Triptan
Die Triptane sind neben dem Sauerstoff das Mittel der Wahl gegen die einzelne Cluster-Attacke. Sie wirken gezielt bei Migräne und beim Cluster-Kopfschmerz. Bei anderen Schmerzen helfen sie nicht.
Triptan als Nasenspray oder Spritze
Als Nasenspray gibt es in Deutschland nur zwei Triptane: Sumatriptan (10 und 20 mg) und Zolmitriptan (5 mg pro Sprühstoß). Als Spritze unter die Haut gibt es nur Sumatriptan. Naratriptan, Rizatriptan, Almotriptan, Eletriptan und Frovatriptan gibt es nur zum Einnehmen; ein Nasenspray mit Naratriptan oder Rizatriptan gibt es nicht.[1][2]
- Sumatriptan 6 mg als Spritze unter die Haut (Imigran-Inject, auch als Nachahmerpräparat):[3] für den Cluster-Kopfschmerz zugelassen[4] und von der europäischen Leitlinie empfohlen.[5]
- Zolmitriptan als Nasenspray, 5 mg pro Sprühstoß (AscoTop Nasal): für den Cluster-Kopfschmerz zugelassen[6] (5 oder 10 mg pro Attacke; 10 mg sind zwei Sprühstöße und zugleich die Tageshöchstdosis)[7] und von der europäischen Leitlinie empfohlen.[5]
- Sumatriptan als Nasenspray, 10 oder 20 mg (Imigran Nasal): nur für Migräne zugelassen;[8] die europäische Leitlinie empfiehlt 20 mg aber auch für die Cluster-Attacke, etwa bei Angst vor der Nadel.[5]
Wie gut wirkt das Nasenspray im Vergleich zur Spritze? Die Spritze wirkt schneller und bei mehr Betroffenen. Nach der europäischen Leitlinie tritt die Wirkung der Sumatriptan-Spritze „viel schneller“ ein als die des Nasensprays, und das Zolmitriptan-Nasenspray wirkt in indirekten Vergleichen schwächer als die Spritze.[5] Mit der Spritze ist nach 15 Minuten etwa die Hälfte der Behandelten schmerzfrei (Zahlen weiter unten). Mit dem Zolmitriptan-Nasenspray hatten in zwei Studien mit zusammen 121 Betroffenen nach 30 Minuten 48 % (5 mg) und 63 % (10 mg) nur noch leichte oder keine Schmerzen, unter Placebo (Scheinmedikament) 30 %; ganz schmerzfrei waren 35 % und 44 % gegenüber 19 %.[9] Beim Sumatriptan-Nasenspray beendete in einer Vergleichsstudie die Spritze 49 von 52 Attacken innerhalb von 15 Minuten, das Nasenspray nur 7 von 52.[10]
Wirkdauer und Halbwertszeit: Wie lange ein Triptan im Körper bleibt, zeigt die Halbwertszeit; nach ihr ist die Hälfte des Wirkstoffs abgebaut. Sie beträgt bei Sumatriptan als Spritze etwa 2 Stunden[4] und bei Zolmitriptan als Nasenspray etwa 3 Stunden.[9] Die Werte aller Triptane als Tablette stehen in der Vergleichstabelle.
Wirkungsweise und Anwendung

Die Triptane greifen in den Stoffwechsel des Serotonins ein, welches ein zentraler Botenstoff bei der Schmerzverarbeitung ist. Aufgrund der Heftigkeit der Cluster-Attacken und der Tatsache, dass sie häufig nur 30-60 Minuten anhalten, ist es wichtig ein Medikament anzuwenden, das möglichst schnell und effektiv wirkt.
Für den Cluster-Kopfschmerz sind in Deutschland nur zwei Darreichungsformen zugelassen: Sumatriptan 6 mg als Injektion unter die Haut[4] und Zolmitriptan als Nasenspray mit 5 mg pro Sprühstoß.[6] Für den Cluster-Kopfschmerz nennt die Fachinformation zwei Dosen: 5 oder 10 mg. Wirken 5 mg nicht ausreichend, kann nach der Fachinformation eine Dosis von 10 mg bei nachfolgenden Anfällen wirksam sein – das sind dann zwei Sprühstöße und damit bereits die zulässige Tagesgesamtdosis.[7] Sumatriptan als Nasenspray ist dagegen nur zur Behandlung der Migräne zugelassen und nicht für den Cluster-Kopfschmerz.[8]
Die deutsche Leitlinie von 2015, deren Gültigkeit inzwischen abgelaufen ist, formulierte es ebenso: „Für den Clusterkopfschmerz sind nur Sumatriptan in der parenteralen (s. c. Spritze) Applikationsform und Zolmitriptan-Nasenspray … zugelassen."[11] Beide zugelassenen Formen bieten den Vorteil, dass sie nicht erst den Magen-Darmtrakt passieren müssen, wodurch sie sehr viel schneller (3-20 Min.) wirken.
Die anderen verfügbaren Triptane (Rizatriptan, Naratriptan, Eletriptan, Frovatriptan, Almotriptan) stehen nur als Tabletten zur Verfügung. Tabletten wirken zu langsam, um eine Cluster-Attacke zuverlässig zu beenden; die Cochrane-Übersicht kommt zu dem Schluss, dass orale Darreichungsformen für die Cluster-Attacke „not appropriate" sind, und die europäische Leitlinie nennt für die Attacke die Injektion unter die Haut und das Nasenspray.[12][5]
Rizatriptan und Zolmitriptan sind auch als Schmelztabletten zur sublingualen Einnahme erhältlich. Der Eintritt der Wirkung von Zolmitriptan-Schmelztabletten kann gegenüber den herkömmlichen Tabletten verzögert sein.[13] Die Zeit bis zum Erreichen der maximalen Plasmakonzentration nach der Gabe von Rizatriptan als Schmelztablette war im Vergleich zur normalen Tablette um 30-60 Minuten länger.[14]

Bei Anwendung der Nasenspray sollte beachtet werden, dass sie in das zum Schmerz kontralaterale (gegenüberliegende) Nasenloch appliziert werden müssen, weil die Substanzaufnahme bei der, im Rahmen des Clusters auftretenden gleichseitigen Nasenschleimhautschwellung, erschwert ist.
Bei vor allem nächtlichen Attacken kann eine zeitlich begrenzte Einnahme von lang wirksamen Triptanen wie Frovatriptan oder Naratriptan am Abend versucht werden. Beide Substanzen haben eine lange Halbwertzeit, so dass es manchmal gelingt, die Attacken zu unterdrücken. Für den Cluster-Kopfschmerz ist keines der beiden Mittel zugelassen, und die Beleglage ist schwach; die europäische Leitlinie führt Frovatriptan als Möglichkeit zur kurzzeitigen Vorbeugung auf.[5] Das gehört deshalb in ärztliche Hand und ist kein Selbstversuch.
Eine Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration hat die Zahlen aus sechs Studien zusammengefasst. Fünfzehn Minuten nach einer Injektion von 6 mg Sumatriptan unter die Haut waren 48 % der Behandelten schmerzfrei und 75 % hatten keine oder nur leichte Schmerzen; unter Placebo waren es 17 % und 32 %. Für Zolmitriptan als Nasenspray waren es in der Dosis 10 mg – in Deutschland zwei Sprühstöße à 5 mg – nach 15 Minuten 12 % schmerzfrei und 28 % mit keinen oder leichten Schmerzen gegenüber 3 % und 7 % unter Placebo. Die Injektion wirkt in den ersten Minuten also deutlich zuverlässiger als das Nasenspray.[12] Vereinzelt wird berichtet, dass die Wirkung bei der Attackenkupierung nicht immer zuverlässig ist. Triptane dürfen nicht angewendet werden, wenn bereits Erkrankungen wie: Herzinfarkt, Angina Pectoris, Schlaganfall, TIA, schlecht eingestellter Bluthochdruck, arterielle Verschlusskrankheiten oder schwere Leber- oder Niereninsuffizienzen vorliegen. Schwangerschaft und Stillzeit sind bei Sumatriptan dagegen keine Gegenanzeigen. Nach der Fachinformation soll es in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der zu erwartende Nutzen für die Mutter ein mögliches Risiko für das Kind überwiegt; in der Stillzeit kann das Kind geschützt werden, indem mindestens 12 Stunden nach der Anwendung nicht gestillt und die in dieser Zeit abgepumpte Milch verworfen wird.[15] Das Beratungszentrum Embryotox nennt Sumatriptan unter den Triptanen das Mittel der Wahl in der Schwangerschaft; seine Empfehlung ist für die Migräneattacke formuliert.[16] Mehr auf der Seite Schwangerschaft.
Sumatriptan als Spritze gilt bei Cluster-Kopfschmerz als sicher: Nach der europäischen Leitlinie von 2023 gibt es bei den meisten Betroffenen auch nach häufigem Gebrauch keine Hinweise auf einen Wirkverlust oder einen Rückprall-Kopfschmerz (Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch).[5][17] Insbesondere bei Cluster-Kopfschmerzpatienten mit einer persönlichen Migräne oder mit Migräne in der Familie kann ein Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch auftreten.[18]
Die Höchstdosis für Sumatriptan unter die Haut ist zweimal 6 mg innerhalb von 24 Stunden, mit mindestens zwei Stunden Abstand zwischen den Injektionen.[3] Wer mehr Attacken am Tag hat, braucht deshalb keine höhere Triptandosis, sondern Sauerstoff für alle Attacken – dafür gibt es keine Obergrenze – und eine wirksamere vorbeugende Behandlung oder eine Überbrückung.
In einer einjährigen Langzeitstudie überschritten einzelne Patienten diese Höchstdosis um ein Vielfaches, ohne dass Komplikationen auftraten.[19] Eine Empfehlung folgt daraus nicht: Sumatriptan verengt die Blutgefäße, und die oben genannten Gegenanzeigen gelten unverändert. Ob die Tagesdosis im Ausnahmefall überschritten werden kann – etwa bis eine vorbeugende Behandlung wirkt –, kann nur die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt im Einzelfall entscheiden.[20]
Übersicht
Derzeit werden in Deutschland folgende Triptane therapeutisch angewendet:
- Almotriptan - Almogran®, Dolortriptan® (rezeptfrei),
- Eletriptan - Relpax®
- Frovatriptan - Allegro® (D), Eumitan® (A), Menamig® (CH), Frova® (US), Tigreat®
- Naratriptan - Naramig®, Formigran® (rezeptfrei),
- Rizatriptan - Maxalt®
- Sumatriptan - Imigran®, Imitrex®, Sumatriptan Hormosan®, u. a.
- Zolmitriptan - Ascotop®, Zomig®
Die Triptane als Tablette im Vergleich
Die Tabelle zeigt, wie der Körper die Triptane als Tablette aufnimmt und wieder abbaut (Stand 2002, ohne spätere Präparate).[21] Für die Cluster-Attacke selbst wirken Tabletten zu langsam; dafür kommen die Spritze und das Nasenspray in Frage (siehe oben).[5]
| Wirkstoff | Einzeldosis | Anteil, der ins Blut gelangt | Höchster Blutspiegel nach | Halbwertszeit | Abbau in der Leber | Ausscheidung über die Niere |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sumatriptan | 50–100 mg | 14 % | 1,5–2,5 Std. | 2 Std. | ja | insgesamt 57 %, davon 22 % unverändert |
| Zolmitriptan | 2,5 mg | 40 % | 2–3 Std. | etwa 3 Std. | ja | insgesamt 60 % |
| Naratriptan | 2,5 mg | 60–70 % | 2–3 Std. | 6 Std. | ja (50 %) | insgesamt 80 %, davon 50 % unverändert |
| Rizatriptan | 5–10 mg | 40–45 % | 1–1,5 Std. | 2–3 Std. | ja | insgesamt 80 %, davon 14 % unverändert |
| Almotriptan | 6,25 oder 12,5 mg | 70 % | 1,5–3 Std. | etwa 3,5 Std. | ja (60 %) | insgesamt 75 %, davon 40 % unverändert |
| Eletriptan | 20, 40 oder 80 mg | 50 % | 1–1,5 Std. | 4–5 Std. | ja | 9 % unverändert |
| Frovatriptan | 2,5 mg | 22–30 % | 2–4 Std. | 26 Std. | ja (62 %) | 32 % unverändert |
Anteil, der ins Blut gelangt (Bioverfügbarkeit): wie viel vom geschluckten Wirkstoff tatsächlich im Blut ankommt. Halbwertszeit: nach dieser Zeit ist die Hälfte des Wirkstoffs im Blut wieder abgebaut.
Allgemeine Nebenwirkungen der Triptane
- Schwindel
- Übelkeit
- Müdigkeit
- Gefühlsstörungen
- Engegefühl im Rachen und Halsbereich
- Hitzewallungen
- Herzklopfen
- Blutdruckabfall
Wechselwirkungen
Am Beispiel der Sumatriptan-Spritze Imigran-Inject (Fachinformation Mai 2026):[22]
- MAO-Hemmer, also Mittel, die den Abbau von Botenstoffen wie Serotonin bremsen (darunter manche Mittel gegen Depressionen), schließen Sumatriptan ganz aus: Es darf nicht gleichzeitig und nicht in den zwei Wochen nach dem Absetzen eines MAO-Hemmers angewendet werden.
- Ergotamin-haltige Mittel und andere Triptane dürfen nicht gleichzeitig genommen werden. Nach ihnen sollen bis zu Sumatriptan mindestens 24 Stunden vergehen, nach Sumatriptan bis zu einem Ergotamin-Mittel mindestens 6 Stunden und bis zu einem anderen Triptan mindestens 24 Stunden.
- SSRI oder SNRI (bestimmte Mittel gegen Depressionen): Zusammen mit Sumatriptan wurde „in seltenen Fällen“ ein Serotonin-Syndrom berichtet; ist die Kombination nötig, soll angemessen überwacht werden.
- Johanniskraut: möglicherweise häufigere Nebenwirkungen.
- Propranolol: Für Sumatriptan nennt die Fachinformation ausdrücklich keine Hinweise auf Wechselwirkungen; für andere Triptane kann das anders sein.[22]
- Der Blutstiller Methylergometrin, ein Abkömmling des Mutterkorns wie Ergotamin: Risiko für Bluthochdruck und Verengung der Herzkranzgefäße.
Was Studien seit der Warnung der FDA von 2006 über das Risiko eines Serotonin-Syndroms fanden, steht auf der Seite FDA Warnung: Wechselwirkung Triptane und Antidepressiva.
Siehe auch
Externe Links
Literatur
Einzelnachweise
- ↑ Diener HC, Förderreuther S, Kropp P et al.: Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne. S1-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, 2022. PDF-Datei, Tabelle 1 „Therapie der akuten Migräneattacke mit Triptanen“, am 25.09.2026 gelesen: Sumatriptan „50 oder 100 mg p. o. / 10 oder 20 mg nasal / 6 mg, 3 mg s. c.“; Zolmitriptan „2,5 oder 5 mg Tablette oder Schmelztbl. p. o. / 5 mg nasal“; Naratriptan „2,5 mg p. o.“; Rizatriptan „5 oder 10 mg (Schmelz-)Tablette p. o.“; Almotriptan „12,5 mg p. o.“; Eletriptan „20 oder 40 mg p. o.“; Frovatriptan „2,5 mg p. o.“ (p. o. = zum Einnehmen, s. c. = unter die Haut).
- ↑ Gelbe Liste: Naratriptan, abgerufen am 25.09.2026: Alle aufgeführten Präparate sind Filmtabletten mit 2,5 mg; „Falls die Migräneschmerzen nach anfänglicher Besserung erneut auftreten, kann eine weitere Filmtablette eingenommen werden“.
- ↑ 3,0 3,1 Gelbe Liste Pharmindex: Sumatriptan – Dosierung, abgerufen am 20.09.2026
- ↑ 4,0 4,1 4,2 Fachinformation Imigran-Inject 6 mg/0,5 ml Injektionslösung, Stand Mai 2026, Abschnitt 4.1: „Akute Behandlung von Migräneanfällen mit und ohne Aura sowie Cluster-Kopfschmerz (Horton-Syndrom)".
- ↑ 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 5,5 5,6 5,7 May A, Evers S, Goadsby PJ, Leone M, Manzoni GC, Pascual J, et al. (2023). "European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache". Eur J Neurol 30: 2955-2979. doi:.
- ↑ 6,0 6,1 Fachinformation AscoTop Nasal 5 mg/Dosis Nasenspray, Stand Juni 2023, Abschnitt 4.1: „… und bei Erwachsenen zur Akutbehandlung von Cluster-Kopfschmerz". Eine Nasenspray-Stärke mit 10 mg ist in Deutschland nicht im Handel; 10 mg werden als zwei Sprühstöße gegeben.
- ↑ 7,0 7,1 Fachinformation AscoTop Nasal 5 mg/Dosis Nasenspray, Grünenthal GmbH, Stand Juni 2023, Abschnitt 4.2, Unterabschnitt „Behandlung von Cluster-Kopfschmerz": „Die empfohlene Dosis … beträgt 5 oder 10 mg. Bei Patienten, bei denen keine ausreichende Wirkung mit der 5-mg-Dosis erreicht wird, kann eine Dosis von 10 mg bei nachfolgenden Anfällen wirksam sein. … Die Tagesgesamtdosis darf 10 mg nicht überschreiten. Innerhalb von 24 Stunden sollten nicht mehr als 4 Dosen Zolmitriptan 2,5 mg oder 2 Dosen Zolmitriptan 5 mg angewendet werden." Bei fachinfo.de
- ↑ 8,0 8,1 Fachinformation Imigran Nasal mite 10 mg und Imigran Nasal 20 mg, Stand August 2025, Abschnitt 4.1: „Imigran Nasal ist indiziert zur akuten Behandlung von Migräneanfällen mit oder ohne Aura".
- ↑ 9,0 9,1 Fachinformation AscoTop Nasal 5 mg/Dosis Nasenspray, Stand Juni 2023, am 25.09.2026 gelesen. Abschnitt 5.1: „In zwei kontrollierten klinischen Studien mit vergleichbarem Design wurden bis zu je 3 Cluster-Kopfschmerz-Anfälle bei insgesamt 121 Patienten behandelt. Gemäß der kombinierten Analyse dieser beiden Studien führte die Anwendung von AscoTop Nasal 5 mg nach 30 Minuten bei 48,3 % der Patienten (gegenüber 29,5 % nach Placebo-Gabe) zu einer statistisch signifikanten Abnahme des Kopfschmerzes von sehr stark/stark/mäßig zu mild/keine. Schmerzfreiheit wurde bei 34,8 % der Patienten (gegenüber 19,3 % nach Placebo-Gabe) erreicht. Die Ergebnisse für die 10-mg-Dosis waren entsprechend 63,1 % und 44,0 % …“ Abschnitt 5.2: „Die durchschnittliche Eliminationshalbwertszeit (t ½) beträgt sowohl für Zolmitriptan als auch für N-Desmethylzolmitriptan ca. 3 Stunden.“
- ↑ Hardebo JE, Dahlöf C: Sumatriptan nasal spray (20 mg/dose) in the acute treatment of cluster headache. Cephalalgia. 1998; 18(7): 487–489. PMID 9793702. DOI. Aus der Zusammenfassung: „Forty-nine of the 52 treatments with injection resulted in complete relief of pain within 15 min … Only 7 of the 52 treatments with nasal spray in the nostril ipsilateral to pain resulted in complete relief within this time period“.
- ↑ Leitlinie „Clusterkopfschmerz und trigeminoautonome Kopfschmerzen", Deutsche Gesellschaft für Neurologie, Stand 14.05.2015, gültig bis 13.05.2020. PDF-Datei beim AWMF-Register
- ↑ 12,0 12,1 Law S, Derry S, Moore RA (2013). "Triptans for acute cluster headache". Cochrane Database Syst Rev 7: CD008042. doi:. PMID 24353996.
- ↑ Fachinformation AscoTop® 2,5 mg/5 mg Schmelztabletten, Stand Juni 2024. Bei fachinfo.de
- ↑ Fachinformation MAXALT® lingua Schmelztabletten, Stand Juli 2018 (das früher hier verlinkte AMIS-Dokument des DIMDI ist nicht mehr abrufbar).
- ↑ Fachinformation Sumatriptan Heumann 100 mg Filmtabletten (PDF-Datei), Stand 08/2025, Abschnitte 4.3 und 4.6, am 23.09.2026 gelesen: „Das Arzneimittel sollte nur dann bei Schwangeren angewendet werden, wenn der zu erwartende Nutzen für die Mutter ein mögliches Risiko für das Kind überwiegt.“; „Säuglinge können vor einer Einwirkung geschützt werden, wenn das Stillen für mindestens 12 Stunden nach der Anwendung unterbrochen und Milch, die in diesem Zeitraum abgepumpt wird, verworfen wird.“ Ebenso Gelbe Liste: Sumatriptan: „Stillen sollte für mindestens 12 Stunden nach Anwendung unterbrochen werden. Während dieser Zeit abgepumpte Muttermilch sollte verworfen werden.“
- ↑ Embryotox, Charité – Universitätsmedizin Berlin: Sumatriptan, am 23.09.2026 gelesen: „Aus der Gruppe der Triptane ist Sumatriptan während der Schwangerschaft das Mittel der Wahl.“
- ↑ May A, Leone M, Áfra J, Linde M, Sándor PS, Evers S, Goadsby PJ.: EFNS guidelines on the treatment of cluster headache and other trigeminalautonomic cephalalgias. European Journal of Neurology. 2006; 13: 1066–1077. PMID 16987158, PDF-Datei. DOI
- ↑ Paemeleire K, Bahra A, Evers S, Matharu M, Goadsby P. Medication-overuse headache in cluster headache patients. Neurology. 2006; 67(1): 109–113. PMID 16832088.
- ↑ Göbel H, Lindner V, Pfaffenrath V, Ribbat M, Heinze A, Stolze H.: Akuttherapie des episodischen und chronischen Clusterkopfschmerzes mit Sumatriptan s.c. Ergebnisse einer einjahrigen Langzeitstudie. Nervenarzt. 1998; 69(4): 320-9. PMID 9606683. Zusammenfassung
- ↑ Goebel, H.: Die Kopfschmerzen., 2. bearb. Aufl. 2004, Springer Verlag, Berlin, Seite 536, ISBN 3-540-03080-8.
- ↑ Tabelle nach: Medizinische Monatsschrift für Pharmazeuten 2002, Heft 2, S. 66–68, um Frovatriptan ergänzt (Quellenangabe in der Tabelle selbst). Auf CK-Wissen stand sie seit 2006 als Bild (Datei:Tara20_tab.gif), übernommen aus der Österreichischen Apotheker-Zeitung (frühere Adresse, am 25.09.2026 nicht mehr abrufbar). Die Werte sind unverändert aus dem Bild übertragen; die Markierungen „vorteilhaft“ und „weniger vorteilhaft“ des Originals sind weggelassen.
- ↑ 22,0 22,1 Fachinformation Imigran-Inject 6 mg/0,5 ml Injektionslösung (Sumatriptan), Stand der Information Mai 2026, Abschnitte 4.1, 4.3, 4.4 und 4.5, am 23.09.2026 gelesen. Anwendungsgebiet: „Akute Behandlung von Migräneanfällen mit und ohne Aura sowie Cluster-Kopfschmerz (Horton-Syndrom).“ Im Wortlaut: „Imigran-Inject darf nicht gleichzeitig mit Monoaminooxidase-Hemmern und nicht innerhalb von zwei Wochen nach Abbruch einer Therapie mit einem Monoaminooxidase-Hemmer angewendet werden.“; „In seltenen Fällen wurde über Patienten berichtet, bei denen nach der Einnahme eines selektiven Serotonin-Reuptake-Hemmers (SSRI) und von Sumatriptan ein Serotonin-Syndrom (einschließlich Bewusstseinsveränderungen, autonomer Instabilität und neuromuskulärer Störungen) auftrat. Von einem Serotonin-Syndrom wurde nach gleichzeitiger Behandlung mit Triptanen und Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Hemmern (SNRIs) berichtet. Wenn die gleichzeitige Behandlung mit Sumatriptan und einem SSRI/SNRI aus medizinischen Gründen notwendig ist, sollte der Patient angemessen überwacht werden“; „Bei gemeinsamer Anwendung von Triptanen und pflanzlichen Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten, können möglicherweise häufiger Nebenwirkungen auftreten.“ Zu Ergotamin und anderen Triptanen (4.5): „Es wird geraten, nach der Anwendung von Ergotamin-haltigen Arzneimitteln oder einem anderen Triptan/5-HT1-Rezeptor-Agonisten mindestens 24 Stunden bis zur Anwendung von Sumatriptan zu warten. Umgekehrt wird empfohlen, nach der Anwendung von Sumatriptan mindestens 6 Stunden zu warten, bevor ein Ergotamin-haltiges Arzneimittel angewendet wird und mindestens 24 Stunden, bevor ein anderes Triptan/ein anderer 5-HT1-Rezeptor-Agonist angewendet wird.“; „Es gibt keine Hinweise auf Wechselwirkungen mit Propranolol, Flunarizin, Pizotifen oder Alkohol.“
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