Wirkweise, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der Cluster-Mittel

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Version vom 22. September 2026, 23:46 Uhr von Cezary (Diskussion | Beiträge) (Neue Übersichtsseite: Wirkweise, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der wichtigsten Cluster-Mittel nach Fachinformationen (Imigran-Inject 05/2026, AscoTop Nasal 06/2023, Isoptin 04/2022, Quilonum retard 08/2024, Emgality), EAN 2023 und Embryotox; Stand 23.09.2026)
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Diese Seite stellt für die wichtigsten Mittel gegen den Cluster-Kopfschmerz zusammen, wie sie wirken, welche Nebenwirkungen häufig oder wichtig sind und mit welchen anderen Mitteln sie sich nicht vertragen. Sie ersetzt weder die vollständige Fachinformation noch das Gespräch in Praxis oder Apotheke. Stand der Prüfung: 23.09.2026.

Drei Begriffe, einfach erklärt:

  • Die Wirkweise beschreibt, woran im Körper ein Mittel angreift.
  • Eine Nebenwirkung ist eine unerwünschte Wirkung eines Mittels.
  • Eine Wechselwirkung entsteht, wenn zwei Mittel sich gegenseitig beeinflussen: Eines kann das andere stärker, schwächer oder gefährlicher machen.

Beim Cluster-Kopfschmerz kommen oft mehrere Mittel zusammen: eines für die Attacke, eines zur Überbrückung und eines zur Vorbeugung. Deshalb ist ein vollständiger Medikamentenplan wichtig, den alle behandelnden Ärztinnen und Ärzte und die Apotheke kennen, auch mit frei verkäuflichen Mitteln und Pflanzenmitteln wie Johanniskraut.

Die Fachinformationen geben Häufigkeiten so an: sehr häufig heißt, es kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen; häufig bis zu 1 von 10; gelegentlich bis zu 1 von 100; selten bis zu 1 von 1.000.[1]

Die wichtigsten Wechselwirkungen auf einen Blick

Kombination Was passieren kann Was die Fachinformation sagt
Sumatriptan oder Zolmitriptan + Ergotamin oder ein anderes Triptan Verkrampfung der Herzkranzgefäße (theoretisches Risiko) Nicht gleichzeitig. Nach Ergotamin oder einem anderen Triptan mindestens 24 Stunden warten; nach Sumatriptan oder Zolmitriptan mindestens 6 Stunden bis zu Ergotamin, nach Sumatriptan mindestens 24 Stunden bis zu einem anderen Triptan.[2][3]
Sumatriptan + MAO-Hemmer (Mittel, die den Abbau von Botenstoffen wie Serotonin bremsen) – Verboten, auch noch in den zwei Wochen nach dem Absetzen des MAO-Hemmers.[2]
Zolmitriptan-Nasenspray + MAO-A-Hemmer wie Moclobemid mehr Zolmitriptan und sein wirksames Abbauprodukt im Blut Höchstens 5 mg Zolmitriptan in 24 Stunden; nicht zusammen, wenn mehr als zweimal täglich 150 mg Moclobemid genommen werden.[3]
Zolmitriptan + Cimetidin (Magenmittel) oder starke CYP1A2-Hemmer wie Fluvoxamin oder Ciprofloxacin mehr Zolmitriptan im Blut Bei Cimetidin höchstens 5 mg in 24 Stunden; bei den anderen Dosis senken.[3]
Triptan + Antidepressivum aus der Gruppe SSRI oder SNRI in seltenen Fällen Serotonin-Syndrom (zu starke Serotoninwirkung) Nicht verboten; ist die Kombination nötig, angemessen überwachen.[2][3] Einzelheiten: FDA Warnung: Wechselwirkung Triptane und Antidepressiva.
Triptan + Johanniskraut möglicherweise häufiger Nebenwirkungen [2]
Lithium + Verapamil Lithium kann stärker aufs Nervensystem wirken; der Lithiumspiegel kann steigen, gleich bleiben oder sogar sinken Lithiumspiegel im unteren Bereich halten und engmaschig beobachten.[4][1]
Lithium + Triptane Serotonin-Syndrom beschrieben [4]
Lithium + Schmerzmittel aus der NSAR-Gruppe (Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen, Indometacin) höherer Lithiumspiegel, Vergiftungsgefahr [4] Vor einem Indometacin-Test muss Lithium nach der europäischen Leitlinie abgesetzt werden.[5]
Verapamil + Betablocker (etwa Metoprolol, Propranolol) oder andere Herzrhythmusmittel gegenseitige Verstärkung: langsamer Puls, Störungen der Erregungsleitung im Herzen, Herzschwäche, stärkerer Blutdruckabfall [1]
Verapamil + Ivabradin zusätzliche Pulsverlangsamung Verboten.[1]
Verapamil + Statine wie Simvastatin, Atorvastatin, Lovastatin mehr Statin im Blut; bei höheren Simvastatin-Dosen Muskelschäden Statin niedrig beginnen oder die Dosis senken.[1]
Verapamil + Grapefruitsaft mehr Verapamil im Blut [1]
Verapamil + Alkohol Alkohol wirkt stärker [1]
Verapamil + Blutverdünner (ASS, Dabigatran und andere direkte Gerinnungshemmer), Digoxin, Colchicin, Carbamazepin stärkere Wirkung oder höhere Spiegel dieser Mittel, etwa mehr Blutungsneigung Digoxin-Dosis senken; Colchicin zusammen mit Verapamil wird nicht empfohlen; bei Gerinnungshemmern eng überwachen.[1]
Verapamil + andere Blutdrucksenker zu starker Blutdruckabfall [1]
Topiramat + Pille mit Ethinylestradiol Pille wirkt womöglich schwächer Höher dosierte Pille oder zusätzliche Verhütung.[6]
Galcanezumab + andere Mittel – Keine Wechselwirkungsstudien; keine Wechselwirkungen über den Abbau erwartet.[7]

Die Mittel einzeln

Sauerstoff

Bei der kurzen Anwendung in der Attacke sind die schweren Nebenwirkungen aus der Fachinformation, die aus der Beatmung über Stunden und Tage stammen, nicht das Thema; die Einzelheiten stehen auf der Seite Sauerstoff. Die eine Gefahr, die bleibt, ist Feuer: „Sauerstoff ist ein oxidierendes Produkt, das Feuer begünstigt.“[8] Dazu: Brandschutz.

Sumatriptan (Spritze)

  • Wirkweise: Sumatriptan besetzt bestimmte Andockstellen für Serotonin (5-HT1-Rezeptoren). Nach der Fachinformation tragen wahrscheinlich zwei Mechanismen zur Wirkung bei: die Verengung von Blutgefäßen am Kopf und die Hemmung des Trigeminusnervs, des großen Gesichtsnervs.[2]
  • Nebenwirkungen: sehr häufig vorübergehende Schmerzen an der Einstichstelle; häufig Schwindel, Schläfrigkeit, Kribbeln oder Taubheitsgefühl, ein kurzer Blutdruckanstieg, Hitzewallungen und Gesichtsrötung, Atemnot, ein Schwere- oder Engegefühl, auch in Brust und Hals, und Müdigkeit.[2]
  • Nicht anwenden unter anderem nach einem Herzinfarkt, bei Durchblutungsstörungen des Herzens oder der Beine, nach Schlaganfall oder TIA, bei schweren Leberfunktionsstörungen und bei mittelschwerem, schwerem oder schlecht eingestelltem Bluthochdruck.[2]
  • Wechselwirkungen: siehe Tabelle oben. Mehr: Sumatriptan, Triptan.

Zolmitriptan (Nasenspray)

  • Wirkweise: Zolmitriptan besetzt ebenfalls Serotonin-Andockstellen (5-HT1B/1D), die die Gefäßverengung vermitteln.[3]
  • Nebenwirkungen: sehr häufig Störungen des Geschmacks; häufig Schwindel, Kopfschmerzen, Kribbeln, Schläfrigkeit, Wärmegefühl, Herzklopfen, Nasenbluten und Beschwerden in der Nase, Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit, Schwäche-, Schwere- oder Engegefühl.[3]
  • Nicht anwenden unter anderem bei mittelschwerem, schwerem oder schlecht eingestelltem Bluthochdruck, nach Herzinfarkt, bei Durchblutungsstörungen des Herzens oder der Beine, nach Schlaganfall oder TIA und bei sehr schlechter Nierenfunktion.[3]
  • Wechselwirkungen: siehe Tabelle oben. Mehr: Zolmitriptan.

Verapamil

  • Wirkweise: Verapamil ist ein Calciumkanalblocker mit vorwiegender Wirkung auf das Herz: Es verlangsamt den Herzschlag und die Weiterleitung der Erregung im Herzen, schwächt die Kraft des Herzmuskels und erweitert Blutgefäße.[9]
  • Nebenwirkungen: am häufigsten gemeldet wurden Kopfschmerzen, Schwindel oder Benommenheit, Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Verstopfung, ein zu langsamer oder zu schneller Puls, Herzklopfen, niedriger Blutdruck, Hitzegefühl, geschwollene Beine und Müdigkeit.[1] Beim Cluster-Kopfschmerz, wo die Dosis oft höher ist, verlangt die europäische Leitlinie vor Beginn und bei der Steigerung EKG-Kontrollen; Einzelheiten unter Prophylaxe.[5]
  • Nicht anwenden unter anderem zusammen mit Ivabradin.[1] Die vollständige Liste der Gegenanzeigen, darunter bestimmte Störungen der Erregungsleitung im Herzen und schwere Herzschwäche, steht auf der Seite Verapamil.
  • Wechselwirkungen: Verapamil bremst ein wichtiges Abbausystem der Leber (CYP3A4) und ein Transporteiweiß (P-Glykoprotein). Deshalb können viele andere Mittel stärker wirken.[1] Siehe Tabelle oben.

Kortison (Prednison, Prednisolon)

  • Wirkweise: Prednisolon ist ein Glucocorticoid, also ein Kortisonpräparat; Prednison wird im Körper zu Prednisolon. Es beeinflusst je nach Dosis den Stoffwechsel fast aller Gewebe.[10]
  • Nebenwirkungen: Wegen der Nebenwirkungen soll Prednison nach der europäischen Leitlinie nicht dauerhaft genommen werden; beim chronischen Verlauf spricht sie wegen der Nebenwirkungen, bis hin zum Cushing-Syndrom, keine Empfehlung aus.[5] Mehr: Corticosteroide.
  • Wechselwirkungen: Für Kortisonpräparate wurde hier noch keine Fachinformation im Wortlaut geprüft; bitte die Fachinformation des verordneten Präparats und die Apotheke fragen.

Lithium

  • Wirkweise: Lithium beeinflusst mehrere Botenstoffsysteme im Gehirn; wie es genau wirkt, ist nicht geklärt. Der Abstand zwischen wirksamer und giftiger Menge ist klein, und wie schnell die Nieren Lithium ausscheiden, hängt vom Wasser- und Salzhaushalt ab.[11] Deshalb sind Blutspiegelkontrollen nötig.[5]
  • Wechselwirkungen: siehe Tabelle oben; mehr unter Lithium.

Topiramat

  • Wirkweise: Topiramat blockiert unter anderem bestimmte Natriumkanäle an den Nervenzellen und beeinflusst die Andockstellen der Botenstoffe Glutamat und GABA.[6]
  • Nebenwirkungen und Gegenanzeigen: häufig Konzentrations- und Denkstörungen, Kribbeln und Gewichtsverlust; nicht bei Nierensteinen und grünem Star (Glaukom).[5] In der Schwangerschaft steht Topiramat bei Embryotox in der roten Gruppe; siehe Schwangerschaft.
  • Wechselwirkungen: siehe Tabelle oben (Pille). Mehr: Topiramat.

Galcanezumab

  • Wirkweise: ein Antikörper, der den Botenstoff CGRP abfängt und unwirksam macht.[7]
  • Nebenwirkungen: in den Migränestudien vor allem Schmerzen oder Reaktionen an der Einstichstelle (jeweils bei etwa 10 bis 15 Prozent), seltener Drehschwindel, Verstopfung, Juckreiz und Nesselsucht; weniger als 2,5 Prozent brachen wegen Nebenwirkungen ab.[7]
  • Zulassung: In der EU nur zur Migränevorbeugung zugelassen.[7] Siehe Prophylaxe.

Indometacin (für den Test auf eine paroxysmale Hemikranie)

  • Wirkweise: Indometacin gehört zu den entzündungshemmenden Schmerzmitteln (NSAR) und vermindert die Bildung von Prostaglandinen, Botenstoffen für Entzündung und Schmerz.[12]
  • Wechselwirkungen: erhöht den Lithiumspiegel (siehe Tabelle). Mehr: Indometacin.

Lidocain (in die Nase)

  • Wirkweise: ein örtliches Betäubungsmittel; es hemmt die Weiterleitung von Nervensignalen, indem es bestimmte Natriumkanäle blockiert.[13] Mehr: Lidocain.

Melatonin

Siehe Melatonin; dort steht auch, wie Melatonin in Deutschland rechtlich eingeordnet wird.

Was noch fehlt

Für Kortisonpräparate, Melatonin und die selten eingesetzten Mittel (etwa Methysergid, Pizotifen, Gabapentin) wurden die Fachinformationen hier noch nicht im Wortlaut ausgewertet. Die Angaben dazu stehen, soweit vorhanden, auf den einzelnen Seiten.

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 Fachinformation Isoptin 120 mg Filmtabletten (Verapamil), Stand der Information April 2022, am 23.09.2026 gelesen. 4.5: „Verapamil hemmt CYP3A4 und P-Glycoprotein (P-gp).“; Lithium: „eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber den Lithium-Effekten (Neurotoxizität) gemeldet; die Lithiumspiegel waren dabei unverändert oder stiegen an. Die Gabe von Verapamil hat jedoch auch zur Senkung der Lithiumspiegel … geführt. Patienten, die beide Wirkstoffe erhalten, sollten daher engmaschig beobachtet werden.“; Betarezeptorenblocker (z. B. Metoprolol, Propranolol) und andere Antiarrhythmika: „Gegenseitige Verstärkung der kardiovaskulären Wirkungen (höhergradige AV-Blockierung, höhergradige Senkung der Herzfrequenz, Auftreten einer Herzinsuffizienz, verstärkte Blutdrucksenkung)“; „Die gleichzeitige Anwendung mit Ivabradin ist … kontraindiziert.“; Statine: bei Simvastatin in höheren Dosen „ist das Risiko einer Myopathie/Rhabdomyolyse erhöht“; Grapefruitsaft erhöht die Verapamil-Konzentration; Alkohol: „Verstärkung der Alkoholwirkung“; Acetylsalicylsäure: „Verstärkte Blutungsneigung“; direkte orale Gerinnungshemmer und Dabigatran: höhere Spiegel, Blutungsrisiko; Digoxin: Dosis verringern; Colchicin: gleichzeitige Einnahme „wird nicht empfohlen“; Carbamazepin: erhöhte Spiegel; Antihypertensiva: „Risiko eines übermäßigen Blutdruckabfalls“. 4.8: „Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen, Schwindel- bzw. Benommenheitsgefühl, gastrointestinale Beschwerden (Übelkeit, Verstopfung, abdominale Beschwerden), außerdem Bradykardie, Tachykardie, Palpitationen, Hypotonie, Flush, periphere Ödeme sowie Müdigkeit.“ Häufigkeitsangaben: „Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen Selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen“.
  2. ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 Fachinformation Imigran-Inject 6 mg/0,5 ml Injektionslösung (Sumatriptan), Stand der Information Mai 2026, Abschnitte 4.1, 4.3, 4.4 und 4.5, am 23.09.2026 gelesen. Anwendungsgebiet: „Akute Behandlung von Migräneanfällen mit und ohne Aura sowie Cluster-Kopfschmerz (Horton-Syndrom).“ Im Wortlaut: „Imigran-Inject darf nicht gleichzeitig mit Monoaminooxidase-Hemmern und nicht innerhalb von zwei Wochen nach Abbruch einer Therapie mit einem Monoaminooxidase-Hemmer angewendet werden.“; „In seltenen Fällen wurde über Patienten berichtet, bei denen nach der Einnahme eines selektiven Serotonin-Reuptake-Hemmers (SSRI) und von Sumatriptan ein Serotonin-Syndrom (einschließlich Bewusstseinsveränderungen, autonomer Instabilität und neuromuskulärer Störungen) auftrat. Von einem Serotonin-Syndrom wurde nach gleichzeitiger Behandlung mit Triptanen und Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Hemmern (SNRIs) berichtet. Wenn die gleichzeitige Behandlung mit Sumatriptan und einem SSRI/SNRI aus medizinischen Gründen notwendig ist, sollte der Patient angemessen überwacht werden“; „Bei gemeinsamer Anwendung von Triptanen und pflanzlichen Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten, können möglicherweise häufiger Nebenwirkungen auftreten.“ Weiter: 4.3: „Sumatriptan darf nicht gleichzeitig mit Ergotamin- oder Ergotaminderivat-haltigen Arzneimitteln (einschließlich Methysergid) oder einem anderen Triptan/5-HT1-Rezeptor-Agonisten angewendet werden“; ebenfalls 4.3: nicht bei Herzinfarkt in der Vorgeschichte, ischämischer Herzkrankheit, koronaren Vasospasmen, peripheren Gefäßerkrankungen, Schlaganfall oder TIA, schweren Leberfunktionsstörungen, mittelschwerem bis schwerem sowie unkontrolliertem leichtem Bluthochdruck; Wartezeiten 4.5: nach Ergotamin oder einem anderen Triptan mindestens 24 Stunden bis Sumatriptan, nach Sumatriptan mindestens 6 Stunden bis Ergotamin und 24 Stunden bis zu einem anderen Triptan; Nebenwirkungen 4.8, sehr häufig: „Vorübergehende Schmerzen an der Injektionsstelle“; häufig u. a. „Schwindel, Schläfrigkeit, Sensibilitätsstörungen einschließlich Parästhesie und Hypästhesie“, „Vorübergehender Blutdruckanstieg kurz nach der Anwendung, Hitzewallungen/Gesichtsrötung (Flushing)“, „Dyspnoe“, „Schweregefühl … inklusive dem Brustkorb und Halsbereich“, „Müdigkeit“; Wirkweise 5.1: „Diese beiden Mechanismen (kraniale Vasokonstriktion und Inhibierung der Aktivität des Trigeminus-Nervs) tragen wahrscheinlich zur Wirkung von Sumatriptan beim Menschen bei.“
  3. ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 Fachinformation AscoTop Nasal 5 mg/Dosis Nasenspray (Zolmitriptan), Stand der Information Juni 2023, am 23.09.2026 gelesen. 4.3: Gegenanzeigen u. a. „Mittelschwere oder schwere Hypertonie sowie unzureichend eingestellte leichte Hypertonie“, Herzinfarkt, koronare Herzkrankheit, Koronarspasmen, arterielle Verschlusskrankheit, Schlaganfall oder TIA, „Kreatinin-Clearance < 15 ml/min“; „Die gleichzeitige Anwendung von Zolmitriptan und Ergotamin, Ergotaminderivaten (einschließlich Methysergid) und anderen 5-HT1B/1D-Rezeptoragonisten ist kontraindiziert“. 4.5: „Zolmitriptan sollte frühestens 24 Stunden nach Gabe ergotaminhaltiger Arzneimittel angewendet werden. Umgekehrt sollten ergotaminhaltige Arzneimittel frühestens 6 Stunden nach der Anwendung von Zolmitriptan gegeben werden“; „Für Patienten, die MAO-A-Hemmer einnehmen, wird eine maximale Dosis von 5 mg Zolmitriptan innerhalb von 24 Stunden empfohlen. Diese Arzneimittel sollten nicht zusammen angewendet werden, wenn eine höhere Dosis als 2-mal täglich 150 mg Moclobemid eingenommen wird.“; „Patienten, die Cimetidin einnehmen, wird als maximale Dosis 5 mg Zolmitriptan in 24 Stunden empfohlen.“; bei starken CYP1A2-Hemmern „wie Fluvoxamin und Chinolone (z. B. Ciprofloxacin), wird eine Dosisreduktion empfohlen“; Berichte über Symptome eines Serotonin-Syndroms nach SSRI oder SNRI und Triptanen. 4.8: sehr häufig „Störungen des Geschmacksempfindens“; häufig u. a. „Schwindel, Kopfschmerzen, Hyperästhesie, Parästhesie, Schläfrigkeit, Wärmeempfinden“, „Palpitationen“, „Nasenbluten, Beschwerden in der Nasenhöhle“, „Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit“, „Schwächegefühl, Schweregefühl, Engegefühl“. 5.1: „Zolmitriptan erwies sich als selektiver Agonist des 5-HT1B/1D-Rezeptors, der die Gefäßkontraktion vermittelt.“
  4. ↑ 4,0 4,1 4,2 Fachinformation Quilonum retard 450 mg Retardtabletten (Lithiumcarbonat), Teofarma, Stand der Information August 2024, Abschnitt 4.5, am 22.09.2026 gelesen: „Kalzium-Antagonisten (z. B. Diltiazem, Verapamil) Erhöhung der Lithiumtoxizität. Der Serumlithiumspiegel sollte deshalb im unteren therapeutischen Bereich liegen.“; bei „Substanzen, die den Serotonin-Stoffwechsel beeinflussen können (MAO-Hemmer, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, 5-HT-Agonisten)“: „Das Auftreten eines Serotonin-Syndroms wurde beschrieben“; nichtsteroidale Antirheumatika „z. B. Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen, Indometacin“, COX-2-Hemmer, ACE-Hemmer, Sartane und Metronidazol erhöhen den Lithiumspiegel.
  5. ↑ 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 May A, Evers S, Goadsby PJ u. a.: European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache. Eur J Neurol 2023;30(10):2955–2979, PMID 37515405, doi:10.1111/ene.15956. Gelesen am 22.09.2026 im Volltext in der frei zugänglichen Fassung (Creative-Commons-Lizenz) auf dem Server des European Board of Neurology: Abschnitt „Preventive drug treatment“ und „Noninvasive and invasive procedures“ (Seiten 2967–2970), Tabelle 17 „Summary of recommendations for preventive medication for cluster headache“ (Seite 2973) und Tabelle 18 zu den Verfahren (Seite 2974). „Consensus statement“ bedeutet in den Tabellen ausdrücklich: „In the absence of evidence/studies“ — eine Empfehlung der Fachleute ohne ausreichende Studien.
  6. ↑ 6,0 6,1 Embryotox: Topiramat, am 23.09.2026 gelesen: „Topiramat bewirkt unter anderem eine Blockade spannungsabhängiger Natriumkanäle und wirkt modulierend an Glutamat- und Gamma-Aminobuttersäure (GABA)-Rezeptoren.“; die Wirkung Ethinylestradiol-haltiger Pillen kann vermindert werden, „so dass Präparate mit höherdosiertem Ethinylestradiol-Anteil oder eine zusätzliche Verhütungsmethode empfehlenswert sind“.
  7. ↑ 7,0 7,1 7,2 7,3 Emgality (Galcanezumab), Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels, EMA, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: „Emgality ist angezeigt zur Migräne-Prophylaxe bei Erwachsenen mit mindestens 4 Migränetagen pro Monat.“; 4.5: „Es wurden keine Wechselwirkungsstudien durchgeführt. Basierend auf den Eigenschaften von Galcanezumab sind keine pharmakokinetischen Wechselwirkungen zu erwarten.“; 4.8: in den Migränestudien mit 120 mg bzw. 240 mg „Schmerzen an der Injektionsstelle (10,1 %/11,6 %), Reaktionen an der Injektionsstelle (9,9 %/14,5 %), Vertigo (0,7 %/1,2 %), Obstipation (1,0 %/1,5 %), Pruritus (0,7 %/1,2 %) und Urtikaria (0,3 %/0,1 %)“; „Weniger als 2,5 % der Patienten in diesen Studien brachen die Teilnahme aufgrund von Nebenwirkungen ab.“; 5.1: „Galcanezumab ist ein humanisierter monoklonaler IgG4-Antikörper, der an Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP) bindet und dessen biologische Aktivität unterbindet.“
  8. ↑ Gebrauchsinformation CONOXIA GO2X, Linde GmbH, Stand 09.2024: „Sauerstoff ist ein oxidierendes Produkt, das Feuer begünstigt.“
  9. ↑ Embryotox: Verapamil, am 23.09.2026 gelesen: „Verapamil ist ein Calciumkanalblocker (Calciumantagonist) mit vorwiegender Herzwirkung … Es hat eine negativ chrono- und dromotrope Wirkung, eine negativ inotrope Wirkung aufs Arbeitsmyokard und wirkt vasodilatatorisch auf die glatte Gefäßmuskulatur.“
  10. ↑ Embryotox: Prednisolon, am 23.09.2026 gelesen: „Prednisolon ist ein nicht-fluoriertes Glucocorticoid. Es ist die biologisch aktive Form des Prednisons und beeinflusst dosisabhängig den Stoffwechsel fast aller Gewebe.“; „Orale Zubereitungen von Prednisolon und Prednison sind dosisäquivalent.“
  11. ↑ Embryotox: Lithiumsalze, am 23.09.2026 gelesen: „Es beeinflusst u.a. mehrere Neurotransmitter- und „second-messenger“-Systeme, sein genauer Wirkmechanismus ist nicht geklärt. Lithium besitzt nur eine geringe therapeutische Breite und wird, beeinflusst durch den Wasser- und Natriumhaushalt, renal ausgeschieden.“
  12. ↑ Embryotox: Indometacin, am 23.09.2026 gelesen: „Indometacin gehört in der Gruppe der nichtsteroidalen Antiphlogistika/Antirheumatika (Non-Selective Anti-Inflammatory Drugs, NSAID) zu den nicht-selektiven Hemmern der Cyclooxygenase (COX) … Die antiphlogistische Wirkung beruht auf einer verminderten Prostaglandinsynthese.“
  13. ↑ Embryotox: Lidocain, am 23.09.2026 gelesen: „Es ist ein Lokalanästhetikum vom Säureamidtyp, das die Reizleitung an den Nervenfasern durch die Blockade spannungsabhängiger Natriumkanäle hemmt.“

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