Cluster-Kopfschmerz Prophylaxe
Unter einer Prophylaxe (griechisch προφύλαξη, „Schutz“, „Vorbeugung“) versteht man im allgemeinen Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten. Beim Cluster-Kopfschmerz ist mit „Prophylaxe“ die vorbeugende Behandlung gegen das Auftreten der Schmerzattacken gemeint.
Sie ist neben der Behandlung der einzelnen Attacke die zweite Säule der Therapie, und die europäische Leitlinie von 2023 sagt deutlich, warum: „The importance of an effective preventive regimen cannot be overstated. Because many patients have between one and eight short attacks per day, repeated attempts at abortive therapy may result in overmedication or toxicity.“ Übersetzt: Wer bis zu acht Attacken am Tag hat und jede einzeln behandelt, nimmt schnell zu viel Akutmedizin — bis hin zur Überdosierung. Ziel der Vorbeugung ist, die Attacken zu unterdrücken und diese Ruhe über die erwartete Dauer der Episode zu halten.[1]
Diese Seite ist die Übersicht. Dosierungen, Nebenwirkungen und Studien im Einzelnen stehen auf den Seiten der einzelnen Mittel und in der Behandlungsübersicht. Sie ersetzt keine ärztliche Beratung.
Wie die Vorbeugung aufgebaut ist
Drei Ebenen greifen ineinander:
- Die Dauervorbeugung — ein Mittel, das über die ganze Episode genommen wird, beim chronischen Verlauf auf Dauer. Mittel der Wahl ist Verapamil: „Verapamil is the medication of choice for the prevention of episodic and chronic cluster headaches“.[1]
- Die Überbrückung — Verapamil braucht Zeit. „Because high dosages might be required, the therapeutic potential might take 14–21 days to develop.“ Zwei bis drei Wochen also, und bis dahin kommen schnell wirkende Mittel dazu: Kortison, eine Spritze an den Nervus occipitalis major, bei nächtlichen Attacken Ergotamin oder Frovatriptan.[1]
- Die Alternativen — wenn Verapamil nicht reicht, nicht vertragen wird oder nicht gegeben werden darf: Lithium, Topiramat, Melatonin, beim episodischen Verlauf auch der Antikörper Galcanezumab.
Bei kurzen Episoden kann es anders laufen. Die Leitlinie hält es für „debatable“, Verapamil einzusetzen, „when episodes are short-lasting (1–3 months). In these cases, systemic or local corticosteroids may be more applicable due to the rapid efficacy.“ Und: Wer nur einmal im Jahr eine Episode von weniger als acht Wochen hat, für den kann Verapamil zu langsam sein — dann kommt Kortison als Übergangsbehandlung in Betracht. Und am Ende einer Episode gilt: „verapamil must not be ended abruptly, but should be gradually reduced over 2–4 weeks depending on the dose and finally stopped.“ Verapamil wird also nie von heute auf morgen abgesetzt, sondern über zwei bis vier Wochen ausgeschlichen.[1]
Mehrere Vorbeugemittel zu kombinieren, ist in der Praxis üblich, aber nicht durch Studien gestützt. Die Leitlinie schreibt, manche Betroffene kämen mit einer Kombination besser zurecht als mit sehr hohen Dosen eines einzelnen Mittels, hält aber fest: „In summary, no recommendation on the combination of preventive medications can be given.“[1] Wer Lithium mit Verapamil kombiniert, muss eine Wechselwirkung kennen — siehe unten.
Die Mittel im Überblick: Zulassung, Leitlinie und Studien
Beim Cluster-Kopfschmerz fallen drei Fragen oft auseinander, und wer sie gleichsetzt, zieht falsche Schlüsse:
- Ist es zugelassen? Das heißt: Darf ein bestimmtes Präparat für den Cluster-Kopfschmerz verkauft werden? Geprüft wird nur, was eine Firma beantragt — bei alten, günstigen Wirkstoffen beantragt es oft niemand. „Nicht zugelassen“ heißt deshalb nicht „wirkt nicht“, und „zugelassen“ heißt nicht „gut belegt“.
- Was empfiehlt die Leitlinie? Das ist die Einschätzung der Fachleute, hier der European Academy of Neurology von 2023. Sie empfiehlt regelmäßig auch Mittel ohne Zulassung.
- Was zeigen kontrollierte Studien? Also Studien, in denen ein Teil der Patienten das Mittel und ein anderer Teil ein Scheinmedikament bekommt, ohne dass sie wissen, was. Beim Cluster-Kopfschmerz gibt es davon erstaunlich wenige, und die meisten sind klein.
Eine vierte Frage kommt in Deutschland hinzu: Zahlt die Kasse? Das kann auch ohne Zulassung der Fall sein — beim Verapamil ist es so geregelt. Dazu der eigene Abschnitt unten.
Konsens heißt in der Leitlinie ausdrücklich: „In the absence of evidence/studies“ — eine gemeinsame Einschätzung der Fachleute, weil es keine ausreichenden Studien gibt. Das ist bei fast allen Vorbeugemitteln so, auch beim Verapamil. Es bedeutet nicht, dass sie nicht wirken, sondern dass ihre Wirkung vor allem auf Erfahrung beruht.
Was man zu den einzelnen Mitteln wissen sollte
Verapamil
Vor Beginn ist ein EKG Pflicht: „Electrocardiogram (ECG) is mandatory prior to the treatment.“ Die Dosis wird schrittweise erhöht, um 80 mg alle drei bis vier Tage. Ab 480 mg am Tag soll bei jeder weiteren Steigerung um 160 mg ein neues EKG geschrieben werden; weiter erhöht wird bis höchstens 1000 mg, unter regelmäßigen EKG-Kontrollen und gegebenenfalls unter kardiologischer Aufsicht.
Der Grund für die Vorsicht: Etwa ein Drittel bekommt einen verlangsamten Puls, etwa ein Fünftel eine Störung der Erregungsleitung im Herzen, und ernste EKG-Veränderungen können auch bei gleichbleibender Dosis auftreten. Nebenwirkungen hat etwa jeder Dritte, am häufigsten Müdigkeit, Verstopfung und geschwollene Knöchel.[1]
Mit diesen Kontrollen hält die Leitlinie Verapamil für „generally well tolerated and may therefore be used as a long-term medication“, also für gut verträglich und auch für die Dauerbehandlung geeignet.[1] Die Kasse zahlt Verapamil für diese Vorbeugung nur unter Auflagen, zu denen dokumentierte EKG-Kontrollen und ein Schmerztagebuch gehören — und nur Präparate bestimmter Hersteller.[2] Einzelheiten stehen auf der Seite Verapamil.
Kortison
Die große deutsche Studie von 2021 gab 100 mg Prednison für fünf Tage und senkte die Dosis dann alle drei Tage um 20 mg; parallel wurde Verapamil aufdosiert. Die Autoren sehen darin eine Stütze dafür, Prednison als erste Maßnahme neben dem Einschleichen von Verapamil einzusetzen.[6] Die Leitlinie nennt als übliche Dosierung 60 bis 100 mg Prednison morgens für fünf Tage, danach eine Senkung um 10 mg alle vier bis fünf Tage — und warnt: „Once 10–20 mg is reached, cluster headache attacks can recur“, unterhalb von 10 bis 20 mg können die Attacken zurückkommen. Kortison ist nichts für die Dauer: „Because of its side effects, prednisone should not be used as a long-term medication.“ Für den chronischen Verlauf spricht die Leitlinie wegen der Nebenwirkungen, bis hin zum Cushing-Syndrom, keine Empfehlung aus.[1] Mehr auf der Seite Corticosteroide.
Spritze an den Nervus occipitalis major
Ausführlich, mit allen Studien seit 1984: Infiltrationstherapie bei Cluster-Kopfschmerz.
Der Nervus occipitalis major ist der große Hinterhauptsnerv. Gespritzt wird auf der Seite des Schmerzes unter die Haut am Hinterkopf, eine Mischung aus Kortison und einem örtlichen Betäubungsmittel; die Leitlinie nennt „2.5 mL betamethasone (rapid and long acting) plus 0.5 mL Xylocaine 2% sc ipsilateral to the pain“.[1] Die beiden kontrollierten Studien sind klein, zeigen aber deutliche Effekte. In der größeren traten keine schweren Nebenwirkungen auf; am häufigsten waren Nackenschmerzen an der Einstichstelle.[8] Auffällig ist die Einordnung der Leitlinie: Im Text nennt sie die beiden Studien, in ihrer Tabelle führt sie die Spritze trotzdem als Konsens „in the absence of evidence/studies“.[1]
Lithium
Lithium hat einen engen Bereich zwischen Wirkung und Vergiftung. Der Spiegel im Blut darf nach der Leitlinie 1,2 mmol/l nicht überschreiten, mindestens 0,4 scheinen für die Wirkung nötig, ideal sind 0,6 bis 0,8. Vor Beginn gehören Elektrolyte, Nieren- und Schilddrüsenwerte, eine Urinuntersuchung und ein EKG dazu, danach regelmäßige Kontrollen.[1] Drei Wechselwirkungen sind beim Cluster-Kopfschmerz besonders wichtig, weil die beteiligten Mittel hier oft zusammenkommen:
- Verapamil. Bei Kalzium-Antagonisten wie Verapamil vermerkt die Fachinformation eine „Erhöhung der Lithiumtoxizität. Der Serumlithiumspiegel sollte deshalb im unteren therapeutischen Bereich liegen.“[9] Die Fachinformation verbietet die Kombination nicht, verlangt aber, den Lithiumspiegel niedrig zu halten. Die Leitlinie ergänzt, Verapamil könne die Ausscheidung von Lithium verstärken.[1]
- Triptane. Bei gleichzeitiger Einnahme von „5-HT-Agonisten“ — dazu gehören die Triptane — wurde ein Serotonin-Syndrom beschrieben: Bewusstseinsstörung, Ruhelosigkeit, Muskelzucken, gesteigerte Reflexe, Schweißausbruch, Frösteln und Zittern.[9]
- Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR, etwa Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen und Indometacin: Sie erhöhen den Lithiumspiegel und können zur Vergiftung führen.[9] Die Leitlinie hebt Indometacin eigens hervor: Wird eine Paroxysmale Hemikranie vermutet und soll mit Indometacin geprüft werden, muss Lithium vorher abgesetzt werden.[1]
In der Schwangerschaft darf Quilonum retard nicht angewendet werden.[9] Mehr auf der Seite Lithium.
Topiramat
„Large-scale studies providing valid data have not been conducted.“ Häufige Nebenwirkungen sind Konzentrations- und Denkstörungen, Kribbeln und Gewichtsverlust; bei Nierensteinen und bei grünem Star (Glaukom) darf Topiramat nicht gegeben werden. Die Dosis wird langsam gesteigert, um 25 mg pro Woche.[1]
Melatonin
10 mg; in der Studie von 1996 wurde die Dosis einmal am Abend genommen.[14] Die einzige randomisierte Studie mit Scheinmedikament, die die Leitlinie anführt, ist klein und von 1996; in einer späteren kleinen Untersuchung bei sonst therapieresistentem Verlauf brachte Melatonin keinen zusätzlichen Nutzen. Die Leitlinie nennt es als Versuch bei Schlafproblemen und als dritte Wahl.[1] Circadin, ein in der EU zugelassenes Melatoninpräparat, ist für Schlafstörungen ab 55 Jahren zugelassen, nicht für Kopfschmerzen.[13]
Galcanezumab
Galcanezumab ist ein Antikörper gegen den Botenstoff CGRP und wird einmal im Monat unter die Haut gespritzt, 300 mg. „Galcanezumab is now licensed for the treatment of episodic cluster headache by the US Food and Drug Administration, whereas the European Medicines Agency has not approved this indication.“[1] In der EU ist er nur für die Migräne zugelassen.[15]
Beim Cluster-Kopfschmerz wäre er ein Gebrauch außerhalb der Zulassung; was das für die Kostenübernahme heißt, steht auf der Seite Off-Label-Use beim Clusterkopfschmerz. In die Studie beim episodischen Verlauf wurden vorzeitig keine Teilnehmenden mehr aufgenommen, weil zu wenige Freiwillige die Bedingungen erfüllten — 106 statt 162 Teilnehmende —, und ihr Ergebnis war knapp.[16] Wechselwirkungen: Laut Fachinformation gibt es dazu keine Studien. Dass Galcanezumab die Menge anderer Mittel im Blut verändert oder umgekehrt, wird nicht erwartet.[21] Siehe Galcanezumab im Vergleich der Cluster-Mittel.
Ausführlich: Galcanezumab.
Kurzvorbeugung mit Ergotamin und Triptanen
Die Leitlinie nennt Ergotamin (bei nächtlichen Attacken 2 mg spät am Abend) und Frovatriptan (2,5 mg spät am Abend) für die Kurzvorbeugung, räumt aber ein, dass die vorbeugende Einnahme von Triptanen „remains controversial“; in der Praxis würden sie gegen nächtliche Attacken genutzt, „although this approach is not supported by good evidence“. Zu Ergotamin schreibt sie selbst: „ergotamine and DHE are not available in many European countries.“[1]
Verfahren
Für die Stimulation des Vagusnervs von außen spricht die Leitlinie beim chronischen Verlauf eine schwache Empfehlung zur Vorbeugung aus, gestützt auf eine einzige Studie mit einer vierwöchigen Vergleichsphase. Die Leitlinie nennt diese Phase doppelblind; die Studie beschreibt sich selbst als offen („open-label“), eine Scheinbehandlung gab es nicht.[22] Die Stimulation des Ganglion sphenopalatinum bekam eine starke Empfehlung, gestützt auf Belege mittlerer Qualität — die höchste Einstufung, die die Leitlinie einem der Verfahren gibt —, war aber zur Zeit der Veröffentlichung in Europa nicht verfügbar. Die Stimulation des Hinterhauptsnervs mit einem eingepflanzten Gerät gilt dagegen wegen ihres ungünstigen Verhältnisses von Wirkung zu Nebenwirkungen nur als dritte Wahl.[1] Einzelheiten: SPG-Stimulation, Okzipitale Nervenstimulation, Neuromodulation.
Was nicht hilft oder nicht belegt ist
Für Botulinumtoxin, ketogene Ernährung, Clomifen und Ketamin fehlen nach der Leitlinie „valid double-blind studies“; für Baclofen und Clonidin-Pflaster gebe es keinen Beleg für eine vorbeugende Wirkung.[1] Valproinsäure führt die Leitlinie als dritte Wahl; in ihrer Tabelle heißt es „Only one trial indicating preventative efficacy“, im Text „Some case reports or open case series report some effect of valproic acid“.[1] Die einzige kontrollierte Studie mit 96 Patienten fand aber keinen Unterschied zum Scheinmedikament; die Autoren halten wegen der hohen Besserungsrate unter Placebo keine gültige Aussage für möglich.[20] Die Leitlinie erwähnt diese Studie nicht. Dazu kommt: Die Fachinformation der Valproinsäure schließt schon die Migränevorbeugung ausdrücklich aus und verweist dabei auf den Abschnitt zur Schwangerschaft.[19]
Was die Kasse zahlt
Die folgenden Angaben sind Rechtsgrundlagen und keine Rechtsberatung. Für den Einzelfall, für einen Antrag und besonders für einen Widerspruch helfen die Sozialverbände weiter — etwa der Sozialverband VdK Deutschland oder der Sozialverband Deutschland (SoVD).
- Verapamil ist für den Cluster-Kopfschmerz nicht zugelassen, aber vom Gemeinsamen Bundesausschuss ausdrücklich auf Kassenkosten verordnungsfähig gemacht — für die Präparate der Hersteller, die sich dazu erklärt haben.[2] Welche das sind, steht auf der Seite Verapamil.
- Lithium ist zugelassen, aber präparatebezogen: Quilonum retard führt den Cluster-Kopfschmerz im Anwendungsgebiet,[9] Hypnorex retard nicht.[10]
- Für Topiramat, Melatonin, Galcanezumab, Ergotamin, Frovatriptan und Valproinsäure ist der Cluster-Kopfschmerz kein zugelassenes Anwendungsgebiet (Belege in den Karten oben). Was ein Gebrauch außerhalb der Zulassung für die Kostenübernahme bedeutet, steht auf der Seite Off-Label-Use beim Clusterkopfschmerz.
- Kortison-Präparate sind allgemein für „Erkrankungen, die einer systemischen Therapie mit Glucocorticoiden bedürfen“ zugelassen; ob der Cluster-Kopfschmerz in der anschließenden Aufzählung ausdrücklich vorkommt, ließ sich nicht prüfen.[5]
Siehe auch
- Wirkweise, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der Cluster-Mittel — Wirkweise, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen
- Studien zur Vorbeugung
- Cluster-Kopfschmerz Behandlung
- Cluster-Kopfschmerz Medikationen
- Off-Label-Use beim Clusterkopfschmerz
- Chronischer Cluster-Kopfschmerz
- Sauerstoff — für die Akutbehandlung, nicht zur Vorbeugung
Einzelnachweise
- ↑ 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,18 1,19 1,20 1,21 1,22 1,23 1,24 1,25 1,26 1,27 1,28 1,29 1,30 May A, Evers S, Goadsby PJ u. a.: European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache. Eur J Neurol 2023;30(10):2955–2979, PMID 37515405, doi:10.1111/ene.15956. Gelesen am 22.09.2026 im Volltext in der frei zugänglichen Fassung (Creative-Commons-Lizenz) auf dem Server des European Board of Neurology: Abschnitt „Preventive drug treatment“ und „Noninvasive and invasive procedures“ (Seiten 2967–2970), Tabelle 17 „Summary of recommendations for preventive medication for cluster headache“ (Seite 2973) und Tabelle 18 zu den Verfahren (Seite 2974). „Consensus statement“ bedeutet in den Tabellen ausdrücklich: „In the absence of evidence/studies“ — eine Empfehlung der Fachleute ohne ausreichende Studien.
- ↑ 2,0 2,1 2,2 Gemeinsamer Bundesausschuss: Arzneimittel-Richtlinie, Anlage VI, Teil A Nummer IX – Verapamil zur Prophylaxe des Clusterkopfschmerzes, letzte Änderung 11.06.2026. Einzelheiten, auch die Liste der Hersteller, auf der Seite Verapamil.
- ↑ Leone M, D'Amico D, Frediani F u. a. (2000). "Verapamil in the prophylaxis of episodic cluster headache: a double-blind study versus placebo". Neurology 54 (6): 1382–1385. doi:. PMID 10746617. 15 Patienten mit Verapamil (3 × 120 mg) gegen 15 mit Placebo, 14 Tage.
- ↑ 4,0 4,1 Bussone G, Leone M, Peccarisi C u. a. (1990). "Double blind comparison of lithium and verapamil in cluster headache prophylaxis". Headache 30 (7): 411–417. doi:. PMID 2205598. Chronischer Verlauf, Überkreuzvergleich: beide wirksam, Verapamil mit weniger Nebenwirkungen und schnellerem Wirkungseintritt.
- ↑ 5,0 5,1 Fachinformation Prednisolon acis 20 mg Tabletten, letzte Aktualisierung 01.01.2026, gelesen am 22.09.2026 über mediately.co: „Prednisolon acis ist angezeigt zur Behandlung von Erkrankungen, die einer systemischen Therapie mit Glucocorticoiden bedürfen.“ Die anschließende Aufzählung der einzelnen Erkrankungen war dort nicht vollständig einsehbar.
- ↑ 6,0 6,1 Obermann M, Nägel S, Ose C u. a. (2021). "Safety and efficacy of prednisone versus placebo in short-term prevention of episodic cluster headache: a multicentre, double-blind, randomised controlled trial". Lancet Neurol 20 (1): 29–37. doi:. PMID 33245858. Zehn deutsche Kopfschmerzzentren; 100 mg Prednison für 5 Tage, dann Abbau um 20 mg alle 3 Tage, zusätzlich Verapamil; 109 Patienten ausgewertet; erste Woche 7,1 gegen 9,5 Attacken.
- ↑ Ambrosini A, Vandenheede M, Rossi P u. a. (2005). "Suboccipital injection with a mixture of rapid- and long-acting steroids in cluster headache: a double-blind placebo-controlled study". Pain 118 (1-2): 92–96. doi:. PMID 16202532. 23 Patienten; in der ersten Woche attackenfrei: 11 von 13 mit Betamethason, keiner von 10 mit Kochsalz.
- ↑ 8,0 8,1 Leroux E, Valade D, Taifas I u. a. (2011). "Suboccipital steroid injections for transitional treatment of patients with more than two cluster headache attacks per day: a randomised, double-blind, placebo-controlled trial". Lancet Neurol 10 (10): 891–897. doi:. PMID 21903477. 43 Patienten mit mehr als zwei Attacken täglich, drei Injektionen; höchstens zwei Attacken täglich bei 20 von 21 gegen 12 von 22.
- ↑ 9,0 9,1 9,2 9,3 9,4 9,5 Fachinformation Quilonum retard 450 mg Retardtabletten (Lithiumcarbonat), Teofarma, Stand der Information August 2024, Zul.-Nr. 17202.00.01; Abschnitte 4.1, 4.4, 4.5 und 4.6. Am 22.09.2026 im Wortlaut gelesen.
- ↑ 10,0 10,1 Fachinformation Hypnorex retard 400 mg Retardtabletten (Lithiumcarbonat), letzte Aktualisierung 01.11.2024, Abschnitt 4.1; gelesen am 22.09.2026 über mediately.co. Genannt sind nur die Vorbeugung der bipolaren Störung und von Episoden einer Major Depression, bestimmte akute Depressionen und die manische Episode.
- ↑ Steiner TJ, Hering R, Couturier EG u. a. (1997). "Double-blind placebo-controlled trial of lithium in episodic cluster headache". Cephalalgia 17 (6): 673–675. doi:. PMID 9350389. 27 Männer im episodischen Verlauf, 800 mg retardiertes Lithiumcarbonat; deutliche Besserung bei 8 von 13 unter Lithium gegen 6 von 14 unter Placebo, kein signifikanter Unterschied; nach der geplanten Zwischenauswertung abgebrochen.
- ↑ Fachinformation Topamax 25 mg/50 mg Hartkapseln, Janssen, Stand der Information Dezember 2023, Abschnitt 4.1: Epilepsie sowie „Topiramat ist indiziert bei Erwachsenen zur Prophylaxe von Migräne-Kopfschmerzen nach sorgfältiger Abwägung möglicher alternativer Behandlungsmethoden.“ Am 22.09.2026 gelesen.
- ↑ 13,0 13,1 European Medicines Agency: Circadin (Melatonin), EPAR — „indicated as monotherapy for the short-term treatment of primary insomnia characterised by poor quality of sleep in patients who are aged 55 or over“. Am 22.09.2026 gelesen.
- ↑ 14,0 14,1 Leone M, D'Amico D, Moschiano F u. a. (1996). "Melatonin versus placebo in the prophylaxis of cluster headache: a double-blind pilot study with parallel groups". Cephalalgia 16 (7): 494–496. doi:. PMID 8933994. 20 Patienten, 10 mg abends über 14 Tage; 5 von 10 sprachen an, in der Placebogruppe keiner; die beiden chronischen Patienten sprachen nicht an.
- ↑ 15,0 15,1 European Medicines Agency: Emgality (Galcanezumab), EPAR — „Emgality is indicated for the prophylaxis of migraine in adults who have at least 4 migraine days per month.“ Dazu der Bewertungsbericht zur abgelehnten Indikationserweiterung, EMA/CHMP/137303/2020: negatives Gutachten vom 27.02.2020, weil die Ergebnisse der Studie beim episodischen Verlauf „not statistically compelling“ seien und die Studie beim chronischen Verlauf „negative results“ ergeben habe. Beides am 22.09.2026 gelesen.
- ↑ 16,0 16,1 Goadsby PJ, Dodick DW, Leone M u. a. (2019). "Trial of Galcanezumab in Prevention of Episodic Cluster Headache". N Engl J Med 381 (2): 132–141. doi:. PMID 31291515. 106 statt der geplanten 162 Patienten; Attacken pro Woche um 8,7 gegen 5,2 gesenkt (P = 0,04).
- ↑ Dodick DW, Goadsby PJ, Lucas C u. a. (2020). "Phase 3 randomized, placebo-controlled study of galcanezumab in patients with chronic cluster headache: Results from 3-month double-blind treatment". Cephalalgia 40 (9): 935–948. doi:. PMID 32050782. 237 Patienten, chronischer Verlauf; −5,4 gegen −4,6 Attacken pro Woche, p = 0,334.
- ↑ Fachinformation Allegro 2,5 mg Filmtabletten (Frovatriptan), letzte Aktualisierung 01.04.2021, gelesen am 22.09.2026 über mediately.co: „Akutbehandlung der Kopfschmerzphase von Migräneanfällen mit oder ohne Aura.“
- ↑ 19,0 19,1 Fachinformation Ergenyl 150 mg magensaftresistente Filmtabletten (Valproinsäure), letzte Aktualisierung 01.10.2025, gelesen am 22.09.2026 über mediately.co: Anwendungsgebiete nur Epilepsie; dort außerdem wörtlich: „Ergenyl darf nicht angewendet werden zur Migräneprophylaxe“.
- ↑ 20,0 20,1 El Amrani M, Massiou H, Bousser MG (2002). "A negative trial of sodium valproate in cluster headache: methodological issues". Cephalalgia 22 (3): 205–208. doi:. PMID 12047460. 96 Patienten; gebessert 50 % unter Valproat gegen 62 % unter Placebo; die Autoren halten wegen der hohen Placeborate keine gültige Aussage für möglich.
- ↑ Emgality (Galcanezumab), Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels, EMA, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: „Emgality ist angezeigt zur Migräne-Prophylaxe bei Erwachsenen mit mindestens 4 Migränetagen pro Monat.“; 4.5: „Es wurden keine Wechselwirkungsstudien durchgeführt. Basierend auf den Eigenschaften von Galcanezumab sind keine pharmakokinetischen Wechselwirkungen zu erwarten.“; 4.8: in den Migränestudien mit 120 mg bzw. 240 mg „Schmerzen an der Injektionsstelle (10,1 %/11,6 %), Reaktionen an der Injektionsstelle (9,9 %/14,5 %), Vertigo (0,7 %/1,2 %), Obstipation (1,0 %/1,5 %), Pruritus (0,7 %/1,2 %) und Urtikaria (0,3 %/0,1 %)“; „Weniger als 2,5 % der Patienten in diesen Studien brachen die Teilnahme aufgrund von Nebenwirkungen ab.“; 5.1: „Galcanezumab ist ein humanisierter monoklonaler IgG4-Antikörper, der an Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) bindet und dessen biologische Aktivität unterbindet.“
- ↑ Gaul C, Diener HC, Silver N u. a. (2016). "Non-invasive vagus nerve stimulation for PREVention and Acute treatment of chronic cluster headache (PREVA): A randomised controlled study". Cephalalgia 36 (6): 534–546. doi:. PMID 26391457. Nach eigener Beschreibung eine „prospective, open-label, randomised study“: 48 Teilnehmende mit Gerät zusätzlich zur üblichen Behandlung, 49 nur mit der üblichen Behandlung; vierwöchige Vergleichsphase. Abnahme um 5,9 gegen 2,1 Attacken pro Woche; mindestens halb so viele Attacken bei 40 % (18 von 45) gegen 8,3 % (4 von 48). Am 22.09.2026 über Europe PMC geprüft.
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