Türkei

Aus CK-Wissen
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Bericht von Casrello

Türkei: Urlaubszeit = Reisezeit

Oder: Was habe ich vor Urlaubsantritt zu beachten?

In diesem Jahr sollte es bei mir eine 1.wöchige Badereise sein. Egal wohin, es muss nur warm sein und in Strandnähe. Doch wohin so lange mit meinem Freund, dem Cluster?

Fazit: Ab ins Reisebüro, es dort unter Punkt 1 Klipp und Klar erzählt, und dann zu Punkt 2. gewechselt, meinem Freund dem Cluster. Habe die Reise davon abhängig gemacht, ob ich im Flieger eine 2ltr. Flasche Sauerstoff mitnehmen könnte oder nicht. Man sagte mir, alles ist machbar wenn man es früh genug anmeldet. Ja, bei einem Flug mit der LTU kann man sogar gegen eine Gebühr von 100 € eine 2 ltr. Flasche im Flieger bekommen, sofern man selbst keine Flasche hat. Alles wird rechtzeitig angemeldet, man müsste nur ein Formular am Zoll vorzeigen vom behandelnden Arzt. Dieses Formular gibt es bei der CSG auf den Internetseiten zum Runterladen. All dies habe ich gemacht, und gebucht. 1 Woche Türkei Antalya, direkt am Meer nach Side!

So, danach ging es direkt ab zur Krankenkasse. Ich bin bei der Bundesknappschaft Bahn und See versichert, also bei einer Gesetzlichen Krankenversicherung. Im Großraumbüro muss man erst zur Anmeldung und dort sein Anliegen vorbringen. Ich also hin, und verlangte die Zweigstellenleiterin bzw. den Zweigstellenleiter zu sprechen. Die Dame verstand mich wohl nicht richtig, denn Sie fragte mich, was ich denn von Ihr wolle. Selbstbewusst wie ich bin, erwiderte ich Ihr: „ Drücke ich mich so undeutlich aus, oder was? Ich möchte sofort zu Ihrer Chefin! Die Dame rief also Ihre Chefin an, doch diese fragte am Telefon das gleiche: Was möchten Sie von mir? „Sie sprechen, in einer wichtigen Angelegenheit“ sagte ich. Daraufhin kam Sie dann. Ich brachte mein Anliegen vor und erklärte Ihr, das ich in der Türkei eine 10 ltr. Flasche Sauerstoff auf dem Zimmer haben müsste. Wegen meinem chronischem Cluster. Die „Chefin“ telefonierte daraufhin mit dem Kostenleistungszentrum, die solche Hilfsmittel bewilligen. Mir sagte die Chefin dann später, dass es Ihr leid täte, aber mit der Türkei hätte man kein entsprechendes Abkommen, und ich würde aus diesem Grunde auch keinen Sauerstoff bekommen am Urlaubsort.

Nun gut, der erste Rückschlag! Aber schmeiße ich die Flinte deswegen ins Korn? Niemals ! Ich bat um die Tel. Nr. vom Leistungszentrum, und rief selbst dort an. Mein Gesprächspartner hatte schlechte Karten, denn auch hier verlangte ich sofort den Chef des Hauses zu sprechen. Es war wieder eine Dame, der ich dann mein Anliegen vorbrachte. Allerdings holte ich bei meiner Gesprächspartnerin etwas weiter aus und erzählte Ihr, das ich unter diesen Voraussetzungen am Urlaubsort wohl des öfteren den Notarzt in Anspruch nehmen müsste, denn innerhalb einer Woche könnte ich ja wohl nicht öfter als circa 20 mal zur Imigran® Spritze greifen. Beiläufig lies ich dann verlauten, das es ein Betrug an allen Versicherten sei, denn eine Immispritze kostet circa 79,00 € und mit den Notarztbesuchen käme man so auf circa 3 bis 5. 000 €. Diesen Betrag allerdings müsste die Kasse bezahlen. Diesem Entgegen steht eine Verordnung die besagt, in einem solchen Fall gibt es keinen Sauerstoff, der so zwischen 30 und 60 € kostet. Das saß! Der zusätzliche Spruch: „So etwas gehört in die Zeitung, es ist ja schließlich von öffentlichem Interesse!" saß ebenso.

„Nun“, so entgegnete mir die Dame, dies sei ein Ausnahmefall, man werde sich darum kümmern, und selbstverständlich darum bemüht sein, das ich auf meinem Zimmer am Urlaubsort eine 10 ltr. Flasche Sauerstoff vorfinden werde.

Na also, geht doch, sagte ich zu mir! Ich brauchte nur noch die Unterlagen der CSG aus dem Internet runterladen und unterschrieben vom Facharzt an die Krankenkasse schicken. Noch bin ich nicht im Urlaub, werde bestimmt mit gemischten Gefühlen zum Flugplatz fahren!

Mit freundlicher Genehmigung von Casrello


Wie mir Casrello sagte, hat er aus Kostengründen auf eine Sauerstoffversorgung in der Türkei verzichtet, aber seine 2-Literflasche und ausreichend Imigran s.c. mitgenommen. Dies ist im Bedarfsfall auch in der Türkei erhältlich. Wie ich gehört habe erstatten gesetzliche Krankenkassen wohl die Kosten für Sauerstoff, wie sie in Deutschland entstanden wären. Casrello meinte das Nachfüllen seiner Sauerstoffflasche wäre im Bedarfsfall über eine Tauchstation in Kumköy oder über ein Krankenhaus möglich gewesen. Meine Flasche konnte in einem Krankenhaus durch den Vertragsarzt des Hotels nicht nachgefüllt werden, da die erforderlichen Anschlüsse für die Flasche mit deutschem Normgewinde dort nicht vorhanden waren.

--Friedrich 10:25, 8. Aug 2007 (CEST)

Bericht von Friedrich

Türkeiurlaub: All inclusive

Eine Versorgung mit med. Sauerstoff war im "All inclusive" Angebot des Reiseveranstalters leider nicht enthalten. Der Sauerstoffversorger der Wahl meiner Krankenversicherung war zunächst nicht in der Lage, mir Sauerstoff in der Türkei zur Verfügung zu stellen. Erst nach hartnäckigem Nachfragen erhielt ich ein Angebot über € 300,- für eine 10 Literflasche frei Hotel. Ein anderes Angebot erhielt ich von Achim Pisternick, http://www.reiseinfo-tuerkei.de/Sauerstoffversorgung.htm: € 125,- Euro für zwei 2-Literflaschen frei Hotel. Eine 10-Literflasche hätte ca. € 200,- gekostet. In der Türkei werden Sauerstoffflaschen grundsätzlich nur mit 150bar anstelle der bei uns üblichen 200bar befüllt.

Meine private Krankenversicherung sah sich nicht verpflichtet, irgendwelche Kosten für eine Sauerstoffversorgung im Urlaub zu übernehmen. Kulanterweise erstattete sie mir jedoch die Hälfte des preiswerteren Angebotes, also € 62,50.

Aufgrund meiner Attackenfrequenz der letzten Monate hatte ich die Hoffnung, die zwei 2-Literflaschen würden ausreichen. Ich entschied mich für das Angebot von Achim Pisternick und bestellte rechtzeitig vor dem Urlaub. Die beiden Flaschen wurden dort wie vereinbart pünktlich zum Hotel geliefert und zum Ende des Urlaubs wie vereinbart genauso pünktlich wieder abgeholt. Meinen Druckminderer + Maske hatte ich selber aus Deutschland mitgenommen, die Flaschen hatten den dazu passenden Gewindeanschluss nach deutscher Norm.

Eine Nachfüllung der Flaschen wäre im Bedarfsfall möglich gewesen. Zudem hatte mir Herr Pisternick für den Fall, dass der Flascheninhalt nicht ausreicht freundlicherweise kostenfrei einen Adapter zur Verbindung des Druckminderers nach deutschem Standard mit Sauerstoffflaschen mit Gewinde nach türkischem Standard zur Verfügung gestellt.

In der Hotelanlage gab es eine Arztstation, diese verfügte über eine 10-Liter Sauerstoffflasche für medizinische Notfälle. Der Arzt sagte mir, er hätte auch eine 2-Literflasche für den mobilen Einsatz. Diese war aber in Reparatur. Falls wir noch einmal in dieser sehr schönen Hotelanlage unseren Urlaub verbringen, würde ich auch das Hotel bzw. die Arztstation noch einmal anfragen bzgl. einer Sauerstoffversorgung während der Urlaubszeit. Dies hatte ich vor dem Urlaub bereits getan, habe von dort aber bisher kein Angebot erhalten.

--Friedrich 10:25, 8. Aug 2007 (CEST)




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