Angina Pectoris

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Version vom 23. September 2026, 03:15 Uhr von Cezary (Diskussion | Beiträge) (Stand 2026: Bezug zum Cluster-Kopfschmerz (Sumatriptan-FI 4.3, weitere Triptane, Sauerstoff laut EAN 2023, Verapamil-Zulassung))
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Medizinischer Begriff für "Brustenge". Durch Verengung der Herzkranzgefäße kommt es bei der Angina Pectoris zu einer Mangelversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff, was ein Engegefühl und Brustschmerzen auslösen kann.

Man unterscheidet verschiedene Ausprägungsgrade, von Angina Pectoris erst bei schwerer körperlicher Belastung über Anfälle schon bei leichterer Belastung bis hin zu Anfällen schon in Ruhe.

Zusätzlich unterscheidet man eine stabile Angina Pectoris von einer instabilen Angina Pectoris.

Im ersteren Falle treten die Symptome immer vergleichbar unter ähnlichen Bedingungen auf, das haben viele ältere Menschen und diese Form ist relativ gut kontrollierbar.

Die instabile Angina Pectoris ist deutlich gefährlicher und führt oft zu einem Herzinfarkt, sie tritt unterschiedlich mal auf oder auch nicht. Beide Formen müssen internistisch abgeklärt und behandelt werden.


Stand 2026: Bedeutung beim Cluster-Kopfschmerz

Ergänzt am 23.09.2026. Das ersetzt keine ärztliche Beratung.

  • Triptane: Wer eine koronare Herzkrankheit hat – also auch eine Angina pectoris –, darf laut Fachinformation kein Sumatriptan bekommen. Das gilt auch für die Sonderform mit krampfenden Herzkranzgefäßen (Prinzmetal-Angina) und für einen früheren Herzinfarkt.[1] Auch die Fachinformationen von Rizatriptan, Eletriptan und Naratriptan nennen die koronare Herzkrankheit als Gegenanzeige.[2]
  • Sauerstoff: Die europäische Leitlinie von 2023 nennt für Sauerstoff keine Einschränkungen bei Herz- und Kreislauferkrankungen.[3] Mehr auf der Seite Sauerstoff.
  • Verapamil: Das Vorbeugemittel Verapamil ist laut Fachinformation sogar zur Behandlung der Angina pectoris zugelassen.[4] Zu den Kontrollen am Herzen siehe AV-Blockierung.
  • Wer Brustschmerzen oder Engegefühl in der Brust bemerkt, besonders nach einer Triptan-Gabe, sollte das ärztlich abklären lassen und die Ärztin oder den Arzt auf die Cluster-Mittel hinweisen.

Einzelnachweise

  1. ↑ Fachinformation Imigran-Inject (Sumatriptan 6 mg zum Spritzen), Stand der Information Mai 2026, gelesen am 23.09.2026. Abschnitt 4.3: „Patienten mit Herzinfarkt in der Vorgeschichte oder mit ischämischer Herzkrankheit, koronaren Vasospasmen (Prinzmetal-Angina), peripheren vaskulären Erkrankungen oder Patienten mit Symptomen oder Anzeichen einer ischämischen Herzkrankheit dürfen nicht mit Sumatriptan behandelt werden. Sumatriptan sollte nicht an Patienten mit Schlaganfall (CVA) oder vorübergehenden ischämischen Attacken (TIA) in der Krankheitsgeschichte verabreicht werden.“
  2. ↑ Fachinformationen MAXALT (Rizatriptan, Juni 2024), RELPAX (Eletriptan, November 2025) und Naramig (Naratriptan, September 2023), jeweils Abschnitt 4.3, gelesen am 23.09.2026 über fachinfo.de. Einzelheiten und Links: Wirkweise, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der Cluster-Mittel.
  3. ↑ May A, Evers S, Goadsby PJ, Leone M, Manzoni GC, Pascual J u. a. (2023). "European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache". Eur J Neurol 30 (10): 2955–2979. doi:10.1111/ene.15956.  Zum Sauerstoff: „no cardiovascular limitations“.
  4. ↑ Fachinformation Isoptin 120 mg Filmtabletten (Verapamil), Stand April 2022, Abschnitt 4.1 (Anwendungsgebiete) u. a. „chronisch stabile Angina pectoris“, „instabile Angina pectoris“, „vasospastische Angina pectoris (Prinzmetal-Angina, Variant-Angina)“. Gelesen am 23.09.2026.

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