Schnellinformationen Cluster-Kopfschmerz

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Gesundheitshinweis
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Wichtiger Hinweis: Sie sollten Informationen aus dem Internet, auch aus CK-Wissen, niemals als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwenden. Bei gesundheitlichen Beschwerden fragen Sie auf jeden Fall Ihren Arzt oder Apotheker. Nehmen Sie niemals Medikamente (Heilkräuter, homöopathische Mittel, Nahrungsergänzungsmittel eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein!


Diese Seite ist der schnelle Einstieg für alle, die gerade erfahren haben oder vermuten, dass sie Cluster-Kopfschmerz haben. Die Angaben zur Behandlung folgen der europäischen Leitlinie von 2023 und sind mit Belegen versehen. Ausführlich: Cluster-Kopfschmerz und Cluster-Kopfschmerz Behandlung; für den Notfall: Cluster-Kopfschmerz in der Notaufnahme. Zuletzt geprüft: 23.09.2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist Cluster-Kopfschmerz? Starke bis sehr starke Schmerzattacken auf einer Kopfseite, um das Auge, über dem Auge oder an der Schläfe, die unbehandelt 15 bis 180 Minuten dauern. Dazu kommt auf der Schmerzseite mindestens eines dieser Zeichen: gerötetes oder tränendes Auge, verstopfte oder laufende Nase, geschwollenes oder hängendes Lid, enge Pupille, Schwitzen an Stirn oder Gesicht; oder die Betroffenen sind körperlich unruhig. Die Attacken kommen zwischen einmal alle zwei Tage und achtmal am Tag.[1] Mehr: Cluster-Kopfschmerz Symptome.
  • Zwei Verlaufsformen. Beim episodischen Verlauf kommen die Attacken in Phasen von einer Woche bis zu einem Jahr; dazwischen liegen mindestens drei Monate ohne Schmerzen.[2] Beim chronischen Verlauf fehlen solche Pausen ein Jahr lang oder länger, oder sie dauern weniger als drei Monate.[3] Das betrifft etwa 10 bis 15 von 100 Betroffenen.[1] Mehr: Episodischer Cluster-Kopfschmerz, Chronischer Cluster-Kopfschmerz.
  • Plötzlich einsetzender, nie gekannter Kopfschmerz muss sofort ärztlich abgeklärt werden – siehe Wann sofort zum Arzt?
  • Die Diagnose stellt am besten eine auf Kopfschmerzen spezialisierte Praxis oder Klinik.[4] Die europäische Leitlinie hält dafür eine gründliche neurologische Untersuchung für erforderlich und eine Kernspintomografie (MRT) des Kopfes einschließlich des Übergangs zur Halswirbelsäule, um andere Ursachen auszuschließen.[5] Bis zur richtigen Diagnose vergingen, gemittelt über Studien seit den 1960er-Jahren, gut zehn Jahre; die Wartezeit ist seitdem kürzer geworden.[6]
  • Gegen die Attacke empfiehlt die europäische Leitlinie an erster Stelle reinen Sauerstoff über eine Maske oder Sumatriptan als Spritze unter die Haut.[7] Rezeptfreie Kopfschmerzmittel helfen nicht.[4]
  • Zur Vorbeugung ist Verapamil das Mittel der Wahl. Es wirkt erst nach zwei bis drei Wochen; bis dahin kann Kortison überbrücken. Unter Verapamil sind regelmäßige EKG-Kontrollen nötig.[7]
  • Einen Kopfschmerzkalender führen – die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) hat einen eigenen für Cluster-Kopfschmerz.[8]
  • Rat und Austausch: Selbsthilfegruppen und das CK-Wissen-Forum. Wenn es um Arbeit, Krankengeld oder einen Schwerbehindertenausweis geht: Cluster-Kopfschmerz und Sozialrecht.
Wie stark ist der Schmerz?

In einer großen Befragung bewerteten 1.604 Betroffene ihre Attacken auf der Skala von 0 (kein Schmerz) bis 10 (stärkster vorstellbarer Schmerz) im Mittel mit 9,7. 72 von 100 gaben die Höchstnote. Andere starke Schmerzen, die sie selbst erlebt hatten, bewerteten sie im Mittel deutlich niedriger:[9]

Cluster-Attacke
9,7
Geburt
7,2
Bauchspeicheldrüsen­entzündung
7,0
Nierenstein
6,9

Mehr dazu, auch was der Vergleich zeigt und was nicht: Wie weh tut eine Cluster-Attacke?

Wann sofort zum Arzt?

  • Kopfschmerzen, die schlagartig und in nie gekannter Stärke auftreten, müssen sofort ärztlich abgeklärt werden. Kommen Ausfälle des Nervensystems hinzu (neurologische Störungen), ist das nach der DMKG ein Notfall, der in einer Klinik behandelt werden muss.[10] Auch wenn schon länger bestehende, wiederkehrende Kopfschmerzen stärker werden oder unerträglich sind: sofort einen Arzt aufsuchen, an Wochenenden und an Feiertagen eine Klinik, und auf einer Untersuchung bestehen. In lebensbedrohlichen Fällen gilt der Notruf 112. Der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 ist außerhalb der Sprechzeiten für Beschwerden da, mit denen man sonst in die Praxis ginge und deren Behandlung nicht bis zum nächsten Tag warten kann.[11]
  • Müssen Ärzte behandeln? Eine allgemeine Pflicht, jeden Patienten zu behandeln, gibt es nicht. Im Notfall aber müssen Ärztinnen und Ärzte helfen; das folgt aus der Berufsordnung der Ärztekammer (in Bremen § 7 Abs. 2) und aus dem Strafgesetzbuch (§ 323c, unterlassene Hilfeleistung). Ob ein Notfall vorliegt, beurteilt die Ärztin oder der Arzt.[12] Das sind Rechtsgrundlagen zur Orientierung, keine Rechtsberatung. Rat zum eigenen Fall geben zum Beispiel der Sozialverband VdK und der Sozialverband Deutschland (SoVD); mehr unter Cluster-Kopfschmerz und Sozialrecht.

Den richtigen Arzt finden

  • Bei Verdacht auf Cluster-Kopfschmerz: Suchen Sie einen Neurologen, der Erfahrung mit Cluster-Kopfschmerz Patienten hat. Versuchen Sie ggf. einen Termin in den Kliniken zu bekommen. Anschriften von Ärzten und Kliniken mit denen Cluster-Kopfschmerz Patienten gute Erfahrungen gemacht haben finden Sie in der Liste der

Kopfschmerzkalender

  • Bei wiederkehrenden Kopfschmerzen ist ein Kopfschmerztagebuch sinnvoll. Dies erleichtert dem Arzt die Diagnostik und dient der Überwachung einer Therapie. Der "Kopfschmerzkalender" kann helfen, persönliche Auslöser (Trigger) zu erkennen. Es reicht ein Blatt Papier oder Heft, in dem Datum, Uhrzeit, Dauer, die Stärke und die Art des Schmerzes, der Bereich in dem die Schmerzen sind, verwendete Medikamente und vermutete Auslöser eingetragen werden. Im Internet und bei Ärzten gibt es entsprechende Vordrucke. Patienten die auf bestimmte Auslöser reagieren sollten diese meiden.
  • Einen Vordruck eigens für Cluster-Kopfschmerz bietet die DMKG an: den Clusterkopfschmerz-Kalender (PDF). Darin trägt man für jeden Tag die Zahl der Attacken, ihre Dauer in Minuten und ihre Stärke (0 bis 10) ein, dazu das Akutmittel und wie gut es gewirkt hat, die Vorbeugung mit Dosis und Bemerkungen.[8] Elektronisch geht es auch: Cluster-Kopfschmerz Datenbank und Tagebuch.

Selbstbehandlung, Schmerzmittel und Ernährung

  • Eine Selbstbehandlung ist bei Cluster-Kopfschmerz nicht sinnvoll, da die Medikamente verschreibungspflichtig sind und auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten sein müssen. Einfache Schmerzmittel sind bei Cluster-Kopfschmerz wirkungslos.[4] Von irgendwelchen "Wundermitteln" ist dringend abzuraten, da diese in der Regel nur die Aufnahme einer wirksamen Behandlung verzögern. Einige Betroffene berichten von Verbesserung durch eine Ernährungsumstellung auf purin- und/oder histaminarme Kost. Die europäische Leitlinie empfiehlt keine Diät; für die ketogene Diät vermisst sie ausdrücklich gültige doppelblinde Studien.[7] Während einer Phase und beim chronischen Verlauf können Alkohol, Histamin und Nitroglyzerin Attacken auslösen; in der schmerzfreien Zeit zwischen den Phasen wirken sie nicht.[1][7] Mehr: Trigger.


Cluster-Kopfschmerz Behandlung

Die Einteilung folgt der europäischen Leitlinie von 2023.[7] Wie gut jede Behandlung in Studien belegt ist, zeigt die Übersicht Wie gut ist welche Behandlung belegt? Alle Dosierungen sind Angaben der Leitlinie oder der Fachinformation; maßgeblich ist die Verordnung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes.

  • Medikamente zur akuten Schmerzbekämpfung
    • An erster Stelle (starke Empfehlung der Leitlinie):[7]
      • 100 % medizinischer Sauerstoff aus der Druckgasflasche (siehe unten), eingeatmet über eine Hochkonzentrationsmaske (Non-Rebreather-Maske): mindestens 12 Liter pro Minute, in manchen Fällen bis 15.[7] Er soll sofort zu Beginn der Attacke eingeatmet werden.[4] Zur Dauer nennt die Leitlinie in ihrer Zusammenfassung 15 Minuten, im ausführlichen Text 20 Minuten. Eine Nasenbrille reicht nicht. Hilft ein niedriger Fluss nicht, soll erst ein höherer versucht werden, bevor man sagt, Sauerstoff wirke nicht.[7] Die Flussrate sollte deshalb auf der Verordnung stehen (Vorschlag: Sauerstoff im Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen).
      • Sumatriptan als Spritze unter die Haut (subkutan), 6 mg; für den Cluster-Kopfschmerz zugelassen. Handelsnamen: Imigran-Inject® (früher Imigran s.c. Autoinjektor)[13] und Sumatriptan-Hormosan Inject®, für das der Hersteller 2021 einen Nachfolger mit neuer Bezeichnung angekündigt hat.[14] Die erste Spritze nur unter ärztlicher Aufsicht. Höchstens zwei Spritzen in 24 Stunden, die zweite frühestens nach zwei Stunden und nur, wenn die Beschwerden schon abgeklungen waren und wiederkommen. Wer auf die erste Spritze nicht anspricht, soll für dieselbe Attacke keine zweite nehmen.[13]
    • Als Alternative – wirkt langsamer als die Spritze:[7]
      • Zolmitriptan als Nasenspray – Handelsnamen: AscoTop® Nasal oder Zomig® Nasal. AscoTop Nasal ist für den Cluster-Kopfschmerz zugelassen: 5 mg; wer darauf nicht ausreichend anspricht, kann bei späteren Attacken 10 mg nehmen; mehr als 10 mg am Tag sind nicht erlaubt. Ist die Nase auf der Schmerzseite verstopft, in das andere Nasenloch sprühen.[15]
      • Sumatriptan als Nasenspray (Imigran® Nasal), 20 mg: von der europäischen Leitlinie als Alternative genannt,[7] in Deutschland aber nur für die Migräne zugelassen, nicht für den Cluster-Kopfschmerz.[16]
    • Weitere Möglichkeiten
      • Nicht-invasive Vagusnervstimulation, ein Handgerät, das am Hals angesetzt wird: empfohlen beim episodischen, nicht beim chronischen Verlauf.[7] Mehr: Neuromodulation.
      • Lidocain-Nasentropfen: nur eine schwache Empfehlung der Leitlinie, gestützt auf die Einigung der Fachleute, weil Studien fehlen (Konsens).[7] Die DMKG nennt Lidocain vor allem für Betroffene, bei denen Sauerstoff nicht hilft und die keine Triptane nehmen dürfen.[4] Bei der Anwendung auf dem Rücken liegen, den Kopf ca. 45° nach hinten neigen und ca. 30°–40° zur betroffenen Seite drehen. In einer kleinen Untersuchung (30 Männer, alle bekamen eine vierprozentige Lösung) berichteten etwa 8 eine mittelgradige und etwa 8 eine leichte Besserung, etwa 14 keine.[17]
  • Zur Überbrückung, bis die Vorbeugung wirkt:[7]
    • Corticosteroide (Kortison) nur kurzfristig, als Überbrückung, weil Verapamil langsam zu wirken beginnt. Die Leitlinie nennt zum Beispiel Prednisolon, 60 bis 100 mg täglich als Tablette über fünf Tage (oder anfangs 250 oder 500 mg in die Vene), danach alle vier Tage 10 mg weniger. Mit diesem Ausschleichen dauert die Behandlung je nach Anfangsdosis etwa dreieinhalb bis sechs Wochen. Es ist eine schwache Empfehlung; die Studienlage ist schwach.[7]
    • Eine Spritze mit Kortison am Hinterkopf, in die Nähe des großen Hinterhauptnervs (Okzipitalnervenblockade), empfiehlt die Leitlinie; hat sie gewirkt, kann sie wiederholt werden.[7] In einer placebokontrollierten Studie an 43 Betroffenen mit mehr als zwei Attacken am Tag hatten zwei bis vier Tage nach der dritten Spritze 20 von 21 Behandelten im Mittel höchstens noch zwei Attacken am Tag, in der Vergleichsgruppe mit Scheinmedikament 12 von 22.[18]
    • Lange wirksame Triptane und Ergotamin für die kurzfristige Vorbeugung, bis eine andere Vorbeugung greift: Die Leitlinie nennt Frovatriptan und Ergotamin, gestützt auf die Einigung der Fachleute, weil Studien fehlen (Konsens), und hält Naratriptan für erwägenswert.[7] Das Ergotamin-Präparat Ergo-Kranit Migräne ist nur für die Migräne zugelassen.[19]
  • Medikamente zur vorbeugenden Behandlung
    • Verapamil ist nach der Leitlinie das Mittel der Wahl beim episodischen wie beim chronischen Verlauf, mit mindestens 240 mg am Tag, bei Bedarf bis 720 mg und mehr; es wirkt je nach Dosis nach zwei bis drei Wochen.[7] Das Herz muss dabei überwacht werden: In einer Auswertung von Krankenakten hatten von 108 Behandelten mit EKG 21, also etwa jeder Fünfte, Herzrhythmusstörungen; einen verlangsamten Puls hatten 36 von 100.[20] Ernste EKG-Veränderungen können auch bei gleichbleibender Dosis auftreten; deshalb sind regelmäßige EKG-Kontrollen nötig, auch in der Dauerbehandlung. Verapamil nicht plötzlich absetzen, sondern über zwei bis vier Wochen ausschleichen.[7]
      • Verapamil ist für den Cluster-Kopfschmerz nicht zugelassen, darf aber seit dem 25. Oktober 2012 zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnet werden: bei Erwachsenen, mit einer Tagesdosis von anfangs 120 mg, die bis 360 mg gesteigert werden kann, mit regelmäßigen, dokumentierten EKG-Kontrollen und einem Schmerztagebuch. Tagesdosen über 480 mg nennt der Beschluss „nicht ausreichend untersucht“.[21] Das gilt nur für die Präparate der Firmen, die in der Anlage VI der Arzneimittel-Richtlinie genannt sind.[22] Die höheren Dosen der Leitlinie gehen also über den Beschluss hinaus; das ist mit der Ärztin oder dem Arzt zu besprechen. Mehr: Off-Label-Use beim Clusterkopfschmerz.
    • Lithiumkarbonat ist das Mittel der zweiten Wahl, wenn Verapamil nicht wirkt oder nicht gegeben werden darf. Kontrolliert werden müssen vor allem der Lithiumspiegel im Blut, nach dem die Dosis eingestellt wird, dazu regelmäßig Nieren- und Schilddrüsenwerte und die Blutsalze (Elektrolyte).[7] Lithium ist in Deutschland der einzige Wirkstoff, der für die Vorbeugung des Cluster-Kopfschmerzes zugelassen ist – die Zulassung hängt aber am einzelnen Präparat: Quilonum retard nennt den Cluster-Kopfschmerz als Anwendungsgebiet,[23] Hypnorex retard nicht.[24]
    • Topiramat und Melatonin: Die Leitlinie führt beide als Möglichkeit, gestützt auf die Einigung der Fachleute, weil Studien fehlen (Konsens) – Topiramat als „vielversprechend“, aber nur in offenen Studien geprüft, in denen alle Beteiligten wussten, welches Mittel gegeben wurde; Melatonin (10 mg) als Mittel der dritten Wahl, wenn anderes nicht geholfen hat, und für Betroffene mit Schlafproblemen.[7]
    • Antikörper gegen CGRP. Galcanezumab (300 mg monatlich unter die Haut) empfiehlt die Leitlinie für Betroffene, bei denen andere Mittel nicht helfen, gestützt auf eine Studie beim episodischen Verlauf; beim chronischen Verlauf ist ein Nutzen nicht belegt. Es ist eine schwache Empfehlung, und in der EU ist Galcanezumab dafür nicht zugelassen.[7] Erenumab beim chronischen und Eptinezumab beim episodischen Verlauf verfehlten 2025 in Studien ihr Hauptziel;[25][26] eine Zusammenfassung von vier Studien fand 2026 keinen gesicherten Nutzen.[27] Mehr: Studien zu den Antikörpern.
    • Was bei schwer behandelbarem Verlauf infrage kommt, etwa Nervenstimulation, steht unter Chronischer Cluster-Kopfschmerz und Cluster-Kopfschmerz Behandlung.

Quellen dieses Kastens: die europäische Leitlinie: May A, Evers S, Goadsby PJ u. a.: European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache. Eur J Neurol 2023; 30(10): 2955–2979, frei zugänglich,[7] sowie die Fachinformationen und Beschlüsse in den Einzelnachweisen. Die deutschsprachige Leitlinie „Clusterkopfschmerz und trigeminoautonome Kopfschmerzen“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (mit DMKG, ÖGN, SNG und dem Berufsverband deutscher Neurologen) hat den Stand 14.05.2015 und war bis 13.05.2020 gültig; sie ist bei der DGN weiter abrufbar.[28] Eine Überarbeitung ist bei der AWMF angemeldet und soll Ende 2026 fertig sein.[29]


Zur Sauerstoffbehandlung verordnet die Ärztin oder der Arzt nach dem Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen einen Druckminderer für Druckgasflaschen (Untergruppe 14.24.05; das Verzeichnis unterscheidet Produktart 0 „mit festem Flow“ und Produktart 3 „mit einstellbarem Flow“).[30] Entscheidend ist, dass der Druckminderer mindestens 12 und bei Bedarf bis 15 Liter pro Minute liefert – viele Standardgeräte für die Langzeit-Sauerstofftherapie reichen dafür nicht.[7]

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Weitere Informationen

  • CK-Wissen-Forum – Fragen zur Diagnose und zum Alltag mit Cluster-Kopfschmerz
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Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung: 3.1 Clusterkopfschmerz, am 23.09.2026 gelesen. Diagnostische Kriterien im Wortlaut: „Starke oder sehr starke einseitig orbital, supraorbital und/oder temporal lokalisierte Schmerzattacken, die unbehandelt 15 bis 180 Minuten anhalten“; „Einer oder beide der folgenden Punkte ist/sind erfüllt“: „mindestens eines der folgenden Symptome oder Zeichen, jeweils ipsilateral zum Kopfschmerz“ (konjunktivale Injektion und/oder Lakrimation; nasale Kongestion und/oder Rhinorrhoe; Lidödem; Schwitzen im Bereich der Stirn oder des Gesichtes; Miosis und/oder Ptosis) oder „körperliche Unruhe oder Agitiertheit“; „Die Attackenfrequenz liegt zwischen 1 jeden zweiten Tag und 8 pro Tag“. Aus dem Kommentar: „Bei etwa 10% bis 15% der Patienten tritt jedoch ein 3.1.2 chronischer Clusterkopfschmerz ohne derartige Remissionen auf.“; „Während einer Clusterepisode des 3.1.1 episodischen Clusterkopfschmerzes und beim 3.1.2 chronischen Clusterkopfschmerz kommt es regelmäßig zu Attacken. Diese können durch Alkohol, Histamin oder Nitroglyzerin ausgelöst werden.“
  2. ↑ ICHD-3, deutsche Fassung: 3.1.1 Episodischer Clusterkopfschmerz, am 23.09.2026 gelesen. Beschreibung im Wortlaut: „Clusterkopfschmerzattacken, die in Episoden mit einer Dauer von 7 Tagen bis 1 Jahr auftreten und von schmerzfreien Episoden von mindestens 3 Monaten Dauer unterbrochen werden.“
  3. ↑ ICHD-3, deutsche Fassung: 3.1.2 Chronischer Clusterkopfschmerz, am 23.09.2026 gelesen. Beschreibung im Wortlaut: „Clusterkopfschmerzattacken, die ein Jahr oder länger ohne Remissionsphasen auftreten oder mit Remissionsphasen, die weniger als 3 Monate anhalten.“
  4. ↑ 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 DMKG-Patienteninformation „Clusterkopfschmerzen“ (PDF-Datei), am 23.09.2026 im Wortlaut gelesen: „Auf rezeptfreie oder vorbeugende Kopfschmerzmedikamente, die bei der Migräne eingesetzt werden, sprechen Clusterkopfschmerzen nicht an.“; „Die Behandlung wirkt innerhalb von 15 Minuten, wenn sie sofort zu Beginn der Attacke angewandt wird.“ (Sauerstoff); zu Lidocain: „Es wird vor allem eingesetzt, wenn die Behandlung mit Sauerstoff nicht hilft und Kontraindikationen für Triptane vorliegen.“; „Wenden Sie sich in jedem Fall an eine auf Kopfschmerzen spezialisierte Praxis oder Klinik.“
  5. ↑ May A, Evers S, Goadsby PJ, Leone M, Manzoni GC, Pascual J, et al. (2023). "European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache". Eur J Neurol 30 (10): 2955-2979. doi:10.1111/ene.15956. PMID 37515405.  Tabelle 3 (S. 2959), Zeile „Required“: „Complete neurological examination including careful examination of the cranial nerves (especially trigeminal nerve)“ und „Brain and craniocervical junction MRI (ruling out cerebral pathologies located near midline)“. Am 23.09.2026 im Volltext geprüft.
  6. ↑ Van Obberghen EK, Fabre R, Lanteri-Minet M (2025). "Cluster headache diagnostic delay and its predictors: a systematic review with a meta-analysis". J Headache Pain 26 (1): 71. doi:10.1186/s10194-025-02001-7. PMID 40205372.  Im Wortlaut: „These selected studies included a total of 8654 subjects“; „Meta-analysis estimated the overall CH diagnostic delay at 10,43 years (95% CI [9.09; 11.77]) with a reduction in the CH diagnostic delay over time since the sixties“; „Autonomic symptoms were associated with a decrease in the delay of diagnosis, whereas lower age of CH onset, alternating attack side and nocturnal headaches were associated with an increase in the delay of diagnosis.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „and the continuation of such a reduction every decade since 2000“; „This systematic review including meta-analysis confirms an important unmet need in terms of CH diagnosis.“
  7. ↑ 7,00 7,01 7,02 7,03 7,04 7,05 7,06 7,07 7,08 7,09 7,10 7,11 7,12 7,13 7,14 7,15 7,16 7,17 7,18 7,19 7,20 7,21 7,22 May A, Evers S, Goadsby PJ, Leone M, Manzoni GC, Pascual J, et al. (2023). "European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache". Eur J Neurol 30 (10): 2955-2979. doi:10.1111/ene.15956. PMID 37515405.  Am 23.09.2026 im Volltext gelesen (PDF-Fassung). Im Wortlaut – S. 2955: „For the acute treatment of cluster headache attacks, there is a strong recommendation for oxygen (100%) with a flow of at least 12 L/min over 15 min and 6 mg subcutaneous sumatriptan.“ S. 2958: „During the symptomatic period, short and clustered attacks are typical (1–8 per day) and can be triggered by alcohol, nitroglycerin, or histamine. During the symptom-free period, the patient has no cluster-type headaches and otherwise triggering substances show no effect.“ S. 2961: „The recommended dosage is inhalation of at least 12 L/min of 100% oxygen [54, 55] (in some cases up to 15 L/min) for a duration of 20 min using a nonrebreather mask; nasal cannulae are not sufficient.“; „When low-flow oxygen is sufficient, no change is necessary, but if it is not efficient, increased flow rates should be tried before declaring patients to be oxygen nonresponders“. S. 2968: „Serious ECG changes can also develop during a stable dosage, so regular follow-ups with ECG are required“; „verapamil must not be ended abruptly, but should be gradually reduced over 2–4 weeks“; „Corticosteroids are only used as a transitional therapy or an additive, for example, while waiting for the effect of verapamil or other preventives to take effect“. S. 2969: zu Lithium „Regular control of renal and thyroid function and of electrolytes is required.“; „valid double-blind studies are missing. The same holds true for ketogenic diet“; „Galcanezumab is now licensed for the treatment of episodic cluster headache by the US Food and Drug Administration, whereas the European Medicines Agency has not approved this indication.“ S. 2971: „The first option for the treatment of acute attacks of cluster headache should be subcutaneous injection of sumatriptan 6 mg or the inhalation of 100% oxygen with at least 12 L/min over 15 min.“; „An alternative would be zolmitriptan (5 mg) or sumatriptan (20 mg) nasal spray, with the disadvantage of a slower onset than with injected sumatriptan.“; „nVNS is recommended for the treatment of acute attacks in episodic but not chronic cluster headache.“; „Weak recommendations based on consensus further include DHE nasal spray and lidocaine“; „Initial preventive treatment of cluster headache is usually verapamil at a daily dose of at least 240 mg.“; „Lithium is a drug of second choice if verapamil is inefficacious or contraindicated. Lithium dosing is monitored according to blood levels of lithium“; „Topiramate at least 100 mg per day with a starting dose of 25 mg is promising, but only open trials with topiramate as monotherapy exist at this point.“; „Based on consensus, ergotamine tartrate or frovatriptan are also recommended for short-term prevention.“; „short-term treatment with prednisolone, frovatriptan, or naratriptan may be considered“; „Pharmacological nerve block of the GON is recommended and can be repeated if efficacious.“; „Galcanezumab 300 mg sc every month is recommended in otherwise intractable patients based on one RCT despite missing labeling by the European authorities.“ Tabelle 17 (S. 2973): Verapamil „Preventive method of choice in episodic and chronic cluster“, „Efficacy reached depending on dosage after 2–3 weeks or prior experience“, „Can be increased to 720 mg/day or higher“; Kortison „Low level of evidence“, „Weak“, „Prednisolone initially 250 or 500 mg iv in the morning or 60–100 mg po for 5 days, followed by reductions of 10 mg every 4 days“; Galcanezumab „Low level of evidence“, „Weak“, „One positive RCT for episodic but not chronic cluster headache“, „300 mg sc monthly“; Melatonin „Consensus statement“, „Can be used if other medication has failed (method of third choice)“, „Can be tried in patients with sleep problems“, „10 mg orally“; Topiramat „Consensus statement“. „Consensus statement“ steht laut Fußnote der Tabelle für „In the absence of evidence/studies“. Eine Diät empfiehlt die Leitlinie nicht (Volltextsuche nach „diet“, „nutrition“, „food“: nur die zitierte Stelle zur ketogenen Diät).
  8. ↑ 8,0 8,1 8,2 Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft: Clusterkopfschmerz-Kalender (PDF-Datei), verlinkt auf der Seite Downloads & Studien der DMKG (dort auch Merkblätter zur Sauerstoffbehandlung und zu Lidocain in die Nase); am 23.09.2026 abgerufen. Spalten des Kalenders im Wortlaut: „Anzahl Attacken / Tag“, „Dauer (Minuten)“, „Schmerzstärke (0 – 10)“, „Akutmedikation“ mit „Wirkung: ++ gut, + mittel, - schlecht“, „Prophylaxe und Dosis“, „Bemerkungen“.
  9. ↑ Burish MJ, Pearson SM, Shapiro RE, Zhang W, Schor LI (2021). "Cluster headache is one of the most intensely painful human conditions: Results from the International Cluster Headache Questionnaire". Headache 61 (1): 117–124. doi:10.1111/head.14021. PMID 33337540.  Frei lesbar (PMC7898696), am 24.09.2026 im Volltext über Europe PMC gelesen. Im Wortlaut: „Cluster headache attacks were rated as 9.7 ± 0.6 (mean ± standard deviation) on the numerical rating scale, followed by labor pain (7.2 ± 2.0), pancreatitis (7.0 ± 1.5), and nephrolithiasis (6.9 ± 1.9). The majority of cluster headache respondents rated a cluster headache attack at maximal or 10.0 pain (72.1%, 1157/1604).“ Die Grenzen der Befragung (Diagnose nur per Fragebogen, Angaben aus der Erinnerung, Cluster-Kopfschmerz immer zuerst bewertet) stehen auf der Seite Schmerzskala.
  10. ↑ 10,0 10,1 Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft: Kopfschmerzen: Wann sind sie gefährlich? (PDF-Datei), „Stand: Juni 2005“, am 23.09.2026 im Wortlaut gelesen: „Patienten sollten jedoch umgehend einen Arzt aufsuchen, wenn Kopfschmerzen schlagartig und mit einer Intensität auftreten, die den Betroffenen so nicht bekannt ist.“; „Treten Kopfschmerzen schlagartig und in ungewohnter Stärke auf, sollte sofort ein Arzt konsultiert werden.“; „Kommen zusätzlich neurologische Störungen hinzu, handelt es sich um einen Notfall, der in einer Klinik behandelt werden muss“.
  11. ↑ 116117.de – Der Patientenservice, am 23.09.2026 im Wortlaut gelesen: „Der ärztliche Bereitschaftsdienst hilft Ihnen außerhalb der Sprechstundenzeiten bei Erkrankungen, mit denen Sie sonst in die Praxis gehen würden und deren Behandlung nicht bis zum nächsten Tag warten kann. In lebensbedrohliche Fällen alarmieren Sie bitte den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112.“
  12. ↑ Ärztekammer Bremen: Recht auf Behandlung. Abschluss eines Behandlungsvertrages und Abbruch der Behandlung (PDF-Datei), am 23.09.2026 gelesen. Im Wortlaut: „Eine allgemeine Behandlungspflicht besteht nicht.“; „Etwas Anderes gilt nur in Notfallsituationen (vgl. § 7 Abs. 2 der Berufsordnung für Ärztinnen und Ärzte im Lande Bremen (BO)). Ob ein Notfall vorliegt, hat ein Arzt oder eine Ärztin zu beurteilen“; „Es besteht zwar kein Zwang zum Abschluss eines Behandlungsvertrages, jedoch eine Behandlungspflicht aus § 323 c StGB (unterlassene Hilfeleistung).“
  13. ↑ 13,0 13,1 Fachinformation Imigran-Inject 6 mg/0,5 ml Injektionslösung (Sumatriptan), Stand der Information Mai 2026, Abschnitt 4.2, am 23.09.2026 gelesen. Im Wortlaut: „Imigran-Inject ist indiziert zur Akutbehandlung von Migräneanfällen und zur Therapie von Cluster-Kopfschmerz (Horton-Syndrom).“; „Nur wenn bereits abgeklungene Symptome wieder auftreten, können frühestens nach zwei Stunden weitere 0,5 ml Injektionslösung injiziert werden. Die Höchstdosis für Imigran-Inject beträgt 2-mal 0,5 ml Injektionslösung (12 mg Sumatriptan) innerhalb von 24 Stunden. Die erste Anwendung darf nur unter ärztlicher Überwachung erfolgen. Patienten, die auf die erste Dosis Imigran-Inject nicht ansprechen, sollten für dieselbe Attacke keine zweite Dosis anwenden.“
  14. ↑ Gelbe Liste: Namensänderung Sumatriptan-Hormosan Inject 6 mg/0,5 ml Injektionslösung, Eintrag vom 26.07.2021, im Wortlaut: „Für Sumatriptan-Hormosan Inject 6 mg/ 0,5 ml Injektionslösung gibt es einen Nachfolger mit neuer Bezeichnung. Der Hersteller informiert.“ Den neuen Namen zeigt die Seite nur angemeldeten Fachkreisen. Am 23.09.2026 im Browser gelesen.
  15. ↑ Fachinformation AscoTop Nasal 5 mg/Dosis Nasenspray (Zolmitriptan), Stand der Information Juni 2023, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: „bei Erwachsenen zur Akutbehandlung von Cluster-Kopfschmerz“. 4.2: „Die empfohlene Dosis von AscoTop Nasal für die Behandlung eines Anfalls von Cluster-Kopfschmerz beträgt 5 oder 10 mg. Bei Patienten, bei denen keine ausreichende Wirkung mit der 5-mg-Dosis erreicht wird, kann eine Dosis von 10 mg bei nachfolgenden Anfällen wirksam sein.“; „Die Tagesgesamtdosis darf 10 mg nicht überschreiten.“; bei verstopftem Nasenloch auf der Seite des Kopfschmerzes „empfiehlt sich die Anwendung von AscoTop Nasal in dem von der Schmerzseite abgewandten Nasenloch“.
  16. ↑ Fachinformation Imigran Nasal mite 10 mg/Imigran Nasal 20 mg (Sumatriptan), Stand der Information August 2025, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: „Imigran Nasal ist indiziert zur akuten Behandlung von Migräneanfällen mit oder ohne Aura.“
  17. ↑ Robbins L (1995). "Intranasal lidocaine for cluster headache". Headache 35 (2): 83-84. doi:10.1111/j.1526-4610.1995.hed3502083.x. PMID 7737866.  Im Wortlaut: „Thirty male patients with cluster headache were given 4% lidocaine solution to use intranasally as an abortive therapy.“; „Twenty-seven percent of the men reported moderate relief, 27% obtained mild relief, and 46% stated that they had no relief from the lidocaine“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
  18. ↑ Leroux E, Valade D, Taifas I u. a. (2011). "Suboccipital steroid injections for transitional treatment of patients with more than two cluster headache attacks per day: a randomised, double-blind, placebo-controlled trial". Lancet Neurol 10 (10): 891-897. doi:10.1016/S1474-4422(11)70186-7. PMID 21903477.  Im Wortlaut: „three suboccipital injections (48-72 h apart) of cortivazol 3·75 mg or placebo“; „The primary outcome was reduction of the number of daily attacks to a mean of two or fewer in the 72 h period 2-4 days after the third injection.“; „we randomly allocated 43 patients“; „20 of 21 patients who received cortivazol had a mean of two or fewer daily attacks after injections compared with 12 of 22 controls“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
  19. ↑ Fachinformation Ergo-Kranit® Migräne 2 mg Tabletten (PDF-Datei), Stand Februar 2023, Abschnitt 4.1 im Wortlaut: „Behandlung von Migräne-Anfällen (insbesondere sehr lange Anfälle), wenn andere Therapien nicht wirksam oder nicht indiziert sind.“; gleichlautend die Gebrauchsinformation („zuletzt überarbeitet im Februar 2023"). Beide Dokumente am 22.09.2026 abgerufen und gelesen.
  20. ↑ Cohen AS, Matharu MS, Goadsby PJ (2007). "Electrocardiographic abnormalities in patients with cluster headache on verapamil therapy". Neurology 69 (7): 668-675. doi:10.1212/01.wnl.0000267319.18123.d3. PMID 17698788.  Auswertung von Krankenakten (Audit). Im Wortlaut: „One hundred eight had EKGs in the hospital notes“; „Twenty-one of 108 patients (19%) had arrhythmias.“; „The incidence of arrhythmias on verapamil in this patient group is 19%, and bradycardia 36%.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
  21. ↑ Gemeinsamer Bundesausschuss: Beschluss über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie – Anlage VI: Verapamil zur Prophylaxe des Clusterkopfschmerzes, 16.08.2012 (PDF-Datei), Bundesanzeiger AT 24.10.2012 B3, in Kraft seit 25.10.2012; Verfahrensseite des G-BA Im Wortlaut (Anwendungsgebiet): „Prophylaxe des episodischen und chronischen Clusterkopfschmerzes von Erwachsenen ab 18 Jahren“. Die Angaben zu Dosis, EKG und Schmerztagebuch nach dem Beschluss, wie auf der Seite Verapamil wiedergegeben (dort am 22.09.2026 geprüft).
  22. ↑ Gemeinsamer Bundesausschuss: Arzneimittel-Richtlinie, Anlage VI – Verordnungsfähigkeit von zugelassenen Arzneimitteln in nicht zugelassenen Anwendungsgebieten, Teil A Nummer IX (Verapamil zur Prophylaxe des Clusterkopfschmerzes) (PDF-Datei), letzte Änderung 11.06.2026, abgerufen am 22.09.2026; Übersichtsseite des G-BA zur Anlage VI mit der jeweils geltenden Fassung. Dort heißt es: „Die folgenden pharmazeutischen Unternehmer haben für ihre Verapamil-haltigen Arzneimittel eine Anerkennung des bestimmungsgemäßen Gebrauchs abgegeben (Haftung des pharmazeutischen Unternehmers), sodass ihre Arzneimittel für die vorgenannte Off-Label-Indikation verordnungsfähig sind“.
  23. ↑ Fachinformation Quilonum retard 450 mg Retardtabletten (Lithiumcarbonat), Teofarma, Stand der Information August 2024, Zul.-Nr. 17202.00.01; Abschnitte 4.1, 4.4, 4.5 und 4.6. Am 22.09.2026 im Wortlaut gelesen. 4.1 nennt u. a.: „Anfallsweise auftretender oder chronischer Cluster-Kopfschmerz (Bing-Horton-Syndrom)“.
  24. ↑ Fachinformation Hypnorex retard 400 mg Retardtabletten (Lithiumcarbonat), letzte Aktualisierung 01.11.2024, Abschnitt 4.1; gelesen am 22.09.2026 über mediately.co.
  25. ↑ Mecklenburg J, Gaul C, Fitzek M u. a. (2025). "Erenumab for chronic cluster headache: a randomized clinical trial". JAMA Netw Open 8 (6): e2516318. doi:10.1001/jamanetworkopen.2025.16318. PMID 40526384.  Im Wortlaut: „The primary end point was not met over weeks 5 and 6 of the double-blind phase because the mean (SD) reduction of weekly CH attacks was -7.3 (8.6) per week for erenumab and -5.9 (10.5) per week for placebo“; „erenumab (13 [31.7%]) and placebo (18 [45.0%])“; „Recruitment was stopped prematurely“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „Loading dose of erenumab (280 mg subcutaneously) or matching placebo“, „followed by another dose of erenumab (140 mg subcutaneously) or placebo 4 weeks later“; „erenumab (n = 41) or placebo (n = 40)“; „More participants reported adverse events with erenumab than placebo (27 [65.9%] vs 17 [42.5%])“; „Calcitonin gene-related peptide (CGRP) is involved in the pathophysiology of cluster headache (CH).“ Die unerwünschten Ereignisse waren „mostly of mild or moderate intensity“.
  26. ↑ Jensen RH, Tassorelli C, Tepper SJ u. a. (2025). "Efficacy and safety of eptinezumab in episodic cluster headache: a randomized clinical trial". JAMA Neurol 82 (7): 706–714. doi:10.1001/jamaneurol.2025.1317. PMID 40388178.  Im Wortlaut: „There was no statistically significant difference between eptinezumab and placebo in the change from baseline in the number of weekly attacks over weeks 1 to 2 (least-squares mean [SE], -4.0 [0.93] vs -4.6 [0.89]; between-group difference, 0.7; 95% CI, -1.3 to 2.6; P = .50).“; „More eptinezumab-treated participants achieved 50% or greater response vs placebo over week 2 (50.9% … vs 37.3%“; Woche 4 „66.7% … vs 50.5%“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „The study took place at 64 sites across Europe, the US, and Japan.“; „(eptinezumab, n = 118; placebo, n = 113)“.
  27. ↑ Yuan L, Zhang YX, Kulachai P u. a. (2026). "Efficacy and safety of calcitonin gene-related peptide monoclonal antibodies for cluster headache: a systematic review and frequentist-Bayesian meta-analysis". J Neurol 273 (7): 371. doi:10.1007/s00415-026-13887-x. PMID 42249970.  Im Wortlaut: „Four trials (655 participants) were included. The pooled MD was - 0.81 attacks per week (95%CI - 2.24 to 0.62; P = 0.265“; „a discrepancy driven by high placebo rates (27-53%)“; „Bayesian analysis showed an 81.1% posterior probability of any benefit, but only 17.9% probability that the true reduction reached 2 or more attacks per week“; „Modest benefit cannot be excluded, but clinically meaningful efficacy remains uncertain.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft. Weiter: „have transformed migraine prevention“.
  28. ↑ Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Leitlinie „Clusterkopfschmerz und trigeminoautonome Kopfschmerzen“, am 23.09.2026 abgerufen. Im Wortlaut: „Stand: 14.5.2015“, „AWMF-Registernummer: 030/036“, „Entwicklungsstufe: S1“, „Gültig bis: 13.5.2020“.
  29. ↑ AWMF-Leitlinienregister, Registernummer 030-036: S1-Leitlinie Clusterkopfschmerz und trigeminoautonome Kopfschmerzen, am 23.09.2026 abgerufen: Status „Angemeldet“, Art der Anmeldung „Überarbeitung“, Anmeldedatum 24.07.2025, geplante Fertigstellung 31.12.2026; Koordination PD Dr. Tim Jürgens (Güstrow) und Prof. Gudrun Goßrau (Dresden).
  30. ↑ Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes, Produktgruppe 14, Anwendungsort 24 („Atmungsorgane“), Untergruppe 05, am 22.09.2026 über die Baumansicht aufgerufen: Produktart 0 „Druckminderer für Druckgasflaschen mit festem Flow“, Produktart 3 „Druckminderer für Druckgasflaschen mit einstellbarem Flow“; Änderungsdatum der Untergruppe: 09.01.2024. Einzelheiten unter Sauerstoff im Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen.