid (Antazida) weniger Prednisolon gelangt ins Blut Zwei Stunden Abstand.[13]
Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone mehr Sehnenbeschwerden, bis zum Sehnenriss –[13]
  • Weitere Wechselwirkungen laut Fachinformation: Herzmittel mit Digitalis (Herzglykoside) wirken bei Kaliummangel stärker; entwässernde Mittel und Abführmittel verstärken den Kaliumverlust; Blutverdünner vom Cumarin-Typ können schwächer oder stärker wirken; die Pille kann die Kortisonwirkung verstärken; Ciclosporin steigt im Blut an, mit mehr Gefahr von Krampfanfällen; mit ACE-Hemmern (Blutdrucksenkern) kann sich das Blutbild verändern; Hautreaktionen bei Allergietests können unterdrückt werden.[13]
  • Impfungen: Etwa 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach einer Impfung mit einem Lebendimpfstoff soll Kortison nur gegeben werden, wenn es unbedingt nötig ist.[13]
  • Mit Verapamil: Kortison wird beim Cluster-Kopfschmerz oft zur Überbrückung gegeben, solange Verapamil noch nicht wirkt; siehe Corticosteroide. Verapamil bremst zwar das Abbausystem CYP3A4 (siehe oben), doch weder die geprüfte Verapamil- noch die Prednisolon-Fachinformation nennt diese Kombination als Wechselwirkung.[1][13]

Zur Vorbeugung

Verapamil

  • Wirkweise: Verapamil ist ein Calciumkanalblocker mit vorwiegender Wirkung auf das Herz: Es verlangsamt den Herzschlag und die Weiterleitung der Erregung im Herzen, schwächt die Kraft des Herzmuskels und erweitert Blutgefäße.[23]
  • Nebenwirkungen: am häufigsten gemeldet wurden Kopfschmerzen, Schwindel oder Benommenheit, Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Verstopfung, ein zu langsamer oder zu schneller Puls, Herzklopfen, niedriger Blutdruck, Hitzegefühl, geschwollene Beine und Müdigkeit.[1] Beim Cluster-Kopfschmerz, wo die Dosis oft höher ist, verlangt die europäische Leitlinie vor Beginn und bei der Steigerung EKG-Kontrollen; Einzelheiten unter Prophylaxe.[22]
  • Nicht anwenden unter anderem zusammen mit Ivabradin.[1] Die vollständige Liste der Gegenanzeigen, darunter bestimmte Störungen der Erregungsleitung im Herzen und schwere Herzschwäche, steht auf der Seite Verapamil.
  • Wechselwirkungen: Verapamil bremst ein wichtiges Abbausystem der Leber (CYP3A4) und ein Transporteiweiß (P-Glykoprotein). Deshalb können viele andere Mittel stärker wirken.[1] Die wichtigsten laut Fachinformation:
Zusammen mit Was passieren kann Was zu tun ist
Betablocker (etwa Metoprolol, Propranolol) oder andere Herzrhythmusmittel gegenseitige Verstärkung: langsamer Puls, Störungen der Erregungsleitung im Herzen, Herzschwäche, stärkerer Blutdruckabfall –[1]
Ivabradin zusätzliche Pulsverlangsamung Verboten.[1]
Statine wie Simvastatin, Atorvastatin, Lovastatin mehr Statin im Blut; bei höheren Simvastatin-Dosen Muskelschäden Statin niedrig beginnen oder die Dosis senken.[1]
Grapefruitsaft mehr Verapamil im Blut –[1]
Alkohol Alkohol wirkt stärker –[1]
Blutverdünner (ASS, Dabigatran und andere direkte Gerinnungshemmer), Digoxin, Colchicin, Carbamazepin stärkere Wirkung oder höhere Spiegel dieser Mittel, etwa mehr Blutungsneigung Digoxin-Dosis senken; Colchicin zusammen mit Verapamil wird nicht empfohlen; bei Gerinnungshemmern eng überwachen.[1]
andere Blutdrucksenker zu starker Blutdruckabfall –[1]

Weitere Kombinationen stehen bei Lithium, Octreotid, Kortison.

Lithium

  • Wirkweise: Lithium beeinflusst mehrere Botenstoffsysteme im Gehirn; wie es genau wirkt, ist nicht geklärt. Der Abstand zwischen wirksamer und giftiger Menge ist klein, und wie schnell die Nieren Lithium ausscheiden, hängt vom Wasser- und Salzhaushalt ab.[24] Deshalb sind Blutspiegelkontrollen nötig.[22]
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation:
Zusammen mit Was passieren kann Was zu tun ist
Verapamil Lithium kann stärker aufs Nervensystem wirken; der Lithiumspiegel kann steigen, gleich bleiben oder sogar sinken Lithiumspiegel im unteren Bereich halten und engmaschig beobachten.[15][1]
Triptane Serotonin-Syndrom beschrieben –[15]
Schmerzmittel aus der NSAR-Gruppe (Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen, Indometacin) höherer Lithiumspiegel, Vergiftungsgefahr[15] Lithiumspiegel kontrollieren.[14] Vor einem Indometacin-Test muss Lithium nach der europäischen Leitlinie abgesetzt werden.[25]

Weitere Kombinationen stehen bei Topiramat.

Topiramat

  • Wirkweise: Topiramat blockiert unter anderem bestimmte Natriumkanäle an den Nervenzellen und beeinflusst die Andockstellen der Botenstoffe Glutamat und GABA.[26]
  • Wie es vorbeugend wirkt, ist nach der Fachinformation unbekannt. Außerdem hemmt Topiramat schwach ein Enzym der Niere (Carboanhydrase); dadurch kann das Blut übersäuern.[8]
  • Zulassung: gegen Epilepsie und bei Erwachsenen zur Migränevorbeugung, nicht für den Cluster-Kopfschmerz.[8]
  • Nebenwirkungen und Gegenanzeigen: häufig Konzentrations- und Denkstörungen, Kribbeln und Gewichtsverlust; nicht bei Nierensteinen und grünem Star (Glaukom).[22] Die Fachinformation nennt als häufigste Nebenwirkungen außerdem unter anderem Appetitlosigkeit, Wortfindungs- und Gedächtnisstörungen, Schläfrigkeit, Schwindel, Geschmacksstörungen, Doppeltsehen, Übelkeit, Durchfall, Erschöpfung, Reizbarkeit und Depression. Sie warnt vor plötzlicher Kurzsichtigkeit mit grünem Star, meist im ersten Monat (Zeichen: schlechteres Sehen, Augenschmerzen), und vor Stimmungsveränderungen bis zu Suizidgedanken; dann sofort ärztliche Hilfe holen. Genug zu trinken kann das Risiko für Nierensteine senken.[8] In der Schwangerschaft steht Topiramat bei Embryotox in der roten Gruppe; siehe Schwangerschaft.
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation:
Zusammen mit Was passieren kann Was zu tun ist
Pille mit Ethinylestradiol Pille wirkt womöglich schwächer Höher dosierte Pille oder zusätzliche Verhütung.[26] Nach der Fachinformation zusätzlich eine Barrieremethode wie ein Kondom.[8]
Lithium der Lithiumspiegel kann sinken oder steigen Lithiumspiegel überwachen.[8]
Alkohol oder andere dämpfende Mittel – Nicht gleichzeitig.[8]
Johanniskraut Topiramat wirkt womöglich schwächer –[8]
Valproinsäure zu viel Ammoniak im Blut, bis zur Beeinträchtigung des Gehirns; Unterkühlung –[8]
Sumatriptan Sumatriptanspiegel unverändert; die umgekehrte Richtung wurde nicht untersucht –[8]
Natriumoxybat (Mittel gegen die Schlafkrankheit Narkolepsie, siehe 4-Hydroxybutansäure) Fälle von Koma und erhöhten GHB-Spiegeln im Blut (GHB ist der Wirkstoff von Natriumoxybat) Laut Fachinformation von Natriumoxybat vor der gemeinsamen Einnahme warnen.[16]
  • Weitere Wechselwirkungen, etwa mit Diabetesmitteln, Warfarin und Entwässerungsmitteln: Topiramat.

Melatonin

  • Wirkweise: Melatonin ist ein Hormon der Zirbeldrüse im Gehirn und chemisch mit Serotonin verwandt. Der Körper schüttet es bald nach Einbruch der Dunkelheit aus, am meisten zwischen 2 und 4 Uhr nachts. Es stimmt die innere Uhr auf Tag und Nacht ab und fördert über seine Andockstellen (MT1, MT2, MT3) den Schlaf.[7] Warum es manchen beim Cluster-Kopfschmerz hilft, ist nicht geklärt; siehe Melatonin.
  • Zulassung: Das Arzneimittel Circadin (2 mg, Wirkstoff wird verzögert freigesetzt) ist nur zur kurzzeitigen Behandlung von Schlafstörungen ab 55 Jahren zugelassen.[7] Beim Cluster-Kopfschmerz wird Melatonin außerhalb der Zulassung und höher dosiert eingesetzt; Einzelheiten und die rechtliche Einordnung stehen auf der Seite Melatonin.
  • Nebenwirkungen: In den Studien berichteten 9,5 Prozent mit Circadin und 7,4 Prozent mit Scheinmedikament eine Nebenwirkung. Aufgeführt sind unter anderem Kopfschmerzen, Benommenheit, Schläfrigkeit, Reizbarkeit, Unruhe, Schlafstörungen, ungewöhnliche Träume und Albträume, Bauchschmerzen, Übelkeit und Juckreiz. Weil Melatonin schläfrig machen kann, ist Vorsicht geboten, wo das gefährlich werden kann.[7]
  • Nicht empfohlen bei Autoimmunerkrankungen, weil Daten fehlen, und bei eingeschränkter Leberfunktion.[7]
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation des Arzneimittels Circadin:
Zusammen mit Was passieren kann Was zu tun ist
Fluvoxamin (ein Antidepressivum) viel mehr Melatonin im Blut: über die Zeit gerechnet etwa 17-mal so viel Kombination vermeiden.[7]
Östrogene (Pille, Hormonersatz), Cimetidin, 5- oder 8-Methoxypsoralen (Mittel gegen Hautkrankheiten) oder Chinolon-Antibiotika mehr Melatonin im Blut Vorsicht.[7]
Carbamazepin, Rifampicin oder Rauchen weniger Melatonin im Blut –[7]
Alkohol Melatonin wirkt schlechter auf den Schlaf Nicht zusammen einnehmen.[7]
Schlaf- und Beruhigungsmittel (Benzodiazepine, Zolpidem, Zaleplon, Zopiclon), Imipramin oder Thioridazin stärkere Dämpfung; mit Zolpidem schlechtere Aufmerksamkeit, Gedächtnisleistung und Koordination –[7]

Galcanezumab

  • Wirkweise: ein Antikörper, der den Botenstoff CGRP abfängt und unwirksam macht.[3]
  • Nebenwirkungen: in den Migränestudien vor allem Schmerzen oder Reaktionen an der Einstichstelle (jeweils bei etwa 10 bis 15 Prozent), seltener Drehschwindel, Verstopfung, Juckreiz und Nesselsucht; weniger als 2,5 Prozent brachen wegen Nebenwirkungen ab.[3]
  • Zulassung: In der EU nur zur Migränevorbeugung zugelassen.[3] Siehe Prophylaxe.
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation:
Zusammen mit Was passieren kann Was zu tun ist
andere Mittel – Keine Studien dazu; dass sich die Menge im Blut gegenseitig ändert, wird nicht erwartet.[3]

Für die Diagnose

Indometacin (für den Test auf eine paroxysmale Hemikranie)

  • Wirkweise: Indometacin gehört zu den entzündungshemmenden Schmerzmitteln (NSAR) und vermindert die Bildung von Prostaglandinen, Botenstoffen für Entzündung und Schmerz.[27]
  • Wechselwirkungen laut der Vorlage für die Fachinformation; dort gilt für alle genannten Mittel „nur mit Vorsicht“:[14]
Zusammen mit Was passieren kann Was zu tun ist
Lithium Der Lithiumspiegel kann steigen, bis zur Vergiftung.[15] Lithiumspiegel kontrollieren. Vor einem Indometacin-Test muss Lithium nach der europäischen Leitlinie abgesetzt werden.[14][25]
Kortison mehr Magen-Darm-Geschwüre und -Blutungen Nur mit Vorsicht.[14][13]
andere entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR), auch Salicylate wie ASS mehr Magen-Darm-Geschwüre und -Blutungen Meiden.[14]
Mittel gegen das Verklumpen der Blutplättchen (etwa ASS) und Antidepressiva aus der Gruppe SSRI mehr Magen-Darm-Blutungen Nur mit Vorsicht.[14]
Blutverdünner wie Warfarin Deren Wirkung kann stärker werden. Nur mit Vorsicht.[14]
Blutdrucksenker und Entwässerungsmittel Sie können schwächer wirken. Bei geschwächten Nieren kann die Nierenfunktion schlechter werden, bis zu einem meist vorübergehenden Nierenversagen. Nur mit Vorsicht; genug trinken; Kontrollen der Nierenwerte erwägen.[14]
Triamteren (ein Entwässerungsmittel) oder Diflunisal (ein anderes Schmerzmittel) mit Triamteren Gefahr eines akuten Nierenversagens; mit Diflunisal viel mehr Indometacin im Blut, tödliche Magen-Darm-Blutungen wurden beschrieben Nicht zusammen.[14]

Weitere Kombinationen (Digoxin, Methotrexat, Ciclosporin, Zuckertabletten, Penicilline, Probenecid, Furosemid) stehen bei Indometacin.

Weitere Mittel, selten oder nur in Einzelfällen eingesetzt

Diese Mittel werden beim Cluster-Kopfschmerz seltener oder nur in Einzelfällen eingesetzt. Keines ist dafür zugelassen; die Angaben stammen aus der Fachinformation je eines Präparats.

Ergotamin

  • Wirkweise: ein Mutterkornalkaloid, das vor allem Venen und Arterien verengt.[4]
  • Zulassung: nur für lange Migräneanfälle, wenn anderes nicht wirkt oder nicht in Frage kommt; höchstens 4 mg am Tag und 6 mg in der Woche.[4] Zum Einsatz beim Cluster-Kopfschmerz siehe Ergotamin.
  • Nebenwirkungen: häufig Übelkeit, Erbrechen und Durchfall; gelegentlich Benommenheit, Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Kribbeln in Armen und Beinen; selten Herzschmerzen; nach langer Einnahme Durchblutungsstörungen bis zum Absterben von Gewebe. Wer regelmäßig mehr als 20 mg im Monat nimmt, kann Dauerkopfschmerzen bekommen.[4]
  • Nicht anwenden unter anderem bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen, in Schwangerschaft und Stillzeit, unter 16 und über 65 Jahren.[4] Verapamil nennt die Fachinformation nicht.
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation:
Zusammen mit Was passieren kann Was zu tun ist
starke CYP3A4-Hemmer (Antibiotika wie Erythromycin und Clarithromycin, HIV-Mittel wie Ritonavir, Pilzmittel wie Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol) viel mehr Ergotamin im Blut; Gefäßkrämpfe und Durchblutungsstörungen (Ergotismus) Verboten.[4]
Triptane, andere gefäßverengende Mittel oder Nikotin (etwa durch starkes Rauchen) verstärkte Gefäßverengung Verboten.[4]
Betablocker oder Tetracycline – Verboten (Gegenanzeige).[4]

Weitere Kombinationen stehen bei Sumatriptan und Zolmitriptan.

Valproinsäure

  • Wirkweise: verstärkt vermutlich die hemmende Wirkung des Botenstoffs GABA.[10]
  • Zulassung: Epilepsie und manische Episoden, wenn Lithium nicht geht.[10] Die placebokontrollierte Studie von 2002 beim Cluster-Kopfschmerz war negativ; siehe Studien.
  • Nebenwirkungen: sehr häufig Zittern, Übelkeit und ein erhöhter Ammoniakspiegel; häufig unter anderem Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen, Durchfall, Haarausfall und Blutbildveränderungen.[10]
  • Schwangerschaft und Kinderwunsch: bei Frauen im gebärfähigen Alter nur unter den Bedingungen eines Schwangerschaftsverhütungsprogramms. Auch Männer sollen aufgeklärt werden: Nach einer Beobachtungsstudie hatten Kinder häufiger Entwicklungsstörungen des Nervensystems, wenn der Vater in den drei Monaten vor der Zeugung Valproat nahm; empfohlen wird, während der Einnahme und drei Monate danach zuverlässig zu verhüten.[10] Siehe auch Schwangerschaft und Valproinsäure.
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation:
Zusammen mit Was passieren kann Was zu tun ist
Carbapeneme (Reserve-Antibiotika) Valproatspiegel fällt in etwa zwei Tagen um 60 bis 100 Prozent Meiden.[10]
Topiramat zu viel Ammoniak im Blut, Beeinträchtigung des Gehirns Überwachen.[10][8]
Blutverdünner oder ASS mehr Blutungsneigung Gerinnungswerte regelmäßig kontrollieren.[10]
Pille (Östrogene) oder Rifampicin weniger Valproat im Blut Spiegel kontrollieren.[10]
Natriumoxybat (Mittel gegen die Schlafkrankheit Narkolepsie, siehe 4-Hydroxybutansäure) Wechselwirkungen bei der Menge im Blut und bei der Wirkung Laut Fachinformation von Natriumoxybat: Vorsicht, eine Anpassung der Dosis erwägen.[16]

Weitere Kombinationen stehen bei Topiramat.

Gabapentin

  • Wirkweise: bindet an einen Teil bestimmter Calciumkanäle an Nervenzellen (die α2δ-Untereinheit).[17]
  • Zulassung: Epilepsie und Nervenschmerzen, etwa bei Diabetes oder nach einer Gürtelrose.[17]
  • Nebenwirkungen: sehr häufig Schläfrigkeit, Schwindel, unsicherer Gang, Müdigkeit und Fieber. Gabapentin kann auch in üblicher Dosis abhängig machen.[17] Mehr: Gabapentin.
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation:
Zusammen mit Was passieren kann Was zu tun ist
Opioide oder andere dämpfende Mittel Atemdämpfung, starke Müdigkeit; Todesfälle berichtet Sorgfältig beobachten, Dosis senken.[17]
Magenmittel mit Aluminium oder Magnesium bis zu 24 Prozent weniger Gabapentin im Blut Gabapentin frühestens zwei Stunden danach.[17]

Olanzapin

  • Wirkweise: wirkt an vielen Andockstellen, unter anderem für Serotonin, Dopamin und Histamin.[28]
  • Zulassung: Schizophrenie und Manie.[28]
  • Nebenwirkungen: am häufigsten Schläfrigkeit, Gewichtszunahme, höhere Blutfett-, Blutzucker- und Prolaktinwerte, mehr Appetit, Schwindel und Bewegungsstörungen. Nicht bei bekanntem Risiko für einen Engwinkel-Glaukom (grüner Star).[28] Mehr: Olanzapin, FDA Warnung: Wechselwirkung Triptane und Antidepressiva.
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation:
Zusammen mit Was passieren kann Was zu tun ist
Fluvoxamin oder Ciprofloxacin mehr Olanzapin im Blut, mit Fluvoxamin bis etwa doppelt so viel Niedrigere Dosis erwägen.[28]
Rauchen oder Carbamazepin etwas weniger Olanzapin im Blut Beobachten.[28]
Alkohol, dämpfende Mittel oder Mittel, die die Herzstromkurve verändern (QT-Zeit) stärkere Dämpfung; Herzrhythmus Vorsicht.[28]
Dopamin-Agonisten wie Rotigotin Deren Wirkung kann schwächer werden. –[28]

Octreotid

  • Wirkweise: ein künstlicher, länger wirkender Abkömmling des Hormons Somatostatin.[18]
  • Zulassung: unter anderem bei Akromegalie und hormonbildenden Tumoren des Verdauungstrakts.[18] Zur Studie beim Cluster-Kopfschmerz siehe Studien und Somatostatin.
  • Nebenwirkungen: am häufigsten Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen, Kopfschmerzen, Gallensteine, erhöhter Blutzucker und Verstopfung; häufig auch ein langsamer Puls.[18]
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation:
Zusammen mit Was passieren kann Was zu tun ist
Betablocker oder Calciumantagonisten wie Verapamil langsamer Puls (Bradykardie) ist unter Octreotid häufig Dosis dieser Mittel eventuell anpassen.[18][23]
Insulin oder Diabetesmittel Blutzucker verändert Dosis eventuell anpassen.[18]

Baclofen

  • Wirkweise: ein zentral wirkendes Mittel zur Muskelentspannung, chemisch mit dem Botenstoff GABA verwandt; es verstärkt die Hemmung von Nervensignalen vor allem im Rückenmark.[9]
  • Zulassung: Spastik bei Multipler Sklerose, Rückenmarkserkrankungen und Hirnschäden.[9]
  • Nebenwirkungen: sehr häufig Übelkeit, Schläfrigkeit und Dämpfung; häufig Erbrechen, Müdigkeit und Benommenheit, vor allem zu Beginn und bei schneller Steigerung. Plötzliche Muskelschwäche kann zu Stürzen führen. Missbrauch und Abhängigkeit wurden gemeldet. Nach mehr als 2 bis 3 Monaten nur langsam über etwa 3 Wochen absetzen.[9] Mehr: Baclofen.
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation:
Zusammen mit Was passieren kann Was zu tun ist
Alkohol, Schlafmittel, Opioide, Psychopharmaka oder andere Muskelentspanner gegenseitige Verstärkung, stärkere Dämpfung Alkohol meiden.[9]
Blutdrucksenker stärkerer Blutdruckabfall Blutdruck sorgfältig kontrollieren, Dosis anpassen.[9]

Weitere Kombinationen stehen bei Memantin.

Methylphenidat

  • Wirkweise: ein anregendes Mittel (Psychostimulans) mit amphetaminähnlicher Wirkung.[6]
  • Zulassung: ADHS.[6]
  • Nicht anwenden unter anderem bei Glaukom, vorbestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschließlich schwerem Bluthochdruck, Angina pectoris oder Herzinfarkt, bei Erkrankungen der Hirngefäße und bei schwerer Depression oder Suizidneigung.[6] Mehr: Methylphenidat.
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation:
Zusammen mit Was passieren kann Was zu tun ist
MAO-Hemmer Gefahr einer Blutdruckkrise Verboten, auch noch 14 Tage danach.[6]
Blutdrucksenker; andere blutdrucksteigernde Mittel Blutdrucksenker wirken schwächer; Blutdruck kann steigen Vorsicht.[6]

Memantin

  • Wirkweise: bremst eine bestimmte Andockstelle des Botenstoffs Glutamat (NMDA-Rezeptor).[11]
  • Zulassung: mittelschwere bis schwere Alzheimer-Demenz.[11]
  • Nebenwirkungen: insgesamt nicht häufiger als unter Scheinmedikament; etwas häufiger waren Schwindel, Kopfschmerzen, Verstopfung, Schläfrigkeit und erhöhter Blutdruck (jeweils bei etwa 3 bis 6 von 100).[11] Mehr: Memantin.
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation:
Zusammen mit Was passieren kann Was zu tun ist
Amantadin, Ketamin oder Dextromethorphan Gefahr einer durch Arzneimittel ausgelösten Psychose Mit Amantadin meiden; bei Ketamin und Dextromethorphan kann dasselbe gelten.[11]
Baclofen oder Dantrolen veränderte Wirkung der Muskelentspanner Dosis eventuell anpassen.[11][9]

Ketamin

  • Wirkweise und Zulassung: ein Narkose- und starkes Schmerzmittel; Esketamin, eine Form des Ketamins, ist für Narkose und Schmerzbekämpfung im Notfall zugelassen.[12]
  • Nicht anwenden, wenn ein erhöhter Blutdruck oder Hirndruck ein ernstes Risiko wäre, und bei schlecht eingestelltem Bluthochdruck. Missbrauch wurde berichtet.[12] Mit Memantin zusammen kann das Risiko einer durch Arzneimittel ausgelösten Psychose bestehen.[11] Zu den Studien beim Cluster-Kopfschmerz siehe Ketamin.
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation:
Zusammen mit Was passieren kann Was zu tun ist
Theophyllin und verwandte Mittel Krampfschwelle kann sinken Meiden.[12]
Hemmstoffe von CYP3A4 mehr Esketamin im Blut Eventuell niedrigere Dosis.[12]

Weitere Kombinationen stehen bei Memantin.

Botulinumtoxin

  • Wirkweise: unterbricht die Übertragung von Nervensignalen auf Muskeln, indem es die Freisetzung des Botenstoffs Acetylcholin blockiert.[29]
  • Zulassung unter anderem bei chronischer Migräne, nicht beim Cluster-Kopfschmerz.[29]
  • Nebenwirkungen bei der Migräne-Anwendung häufig: Kopf- und Nackenschmerzen, ein herabhängendes Oberlid, Muskelschwäche und Schmerzen an der Einstichstelle.[29] Mehr, auch zur Spritze an das Ganglion pterygopalatinum: Botulinumtoxin.
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation:
Zusammen mit Was passieren kann Was zu tun ist
Aminoglykosid-Antibiotika oder Mittel, die die Nerv-Muskel-Übertragung beeinflussen theoretisch stärkere Wirkung Klinisch bedeutsame Wechselwirkungen wurden nicht berichtet.[29]

Weitere Triptane als Tabletten: Rizatriptan, Eletriptan, Almotriptan, Naratriptan

Diese vier Triptane sind laut ihren Fachinformationen nur für die Migräne zugelassen, nicht für den Cluster-Kopfschmerz.[30][31][32][33] Wofür Triptan-Tabletten beim Cluster-Kopfschmerz eingesetzt werden, steht auf der Seite Vorbeugung: Kurzvorbeugung. Für alle Triptane gilt wie bei Sumatriptan und Zolmitriptan: nicht bei Herz- und Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt, Angina pectoris, Schlaganfall oder stärkerem beziehungsweise nicht eingestelltem Bluthochdruck, nicht zusammen mit Ergotamin oder einem anderen Triptan, und Vorsicht mit SSRI/SNRI wegen eines möglichen Serotoninsyndroms.[30][31][32][33]

Mittel Besonderheit bei den Wechselwirkungen Mit Verapamil Abstand zu Ergotamin Häufigste Nebenwirkungen
Rizatriptan Wird über das Enzym MAO-A abgebaut: nicht zusammen mit MAO-Hemmern. Propranolol erhöht den Spiegel um etwa 70–80 % → dann die 5-mg-Tablette; Metoprolol und Nadolol nicht. In der Fachinformation nicht erwähnt. Nach Rizatriptan 6 Stunden bis Ergotamin; nach Ergotamin 24 Stunden bis Rizatriptan. Schwindel, Schläfrigkeit, Schwäche/Müdigkeit[30]
Eletriptan Nicht zusammen mit starken CYP3A4-Hemmern wie Ketoconazol, Itraconazol, Erythromycin, Clarithromycin, Josamycin oder Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir (die Gesamtmenge im Blut stieg mit Ketoconazol auf das 5,9-Fache). Wird nicht über MAO abgebaut. Verapamil 480 mg erhöhte die Menge im Blut (AUC) auf das 2,7-Fache; laut Fachinformation nicht klinisch relevant, weil ohne Blutdruckanstieg oder mehr Nebenwirkungen. 24 Stunden in beide Richtungen. Schwächegefühl, Müdigkeit, Übelkeit, Benommenheit[31]
Almotriptan Bei MAO-Hemmern ist ein Serotoninsyndrom nicht auszuschließen. Vorsicht bei bekannter Sulfonamid-Allergie. Verapamil erhöhte die Spiegel um 20 %; laut Fachinformation nicht klinisch relevant. Nach Almotriptan 6 Stunden bis Ergotamin; nach Ergotamin 24 Stunden bis Almotriptan. Schwindel, Schläfrigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit (keine über 1,5 %)[32]
Naratriptan Wenige Wechselwirkungen: keine Hinweise bei Betablockern, trizyklischen Antidepressiva oder SSRI. Die Pille verringert, Rauchen erhöht die Ausscheidung um je 30 %, ohne dass die Dosis angepasst werden muss. In der Fachinformation nicht erwähnt. 24 Stunden in beide Richtungen, auch zu anderen Triptanen. Kribbeln, Schwindel, Benommenheit, Übelkeit, Erbrechen, Hitzegefühl, Müdigkeit[33]

Lesehilfe: „AUC“ ist die Gesamtmenge eines Wirkstoffs im Blut über die Zeit. „Auf das 2,7-Fache“ heißt: fast dreimal so viel wie ohne das andere Mittel. „Nicht zusammen mit Ergotamin“ und die Stundenabstände gelten, weil beide Mittelgruppen Blutgefäße verengen können.

Frovatriptan (Allegro 2,5 mg Filmtabletten) ist laut Fachinformation ebenfalls nur für die Migräne zugelassen.[34] Ihre Angaben zu Wechselwirkungen und Nebenwirkungen sind auf dieser Seite nicht ausgewertet (siehe Frovatriptan).

Clonidin

  • Wirkweise: Clonidin dämpft im Gehirn das Kreislaufzentrum und senkt so die Aktivität des sympathischen Nervensystems; dadurch sinken Blutdruck und Puls.[35]
  • Zulassung: Bluthochdruck, nicht der Cluster-Kopfschmerz.[35]
  • Nicht anwenden unter anderem bei bestimmten Störungen der Reizleitung im Herzen (Sinusknotensyndrom, AV-Block II. und III. Grades), bei einem Puls unter 50 pro Minute, in der Stillzeit und bei Depressionen.[35]
  • Nicht plötzlich absetzen: Sonst droht ein starker, eventuell lebensbedrohlicher Blutdruckanstieg mit Herzjagen; die Dosis wird langsam verringert.[35]
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation: Andere Blutdrucksenker verstärken sich gegenseitig. Rheumamittel (NSAR) schwächen die Wirkung ab, ebenso trizyklische Antidepressiva und Neuroleptika. Schlaf- und Beruhigungsmittel sowie Alkohol können stärker oder unvorhersehbar wirken. Mit Herzglykosiden oder Betablockern kann der Herzschlag zu langsam werden. Verapamil nennt die Fachinformation nicht; weil Verapamil ebenfalls den Herzschlag verlangsamen kann, gehört eine gemeinsame Einnahme in ärztliche Hände.[35]
  • Mehr, auch zu den Studien: Clonidin.

Clomifen

  • Zulassung: nur zur Auslösung des Eisprungs bei Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch wegen ausbleibenden Eisprungs.[36]
  • Nicht anwenden u. a. bei Tumoren der Hirnanhangdrüse oder der Eierstöcke, Lebererkrankungen (auch früher), ungeklärten Blutungen aus der Gebärmutter, Blutgerinnungsstörungen, Eierstockzysten und bei Sehstörungen während einer früheren Clomifen-Behandlung.[36]
  • Wechselwirkungen: Die Fachinformation nennt keine („Bislang keine bekannt“). Sie stammt allerdings von 2016.[36]
  • Mehr: Clomifen.

Leuprorelin

  • Zulassung (hier das Monats-Depot mit 3,75 mg): bei Männern vor allem beim hormonabhängigen Prostatakrebs, außerdem bei Kindern; andere Leuprorelin-Präparate haben weitere Anwendungsgebiete. Der Cluster-Kopfschmerz gehört nicht dazu.[37]
  • Wechselwirkungen: Der Entzug der männlichen Geschlechtshormone kann die QT-Zeit im EKG verlängern (eine Messgröße für die Erregungsrückbildung des Herzens; eine starke Verlängerung kann gefährliche Herzrhythmusstörungen begünstigen). Deshalb soll die gleichzeitige Gabe anderer Mittel, die die QT-Zeit verlängern, sorgfältig geprüft werden – genannt werden bestimmte Mittel gegen Herzrhythmusstörungen (z. B. Chinidin, Amiodaron, Sotalol), Methadon, das Antibiotikum Moxifloxacin und Antipsychotika.[37]
  • Mehr: Leuprorelin.

Natriumoxybat (4-Hydroxybutansäure)

  • Zulassung: Narkolepsie mit Kataplexie, einer Schlafkrankheit mit plötzlichem Verlust der Muskelspannung; der Cluster-Kopfschmerz ist kein Anwendungsgebiet.[16]
  • Nicht anwenden unter anderem bei schwerer Depression und bei einer Behandlung mit Opioiden oder Barbituraten.[16]
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation: Zusammen mit Topiramat wurden Fälle von Koma beobachtet. Mit Valproinsäure gibt es Wechselwirkungen; eine Anpassung der Dosis soll erwogen werden. Vor Alkohol wird gewarnt. Die Fachinformation nennt außerdem ein bekanntes Missbrauchspotenzial.[16]
  • Mehr, auch zu den Studien und zur Rechtslage: 4-Hydroxybutansäure.

Propofol

  • Zulassung: kurz wirkendes Narkosemittel, das in die Vene gegeben wird (Narkose und Beruhigung/Sedierung bei Eingriffen oder auf der Intensivstation). Laut Fachinformation darf es „nur von anästhesiologisch bzw. intensivmedizinisch ausgebildeten Ärzten verabreicht werden“.[38]
  • Wechselwirkungen: Andere Mittel, die den Blutdruck senken oder die Atmung dämpfen, können die Wirkung verstärken. Bei Menschen, die Valproat einnehmen, wurden niedrigere Propofol-Dosen gebraucht. Mit Opiaten können Atempausen häufiger und länger auftreten; mit Midazolam werden Beruhigung und Atemdämpfung wahrscheinlich stärker. Unter Rifampicin wurde über einen ausgeprägten Blutdruckabfall berichtet.[38]
  • Mehr: Propofol.

Rotigotin

  • Wirkweise und Zulassung: Rotigotin wirkt wie der Botenstoff Dopamin (ein sogenannter Dopamin-Agonist) und wird als Pflaster auf die Haut geklebt. Die Fachinformation für Neupro 1 mg und 3 mg nennt als Anwendungsgebiet das mittelschwere bis schwere Restless-Legs-Syndrom bei Erwachsenen, nicht den Cluster-Kopfschmerz.[39]
  • Warnhinweise: plötzliches Einschlafen im Alltag, auch ohne Vorwarnung, und Störungen der Impulskontrolle.[39]
  • Wechselwirkungen laut Fachinformation: Neuroleptika (Mittel gegen Psychosen) und das Mittel gegen Übelkeit Metoclopramid können die Wirkung abschwächen; sie sollen nicht gleichzeitig angewendet werden. Vorsicht gilt bei Beruhigungsmitteln und anderen dämpfenden Mitteln, etwa Benzodiazepinen (Beruhigungs- und Schlafmitteln), Mitteln gegen Psychosen oder gegen Depressionen, und bei Alkohol, weil sich die dämpfende Wirkung addieren kann. Die Pille (Ethinylestradiol und Levonorgestrel) wurde in einer Studie nicht beeinflusst.[40] Auch die Fachinformation von Olanzapin schreibt, dass Olanzapin die Wirkung von Dopamin-Agonisten abschwächen kann; Rotigotin ist ein solcher Dopamin-Agonist.[28]
  • Mehr: Rotigotin.

Was noch fehlt

Für Methysergid, Pizotifen, Lisurid, Frovatriptan, Warfarin, Dihydroergotamin, Ketotifen, Minocyclin und Lidocain in der Nase sind auf dieser Seite keine Angaben aus Fachinformationen zu Wechselwirkungen und Nebenwirkungen ausgewertet. Was die Fachinformationen der Cluster-Mittel über Warfarin sagen, steht auf der Seite Warfarin. Die Änderungen, die die Europäische Arzneimittel-Agentur 2014 für Methysergid festgelegt hat (Anhang III), betreffen den Abschnitt zu Wechselwirkungen nicht; siehe Methysergid. Was zu diesen Mitteln bekannt ist, steht auf den einzelnen Seiten: Methysergid, Pizotifen, Lisurid, Frovatriptan, Minocyclin, Lidocain, Warfarin, Ketotifen, Dihydroergotamin.

Hinweis zu Zulassung und Kosten

Die Angaben zur Zulassung geben Rechtsgrundlagen wieder und sind keine Rechtsberatung. Was gilt, wenn die Krankenkasse ein Mittel außerhalb der Zulassung nicht bezahlen will, steht auf der Seite Off-Label-Use; für den Einzelfall helfen die Sozialverbände weiter — etwa der Sozialverband VdK Deutschland oder der Sozialverband Deutschland (SoVD).

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 Fachinformation Isoptin 120 mg Filmtabletten (Verapamil), Stand der Information April 2022, am 23.09.2026 gelesen. 4.5: „Verapamil hemmt CYP3A4 und P-Glycoprotein (P-gp).“; Lithium: „eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber den Lithium-Effekten (Neurotoxizität) gemeldet; die Lithiumspiegel waren dabei unverändert oder stiegen an. Die Gabe von Verapamil hat jedoch auch zur Senkung der Lithiumspiegel … geführt. Patienten, die beide Wirkstoffe erhalten, sollten daher engmaschig beobachtet werden.“; Betarezeptorenblocker (z. B. Metoprolol, Propranolol) und andere Antiarrhythmika: „Gegenseitige Verstärkung der kardiovaskulären Wirkungen (höhergradige AV-Blockierung, höhergradige Senkung der Herzfrequenz, Auftreten einer Herzinsuffizienz, verstärkte Blutdrucksenkung)“; „Die gleichzeitige Anwendung mit Ivabradin ist … kontraindiziert.“; Statine: bei Simvastatin in höheren Dosen „ist das Risiko einer Myopathie/Rhabdomyolyse erhöht“; Grapefruitsaft erhöht die Verapamil-Konzentration; Alkohol: „Verstärkung der Alkoholwirkung“; Acetylsalicylsäure: „Verstärkte Blutungsneigung“; direkte orale Gerinnungshemmer und Dabigatran: höhere Spiegel, Blutungsrisiko; Digoxin: Dosis verringern; Colchicin: gleichzeitige Einnahme „wird nicht empfohlen“; Carbamazepin: erhöhte Spiegel; Antihypertensiva: „Risiko eines übermäßigen Blutdruckabfalls“. 4.8: „Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen, Schwindel- bzw. Benommenheitsgefühl, gastrointestinale Beschwerden (Übelkeit, Verstopfung, abdominale Beschwerden), außerdem Bradykardie, Tachykardie, Palpitationen, Hypotonie, Flush, periphere Ödeme sowie Müdigkeit.“ Häufigkeitsangaben: „Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen Selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen“.
  2. ↑ 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 Fachinformation Imigran-Inject 6 mg/0,5 ml Injektionslösung (Sumatriptan), Stand der Information Mai 2026, Abschnitte 4.1, 4.3, 4.4 und 4.5, am 23.09.2026 gelesen. Anwendungsgebiet: „Akute Behandlung von Migräneanfällen mit und ohne Aura sowie Cluster-Kopfschmerz (Horton-Syndrom).“ Im Wortlaut: „Imigran-Inject darf nicht gleichzeitig mit Monoaminooxidase-Hemmern und nicht innerhalb von zwei Wochen nach Abbruch einer Therapie mit einem Monoaminooxidase-Hemmer angewendet werden.“; „In seltenen Fällen wurde über Patienten berichtet, bei denen nach der Einnahme eines selektiven Serotonin-Reuptake-Hemmers (SSRI) und von Sumatriptan ein Serotonin-Syndrom (einschließlich Bewusstseinsveränderungen, autonomer Instabilität und neuromuskulärer Störungen) auftrat. Von einem Serotonin-Syndrom wurde nach gleichzeitiger Behandlung mit Triptanen und Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Hemmern (SNRIs) berichtet. Wenn die gleichzeitige Behandlung mit Sumatriptan und einem SSRI/SNRI aus medizinischen Gründen notwendig ist, sollte der Patient angemessen überwacht werden“; „Bei gemeinsamer Anwendung von Triptanen und pflanzlichen Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten, können möglicherweise häufiger Nebenwirkungen auftreten.“ Weiter: 4.3: „Sumatriptan darf nicht gleichzeitig mit Ergotamin- oder Ergotaminderivat-haltigen Arzneimitteln (einschließlich Methysergid) oder einem anderen Triptan/5-HT1-Rezeptor-Agonisten angewendet werden“; ebenfalls 4.3: nicht bei Herzinfarkt in der Vorgeschichte, ischämischer Herzkrankheit, koronaren Vasospasmen, peripheren Gefäßerkrankungen, Schlaganfall oder TIA, schweren Leberfunktionsstörungen, mittelschwerem bis schwerem sowie unkontrolliertem leichtem Bluthochdruck; Wartezeiten 4.5: nach Ergotamin oder einem anderen Triptan mindestens 24 Stunden bis Sumatriptan, nach Sumatriptan mindestens 6 Stunden bis Ergotamin und 24 Stunden bis zu einem anderen Triptan; Nebenwirkungen 4.8, sehr häufig: „Vorübergehende Schmerzen an der Injektionsstelle“; häufig u. a. „Schwindel, Schläfrigkeit, Sensibilitätsstörungen einschließlich Parästhesie und Hypästhesie“, „Vorübergehender Blutdruckanstieg kurz nach der Anwendung, Hitzewallungen/Gesichtsrötung (Flushing)“, „Dyspnoe“, „Schweregefühl … inklusive dem Brustkorb und Halsbereich“, „Müdigkeit“; Wirkweise 5.1: „Diese beiden Mechanismen (kraniale Vasokonstriktion und Inhibierung der Aktivität des Trigeminus-Nervs) tragen wahrscheinlich zur Wirkung von Sumatriptan beim Menschen bei.“
  3. ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 Emgality (Galcanezumab), Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels, EMA, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: „Emgality ist angezeigt zur Migräne-Prophylaxe bei Erwachsenen mit mindestens 4 Migränetagen pro Monat.“; 4.5: „Es wurden keine Wechselwirkungsstudien durchgeführt. Basierend auf den Eigenschaften von Galcanezumab sind keine pharmakokinetischen Wechselwirkungen zu erwarten.“; 4.8: in den Migränestudien mit 120 mg bzw. 240 mg „Schmerzen an der Injektionsstelle (10,1 %/11,6 %), Reaktionen an der Injektionsstelle (9,9 %/14,5 %), Vertigo (0,7 %/1,2 %), Obstipation (1,0 %/1,5 %), Pruritus (0,7 %/1,2 %) und Urtikaria (0,3 %/0,1 %)“; „Weniger als 2,5 % der Patienten in diesen Studien brachen die Teilnahme aufgrund von Nebenwirkungen ab.“; 5.1: „Galcanezumab ist ein humanisierter monoklonaler IgG4-Antikörper, der an Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) bindet und dessen biologische Aktivität unterbindet.“
  4. ↑ 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 4,5 4,6 4,7 4,8 Fachinformation Ergo-Kranit Migräne 2 mg Tabletten (Ergotamintartrat), Stand der Information Februar 2023, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: „Behandlung von Migräne-Anfällen (insbesondere sehr lange Anfälle), wenn andere Therapien nicht wirksam oder nicht indiziert sind.“ 4.2: höchstens 2 Tabletten (4 mg) pro Anfall oder Tag; „Die wöchentliche Höchstdosis beträgt 3 Tabletten (entspr. 6 mg Ergotamintartrat).“ 4.3 Gegenanzeigen u. a.: Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Bluthochdruck, periphere arterielle Gefäßerkrankungen, schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen, Therapie mit Tetracyclinen, „gleichzeitige Therapie mit Beta-Blockern“, „gleichzeitige Therapie mit starken Cytochrom P450 3A4 (CYP3A4)-Hemmern, wie z. B. Makrolidantibiotika (außer Spiramycin), HIV-Proteinase-Hemmern oder Inhibitoren der Reversen-Transkriptase und Azol-Antimykotika“, „gleichzeitige Therapie mit anderen Vasokonstriktoren einschließlich Ergot-Alkaloide, 5-HT1-Rezeptor-Agonisten (z. B. Sumatriptan), Nikotin (z. B. durch starkes Rauchen) und Sympathomimetika“, Schwangerschaft und Stillzeit, „Kinder unter 16 Jahren und Patienten über 65 Jahren“. 4.5: CYP3A4-Hemmer führen zu „einer erhöhten Ergotamin-Exposition … mit einem verstärkten Auftreten von Ergotismus (Vasospasmen, Ischämien der Extremitäten und weiteren Geweben)“; „Die gleichzeitige Einnahme von Metoclopramid verbessert die Resorption von Ergotamin.“ 4.8: häufig Übelkeit, Erbrechen, Diarrhöen; gelegentlich Benommenheit, Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Krämpfe, Muskelschwäche, Muskelschmerzen und Parästhesien; selten Herzschmerzen und kurzfristige Tachy- oder Bradykardien; sehr selten medikamenteninduzierte Fibrosen; nach Langzeitbehandlung Durchblutungsstörungen bis zum Gefäßverschluss mit Gangrän; „Eine regelmäßige Einnahme von mehr als 20 mg Ergotamin pro Monat kann zu Dauerkopfschmerzen führen.“ 5.1: „Ergotamin ist ein natürlich vorkommendes Mutterkornalkaloid mit α-adrenerger, überwiegend vasokonstriktorischer Wirkung auf venöse und arterielle Gefäße.“ Verapamil wird nicht genannt.
  5. ↑ 5,00 5,01 5,02 5,03 5,04 5,05 5,06 5,07 5,08 5,09 Fachinformation AscoTop Nasal 5 mg/Dosis Nasenspray (Zolmitriptan), Stand der Information Juni 2023, am 23.09.2026 gelesen. 4.3: Gegenanzeigen u. a. „Mittelschwere oder schwere Hypertonie sowie unzureichend eingestellte leichte Hypertonie“, Herzinfarkt, koronare Herzkrankheit, Koronarspasmen, arterielle Verschlusskrankheit, Schlaganfall oder TIA, „Kreatinin-Clearance < 15 ml/min“; „Die gleichzeitige Anwendung von Zolmitriptan und Ergotamin, Ergotaminderivaten (einschließlich Methysergid) und anderen 5-HT1B/1D-Rezeptoragonisten ist kontraindiziert“. 4.5: „Zolmitriptan sollte frühestens 24 Stunden nach Gabe ergotaminhaltiger Arzneimittel angewendet werden. Umgekehrt sollten ergotaminhaltige Arzneimittel frühestens 6 Stunden nach der Anwendung von Zolmitriptan gegeben werden“; „Für Patienten, die MAO-A-Hemmer einnehmen, wird eine maximale Dosis von 5 mg Zolmitriptan innerhalb von 24 Stunden empfohlen. Diese Arzneimittel sollten nicht zusammen angewendet werden, wenn eine höhere Dosis als 2-mal täglich 150 mg Moclobemid eingenommen wird.“; „Patienten, die Cimetidin einnehmen, wird als maximale Dosis 5 mg Zolmitriptan in 24 Stunden empfohlen.“; bei starken CYP1A2-Hemmern „wie Fluvoxamin und Chinolone (z. B. Ciprofloxacin), wird eine Dosisreduktion empfohlen“; Berichte über Symptome eines Serotonin-Syndroms nach SSRI oder SNRI und Triptanen. 4.8: sehr häufig „Störungen des Geschmacksempfindens“; häufig u. a. „Schwindel, Kopfschmerzen, Hyperästhesie, Parästhesie, Schläfrigkeit, Wärmeempfinden“, „Palpitationen“, „Nasenbluten, Beschwerden in der Nasenhöhle“, „Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit“, „Schwächegefühl, Schweregefühl, Engegefühl“. 5.1: „Zolmitriptan erwies sich als selektiver Agonist des 5-HT1B/1D-Rezeptors, der die Gefäßkontraktion vermittelt.“
  6. ↑ 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 6,5 Fachinformation Ritalin 10 mg Tabletten (Methylphenidat), Stand der Information September 2025, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: ADHS. 4.3 Gegenanzeigen u. a.: Glaukom; „Während der Behandlung mit Monoaminoxidasehemmern (MAO-Hemmern) oder innerhalb von mindestens 14 Tagen nach Absetzen solcher Substanzen, da dann das Risiko einer hypertensiven Krise besteht“; schwere Depression, Suizidneigung, psychotische Symptome; vorbestehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschließlich schwerer Hypertonie, Angina pectoris und Herzinfarkt; zerebrovaskuläre Erkrankungen. 4.5: Methylphenidat kann den Abbau von Cumarin-Antikoagulanzien, Antikonvulsiva (z. B. Phenobarbital, Phenytoin, Primidon) und einigen Antidepressiva (trizyklische und SSRI) hemmen; „Ritalin kann die antihypertensive Wirkung von Arzneimitteln zur Behandlung von Bluthochdruck abschwächen.“; Vorsicht mit anderen blutdruckerhöhenden Mitteln; „Alkohol kann die ZNS-Nebenwirkungen … verstärken“; bei geplanter Operation nicht am Tag der Operation; Vorsicht mit dopaminergen Wirkstoffen und Antipsychotika. 5.1: „ein Psychostimulans“ mit Phenylethylamin-Skelett, „das für die amphetaminähnlichen Wirkungen verantwortlich gemacht wird“.
  7. ↑ 7,00 7,01 7,02 7,03 7,04 7,05 7,06 7,07 7,08 7,09 7,10 Circadin 2 mg Retardtabletten (Melatonin), Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels, Europäische Arzneimittel-Agentur, Produktinformation laut EMA zuletzt aktualisiert am 07.07.2025; am 23.09.2026 gelesen. 4.1: „Circadin ist indiziert als Monotherapie für die kurzzeitige Behandlung der primären, durch schlechte Schlafqualität gekennzeichneten Insomnie bei Patienten ab 55 Jahren.“ 4.4: „Circadin kann Schläfrigkeit hervorrufen. Daher ist das Arzneimittel mit Vorsicht anzuwenden, wenn die Auswirkungen von Schläfrigkeit ein Sicherheitsrisiko darstellen könnten.“; bei Autoimmunerkrankungen „nicht empfohlen“. 4.2: bei Leberfunktionseinschränkung „nicht empfohlen“. 4.5: Fluvoxamin „erhöht die Melatoninspiegel (um das 17fach größere Fläche unter der Kurve (AUC) und eine um das 12fach höhere Cmax im Serum) … Die Kombination muss daher vermieden werden.“; Vorsicht bei 5- oder 8-Methoxypsoralen, bei Cimetidin und bei Östrogenen (z. B. Kontrazeptiva oder Hormonersatztherapie), die den Melatoninspiegel erhöhen; „CYP1A2-Inhibitoren wie Chinolone können eine erhöhte Melatoninexposition verursachen. CYP1A2-Induktoren wie Carbamazepin und Rifampicin können eine Reduktion der Plasmakonzentrationen von Melatonin hervorrufen.“; „Zigarettenrauchen kann die Melatoninspiegel aufgrund der Induktion von CYP1A2 senken.“; „Circadin darf nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden, da dieser die Wirkung von Circadin auf den Schlaf herabsetzt.“; „Circadin kann die sedierenden Eigenschaften von Benzodiazepinen und von Nicht-Benzodiazepin-Hypnotika wie Zaleplon, Zolpidem und Zopiclon verstärken.“; mit Zolpidem „eine vermehrte Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit, Gedächtnisleistung und Koordination“; mit Imipramin „übermäßige Ruhigstellung“, mit Thioridazin „vermehrte Benommenheit“. 4.8: „In klinischen Prüfungen berichteten insgesamt 9,5 % der Patienten, die Circadin erhielten, eine Nebenwirkung im Vergleich zu 7,4 % der Patienten, die das Plazebo erhielten.“; aufgeführt u. a. Reizbarkeit, Nervosität, Rastlosigkeit, Insomnie, anormale Träume, Albträume, Kopfschmerzen, Benommenheit, Somnolenz, Bauchschmerzen, Übelkeit, Juckreiz. 5.1: „Melatonin ist ein natürlicherweise vorkommendes Hormon, das von der Zirbeldrüse produziert wird und mit dem Serotonin strukturverwandt ist. Physiologisch steigt die Melatoninsekretion bald nach Einsetzen der Dunkelheit, gipfelt um 2 bis 4 Uhr nachts und fällt in der zweiten Nachthälfte dann wieder ab.“; „Die Aktivität von Melatonin an den MT1, MT2 und MT3-Rezeptoren soll Anteil an den schlaffördernden Eigenschaften haben“.
  8. ↑ 8,00 8,01 8,02 8,03 8,04 8,05 8,06 8,07 8,08 8,09 8,10 8,11 8,12 Fachinformation Topamax 25 mg/50 mg/100 mg/200 mg Filmtabletten (Topiramat), Stand der Information Dezember 2023, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: „Topiramat ist indiziert bei Erwachsenen zur Prophylaxe von Migräne-Kopfschmerzen nach sorgfältiger Abwägung möglicher alternativer Behandlungsmethoden.“ (daneben Epilepsie; den Cluster-Kopfschmerz nennt 4.1 nicht). 4.2, Migräne: „Die empfohlene Gesamttagesdosis von Topiramat zur Prophylaxe von Migräne-Kopfschmerzen beträgt 100 mg/Tag, verteilt auf zwei Dosen. Die Titration sollte mit 25 mg abends über eine Woche beginnen. Die Dosis sollte in Schritten von 25 mg/Tag, verabreicht in 1-wöchentlichen Intervallen, erhöht werden.“; bis 200 mg/Tag möglich, „dennoch wird wegen einer erhöhten Inzidenz an Nebenwirkungen zur Vorsicht geraten“; Antiepileptika einschließlich Topiramat „sollten … schrittweise abgesetzt werden“. 4.3, Vorbeugung von Migräne: Gegenanzeige „während der Schwangerschaft“ und „bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine hochwirksame Empfängnisverhütung anwenden“. 4.4: „Eine adäquate Flüssigkeitszufuhr während der Anwendung von Topiramat ist sehr wichtig. Die Flüssigkeitszufuhr kann das Risiko einer Nephrolithiasis reduzieren“; Schwangerschaftsverhütungsprogramm mit Schwangerschaftstest vor Beginn; Oligohidrose (vermindertes Schwitzen); „Eine erhöhte Inzidenz von Stimmungsschwankungen und Depression wurde während der Topiramat-Behandlung beobachtet.“; suizidbezogene Ereignisse in doppelblinden Studien bei 0,5 % (46 von 8 652) unter Topiramat gegenüber 0,2 % (8 von 4 045) unter Placebo, Patienten sollten „medizinische Hilfe einholen, wenn Anzeichen für Suizidgedanken oder suizidales Verhalten auftreten“; schwerwiegende Hautreaktionen (SJS, TEN); akute Myopie mit sekundärem Engwinkelglaukom, Symptome „das akute Auftreten einer verminderten Sehschärfe und/oder Augenschmerzen“, üblicherweise im ersten Monat; Gesichtsfeld-Ausfälle; metabolische Azidose, die „auf der inhibitorischen Wirkung von Topiramat auf die renale Carboanhydrase“ beruht; Beeinträchtigung der kognitiven Funktion, die „eine Reduktion der Dosierung oder eine Beendigung der Behandlung erforderte“; Hyperammonämie, häufiger zusammen mit Valproinsäure; Gewichtsverlust. 4.5: Lithium: bei Gesunden „eine Reduktion der systemischen Lithium-Exposition (18 % der AUC)“ unter 200 mg/Tag, bei bipolaren Störungen „ein Anstieg in der systemischen Exposition (26 % der AUC) nach Topiramat Dosen bis zu 600 mg/Tag“; „Die Lithiumspiegel sollten bei gleichzeitiger Gabe mit Topiramat überwacht werden.“; „Es wird empfohlen, dass Topamax nicht gleichzeitig mit Alkohol oder anderen ZNS dämpfenden Arzneimitteln angewendet wird.“; Johanniskraut: „Gefahr von reduzierten Plasmaspiegeln und folglich einer verringerten Wirksamkeit“; hormonelle Kontrazeptiva: „Möglichkeit einer verminderten kontrazeptiven Wirksamkeit und verstärkter Durchbruchblutungen“, Frauen „sollten darauf hingewiesen werden, zusätzlich auch eine Barrieremethode anzuwenden“; „Phenytoin und Carbamazepin reduzieren die Plasmakonzentration von Topiramat.“; Hydrochlorothiazid: Topiramat Cmax +27 %, AUC +29 %, „kann eine Anpassung der Topiramat-Dosis erfordern“, stärkerer Abfall des Serumkaliums in Kombination; Metformin und Glibenclamid: „besonderes Augenmerk auf die Routineüberwachung“ der Diabeteseinstellung; Warfarin: verkürzte PT/INR, „die INR sorgfältig überwacht werden“; Valproinsäure: Hyperammonämie mit oder ohne Enzephalopathie sowie Hypothermie; Arzneimittel, die Nierensteine begünstigen, „sollten … vermieden werden“; „Topiramat hemmt das Enzym CYP2C19“ (z. B. Diazepam, Imipramin, Moclobemid, Proguanil, Omeprazol); Tabelle 2: Sumatriptan (oral und subkutan) Konzentration unverändert, Topiramat-Konzentration nicht untersucht; ebenso keine Änderung bei Dihydroergotamin, Pizotifen und Venlafaxin. 4.8, häufigste Nebenwirkungen (Inzidenz über 5 % und höher als unter Placebo in mindestens einer Indikation): „Anorexie, verminderter Appetit, Bradyphrenie, Depression, Beeinträchtigung des sprachlichen Ausdrucksvermögens, Insomnie, anomale Koordination, Aufmerksamkeitsstörung, Schwindel, Dysarthrie, Dysgeusie, Hypästhesie, Lethargie, Gedächtnisstörung, Nystagmus, Parästhesie, Somnolenz, Tremor, Diplopie, Verschwommensehen, Diarrhö, Übelkeit, Fatigue, Reizbarkeit und Gewichtsabnahme“. 5.1: „Der genaue Mechanismus, durch den Topiramat seine antiepileptischen und Migräne prophylaktischen Eigenschaften ausübt, ist unbekannt.“; an kultivierten Nervenzellen Blockade des Natriumkanals, Verstärkung der GABA-Wirkung an GABA-A-Rezeptoren, Hemmung des Kainat/AMPA-Subtyps des Glutamatrezeptors, schwache Hemmung einiger Isoenzyme der Carboanhydrase.
  9. ↑ 9,0 9,1 9,2 9,3 9,4 9,5 9,6 Fachinformation Lioresal 5/10/25 mg Tabletten (Baclofen), Stand der Information Januar 2026, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: Spastizität der Skelettmuskulatur bei Multipler Sklerose, Rückenmarkserkrankungen oder -verletzungen und zerebralen Ursprungs. 4.2: nach längerer Anwendung (länger als 2 bis 3 Monate) „nur ausschleichend innerhalb von etwa 3 Wochen abgesetzt werden“, außer bei schwerwiegenden Nebenwirkungen. 4.4: „Fälle von unsachgemäßem Gebrauch, Missbrauch und Abhängigkeit wurden im Zusammenhang mit Baclofen gemeldet.“; zu Beginn Muskelschwäche, „abrupten Tonusverlust (Sturzgefahr!)“, Müdigkeit oder Verwirrtheit rasch erkennen. 4.5: „Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Muskelrelaxanzien oder von Medikamenten, die einen dämpfenden Einfluss auf Funktionen des zentralen Nervensystems haben (Psychopharmaka, Schlafmittel, Opioide, sedierende Antidepressiva), kann es zu gegenseitiger Wirkungsverstärkung kommen. Insbesondere ist gleichzeitiger Alkoholgenuss zu vermeiden“; mit blutdrucksenkenden Mitteln „verstärkten Blutdrucksenkung“; Mittel, die die Nierenfunktion erheblich beeinflussen, können die Ausscheidung so weit verringern, „dass mit toxischen Effekten gerechnet werden muss“. 4.8: „sehr häufig Übelkeit, Schläfrigkeit und Sedation sowie häufig Erbrechen, Müdigkeit und Benommenheit“, dosisabhängig. 5.1: „ein zentral wirksames Muskelrelaxans“, Verstärkung der präsynaptischen Hemmung vorwiegend im Rückenmark.
  10. ↑ 10,00 10,01 10,02 10,03 10,04 10,05 10,06 10,07 10,08 10,09 Fachinformation Ergenyl chrono 300 mg/500 mg (Valproinsäure/Natriumvalproat), Stand der Information Oktober 2025, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: Epilepsie; „Behandlung von manischen Episoden bei einer bipolaren Störung, wenn Lithium kontraindiziert ist oder nicht vertragen wird.“ 4.3: u. a. Leber- und schwere Pankreasfunktionsstörungen, Blutgerinnungsstörungen; bei Epilepsie in der Schwangerschaft nur, wenn es keine geeignete Alternative gibt, bei bipolarer Störung in der Schwangerschaft gar nicht; bei Frauen im gebärfähigen Alter nur, wenn „die Bedingungen des Schwangerschaftsverhütungsprogramms“ eingehalten werden. 4.4, männliche Patienten: „Eine retrospektive Beobachtungsstudie weist auf ein erhöhtes Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen bei Kindern hin, deren Väter in den drei Monaten vor der Zeugung mit Valproat behandelt wurden“; zuverlässige Verhütung während der Anwendung und drei Monate danach in Betracht ziehen; keine Samenspende. 4.5: Carbapeneme: „60- bis 100%igen Senkung der Valproinsäurespiegel in etwa 2 Tagen“, „eine gleichzeitige Anwendung sollte daher vermieden werden“; Topiramat: Enzephalopathie und/oder Hyperammonämie; Lamotrigin: Halbwertszeit „auf fast das Doppelte“, Risiko von Hautreaktionen; Acetylsalicylsäure verdrängt Valproinsäure aus der Eiweißbindung; Antikoagulanzien oder Antiaggreganzien: „erhöhter Blutungsneigung“; Rifampicin und östrogenhaltige Mittel einschließlich hormoneller Kontrazeptiva können den Valproatspiegel senken; Alkohol kann die Lebertoxizität verstärken; „Ergenyl chrono hat keinen Effekt auf den Lithiumserumspiegel.“ 4.8: sehr häufig Tremor, Übelkeit, Hyperammonämie; häufig u. a. Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Erbrechen, Diarrhö, Haarausfall, Anämie, Thrombozytopenie. 5.1: angenommen wird „eine Erhöhung der GABA-mediierten Inhibition“.
  11. ↑ 11,0 11,1 11,2 11,3 11,4 11,5 11,6 Fachinformation Axura Filmtabletten (Memantin), Stand der Information 06/2025, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: „Zur Behandlung von Patienten mit moderater bis schwerer Alzheimer-Demenz.“ 4.5: Wirkungen von L-Dopa, dopaminergen Agonisten und Anticholinergika „möglicherweise verstärkt“, von Barbituraten und Neuroleptika abgeschwächt; Dantrolen oder Baclofen: Dosisanpassung ggf. erforderlich; „Die gleichzeitige Anwendung von Memantin und Amantadin sollte vermieden werden, da diese das Risiko einer pharmakotoxischen Psychose birgt. … Dasselbe kann auch auf Ketamin und Dextromethorphan zutreffen“; Fallbericht zu Phenytoin; Cimetidin, Ranitidin, Procainamid, Chinidin, Chinin und Nicotin: mögliche Wechselwirkung über dasselbe Transportsystem der Niere, „potenzielle Gefahr eines erhöhten Plasmaspiegels“; Hydrochlorothiazid-Spiegel möglicherweise erniedrigt; Warfarin: einzelne INR-Erhöhungen, engmaschige Überwachung ratsam. 4.8: häufigste mit höherer Inzidenz als unter Placebo „Schwindel (6,3% vgl. mit 5,6%), Kopfschmerzen (5,2% vgl. mit 3,9%), Verstopfung (4,6% vgl. mit 2,6%), Schläfrigkeit (3,4% vgl. mit 2,2%) und erhöhter Blutdruck (4,1% vgl. mit 2,8%)“. 5.1: „Memantin ist ein spannungsabhängiger, nichtkompetitiver NMDA-Rezeptorantagonist mittlerer Affinität.“
  12. ↑ 12,0 12,1 12,2 12,3 12,4 Fachinformation Ketanest S (Esketamin), Stand der Information November 2023, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: Einleitung und Durchführung einer Allgemeinanästhesie, Ergänzung bei Regionalanästhesien, Anästhesie und Schmerzbekämpfung in der Notfallmedizin u. a. 4.3 u. a.: Patienten, für die ein erhöhter Blutdruck oder ein gesteigerter Hirndruck ein ernsthaftes Risiko darstellt; schlecht eingestellter oder unbehandelter Bluthochdruck (über 180/100 mmHg in Ruhe); unbehandelte Schilddrüsenüberfunktion. 4.4: „Es liegen Berichte über Arzneimittelmissbrauch mit Ketamin vor.“; bei länger dauernder Anwendung (länger als 3 Tage) Berichte über Hepatotoxizität. 4.5: mit Xanthinderivaten (Aminophyllin, Theophyllin) mögliche Absenkung der Krampfschwelle, „sollte vermieden werden“; nicht mit Ergometrin; Schilddrüsenhormone, Sympathomimetika und Vasopressin: Blutdrucksteigerung und Herzrasen möglich; Benzodiazepine und Neuroleptika verlängern die Wirkdauer; Barbiturate und Opiate können die Aufwachphase verlängern; CYP3A4-Hemmer: „kann eine verringerte Dosierung von Esketamin erforderlich machen“, CYP3A4-Induktoren eine erhöhte. 5.1: „Esketamin ist ein chirales Cyclohexanonderivat mit starker analgetischer Wirkung. Gleichzeitig bewirkt es eine sogenannte dissoziative Anästhesie.“
  13. ↑ 13,00 13,01 13,02 13,03 13,04 13,05 13,06 13,07 13,08 13,09 13,10 13,11 13,12 13,13 13,14 Fachinformation Prednisolon JENAPHARM Tabletten (Prednisolon), Stand der Information Oktober 2025, am 23.09.2026 gelesen. Abschnitt 4.1 (Anwendungsgebiete) nennt den Cluster-Kopfschmerz nicht. 4.5 im Wortlaut u. a.: „Antidiabetika: Die blutzuckersenkende Wirkung wird vermindert.“; „Cumarin-Derivate (orale Antikoagulanzien): Die Antikoagulanzienwirkung kann abgeschwächt oder verstärkt werden.“; „Nicht-steroidale Antiphlogistika/Antirheumatika (NSAR), Salicylate und Indometacin: Die Gefahr von Magen-Darm-Ulzeration und -Blutungen wird erhöht.“; „Bei einer gleichzeitigen Behandlung mit CYP3A-Inhibitoren einschließlich cobicistathaltiger Produkte ist mit einem erhöhten Risiko systemischer Nebenwirkungen zu rechnen. Die Kombination sollte vermieden werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt das erhöhte Risiko systemischer Nebenwirkungen der Corticosteroide; in diesem Fall sollten die Patienten im Hinblick auf systemische Corticosteroidnebenwirkungen überwacht werden.“; „CYP3A4 hemmende Substanzen (z. B. Ketoconazol, Itraconazol) können die Corticoidwirkung verstärken.“; „CYP3A4 aktivierende Substanzen wie Rifampicin, Phenytoin, Carbamazepin, Barbiturate und Primidon können die Corticoidwirkung abschwächen.“; Antazida: „Bei gleichzeitiger Einnahme von Magnesium- oder Aluminiumhydroxid verminderte Resorption von Prednisolon möglich. Die Einnahme der beiden Arzneimittel sollte daher in einem zeitlichen Abstand erfolgen (2 Stunden).“; „Fluorchinolone können das Risiko für Sehnenbeschwerden erhöhen.“; Östrogene (z. B. Ovulationshemmer): „Die Halbwertszeit von Glucocorticoiden kann verlängert sein. Deshalb kann die Corticoidwirkung verstärkt werden.“; Herzglykoside: „Die Glykosidwirkung kann durch Kaliummangel verstärkt werden.“; Saluretika/Laxanzien: „Die Kaliumausscheidung wird verstärkt.“; Ciclosporin: „Die Blutspiegel von Ciclosporin werden erhöht. Es besteht eine erhöhte Gefahr zerebraler Krampfanfälle.“; ACE-Hemmstoffe: „Erhöhtes Risiko des Auftretens von Blutbildveränderungen.“; Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin: erhöhtes Risiko von Myopathien und Kardiomyopathien; „Hautreaktionen auf Allergietests können unterdrückt werden.“ 4.4: strenge Indikationsstellung u. a. „ca. 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach Schutzimpfungen mit Lebendimpfstoffen“; „Während der Anwendung von Prednisolon JENAPHARM ist bei Diabetikern ein eventuell erhöhter Bedarf an Insulin oder oralen Antidiabetika zu berücksichtigen.“; bei psychiatrischen Erkrankungen, auch früheren: „neurologische oder psychiatrische Überwachung wird empfohlen“; „Das Risiko von Sehnenbeschwerden, Tendinitis und von Sehnenrupturen ist erhöht, wenn Fluorchinolone und Glucocorticoide zusammen verabreicht werden.“; bei Sehstörungen Überweisung an einen Augenarzt erwägen. 4.8: Nebenwirkungen, „die sehr stark von Dosis und Therapiedauer abhängig sind und deren Häufigkeit daher hier nicht angegeben werden kann“, u. a. Maskierung und Begünstigung von Infektionen, Natriumretention mit Ödembildung, vermehrte Kaliumausscheidung, Gewichtszunahme, verminderte Glucosetoleranz, Diabetes mellitus, Appetitsteigerung, „Depressionen, Gereiztheit, Euphorie, Antriebssteigerung, Psychosen, Manie, Halluzinationen, Affektlabilität, Angstgefühle, Schlafstörungen, Suizidalität“, Katarakt, Glaukom, verschwommenes Sehen, Hypertonie, „Magen-Darm-Ulcera, gastrointestinale Blutungen, Pankreatitis“, Steroidakne, „Osteoporose (dosisabhängig, auch bei nur kurzzeitiger Anwendung möglich), aseptische Knochennekrosen“, Sehnenbeschwerden bis zu Sehnenrupturen, verzögerte Wundheilung. 5.1: „In höheren als den zur Substitution erforderlichen Dosen wirkt Prednisolon rasch antiphlogistisch (antiexsudativ und antiproliferativ) und verzögert immunsuppressiv.“
  14. ↑ 14,00 14,01 14,02 14,03 14,04 14,05 14,06 14,07 14,08 14,09 14,10 Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: Mustertext Fachinformation Indometacin (Muster-Nr. 8000202), Stand 14.09.2021, Abschnitt 4.5, am 23.09.2026 erneut gelesen. Im Wortlaut u. a.: „Indometacin sollte nur mit Vorsicht zusammen mit den folgenden Arzneistoffen eingenommen werden“; andere NSAR einschließlich Salicylate: „Daher sollte die gleichzeitige Anwendung von Indometacin mit anderen NSAR vermieden werden“; Digoxin, Phenytoin, Lithium: kann „den Digoxin- bzw. Lithiumspiegel im Serum erhöhen. Eine Kontrolle der Lithium-Serumspiegel ist notwendig.“; „NSAR können die Wirkung von Diuretika und Antihypertensiva abschwächen“; bei eingeschränkter Nierenfunktion kann zusammen mit einem ACE-Hemmer, Betarezeptorenblocker oder Angiotensin-II-Antagonisten die Nierenfunktion bis zum akuten Nierenversagen schlechter werden, „was gewöhnlich reversibel ist“, Kombination „nur mit Vorsicht“, vor allem bei älteren Patienten, adäquate Flüssigkeitseinnahme, Kontrolle der Nierenwerte „sollte nach Beginn einer Kombinationstherapie in Erwägung gezogen werden“; kaliumsparende Diuretika: Hyperkaliämie; Glucocorticoide: „erhöhtes Risiko gastrointestinaler Ulzera oder Blutungen“; Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure und SSRI: „erhöhtes Risiko gastrointestinaler Blutungen“; Methotrexat innerhalb von 24 Stunden davor oder danach: höhere Konzentration im Blut und „Zunahme seiner toxischen Wirkung“; „NSAR können die Nierentoxizität von Ciclosporin erhöhen“; „NSAR können die Wirkung von Antikoagulanzien wie Warfarin verstärken“; Sulfonylharnstoffe: vereinzelt Beeinflussung des Blutzuckerspiegels, Kontrolle der Blutzuckerwerte empfohlen; Penicilline: Ausscheidung verzögert; Probenecid: Indometacin-Elimination verlangsamt; Furosemid: Indometacin-Ausscheidung beschleunigt; Triamteren: nicht gleichzeitig, sonst „Gefahr des akuten Nierenversagens“; Diflunisal: nicht gleichzeitig, sonst ist „mit einem deutlichen Anstieg der Indometacin-Plasmaspiegel zu rechnen (letale gastrointestinale Hämorrhagien wurden beschrieben)“.
  15. ↑ 15,0 15,1 15,2 15,3 15,4 15,5 Fachinformation Quilonum retard 450 mg Retardtabletten (Lithiumcarbonat), Teofarma, Stand der Information August 2024, Abschnitt 4.5, am 22.09.2026 gelesen: „Kalzium-Antagonisten (z. B. Diltiazem, Verapamil) Erhöhung der Lithiumtoxizität. Der Serumlithiumspiegel sollte deshalb im unteren therapeutischen Bereich liegen.“; bei „Substanzen, die den Serotonin-Stoffwechsel beeinflussen können (MAO-Hemmer, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, 5-HT-Agonisten)“: „Das Auftreten eines Serotonin-Syndroms wurde beschrieben“; nichtsteroidale Antirheumatika „z. B. Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen, Indometacin“, COX-2-Hemmer, ACE-Hemmer, Sartane und Metronidazol erhöhen den Lithiumspiegel.
  16. ↑ 16,0 16,1 16,2 16,3 16,4 16,5 Fachinformation Xyrem 500 mg/ml Lösung zum Einnehmen (Natriumoxybat), Stand der Information September 2021, gelesen am 23.09.2026. 4.1: „Behandlung der Narkolepsie mit Kataplexie bei erwachsenen Patienten, Jugendlichen und Kindern ab 7 Jahren“. 4.3 u. a.: „Patienten mit schwerer Depression“, „Patienten, die mit Opioiden oder Barbituraten behandelt werden“. 4.4: „Nach Einnahme von Natriumoxybat zusammen mit Topiramat wurden Fälle von Koma und erhöhten GHB-Konzentrationen im Plasma klinisch beobachtet.“; Valproat: „pharmakokinetische und pharmakodynamische Wechselwirkungen“; Alkohol: Warnung vor gemeinsamer Einnahme; „ein bekanntes Missbrauchspotential“.
  17. ↑ 17,0 17,1 17,2 17,3 17,4 17,5 Fachinformation Neurontin 100/300/400 mg Hartkapseln (Gabapentin), Stand der Information Januar 2026, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: Epilepsie und „Behandlung von peripheren neuropathischen Schmerzen wie schmerzhafter diabetischer Neuropathie und postherpetischer Neuralgie bei Erwachsenen“. 4.4: „Gabapentin kann eine Arzneimittelabhängigkeit verursachen, die bei therapeutischen Dosen auftreten kann.“; schwere Hautreaktionen einschließlich DRESS. 4.5: „Es liegen Spontanmeldungen und Fallberichte in der Literatur über Atemdepression, Sedierung und Todesfälle in Zusammenhang mit Gabapentin bei einer gleichzeitigen Anwendung mit ZNS-dämpfenden Arzneimitteln, einschließlich Opioiden, vor.“; Morphin erhöhte die mittlere Gabapentin-AUC um 44 Prozent; aluminium- und magnesiumhaltige Antazida können die Bioverfügbarkeit um bis zu 24 Prozent senken, Gabapentin „im Abstand von mindestens 2 Stunden“ danach einnehmen. 4.8: sehr häufig Somnolenz, Schwindelgefühl, Ataxie, Ermüdung, Fieber, Virusinfektionen. 5.1: „Gabapentin bindet mit hoher Affinität an die α2δ (Alpha-2-delta)-Untereinheit von spannungsabhängigen Calciumkanälen“.
  18. ↑ 18,0 18,1 18,2 18,3 18,4 18,5 Fachinformation Sandostatin 50 µg, -100 µg, -500 µg (Octreotid), Stand der Information Oktober 2024, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: Akromegalie, Symptome hormonaktiver gastroenteropankreatischer Tumoren, Komplikationen nach Pankreasoperationen, Blutungen aus Varizen bei Zirrhose. 4.4: „Häufig sind Fälle von Bradykardie berichtet worden. Eine Anpassung der Dosis von Arzneimitteln wie Betablockern, Calciumantagonisten oder Arzneimitteln zur Einstellung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts kann erforderlich sein“; Cholelithiasis „sehr häufig“, Ultraschall der Gallenblase vor und etwa alle 6 bis 12 Monate. 4.5: Dosisanpassung von Insulin und Antidiabetika kann nötig sein; verringerte Resorption von Ciclosporin, verzögerte von Cimetidin; höhere Bioverfügbarkeit von Bromocriptin; Vorsicht bei Arzneimitteln, die hauptsächlich über CYP3A4 abgebaut werden und eine geringe therapeutische Breite haben. 4.8: häufigste „Diarrhö, Bauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen, Kopfschmerzen, Cholelithiasis, Hyperglykämie und Obstipation“. 5.1: „Octreotid ist ein synthetisches Oktapeptid-Analogon des natürlich vorkommenden Hormons Somatostatin mit gleichartiger pharmakologischer Wirkung, jedoch mit einer wesentlich längeren Wirkungsdauer.“
  19. ↑ Gebrauchsinformation CONOXIA GO2X, Linde GmbH, Stand 09.2024: „Sauerstoff ist ein oxidierendes Produkt, das Feuer begünstigt.“
  20. ↑ Embryotox: Lidocain, am 23.09.2026 gelesen: „Es ist ein Lokalanästhetikum vom Säureamidtyp, das die Reizleitung an den Nervenfasern durch die Blockade spannungsabhängiger Natriumkanäle hemmt.“
  21. ↑ Embryotox: Prednisolon, am 23.09.2026 gelesen: „Prednisolon ist ein nicht-fluoriertes Glucocorticoid. Es ist die biologisch aktive Form des Prednisons und beeinflusst dosisabhängig den Stoffwechsel fast aller Gewebe.“; „Orale Zubereitungen von Prednisolon und Prednison sind dosisäquivalent.“
  22. ↑ 22,0 22,1 22,2 22,3 May A, Evers S, Goadsby PJ u. a.: European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache. Eur J Neurol 2023;30(10):2955–2979, PMID 37515405, doi:10.1111/ene.15956. Gelesen am 22.09.2026 im Volltext in der frei zugänglichen Fassung (Creative-Commons-Lizenz) auf dem Server des European Board of Neurology: Abschnitt „Preventive drug treatment“ und „Noninvasive and invasive procedures“ (Seiten 2967–2970), Tabelle 17 „Summary of recommendations for preventive medication for cluster headache“ (Seite 2973) und Tabelle 18 zu den Verfahren (Seite 2974). „Consensus statement“ bedeutet in den Tabellen ausdrücklich: „In the absence of evidence/studies“ — eine Empfehlung der Fachleute ohne ausreichende Studien.
  23. ↑ 23,0 23,1 Embryotox: Verapamil, am 23.09.2026 gelesen: „Verapamil ist ein Calciumkanalblocker (Calciumantagonist) mit vorwiegender Herzwirkung … Es hat eine negativ chrono- und dromotrope Wirkung, eine negativ inotrope Wirkung aufs Arbeitsmyokard und wirkt vasodilatatorisch auf die glatte Gefäßmuskulatur.“
  24. ↑ Embryotox: Lithiumsalze, am 23.09.2026 gelesen: „Es beeinflusst u.a. mehrere Neurotransmitter- und „second-messenger“-Systeme, sein genauer Wirkmechanismus ist nicht geklärt. Lithium besitzt nur eine geringe therapeutische Breite und wird, beeinflusst durch den Wasser- und Natriumhaushalt, renal ausgeschieden.“
  25. ↑ 25,0 25,1 May A, Evers S, Goadsby PJ u. a.: European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache. Eur J Neurol 2023;30(10):2955–2979, PMID 37515405, doi:10.1111/ene.15956. Am 22.09.2026 im Volltext gelesen (frei zugängliche Fassung auf dem Server des European Board of Neurology). S. 2959: „Paroxysmal hemicrania (ICHD-3 code 3.2) is clinically similar, but attacks occur more frequently (at least five attacks per 24 h), are shorter (2–30 min), and show an obligatory response to indomethacin. Patients are more often female than male.“ S. 2969: „Physicians are reminded of an interaction between lithium and indomethacin that increases lithium levels and can lead to lithium toxicity. If paroxysmal hemicrania is considered, lithium must be stopped before indomethacin dosing.“ Weitere Stellen zu Indometacin enthält die Leitlinie nicht (Volltextsuche).
  26. ↑ 26,0 26,1 Embryotox: Topiramat, am 23.09.2026 gelesen: „Topiramat bewirkt unter anderem eine Blockade spannungsabhängiger Natriumkanäle und wirkt modulierend an Glutamat- und Gamma-Aminobuttersäure (GABA)-Rezeptoren.“; die Wirkung Ethinylestradiol-haltiger Pillen kann vermindert werden, „so dass Präparate mit höherdosiertem Ethinylestradiol-Anteil oder eine zusätzliche Verhütungsmethode empfehlenswert sind“.
  27. ↑ Embryotox: Indometacin, am 23.09.2026 gelesen: „Indometacin gehört in der Gruppe der nichtsteroidalen Antiphlogistika/Antirheumatika (Non-Selective Anti-Inflammatory Drugs, NSAID) zu den nicht-selektiven Hemmern der Cyclooxygenase (COX) … Die antiphlogistische Wirkung beruht auf einer verminderten Prostaglandinsynthese.“
  28. ↑ 28,0 28,1 28,2 28,3 28,4 28,5 28,6 28,7 Fachinformation ZYPREXA (Olanzapin), Stand der Information 02/2024, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: Schizophrenie; mäßig schwere bis schwere manische Episoden; Phasenprophylaxe bei bipolarer Störung. 4.3: „Patienten mit bekanntem Risiko eines Engwinkelglaukoms.“ 4.4: bei Demenz-assoziierten Psychosen nicht empfohlen, weil Sterblichkeit und Risiko zerebrovaskulärer Ereignisse erhöht sind. 4.5: „Der Metabolismus von Olanzapin kann durch Rauchen und Carbamazepin induziert werden.“; unter Fluvoxamin stieg die Olanzapin-AUC um 52 Prozent (weibliche Nichtraucher) bzw. 108 Prozent (männliche Raucher), bei Fluvoxamin oder einem anderen CYP1A2-Hemmer wie Ciprofloxacin eine niedrigere Dosis erwägen; Aktivkohle senkt die Bioverfügbarkeit um 50 bis 60 Prozent; „Olanzapin kann die Wirkung von direkten und indirekten Dopamin-Agonisten abschwächen.“; Vorsicht bei Alkohol und zentral dämpfenden Arzneimitteln und bei Mitteln, die das QTc-Intervall verlängern; keine Wechselwirkungen mit Lithium. 4.8, am häufigsten: „Schläfrigkeit, Gewichtszunahme, Eosinophilie, erhöhte Prolaktin-, Cholesterin-, Glukose- und Triglyceridspiegel“, Zunahme des Appetits, Schwindel, Akathisie, Parkinsonismus, orthostatische Hypotonie, anticholinerge Effekte u. a. 5.1: Affinität u. a. zu Serotonin-5HT2A/2C-, Dopamin-, Muskarin-, α1-adrenergen und Histamin-H1-Rezeptoren.
  29. ↑ 29,0 29,1 29,2 29,3 Fachinformation BOTOX 50/100/200 Allergan-Einheiten (Botulinumtoxin Typ A), Stand der Information September 2025, am 23.09.2026 gelesen. 4.1 u. a.: „Linderung der Symptome bei erwachsenen Patienten, die die Kriterien einer chronischen Migräne erfüllen (Kopfschmerzen an ≥ 15 Tagen pro Monat, davon mindestens 8 Tage mit Migräne) und die auf prophylaktische Migräne-Medikation nur unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben“. 4.3: Überempfindlichkeit; Infektionen an den Injektionsstellen. 4.4: Risiko von Überdosierung, übersteigerter Muskelschwäche und der „Ausbreitung des Toxins an entfernten Stellen“; Nebenwirkungen können auftreten, „selbst wenn vorherige Injektionen gut vertragen wurden“. 4.5: „Theoretisch kann die Wirkung von Botulinum-Toxin durch Aminoglykosidantibiotika, Spectinomycin oder andere Arzneimittel, die auf die neuromuskuläre Reizleitung wirken (z. B. neuromuskuläre Blocker), verstärkt werden.“; ein weiteres Botulinum-Toxin vor Abklingen der Wirkung kann eine übersteigerte Muskelschwäche verstärken; „Wechselwirkungen mit klinischer Relevanz wurden nicht berichtet.“ 4.8, chronische Migräne, häufig: Kopfschmerzen, Migräne einschließlich Verschlimmerung, Gesichtsparese, Augenlidptosis, Pruritus, Ausschlag, Nackenschmerzen, Myalgie, muskuläre Schwäche, Schmerzen an der Injektionsstelle; Abbruchrate wegen unerwünschter Ereignisse 3,8 % gegenüber 1,2 % unter Placebo. 5.1: blockiert „durch Spaltung von SNAP-25 die periphere Acetylcholin-Freisetzung an den präsynaptischen cholinergen Nervenendigungen“.
  30. ↑ 30,0 30,1 30,2 Fachinformation MAXALT 5 mg/10 mg (Rizatriptan), Stand der Information Juni 2024, Abschnitte 4.1, 4.3, 4.4, 4.5, 4.8 und 5.1, am 23.09.2026 gelesen. Anwendungsgebiet: „Akute Behandlung der Kopfschmerzphase von Migräneanfällen mit oder ohne Aura bei Erwachsenen.“ 4.5: Rizatriptan wird „vorwiegend über das Monoaminoxidase-Isoenzym A (MAO-A) metabolisiert“; Gabe bei MAO-Hemmern kontraindiziert; mit Propranolol mittlerer Anstieg von AUC und Cmax um 70–80 %, „Bei Patienten, die Propranolol einnehmen, sollten MAXALT 5 mg Tabletten eingesetzt werden“; „In einer Interaktionsstudie führten Nadolol und Metoprolol nicht zu einer Veränderung der Plasmakonzentrationen von Rizatriptan.“; Hemmung von CYP2D6 in vitro, „Klinische Daten liegen hierzu nicht vor.“ 4.4: nach Rizatriptan mindestens 6 Stunden bis zu Ergotamin-Arzneimitteln, nach Ergotamin mindestens 24 Stunden bis zu Rizatriptan. 4.8: „Die häufigsten Nebenwirkungen in klinischen Studien waren Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, Schwäche/Müdigkeit.“
  31. ↑ 31,0 31,1 31,2 Fachinformation RELPAX 20 mg/40 mg Filmtabletten (Eletriptan), Stand der Information November 2025, Abschnitte 4.1, 4.3, 4.5, 4.8 und 5.1, am 23.09.2026 gelesen. Anwendungsgebiet: „Akutbehandlung der Kopfschmerzphase bei Migräneanfällen mit oder ohne Aura“ (Erwachsene). 4.5 im Wortlaut: „In klinischen Studien mit Propranolol (160 mg), Verapamil (480 mg) und Fluconazol (100 mg) stieg die Maximalkonzentration Cmax von Eletriptan auf das 1,1-Fache, 2,2-Fache bzw. 1,4-Fache. Die AUC von Eletriptan stieg auf das 1,3-Fache, 2,7-Fache bzw. 2,0-Fache. Diese Effekte sind nicht als klinisch relevant anzusehen, da sie im Vergleich mit der alleinigen Anwendung von Eletriptan nicht mit Blutdruckanstiegen oder unerwünschten Wirkungen verbunden waren.“; „Relpax darf deshalb nicht zusammen mit ausgeprägten CYP3A4-Hemmern, wie z. B. Ketoconazol, Itraconazol, Erythromycin, Clarithromycin, Josamycin, und Proteaseinhibitoren (Ritonavir, Indinavir und Nelfinavir) angewendet werden.“; Ergotamin: 24 Stunden Abstand in beide Richtungen; „Eletriptan ist kein Substrat der Monoaminoxidase (MAO).“ 4.8: „Die häufigsten Nebenwirkungen waren Schwächegefühl, Müdigkeit, Übelkeit und Benommenheit.“
  32. ↑ 32,0 32,1 32,2 Fachinformation Almogran 12,5 mg Filmtablette (Almotriptan), Stand der Information Oktober 2020, Abschnitte 4.1, 4.3, 4.4, 4.5 und 4.8, am 23.09.2026 gelesen. Anwendungsgebiet: „Akute Behandlung der Kopfschmerzphase von Migräneanfällen mit oder ohne Aura.“ 4.5 im Wortlaut: „Mehrfachgabe des Kalziumantagonisten Verapamil, eines Substrats von CYP3A4, bewirkte für Almotriptan eine 20%ige Erhöhung von Cmax und AUC. Der Anstieg wird nicht als klinisch relevant erachtet.“; „Mehrfachgabe von Propranolol veränderte die Pharmakokinetik von Almotriptan nicht.“; bei MAO-Hemmern kann ein Serotoninsyndrom „nicht ausgeschlossen werden“. 4.4: nach Almotriptan mindestens 6 Stunden bis zu Ergotamin, nach Ergotamin mindestens 24 Stunden; Vorsicht bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide. 4.8: „Die häufigsten Nebenwirkungen im therapeutischen Dosisbereich waren Schwindel, Schläfrigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Müdigkeit. Keine der Nebenwirkungen hatte eine Inzidenz über 1,5 %.“
  33. ↑ 33,0 33,1 33,2 Fachinformation Naramig 2,5 mg Filmtabletten (Naratriptan), Stand der Information September 2023, Abschnitte 4.1, 4.3, 4.5 und 4.8, am 23.09.2026 gelesen. Anwendungsgebiet: „Akute Behandlung der Kopfschmerzphasen von Migräneanfällen mit und ohne Aura.“ 4.5 im Wortlaut: „Klinische Studien erbrachten keinen Hinweis auf Wechselwirkungen mit β-Rezeptorenblockern, trizyklischen Antidepressiva oder selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern. Orale Kontrazeptiva vermindern die Gesamtclearance von Naratriptan um 30 % und Rauchen erhöht die Gesamtclearance um 30 %. Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.“; „Nach der Einnahme von Naratriptan sollten mindestens 24 Stunden vergangen sein, bevor ein Ergotamin-haltiges Präparat oder ein anderes Triptan/ein anderer 5-HT1-Rezeptoragonist verabreicht wird. Umgekehrt sollten mindestens 24 Stunden zwischen der Anwendung eines Ergotamin-haltigen Präparates und der Einnahme von Naratriptan liegen.“ 4.8 häufig: „Gefühl von Kribbeln, Schwindel und Benommenheit“, „Übelkeit, Erbrechen“, „Hitzegefühl, Unwohlsein/Müdigkeit“.
  34. ↑ Fachinformation Allegro 2,5 mg Filmtabletten (Frovatriptan), Berlin-Chemie, Stand der Information Juni 2021, Abschnitt 4.1: „Akutbehandlung der Kopfschmerzphase von Migräneanfällen mit oder ohne Aura.“
  35. ↑ 35,0 35,1 35,2 35,3 35,4 Fachinformation Catapresan (Clonidinhydrochlorid), Stand der Information Dezember 2021, Abschnitte 4.1, 4.3, 4.4, 4.5, 4.8 und 5.1, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: „Bluthochdruck, sofern nicht durch ein Phäochromozytom bedingt.“ 4.3 u. a.: „bestimmten Erregungsbildungs- und Erregungsleitungsstörungen des Herzens, z. B. Sinusknotensyndrom oder AV-Block II. und III. Grades“, „einer Herzschlagfolge unter 50 Schlägen pro Minute (Bradykardie)“, „Stillzeit“, „Depressionen“. 4.5 u. a.: „herzwirksame Glykoside, β-Rezeptorenblocker: Verlangsamung der Herzschlagfolge (Bradykardie), Herzrhythmusstörungen der langsamen Form (AV-Blockierungen).“ 4.4/4.8: plötzliches Absetzen kann „zu akuten Absetzerscheinungen u. a. in Form starker, eventuell auch lebensbedrohender, Blutdrucksteigerung und Herzjagen“ führen. 4.8 sehr häufig: Schwindel, Sedierung, orthostatische Hypotonie, Mundtrockenheit.
  36. ↑ 36,0 36,1 36,2 Fachinformation Clomifen-ratiopharm 50 mg Tabletten, Stand der Information August 2016, Abschnitte 4.1, 4.3, 4.5 und 4.8, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: „Zur Auslösung des Eisprungs bei Frauen mit Sterilität infolge ausbleibender Ovulation.“ 4.5 im Wortlaut: „Bislang keine bekannt.“ 4.8: „Beim Auftreten von Nebenwirkungen (insbesondere allergische Reaktionen, Sehstörungen und Unterleibsschmerzen) ist das Arzneimittel sofort abzusetzen.“; häufig u. a. Kopfschmerzen, Sehstörungen, Übelkeit und Erbrechen.
  37. ↑ 37,0 37,1 Fachinformation Enantone Monats-Depot 3,75 mg (Leuprorelin), Stand der Information Mai 2026, Abschnitte 4.1, 4.3, 4.5 und 4.8, am 23.09.2026 gelesen. 4.1 bei Männern u. a. Behandlung des hormonabhängigen Prostatakarzinoms. 4.5 im Wortlaut (Männer): „Da eine Androgendeprivationstherapie zu einer Verlängerung der QT-Zeit führen kann, sollte die gleichzeitige Anwendung von Enantone Monats-Depot mit anderen Arzneimitteln, die bekanntermaßen zu einer QT-Zeitverlängerung führen, oder Arzneimitteln, die ein Risiko zur Entstehung von Torsade de pointes haben, wie Antiarrhythmika der Klasse IA (z. B. Chinidin, Disopyramid) oder Klasse III (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid), Methadon, Moxifloxacin, Antipsychotika usw., sorgfältig geprüft werden“. 4.8: anfangs kurzfristiger Testosteronanstieg („Flare-Phänomen“); Nebenwirkungen durch den Entzug der Geschlechtshormone.
  38. ↑ 38,0 38,1 Fachinformation DISOPRIVAN 1 % (Propofol), Stand der Information August 2025, Abschnitte 4.1, 4.2, 4.3, 4.5 und 4.8, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: kurz wirkendes intravenöses Narkosemittel (Narkose, Sedierung). 4.5 im Wortlaut: „Bei Patienten, die mit Rifampicin behandelt wurden, ist über einen ausgeprägten Blutdruckabfall bei einer mit Propofol induzierten Anästhesie berichtet worden. Bei einer zusätzlichen Opiatprämedikation kann Apnoe vermehrt und zeitlich verlängert auftreten. Bei Patienten, die Valproat einnehmen, wurde die Notwendigkeit niedrigerer Propofol-Dosen beobachtet.“; Midazolam: „verstärkten Sedierung und Atemdepression“. 4.8: „Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind pharmakologisch vorhersehbare Effekte von Narkotika/Sedativa, wie z. B. Hypotension und Atemdepression.“
  39. ↑ 39,0 39,1 Fachinformation Neupro 1 mg/24 h, 3 mg/24 h (Rotigotin, Pflaster), Stand der Information Januar 2025, gelesen am 23.09.2026. 4.1: „Neupro wird eingesetzt zur symptomatischen Behandlung des mittelschweren bis schweren idiopathischen Restless-Legs- Syndroms (RLS) bei Erwachsenen.“ 4.4: „Rotigotin wird mit Somnolenz und Episoden plötzlichen Einschlafens in Verbindung gebracht. Es wurde von plötzlichen Schlafattacken während der Verrichtung von Alltagsaktivitäten berichtet, in manchen Fällen ohne erkennbare Warnsignale.“; „Patienten sollten regelmäßig auf die Entwicklung von Impulskontrollstörungen und anderen ähnlichen Störungen, einschließlich des Dopamin-Dysregulationssyndroms, hin überwacht werden.“ (Andere Stärken von Neupro haben eigene Fachinformationen; hier nicht ausgewertet.)
  40. ↑ Fachinformation Neupro 1 mg/24 h, 3 mg/24 h (Rotigotin, Pflaster), Stand der Information Januar 2025, Abschnitt 4.5, gelesen am 23.09.2026. Im Wortlaut: „Da es sich bei Rotigotin um einen Dopaminagonisten handelt, ist davon auszugehen, dass Dopaminantagonisten wie Neuroleptika (z. B. Phenothiazine, Butyrophenone, Thioxanthene) oder Metoclopramid die Wirksamkeit von Neupro abschwächen können. Daher sollte eine gleichzeitige Anwendung vermieden werden.“; „Aufgrund möglicher additiver Effekte ist Vorsicht geboten, wenn Patienten Sedativa oder andere das ZNS (Zentralnervensystem) dämpfende Substanzen (z. B. Benzodiazepine, Antipsychotika, Antidepressiva) sowie Alkohol in Kombination mit Rotigotin einnehmen.“; „Die gleichzeitige Anwendung von Rotigotin (3 mg/24 h) führte zu keiner Beeinträchtigung der Pharmakodynamik und Pharmakokinetik oraler Kontrazeptiva (0,03 mg Ethinylestradiol, 0,15 mg Levonorgestrel).“