Hyperventilationstetanie

Aus CK-Wissen
Version vom 24. September 2026, 09:02 Uhr von Cezary (Diskussion | Beiträge) (Fachliche Durchsicht: 1 Stelle berichtigt oder ergänzt, mit Einzelnachweisen)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Hyperventilationstetanie ist eine Muskelverkrampfung durch einen gestörten Säure-Basen-Haushalt im Blut. Bei starker Hyperventilation wird das Blut durch die fehlende Kohlensäure zunehmend basisch. Durch diese Verschiebung werden an den Eiweißen im Blut, vor allem am Albumin, mehr Bindungsstellen für Calcium frei. Dort wird mehr Calcium gebunden, und die Menge der freien Calciumionen im Blut sinkt. Weniger freies Calcium macht die Muskeln leichter erregbar. Es kommt zu Muskelverkrampfungen.[1]

Typisch ist die sogenannte "Pfötchenstellung" der Hände, bei der der Patient die am Handgelenk nach unten geklappten Hände nicht mehr nach oben bringen kann.

Hyperventilationstetanie ist harmlos. Die Symptome bilden sich nach kurzer Zeit vollständig zurück.

Einzelnachweise

  1. ↑ Hyperventilationstetanie. DocCheck Flexikon. Abgerufen am 23. September 2026. Wörtlich: „Durch diese Verschiebung des pH-Werts werden vermehrt Bindestellen an Serumproteinen für Ca2+-Ionen frei.“ Und: „Hauptsächlich verantwortlich für die Proteinbindung des Kalziums ist Albumin.“ Und: „Die erniedrigte extrazelluläre Konzentration der freien Ca2+-Ionen hat eine leichtere Erregbarkeit der Muskelzellen zur Folge.“




Diese Seiten sind von Nichtmedizinern geschrieben und ersetzen keinen Arztbesuch. Angaben können fehlerhaft oder veraltet sein – prüfen Sie Wichtiges in den genannten Quellen nach. Bitte beachten Sie die Hinweise zu Gesundheitsthemen und zum Datenschutz sowie unsere Arbeitsweise.