Cluster-Kopfschmerz, Schwangerschaft, Kinder- und Jugendmedizin

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Diese Seite fasst zusammen, was über den Cluster-Kopfschmerz in Schwangerschaft und Stillzeit bekannt ist. Für Kinder und Jugendliche gibt es eine eigene Seite: Cluster-Kopfschmerz bei Kindern und Heranwachsenden.

Die Seite ersetzt keine Beratung. Für jede Frage zu einem bestimmten Medikament in Schwangerschaft oder Stillzeit gibt es in Deutschland eine kostenlose Anlaufstelle: Embryotox, das Beratungszentrum der Berliner Charité für Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit (offiziell: Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie).[1]

Auf einen Blick
  • Wenig Daten: Für eine eigene Behandlung des Cluster-Kopfschmerzes in Schwangerschaft und Stillzeit gibt es laut europäischer Leitlinie keine Daten. Nach einer Übersichtsarbeit von 2010 bleiben die Attacken in der Schwangerschaft bei den meisten in Art und Stärke unverändert; eine sichere Vorhersage für die einzelne Schwangerschaft ist nicht möglich (Was man weiß).
  • Begleitung durch Fachleute: Eine Übersichtsarbeit von 2009 rät, Schwangere mit Cluster-Kopfschmerz über die ganze Schwangerschaft durch ein erfahrenes Kopfschmerzzentrum und eine erfahrene Frauenärztin oder einen erfahrenen Frauenarzt zu begleiten. Bevorzugt werden danach für die Attacke Sauerstoff und Sumatriptan, zur Vorbeugung Verapamil und Prednison oder Prednisolon (Kortison), in möglichst geringer Zahl und Dosis (Empfehlung von 2009).
  • Was Embryotox heute sagt: Embryotox, das Beratungszentrum der Berliner Charité für Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit, nennt in der Schwangerschaft Sumatriptan das Mittel der Wahl unter den Triptanen und Prednisolon und Prednison die Mittel der Wahl unter den Kortisonpräparaten, die im ganzen Körper wirken; eine Kortisonbehandlung ist laut Embryotox in allen Phasen der Schwangerschaft möglich, wenn Nutzen und Risiko im Einzelfall abgewogen werden. Diese Empfehlungen beziehen sich auf den Wirkstoff, nicht eigens auf den Cluster-Kopfschmerz (die einzelnen Mittel).
  • Gefahr für das ungeborene Kind: Ergotamin, Topiramat und Valproinsäure ordnet Embryotox in die rote Gruppe ein: gesicherte Gefahr von Fehlbildungen oder schwere Schädigung des ungeborenen Kindes. Für Lithium, Valproinsäure und Topiramat gelten schon vor einer Schwangerschaft besondere Regeln, etwa zur Verhütung (die einzelnen Mittel).
  • Stillzeit: Sauerstoff kann laut Fachinformation auch in der Stillzeit verwendet werden. Nach Embryotox gehören Prednisolon und Prednison auch in der Stillzeit zu den Kortisonpräparaten der Wahl, und bei Verapamil sind Beschwerden beim gestillten Kind wegen der geringen Menge in der Muttermilch unwahrscheinlich.
Zuletzt gegen die Quellen geprüft: 24. September 2026 · Wie wir prüfen

Schwangerschaft und Stillzeit

Was man weiß — und was nicht

Die europäische Leitlinie von 2023 schreibt, solche Fälle seien sehr selten, und es gebe keine Daten für eine eigene Behandlung des Cluster-Kopfschmerzes in Schwangerschaft und Stillzeit. Sie verweist deshalb auf ihre allgemeinen Empfehlungen zusammen mit den Regeln guter Praxis für diese Gruppe.[2]

Nach einer Übersichtsarbeit von 2010 haben rechnerisch etwa 7 bis 8 von 100.000 Frauen im gebärfähigen Alter einen Cluster-Kopfschmerz, also ungefähr eine von 13.000. Ein Cluster-Kopfschmerz in der Schwangerschaft ist danach relativ selten; wenn er auftritt, bleiben die Attacken bei den meisten in Art und Stärke unverändert.[3] In einer Befragung von 224 Frauen mit Cluster-Kopfschmerz aus dem Jahr 2006, verglichen mit Gesunden und mit Menschen mit Migräne, beeinflussten Monatsblutung, Pille, Schwangerschaft und Wechseljahre die Attacken viel weniger als bei der Migräne.[4]

Ältere Studien kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen. In einer Untersuchung von 1981 mit 249 Betroffenen, darunter 34 Frauen, hatten acht Frauen seit Beginn der Krankheit zusammen 13 Schwangerschaften; sechs von ihnen berichteten, dass die Kopfschmerzen in der Schwangerschaft aufhörten.[5] Eine Studie von 1988 mit 82 Frauen fand dagegen, dass Monatsblutung, Schwangerschaft und Wochenbett den Verlauf nicht zu verändern scheinen.[6] Alle diese Zahlen sind klein; eine sichere Vorhersage für die einzelne Schwangerschaft erlauben sie nicht.

Ein Fallbericht von 2009 beschreibt eine 32-jährige Frau, bei der im letzten Schwangerschaftsdrittel Cluster-Attacken auftraten. Reiner Sauerstoff über eine Maske half ihr nicht. Lidocain in die Nase zusammen mit Methylprednisolon zum Einnehmen, 1 mg je Kilogramm Körpergewicht einmal täglich, machte die Schmerzen erträglich; die Schwangerschaft verlief bis zum Termin, ohne Folgen für das Kind. Das ist ein Einzelfall. Der Bericht hielt fest, dass es bis dahin keine Behandlungsleitlinien gab.[7]

Familienplanung

Die Übersichtsarbeit von 2009 (siehe unten) nennt den Cluster-Kopfschmerz bei Frauen selten, aber mit schweren Folgen für ihr Leben, besonders für die Familienplanung.[8] Nach der Befragung von 2006 kann die Krankheit einzelne Frauen dazu bringen, auf Kinder zu verzichten.[4]

Zwei ältere Studien sahen Hinweise auf weniger Kinder oder eine geringere Fruchtbarkeit. 1981 hatten Frauen, die schon vor ihrem ersten Kind erkrankt waren, weniger Kinder als Frauen, die erst nach einer Schwangerschaft oder nach den Wechseljahren erkrankten, und deutlich weniger als 99 Frauen mit Migräne.[5] 1988 sprach eine zweite Studie von einer Neigung zu verminderter Fruchtbarkeit, vor allem nach Beginn der Krankheit.[6] Hinter das Wort „Hypofertilität“ (verminderte Fruchtbarkeit) setzten die Autoren von 1981 im Titel ihrer Arbeit selbst ein Fragezeichen.[5]

Für mehrere Vorbeugemittel gelten schon vor einer Schwangerschaft besondere Regeln, bei Lithium, Valproinsäure und Topiramat etwa zur Verhütung (siehe unten). Die Wirkstoffseiten von Embryotox geben dazu jeweils eigene Hinweise unter der Überschrift „Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie“.[9]

Die Empfehlung der Fachleute von 2009

Eine Übersichtsarbeit von 2009 rät, Schwangere mit Cluster-Kopfschmerz durch ein erfahrenes Kopfschmerzzentrum, eine erfahrene Frauenärztin oder einen erfahrenen Frauenarzt und gegebenenfalls eine Beratungsstelle für Arzneimittel in der Schwangerschaft zu begleiten, und zwar über die ganze Schwangerschaft. Eine ausführliche Aufklärung über Risiken und Sicherheit der Behandlungsmöglichkeiten sei Pflicht. Zahl und Dosis der Medikamente sollen so gering wie möglich sein. Bevorzugt werden nach dieser Arbeit:[8]

  • in der Schwangerschaft für die Attacke Sauerstoff und Sumatriptan (als Spritze oder Nasenspray), zur Vorbeugung Verapamil und Prednison oder Prednisolon; wenn zwingend ein weiteres Vorbeugungsmittel nötig ist, Gabapentin;
  • in der Stillzeit für die Attacke Sauerstoff, Sumatriptan und Lidocain, zur Vorbeugung Prednison oder Prednisolon, Verapamil und Lithium.

Weil Menschen Medikamente sehr unterschiedlich verarbeiten, soll bei unerklärlichen Beschwerden des Neugeborenen an Nebenwirkungen gedacht werden.[8] Zu Lithium in der Stillzeit äußern sich Embryotox und die Fachinformation heute zurückhaltender, und für die Stillzeit bei Migräne empfiehlt Embryotox zuerst Ibuprofen und Paracetamol, erst danach Sumatriptan (siehe unten).

Wie sich die Einschätzung im Lauf der Jahre geändert hat, zeigt eine deutsche Übersicht von 2004: Sie hielt Triptane zur Behandlung der Migräne in der Schwangerschaft noch für kontraindiziert, also für nicht erlaubt.[10] Fünf Jahre später zählte die Arbeit von 2009 Sumatriptan zu den bevorzugten Mitteln; heute sieht Embryotox es unter den Triptanen als Mittel der Wahl in der Schwangerschaft an (siehe unten).

Was Embryotox und die Fachinformationen heute zu den einzelnen Mitteln sagen

Die Empfehlungen von Embryotox beziehen sich nicht eigens auf den Cluster-Kopfschmerz, sondern auf den Wirkstoff, bei den Triptanen etwa auf die Migräne. Embryotox gibt für jeden Wirkstoff an, wie viel Erfahrung es mit ihm in der Schwangerschaft gibt (Erfahrungsumfang).

  • Sauerstoff: Nach der Fachinformation kann Sauerstoff bei gewöhnlichem Luftdruck, also nicht in einer Überdruckkammer, in der Schwangerschaft angewendet werden, „wenn dies aus klinischer Sicht notwendig ist“. Auf das gestillte Kind hat er keine bekannten schädlichen Wirkungen; er kann auch in der Stillzeit verwendet werden.[11] Mehr unter Sauerstoff.
  • Sumatriptan: Embryotox stuft den Erfahrungsumfang als sehr hoch ein. Allein zum ersten Schwangerschaftsdrittel sind über 3.500 Schwangerschaften mit Sumatriptan ausgewertet; ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko wurde nicht beobachtet. Embryotox: „Aus der Gruppe der Triptane ist Sumatriptan während der Schwangerschaft das Mittel der Wahl.“ In der Stillzeit sind Ibuprofen und Paracetamol die Schmerzmittel der Wahl; wenn sie nicht reichen, kann Sumatriptan eingesetzt werden. Über die Muttermilch bekommt das Kind nach der Spritze etwa 3,5 Prozent der Dosis der Mutter (umgerechnet auf das Körpergewicht), nach einer Tablette höchstens 0,6 Prozent. Von stillenden Frauen gibt es Berichte über Schmerzen in Brust und Brustwarzen und über weniger Milch nach Triptanen.[12] Eine Auswertung von 432 Schwangerschaften aus dem Embryotox-Register fand nach Triptanen nicht mehr schwere Fehlbildungen, Fehlgeburten oder Frühgeburten als bei Schwangeren ohne Migräne.[13] Auch ein weltweites Schwangerschaftsregister, das 16 Jahre lang lief, fand für Sumatriptan kein Signal für schwere Fehlbildungen; für einzelne Fehlbildungen reichten die Zahlen nach Angabe der Autoren nicht.[14]
  • Zolmitriptan: Embryotox stuft den Erfahrungsumfang als hoch ein. Sumatriptan ist besser untersucht und deshalb vorzuziehen; bei individuell besserer Wirkung oder Verträglichkeit „erscheinen auch Einzeldosen von Zolmitriptan akzeptabel“, in der Schwangerschaft wie in der Stillzeit.[15] Nach weniger gut untersuchten Triptanen im ersten Schwangerschaftsdrittel soll nach der Studie von 2018 eine genaue Ultraschalluntersuchung des Kindes angeboten werden.[13]
  • Ergotamin: Embryotox ordnet es in die rote Gruppe ein: gesicherte Gefahr von Fehlbildungen oder schwere Schädigung des ungeborenen Kindes. „Ergotamintartrat ist während der gesamten Schwangerschaft kontraindiziert“, darf also in der ganzen Schwangerschaft nicht genommen werden, weil es die Blutversorgung des Kindes verringern oder unterbrechen kann. Nach versehentlicher Einnahme einzelner Dosen in der Frühschwangerschaft kann eine genaue Ultraschalluntersuchung angeboten werden. In der Stillzeit erfordert eine einzelne Dosis keine Einschränkung des Stillens.[16]
  • Verapamil: Embryotox stuft den Erfahrungsumfang als mittel ein. Unter rund 9.000 ausgewerteten Schwangerschaften mit Mitteln dieser Gruppe (Calciumkanalblocker), darunter, soweit angegeben, 170 mit Verapamil, fand sich bisher kein erhöhtes Fehlbildungsrisiko. Bei Herzrhythmusstörungen nennt Embryotox Verapamil in der Schwangerschaft ein Mittel der Wahl; zum Cluster-Kopfschmerz äußert sich die Seite nicht. Nach Anwendung im ersten Schwangerschaftsdrittel kann eine weiterführende Ultraschalluntersuchung angeboten werden. In der Stillzeit sind Beschwerden beim Kind wegen der geringen Menge in der Muttermilch unwahrscheinlich.[17]
  • Prednisolon und Prednison: Embryotox stuft den Erfahrungsumfang als sehr hoch ein und nennt beide unter den Kortisonpräparaten, die im ganzen Körper wirken, die Mittel der Wahl in der Schwangerschaft. Eine Behandlung „darf nach einer individuellen Risiko-Nutzen-Abwägung in allen Phasen der Schwangerschaft durchgeführt werden“. Wird zwischen der 8. und 11. Schwangerschaftswoche behandelt, lässt sich ein geringfügig erhöhtes Risiko für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten nicht ganz ausschließen. In der Stillzeit gehören Prednisolon, Prednison und Methylprednisolon zu den Kortisonpräparaten der Wahl; auch hohe Dosen, einmal oder an wenigen Tagen hintereinander, erfordern keine Einschränkung des Stillens.[18]
  • Lidocain (beim Cluster-Kopfschmerz etwa in die Nase, siehe oben): Embryotox stuft den Erfahrungsumfang für örtliche Betäubungsmittel allgemein als hoch ein; zu Lidocain im ersten Schwangerschaftsdrittel gibt es allerdings nur eine Studie von 1977 mit 293 Frauen. Als örtliches Betäubungsmittel ist es in der Schwangerschaft möglich; in der Stillzeit kann es „indikationsgerecht“, also wenn es medizinisch angezeigt ist, angewendet werden.[19]
  • Lithium: Embryotox stuft den Erfahrungsumfang als hoch ein. Lithium hat sich als schwaches Teratogen erwiesen, also als Mittel, das Fehlbildungen verursachen kann: Bei etwa 1 von 100 bis 1 von 1000 Kindern, die im ersten Schwangerschaftsdrittel damit in Berührung kamen, traten Herzfehlbildungen auf, besonders die sogenannte Ebstein-Anomalie, eine Fehlbildung an einer Herzklappe. Soll eine Behandlung neu begonnen werden, sollen nach Embryotox möglichst andere Wege gewählt werden. Nach Einnahme im ersten Schwangerschaftsdrittel soll früh eine weiterführende Ultraschalluntersuchung angeboten werden, und der Lithiumspiegel soll in der Schwangerschaft regelmäßig kontrolliert werden. Über das Stillen soll im Einzelfall entschieden werden; Säuglinge können besonders leicht austrocknen, etwa bei Fieber oder Trinkschwäche, und dann kann der Lithiumspiegel schnell giftig werden.[9] Die Fachinformation von Quilonum retard ist strenger: „Quilonum retard darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden.“ Vor Beginn soll eine Schwangerschaft ausgeschlossen und während der Behandlung sicher verhütet werden. Tritt trotzdem eine Schwangerschaft ein, kann die Behandlung fortgeführt werden, wenn sie unbedingt erforderlich erscheint: dann mit einer genauen Ultraschalluntersuchung des Kindes und seines Herzens noch im ersten Schwangerschaftsdrittel, eng kontrollierten Blutspiegeln und einer um 30 bis 50 Prozent (also etwa ein Drittel bis die Hälfte) verringerten Dosis in der Woche vor der Geburt; mit Beginn der Wehen soll es ganz abgesetzt werden. In der Stillzeit sollen Nutzen und Risiko sorgfältig abgewogen werden; in den ersten zwei Lebenswochen soll die Muttermilch abgepumpt und verworfen werden.[20]
  • Topiramat und Valproinsäure: Embryotox ordnet beide in die rote Gruppe ein. Für Topiramat fand eine Metaanalyse, also eine gemeinsame Auswertung mehrerer Studien, ein sechsmal so hohes Risiko für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten. Aus verschiedenen Studien gibt es außerdem Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Störungen der geistigen Entwicklung der Kinder.[21] Eine britische Studie von 2016 fand bei 27 Kindern nach Topiramat dagegen keine schlechteren geistigen Fähigkeiten.[22] Eine Migränevorbeugung mit Topiramat soll beendet oder nicht begonnen werden. Topiramat kann außerdem die Wirkung der Pille mit Ethinylestradiol abschwächen; Embryotox empfiehlt dann ein höher dosiertes Präparat oder eine zusätzliche Verhütung.[21] Nach Valproat kann das Fehlbildungsrisiko etwa 10 Prozent erreichen, zwei- bis dreimal so viel wie das allgemeine Grundrisiko von 3 bis 5 Prozent; Studien zeigen außerdem einen deutlichen Zusammenhang mit Störungen der geistigen Entwicklung der Kinder. Valproat darf bei geplanter oder bestehender Schwangerschaft nicht eingesetzt werden, außer bei Epilepsie ohne geeignete Alternative; Frauen im gebärfähigen Alter dürfen es nur im Rahmen eines Schwangerschaftsverhütungsprogramms nehmen. Für Männer mit Kinderwunsch ist die Datenlage unklar; bei stabiler Einstellung hält Embryotox die Weiterführung für akzeptabel, wenn man diese Unsicherheit in Kauf nimmt.[23] In der britischen Studie schnitten die Kinder im Alter von 5 bis 9 Jahren in Intelligenztests umso schlechter ab, je höher die Valproat-Dosis in der Schwangerschaft gewesen war.[22]
  • Galcanezumab: Embryotox stuft den Erfahrungsumfang als gering ein (etwa 23 Schwangerschaften); es soll in der Schwangerschaft nach Möglichkeit nicht verwendet werden, besser untersuchte Mittel sind vorzuziehen. Ist es nach sorgfältiger Prüfung das geeignetste Mittel, erscheint Stillen „unter Vorbehalt akzeptabel“.[24]
  • Indometacin (etwa für den Test auf eine paroxysmale Hemikranie): Ab der 28. Schwangerschaftswoche darf es nicht angewendet werden. Schon vorher sind besser untersuchte Mittel vorzuziehen, in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft etwa Ibuprofen. Wird es zwischen der 20. und 28. Woche mehrere Tage hintereinander genommen, empfiehlt Embryotox eine Ultraschallkontrolle des kindlichen Kreislaufs und der Fruchtwassermenge. In der Stillzeit ist Indometacin nicht erste Wahl; einzelne Dosen erfordern aber keine Einschränkung des Stillens.[25]
  • Gabapentin und Melatonin: In der Wirkstoffliste von Embryotox haben beide keine eigene Seite.[26] Fragen dazu beantwortet die persönliche Beratung.[1]

Mehr zu den einzelnen Mitteln: Cluster-Kopfschmerz Prophylaxe, Sauerstoff, Lithium, Melatonin, Indometacin.

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 Embryotox — Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité-Universitätsmedizin Berlin, am 22.09.2026 aufgerufen. Auf den Arzneimittelseiten heißt es: „Die Beratung ist kostenlos.“
  2. ↑ May A, Evers S, Goadsby PJ u. a.: European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache. Eur J Neurol 2023;30(10):2955–2979, PMID 37515405, doi:10.1111/ene.15956. Am 22.09.2026 im Volltext gelesen, S. 2959: „Because such cases are very rare and no data exist for a differentiated treatment of cluster headache in pregnancy or breast feeding, pediatric age group, or cluster headache with comorbid conditions, we refer to the current guideline in combination with related guidelines of best practice in these patient groups.“
  3. ↑ Calhoun AH, Peterlin BL (2010). "Treatment of cluster headache in pregnancy and lactation". Curr Pain Headache Rep 14 (2): 164–173. doi:10.1007/s11916-010-0102-1. PMID 20425207.  Im Wortlaut: „The calculated prevalence of CH in reproductive-aged women is 7.5 of 100,000 women. Although data suggest that CH during pregnancy is a relatively rare condition, when it does occur, attacks remain unchanged in character and severity in the majority of patients.“ Am 22.09.2026 über Europe PMC geprüft.
  4. ↑ 4,0 4,1 van Vliet JA, Favier I, Helmerhorst FM, Haan J, Ferrari MD (2006). "Cluster headache in women: relation with menstruation, use of oral contraceptives, pregnancy, and menopause". J Neurol Neurosurg Psychiatry 77 (5): 690–692. doi:10.1136/jnnp.2005.081158. PMID 16407458.  Im Wortlaut: „A population based questionnaire study was performed among 224 female cluster headache patients“; Vergleichsgruppen: gesunde Freiwillige und Migränepatientinnen; „menstruation, use of oral contraceptives, pregnancy, and menopause had a much smaller influence on cluster headache attacks than in migraine. Cluster headache can, however, have a large impact on individual women, for example to refrain from having children.“ Am 22.09.2026 über Europe PMC geprüft.
  5. ↑ 5,0 5,1 5,2 Ekbom K, Waldenlind E (1981). "Cluster headache in women: evidence of hypofertility(?) Headaches in relation to menstruation and pregnancy". Cephalalgia 1 (3): 167–174. doi:10.1046/j.1468-2982.1981.0103167.x. PMID 7346185.  249 Patienten, davon 34 Frauen. Im Wortlaut: „Eight had had 13 pregnancies since the onset of cluster headache. Six of them experienced remission of their headache during pregnancy.“; „Parity rate was low in patients who contracted cluster headache as nulliparae; it was lower than in those who contracted the disease after earlier pregnancy or post menopause, and also significantly lower than in 99 consecutive women with migraine.“ Am 22.09.2026 über Europe PMC geprüft.
  6. ↑ 6,0 6,1 Manzoni GC, Micieli G, Granella F, Martignoni E, Farina S, Nappi G (1988). "Cluster headache in women: clinical findings and relationship with reproductive life". Cephalalgia 8 (1): 37–44. doi:10.1046/j.1468-2982.1988.0801037.x. PMID 3359483.  82 Frauen (69 episodisch, 13 chronisch). Im Wortlaut: „the course of CH does not seem to be modified by menstruation, pregnancy, or puerperium. Finally, our data seem to confirm a hypofertility trend, mostly after onset of CH“. Am 22.09.2026 über Europe PMC geprüft.
  7. ↑ Giraud P, Chauvet S (2009). "Cluster headache during pregnancy: case report and literature review". Headache 49 (1): 136–139. doi:10.1111/j.1526-4610.2008.01289.x. PMID 19125883.  Im Wortlaut: „Pure oxygen mask inhalation was ineffective, and intranasal lidocaine applications were realized associated with oral methylprednisolone, given at 1 mg per kg once daily. These treatments rendered the pain tolerable and the pregnancy went to its term with no consequence on the baby.“; „To date, there are no therapeutic guidelines available“. Am 22.09.2026 über Europe PMC geprüft.
  8. ↑ 8,0 8,1 8,2 Jürgens TP, Schaefer C, May A (2009). "Treatment of cluster headache in pregnancy and lactation". Cephalalgia 29 (4): 391–400. doi:10.1111/j.1468-2982.2008.01764.x. PMID 19170693.  Im Wortlaut: „Cluster headache is a rare disorder in women, but has a serious impact on the affected woman's life, especially on family planning. Women with cluster headache who are pregnant need special support, including the expertise of an experienced headache centre, an experienced gynaecologist and possibly a teratology information centre. The patient should be seen through all stages of the pregnancy. A detailed briefing about the risks and safety of various treatment options is mandatory. In general, both the number of medications and the dosage should be kept as low as possible. Preferred treatments include oxygen, subcutaneous or intranasal sumatriptan for acute pain and verapamil and prednisone/prednisolone as preventatives. If there is a compelling reason to treat the patient with another preventative, gabapentin is the drug of choice. While breastfeeding, oxygen, sumatriptan and lidocaine for acute pain and prednisone/prednisolone, verapamil, and lithium as preventatives are the drugs of choice. As the individual pharmacokinetics differ substantially, adverse drug effects should be considered if unexplained symptoms occur in the newborn.“ Am 22.09.2026 über Europe PMC geprüft.
  9. ↑ 9,0 9,1 Embryotox: Lithiumsalze, am 22.09.2026 gelesen. Erfahrungsumfang „HOCH“; Lithium hat sich „als ein schwaches Teratogen erwiesen, das bei etwa 1 von 100 bis 1 von 1000 exponierten Kindern zu Herzfehlbildungen führt, insbesondere zur sogenannten Ebstein-Anomalie“; „Bei medikamentöser Neueinstellung sollten wenn möglich alternative Strategien bevorzugt werden“; der Lithiumspiegel soll wegen der meist steigenden Ausscheidung in der Schwangerschaft regelmäßig kontrolliert werden; „Bei Exposition im 1. Trimenon sollte eine frühzeitige weiterführende Ultraschalldiagnostik … angeboten werden.“; „Über das Stillen unter mütterlicher Lithium-Therapie sollte im Einzelfall entschieden werden“; Säuglinge sind „besonders gefährdet … zu dehydrieren (z. B. bei Fieber und Trinkschwäche)“, wodurch der Lithiumspiegel „schnell in toxische Bereiche ansteigen kann“. Die Wirkstoffseiten enthalten jeweils den Abschnitt „Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie“.
  10. ↑ Gendolla A, Evers S (2004). "Schwierige Entscheidungen. Kopfschmerztherapie in der Schwangerschaft und bei Kindern". Schmerz 18 (5): 378–384. doi:10.1007/s00482-004-0364-9. PMID 15316764.  In der englischen Zusammenfassung: „Triptans for the acute treatment of migraine are contraindicated.“ Am 22.09.2026 beim Verlag und über Europe PMC geprüft.
  11. ↑ Fachinformation CONOXIA GO2X, Sauerstoff 100 % (V/V), Gas zur medizinischen Anwendung (Druckgas), Linde GmbH, Stand Juli 2024. Abschnitt 4.6 am 22.09.2026 gelesen: „Sauerstoff kann während der Schwangerschaft zur normobaren Sauerstofftherapie angewendet werden, wenn dies aus klinischer Sicht notwendig ist.“; „Eine zusätzliche Sauerstoffgabe hat keine bekannten negativen Wirkungen auf das zu stillende Kind. Sauerstoff kann während der Stillzeit verwendet werden.“
  12. ↑ Embryotox: Sumatriptan, am 22.09.2026 gelesen. Erfahrungsumfang „SEHR HOCH“; im ersten Schwangerschaftsdrittel „über 3.500 aus sechs verschiedenen Studien“ zu Sumatriptan; es wurde „weder für die gesamte Wirkstoffgruppe der Triptane noch für Sumatriptan ein erhöhtes Gesamtfehlbildungsrisiko beobachtet“; „Aus der Gruppe der Triptane ist Sumatriptan während der Schwangerschaft das Mittel der Wahl.“ Stillzeit: relative Dosis 3,5 % nach Gabe unter die Haut, höchstens 0,6 % nach Einnahme; „Bei Stillenden selbst gibt es Berichte über Schmerzen der Brust und Brustwarzen und über eine verringerte Milchproduktion nach Anwendung von Triptanen.“; „Zu den Analgetika der Wahl während der Stillzeit gehören Ibuprofen und Paracetamol. Bei unzureichender Wirksamkeit kann auch Sumatriptan zur Behandlung akuter Migräneattacken eingesetzt werden.“ Die Seite nennt Migräne und Cluster-Kopfschmerz als Anwendungsgebiete; die Empfehlungen sind für die Migräne formuliert.
  13. ↑ 13,0 13,1 Spielmann K, Kayser A, Beck E, Meister R, Schaefer C (2018). "Pregnancy outcome after anti-migraine triptan use: A prospective observational cohort study". Cephalalgia 38 (6): 1081–1092. doi:10.1177/0333102417724152. PMID 28758416.  432 Schwangere aus dem Embryotox-Register, verglichen mit Schwangeren mit und ohne Migräne. Im Wortlaut: „Our findings support the evidence that triptans are not major teratogens. When compellingly needed during pregnancy, sumatriptan as the best studied triptan appears an acceptable treatment option. A detailed fetal ultrasound should be offered in cases of first trimester exposure to less well-studied triptans.“ Am 22.09.2026 über Europe PMC geprüft.
  14. ↑ Ephross SA, Sinclair SM (2014). "Final results from the 16-year sumatriptan, naratriptan, and treximet pregnancy registry". Headache 54 (7): 1158–1172. doi:10.1111/head.12375. PMID 24805878.  Im Wortlaut: „The Sumatriptan, Naratriptan, and Treximet Pregnancy Registry detected no signal of teratogenicity associated with major birth defects for sumatriptan.“; „Enrollment in the registry was insufficient to permit definitive conclusions of the risks associated with naratriptan or sumatriptan/naproxen sodium tablets, or to assess the risk of individual birth defects in any of the products studied.“ Am 22.09.2026 über Europe PMC geprüft.
  15. ↑ Embryotox: Zolmitriptan, am 22.09.2026 gelesen. Erfahrungsumfang „HOCH“, darunter „über 550 aus drei verschiedenen Studien“ im ersten Schwangerschaftsdrittel; „Das für die Schwangerschaft besser untersuchte Sumatriptan ist aus der Gruppe der Triptane zu bevorzugen. Bei individuell besserer Wirksamkeit oder Verträglichkeit erscheinen auch Einzeldosen von Zolmitriptan akzeptabel.“ (für die Stillzeit gleichlautend).
  16. ↑ Embryotox: Ergotamintartrat, am 22.09.2026 gelesen. Einstufung rot: „Gesicherte Teratogenität und/oder gravierende Fetotoxizität“; „Ergotamintartrat ist während der gesamten Schwangerschaft kontraindiziert. Es kann durch seine vasokonstriktiven und uterustonisierenden Eigenschaften zu Verminderung und Unterbrechung der fetalen Blutversorgung führen.“; nach versehentlicher Einnahme von Einzeldosen in der Frühschwangerschaft „kann eine Ultraschallfeindiagnostik angeboten werden“; „Eine Einzeldosis von Ergotamintartrat erfordert beim Säugling keine Einschränkung des Stillens.“
  17. ↑ Embryotox: Verapamil, am 22.09.2026 gelesen. Erfahrungsumfang „MITTEL“; rund 9.000 Schwangerschaften mit Calciumkanalblockern ausgewertet, „darunter, soweit ausgewiesen, 170 Schwangerschaften mit Verapamil“, ohne erhöhtes Fehlbildungsrisiko; „Verapamil ist als Antiarrhythmikum der Klasse IV Mittel der Wahl für die Schwangerschaft.“; „Nach Anwendung im 1. Trimenon kann eine weiterführende Ultraschalluntersuchung angeboten werden.“; Stillzeit: „Aufgrund der geringen relativen Dosis sind Symptome beim gestillten Säugling unwahrscheinlich.“
  18. ↑ Embryotox: Prednisolon, am 22.09.2026 gelesen. Erfahrungsumfang „SEHR HOCH“; „Eine systemische oder lokale Behandlung mit Prednisolon darf nach einer individuellen Risiko-Nutzen-Abwägung in allen Phasen der Schwangerschaft durchgeführt werden.“; ein geringfügig erhöhtes Risiko für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten bei Behandlung zwischen Schwangerschaftswoche 8 und 11 „kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden“; „Prednisolon und Prednison sind Mittel der Wahl aus der Gruppe der Glucocorticoide für eine systemische Behandlung der Schwangeren.“; „Prednisolon, Prednison und Methylprednisolon sind Glucocorticoide der Wahl für eine systemische Behandlung während der Stillzeit. Auch hohe Dosen bis 1 g, einmalig oder wenige Tage nacheinander verabreicht, … erfordern keine Einschränkung des Stillens.“
  19. ↑ Embryotox: Lidocain, am 22.09.2026 gelesen. Erfahrungsumfang „HOCH (für Lokalanästhetika allgemein)“; zum ersten Schwangerschaftsdrittel „lediglich eine Studie aus dem Jahr 1977 an 293 Frauen“; „Die Anwendung von Lidocain als Lokalanästhetikum ist in der Schwangerschaft möglich.“; „Lidocain kann indikationsgerecht in der Stillzeit angewendet werden.“
  20. ↑ Fachinformation Quilonum retard 450 mg Retardtabletten (Lithiumcarbonat), Teofarma, Stand der Information August 2024, Zul.-Nr. 17202.00.01. Abschnitt 4.6 am 22.09.2026 im Wortlaut gelesen: „Quilonum retard darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden.“; „Vor Beginn der Behandlung mit Quilonum retard ist das Bestehen einer Schwangerschaft auszuschließen, während der Behandlung ist eine sichere Empfängnisverhütung zu gewährleisten. Wenn dennoch eine Schwangerschaft eingetreten ist, kann die Behandlung mit Lithium dann fortgeführt werden, wenn es für den Patienten unbedingt erforderlich erscheint.“; in der Woche vor der Geburt soll die Dosis um 30 bis 50 Prozent verringert und bei Beginn der Wehentätigkeit vollständig abgesetzt werden; Stillzeit: „Die Vorteile einer Behandlung der Mutter während der Stillzeit sollten sorgfältig gegen die Risiken für das Kind abgewogen werden.“; „Bei Einnahme von Quilonum retard nach der Geburt soll die Muttermilch in den ersten zwei Lebenswochen abgepumpt und verworfen werden.“
  21. ↑ 21,0 21,1 Embryotox: Topiramat, am 22.09.2026 gelesen. Einstufung rot: „Gesicherte Teratogenität und/oder gravierende Fetotoxizität“; in einer Metaanalyse „ein sechsfach erhöhtes Risiko für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten“; „In verschiedenen Studien ergaben sich außerdem Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für neurokognitive Entwicklungsstörungen bei den pränatal exponierten Kindern.“; die Wirkung Ethinylestradiol-haltiger Pillen kann vermindert werden, „so dass Präparate mit höherdosiertem Ethinylestradiol-Anteil oder eine zusätzliche Verhütungsmethode empfehlenswert sind“; „Eine Migräneprophylaxe mit Topiramat soll beendet bzw. nicht begonnen werden.“
  22. ↑ 22,0 22,1 Bromley RL, Calderbank R, Cheyne CP u. a. (2016). "Cognition in school-age children exposed to levetiracetam, topiramate, or sodium valproate". Neurology 87 (18): 1943–1953. doi:10.1212/WNL.0000000000003157. PMID 27581218.  Kinder aus dem britischen Register für Epilepsie und Schwangerschaft, 27 nach Topiramat, 47 nach Valproat, untersucht mit 5 bis 9 Jahren. Im Wortlaut: „prenatal exposure to levetiracetam and topiramate were not found to be associated with reductions in child cognitive abilities“; „Increasing dose of valproate, however, was associated with poorer full-scale IQ“. Am 22.09.2026 über Europe PMC geprüft.
  23. ↑ Embryotox: Valproinsäure, am 22.09.2026 gelesen. Einstufung rot; „Das Fehlbildungsrisiko ist höher als bei den anderen Antiepileptika und kann das Zwei- bis Dreifache (etwa 10%) des sogenannten Basisrisikos von 3 – 5% erreichen.“; „Diverse Studien haben einen deutlichen Zusammenhang zwischen intrauteriner Valproat-Exposition und neurokognitiven Entwicklungsstörungen gezeigt.“; „Frauen im gebärfähigen Alter dürfen nur dann Valproat anwenden, wenn die Bedingungen des Schwangerschaftsverhütungsprogramms erfüllt werden. Bei einer geplanten oder bestehenden Schwangerschaft darf Valproat nicht eingesetzt werden.“ (einzige Ausnahme: Epilepsie ohne geeignete Alternative); Väter: „Bei einem stabil auf Valproat eingestellten männlichen Patienten erscheint die Weiterführung der Valproat-Medikation auch bei Kinderwunsch akzeptabel, wenn die unklare Datenlage in Kauf genommen wird.“
  24. ↑ Embryotox: Galcanezumab, am 22.09.2026 gelesen. Erfahrungsumfang „GERING“ (etwa 23 Schwangerschaftsverläufe); „Galcanezumab sollte nach Möglichkeit in der Schwangerschaft nicht verwendet werden und besser untersuchte Alternativen sind zu bevorzugen.“; Stillzeit: Wenn es nach sorgfältiger Prüfung das geeignetste Medikament ist, „scheint Stillen aufgrund der pharmakologischen Eigenschaften unter Vorbehalt akzeptabel zu sein“.
  25. ↑ Embryotox: Indometacin, am 22.09.2026 gelesen: „Besser untersuchte NSAID sollten bevorzugt eingesetzt werden. Ibuprofen gehört in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft (neben Paracetamol) zu den Analgetika/Antiphlogistika der Wahl.“; „Im letzten Trimenon (ab Schwangerschaftswoche 28) dürfen Indometacin und andere NSAID nicht angewendet werden.“; die Ultraschallkontrolle des Ductus arteriosus und der Fruchtwassermenge „wird auch dann empfohlen, wenn NSAID zwischen Schwangerschaftswoche 20 und 28 regelmäßig und mehrere Tage hintereinander oder sogar wochenlang angewendet wurden“; „Indometacin gehört in der Stillzeit nicht zu den Mitteln der ersten Wahl. Einzelne Dosen erfordern jedoch keine Einschränkung des Stillens“.
  26. ↑ Embryotox: Arzneimittel von A bis Z, am 22.09.2026 durchgesehen: Gabapentin und Melatonin haben dort keine eigene Wirkstoffseite.

Literatur

Was mehrere dieser Arbeiten zum Cluster-Kopfschmerz aussagen, steht im Text oben. Nicht mehr erreichbare Links sind gekennzeichnet, soweit sie sich prüfen ließen.

  • Bingel U, Evers S, Reister F, Ebinger F, Paulus W.: Behandlung der Migräne und idiopathischer Kopfschmerzsyndrome in Schwangerschaft und Stillzeit. Leitlinie der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft. Nervenheilkunde. Dez. 2009; 28(12): 896-906. DMKG: PDF-Datei Literatur zum Artikel (PDF) (Links am 22.09.2026 geprüft: Die beiden Schattauer-Links führen nicht mehr zum Artikel, sondern auf einen Hinweis auf den Verlag Klett-Cotta oder auf eine Fehlerseite; der DMKG-Link führt auf die DMKG-Seite „Downloads & Studien“, auf der die Leitlinie nicht mehr aufgeführt ist. Der Artikel steht heute bei Thieme: doi:10.1055/s-0038-1628696.)
  • Gendolla, A.: Kopfschmerzen bei Kindern, Schwangeren und älteren Menschen. Schwierige Entscheidungen bei „Problempatienten”. Notfall & Hausarztmedizin (Notfallmedizin). 2004; 30: 430-434. DOI
  • Spielmann K, Kayser A, Beck E, Meister R, Schaefer C (2017). "Pregnancy outcome after anti-migraine triptan use: A prospective observational cohort study". Cephalalgia. doi:10.1177/0333102417724152. PMID 28758416. 
  • Bromley RL, Calderbank R, Cheyne CP, Rooney C, Trayner P, Clayton-Smith J, García-Fiñana M, Irwin B, Morrow JI, Shallcross R, Baker GA (2016). "Cognition in school-age children exposed to levetiracetam, topiramate, or sodium valproate". Neurology. doi:10.1212/WNL.0000000000003157. PMID 27581218. 
  • Nezvalová-Henriksen K, Spigset O, Nordeng H.: Maternal characteristics and migraine pharmacotherapy during pregnancy: cross-sectional analysis of data from a large cohort study. Cephalalgia. Dec 2009; 29(12): 1267-1276. DOI
  • Menon R, Bushnell CD.: Headache and pregnancy. Neurologist. 2008 Mar; 14(2): 108-19. Review. PMID 18332840 Online.
  • Marcus DA.: Managing headache during pregnancy and lactation. Expert Rev Neurother. 2008 Mar; 8(3): 385-95. Review. PMID 18345969 DOI.
  • Goadsby PJ, Goldberg J, Silberstein SD.: Migraine in pregnancy. BMJ. 2008 Jun 28; 336(7659): 1502-4. PMID 18583683 DOI.
  • van Vliet, JA.; Favier, I.; Helmerhorst, FM.; Haan, J.; Ferrari, MD. (May 2006). "Cluster headache in women: relation with menstruation, use of oral contraceptives, pregnancy, and menopause.". J Neurol Neurosurg Psychiatry 77 (5): 690-2. doi:10.1136/jnnp.2005.081158. PMID 16407458.  - Free full text
  • Manzoni, GC.; Micieli, G.; Granella, F.; Martignoni, E.; Farina, S.; Nappi, G. (Mar 1988). "Cluster headache in women: clinical findings and relationship with reproductive life.". Cephalalgia 8 (1): 37-44. doi:10.1046/j.1468-2982.1988.0801037.x. PMID 3359483. 

Externe Links


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