Olanzapin: Unterschied zwischen den Versionen
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* Rozen TD.: Olanzapine as an abortive agent for cluster headache. ''Headache.'' 2001 Sep; '''41'''(8): 813-6. PMID 11576207, [ | * Rozen TD.: Olanzapine as an abortive agent for cluster headache. ''Headache.'' 2001 Sep; '''41'''(8): 813-6. PMID 11576207, [https://doi.org/10.1046/j.1526-4610.2001.01148.x DOI] | ||
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* [ | * [https://de.wikipedia.org/wiki/Olanzapin Wikipedia: Olanzapin] | ||
* [ | * [https://www.clusterheadaches.com/cgi-bin/yabb/YaBB.cgi?board=medsarchive2005;action=display;num=1120904753 Patientenbericht(e) CH.com Forum (Englisch)] | ||
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Version vom 24. September 2026, 09:45 Uhr
Olanzapin ist ein Arzneistoff, der hauptsächlich zur Behandlung schizophrener Psychosen eingesetzt wird. Der US amerikanische Neurologe Todd D. Rozen berichtete 2001 über die Akutbehandlung von Cluster-Kopfschmerzattacken mit Olanzapin in Dosierungen zwischen 2,5 und 10 mg: Vier der insgesamt fünf Patienten erfuhren eine Schmerzreduzierung von mehr als 80 % innerhalb von 20 Minuten nach der oralen Einnahme, zwei der Patienten wurden schmerzfrei. Ein Patient (Episodiker) berichtete eine Schmerzreduzierung von 60 % bei einer Dosis von 5 mg und war damit zufrieden, so dass er auf die Verwendung von 10 mg Tabletten verzichtete. Vier der fünf Patienten waren Männer, davon waren drei an der chronischen und einer an der episodischen Verlaufsform erkrankt. Die Teilnehmerin war an der chronischen Verlaufsform erkrankt. Die einzige berichtete unerwünschte Wirkung des Medikamentes war Schläfrigkeit.
Der Handelsname des Olanzapin Originalpräparates ist Zyprexa®, weitere Handelsformen siehe
Zu Kontraindikationen, Risiken und Nebenwirkungen von Olanzapin siehe
- Patienteninformation Olanzapin (PDF) (Link am 23.09.2026 geprüft: Die Adresse meldet den Fehler 404, das Dokument ist dort nicht mehr abrufbar.)
- Fachinformation Olanzapin (PDF) (Link am 23.09.2026 geprüft: Die Adresse meldet den Fehler 404, das Dokument ist dort nicht mehr abrufbar.)
Was die Fachinformation sagt
Grundlage ist die Fachinformation ZYPREXA (Stand 02/2024).[1]
- Zulassung: Schizophrenie, mäßig schwere bis schwere manische Episoden und die Vorbeugung weiterer Phasen bei bipolarer Störung; der Cluster-Kopfschmerz ist nicht dabei.[1]
- Wirkweise: Olanzapin wirkt an vielen Andockstellen, unter anderem für Serotonin (5-HT2A/2C), Dopamin, Acetylcholin (Muskarin), Adrenalin (α1) und Histamin (H1).[1]
- Nicht anwenden bei bekanntem Risiko für ein Engwinkelglaukom (eine Form des grünen Stars). Bei Psychosen im Rahmen einer Demenz wird es nicht empfohlen, weil Sterblichkeit und Schlaganfallrisiko steigen.[1]
- Nebenwirkungen: am häufigsten Schläfrigkeit, Gewichtszunahme, höhere Werte für Prolaktin, Cholesterin, Blutzucker und Blutfette, mehr Appetit, Schwindel, innere Unruhe mit Bewegungsdrang (Akathisie), Parkinson-ähnliche Bewegungsstörungen und Blutdruckabfall beim Aufstehen.[1]
- Wechselwirkungen: Rauchen und Carbamazepin senken den Olanzapinspiegel etwas. Fluvoxamin erhöht ihn deutlich (bei männlichen Rauchern etwa auf das Doppelte), ähnlich andere Hemmstoffe von CYP1A2 wie Ciprofloxacin; dann eine niedrigere Dosis erwägen. Vorsicht mit Alkohol, anderen dämpfenden Mitteln und Mitteln, die die QT-Zeit im EKG verlängern. Olanzapin kann die Wirkung von Dopamin-Agonisten abschwächen, etwa von Rotigotin.[1] Umgekehrt rät die Fachinformation von Rotigotin, Neuroleptika – zu ihnen gehört Olanzapin – nicht gleichzeitig anzuwenden.[2] Mit Lithium zeigte es keine Wechselwirkungen.[1] Zu Triptanen und Antidepressiva siehe FDA Warnung: Wechselwirkung Triptane und Antidepressiva.
- Alle Cluster-Mittel im Vergleich: Wirkweise, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen der Cluster-Mittel.
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 Fachinformation ZYPREXA (Olanzapin), Stand der Information 02/2024, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: Schizophrenie; mäßig schwere bis schwere manische Episoden; Phasenprophylaxe bei bipolarer Störung. 4.3: „Patienten mit bekanntem Risiko eines Engwinkelglaukoms.“ 4.4: bei Demenz-assoziierten Psychosen nicht empfohlen, weil Sterblichkeit und Risiko zerebrovaskulärer Ereignisse erhöht sind. 4.5: „Der Metabolismus von Olanzapin kann durch Rauchen und Carbamazepin induziert werden.“; unter Fluvoxamin stieg die Olanzapin-AUC um 52 Prozent (weibliche Nichtraucher) bzw. 108 Prozent (männliche Raucher), bei Fluvoxamin oder einem anderen CYP1A2-Hemmer wie Ciprofloxacin eine niedrigere Dosis erwägen; Aktivkohle senkt die Bioverfügbarkeit um 50 bis 60 Prozent; „Olanzapin kann die Wirkung von direkten und indirekten Dopamin-Agonisten abschwächen.“; Vorsicht bei Alkohol und zentral dämpfenden Arzneimitteln und bei Mitteln, die das QTc-Intervall verlängern; keine Wechselwirkungen mit Lithium. 4.8, am häufigsten: „Schläfrigkeit, Gewichtszunahme, Eosinophilie, erhöhte Prolaktin-, Cholesterin-, Glukose- und Triglyceridspiegel“, Zunahme des Appetits, Schwindel, Akathisie, Parkinsonismus, orthostatische Hypotonie, anticholinerge Effekte u. a. 5.1: Affinität u. a. zu Serotonin-5HT2A/2C-, Dopamin-, Muskarin-, α1-adrenergen und Histamin-H1-Rezeptoren.
- ↑ Fachinformation Neupro 1 mg/24 h, 3 mg/24 h (Rotigotin, Pflaster), Stand der Information Januar 2025, Abschnitt 4.5, gelesen am 23.09.2026. Im Wortlaut: „Da es sich bei Rotigotin um einen Dopaminagonisten handelt, ist davon auszugehen, dass Dopaminantagonisten wie Neuroleptika (z. B. Phenothiazine, Butyrophenone, Thioxanthene) oder Metoclopramid die Wirksamkeit von Neupro abschwächen können. Daher sollte eine gleichzeitige Anwendung vermieden werden.“; „Aufgrund möglicher additiver Effekte ist Vorsicht geboten, wenn Patienten Sedativa oder andere das ZNS (Zentralnervensystem) dämpfende Substanzen (z. B. Benzodiazepine, Antipsychotika, Antidepressiva) sowie Alkohol in Kombination mit Rotigotin einnehmen.“; „Die gleichzeitige Anwendung von Rotigotin (3 mg/24 h) führte zu keiner Beeinträchtigung der Pharmakodynamik und Pharmakokinetik oraler Kontrazeptiva (0,03 mg Ethinylestradiol, 0,15 mg Levonorgestrel).“
Literatur
- Rozen TD.: Olanzapine as an abortive agent for cluster headache. Headache. 2001 Sep; 41(8): 813-6. PMID 11576207, DOI
Siehe auch
Externe Links
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