Circadian: Unterschied zwischen den Versionen
Abkürzung |
Cezary (Diskussion | Beiträge) Stand 2026: Czeisler 1999 (24,18 h), Benkli 2023 (Metaanalyse Tages-/Jahresrhythmus), Rozen 2012 |
||
| Zeile 4: | Zeile 4: | ||
Neuere Untersuchungen sichern zunehmend die [[Hypothese]], dass beim Clusterpatienten [[Anomalie]]n in dem [[pacemaker]] vorliegen und [[kausal]] die Hauptrolle bei der [[Pathophysiologie]] des Cluster-Kopfschmerz Syndroms spielen [1]. | Neuere Untersuchungen sichern zunehmend die [[Hypothese]], dass beim Clusterpatienten [[Anomalie]]n in dem [[pacemaker]] vorliegen und [[kausal]] die Hauptrolle bei der [[Pathophysiologie]] des Cluster-Kopfschmerz Syndroms spielen [1]. | ||
== Stand 2026: Innere Uhr und Cluster-Kopfschmerz == | |||
''Ergänzt am 23.09.2026. Der Text oben bleibt stehen. Das ersetzt keine ärztliche Beratung.'' | |||
* '''Wie lang ist der innere Tag?''' Unter sorgfältig kontrolliertem Licht gemessen, dauert der eigene Takt der inneren Uhr beim Menschen im Mittel 24,18 Stunden, also gut 24 Stunden – bei jüngeren und älteren Menschen gleich. Ältere Angaben von etwa 25 Stunden stammen laut den Autoren aus Studien, in denen Licht die Messung verfälscht haben kann.<ref name="Czeisler1999">{{cite journal |author=Czeisler CA, Duffy JF, Shanahan TL u. a. |title=Stability, precision, and near-24-hour period of the human circadian pacemaker |journal=Science |volume=284 |issue=5423 |pages=2177–2181 |year=1999 |pmid=10381883 |doi=10.1126/science.284.5423.2177}} Im Wortlaut: „the intrinsic period of the human circadian pacemaker averages 24.18 hours in both age groups“; frühere Angaben (Median 25,2 Stunden, Körpertemperatur im Mittel 25 Stunden) beruhten laut den Autoren auf Studien, in denen Licht die Messung verfälscht haben kann. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.</ref> | |||
* '''Attacken nach der Uhr:''' Eine Auswertung von 16 Studien mit 4.953 Menschen fand bei 70,5 % (etwa 7 von 10) ein Tagesmuster der Attacken, mit einer Häufung zwischen 21 und 3 Uhr. Übers Jahr gab es Häufungen im Frühling und im Herbst. Menschen mit Cluster-Kopfschmerz hatten in den Studien niedrigere Melatonin- und höhere Cortisol-Werte. Auch Gene der inneren Uhr (''CLOCK'', ''REV-ERBα'') wurden mit dem Cluster-Kopfschmerz in Verbindung gebracht.<ref name="Benkli2023">{{cite journal |author=Benkli B, Kim SY, Koike N u. a. |title=Circadian Features of Cluster Headache and Migraine: A Systematic Review, Meta-analysis, and Genetic Analysis |journal=Neurology |volume=100 |issue=22 |pages=e2224–e2236 |year=2023 |pmid=36990725 |doi=10.1212/wnl.0000000000207240}} Frei lesbar (PMC10259280). Im Wortlaut: „a circadian pattern of attacks in 70.5% (3,490/4,953) of participants across 16 studies, with a clear circadian peak between 21:00 and 03:00 and circannual peaks in spring and autumn“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.</ref> | |||
* '''Nicht bei allen gleich:''' In einer großen US-Befragung begannen die meisten Attacken zwischen frühem Abend und frühem Morgen, am häufigsten zwischen Mitternacht und 3 Uhr. Die Autoren schreiben aber auch, der Tagesrhythmus sei in der Gesamtgruppe nicht so ausgeprägt wie früher angenommen.<ref name="Rozen2012C">{{cite journal |author=Rozen TD, Fishman RS |title=Cluster headache in the United States of America: demographics, clinical characteristics, triggers, suicidality, and personal burden |journal=Headache |volume=52 |issue=1 |pages=99–113 |year=2012 |pmid=22077141 |doi=10.1111/j.1526-4610.2011.02028.x}} Im Wortlaut: „peak time of headache onset between midnight and 3 am; the circadian periodicity for cluster headache is present but is not as predominant in the population as previously thought“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.</ref> | |||
* Mehr dazu: [[Cluster-Kopfschmerz und Schlaf]], [[Melatonin]], [[Hypothalamus]]. | |||
== Einzelnachweise == | |||
<references /> | |||
---- | ---- | ||
Version vom 23. September 2026, 03:16 Uhr
lat. "ungefähr ein Tag lang". Beschreibt die "biologische Uhr" des Menschen, wird hormonell vom Hypothalamus zentral gesteuert.
Der circadian des Menschen dauert interessanterweise knapp 25 Stunden und wird u.a. lichtabhängig durch das Hormon Melatonin, einem Derivat des Serotonins aus der Epiphyse mitgesteuert.
Neuere Untersuchungen sichern zunehmend die Hypothese, dass beim Clusterpatienten Anomalien in dem pacemaker vorliegen und kausal die Hauptrolle bei der Pathophysiologie des Cluster-Kopfschmerz Syndroms spielen [1].
Stand 2026: Innere Uhr und Cluster-Kopfschmerz
Ergänzt am 23.09.2026. Der Text oben bleibt stehen. Das ersetzt keine ärztliche Beratung.
- Wie lang ist der innere Tag? Unter sorgfältig kontrolliertem Licht gemessen, dauert der eigene Takt der inneren Uhr beim Menschen im Mittel 24,18 Stunden, also gut 24 Stunden – bei jüngeren und älteren Menschen gleich. Ältere Angaben von etwa 25 Stunden stammen laut den Autoren aus Studien, in denen Licht die Messung verfälscht haben kann.[1]
- Attacken nach der Uhr: Eine Auswertung von 16 Studien mit 4.953 Menschen fand bei 70,5 % (etwa 7 von 10) ein Tagesmuster der Attacken, mit einer Häufung zwischen 21 und 3 Uhr. Übers Jahr gab es Häufungen im Frühling und im Herbst. Menschen mit Cluster-Kopfschmerz hatten in den Studien niedrigere Melatonin- und höhere Cortisol-Werte. Auch Gene der inneren Uhr (CLOCK, REV-ERBα) wurden mit dem Cluster-Kopfschmerz in Verbindung gebracht.[2]
- Nicht bei allen gleich: In einer großen US-Befragung begannen die meisten Attacken zwischen frühem Abend und frühem Morgen, am häufigsten zwischen Mitternacht und 3 Uhr. Die Autoren schreiben aber auch, der Tagesrhythmus sei in der Gesamtgruppe nicht so ausgeprägt wie früher angenommen.[3]
- Mehr dazu: Cluster-Kopfschmerz und Schlaf, Melatonin, Hypothalamus.
Einzelnachweise
- ↑ Czeisler CA, Duffy JF, Shanahan TL u. a. (1999). "Stability, precision, and near-24-hour period of the human circadian pacemaker". Science 284 (5423): 2177–2181. doi:. PMID 10381883. Im Wortlaut: „the intrinsic period of the human circadian pacemaker averages 24.18 hours in both age groups“; frühere Angaben (Median 25,2 Stunden, Körpertemperatur im Mittel 25 Stunden) beruhten laut den Autoren auf Studien, in denen Licht die Messung verfälscht haben kann. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Benkli B, Kim SY, Koike N u. a. (2023). "Circadian Features of Cluster Headache and Migraine: A Systematic Review, Meta-analysis, and Genetic Analysis". Neurology 100 (22): e2224–e2236. doi:. PMID 36990725. Frei lesbar (PMC10259280). Im Wortlaut: „a circadian pattern of attacks in 70.5% (3,490/4,953) of participants across 16 studies, with a clear circadian peak between 21:00 and 03:00 and circannual peaks in spring and autumn“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Rozen TD, Fishman RS (2012). "Cluster headache in the United States of America: demographics, clinical characteristics, triggers, suicidality, and personal burden". Headache 52 (1): 99–113. doi:. PMID 22077141. Im Wortlaut: „peak time of headache onset between midnight and 3 am; the circadian periodicity for cluster headache is present but is not as predominant in the population as previously thought“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
Quellen: [1] Bericht von Dr. A. May aus "The Lancet" (2005, PDF, Englisch)
Diese Seiten sind von Nichtmedizinern geschrieben und ersetzen keinen Arztbesuch. Angaben können fehlerhaft oder veraltet sein – prüfen Sie Wichtiges in den genannten Quellen nach. Bitte beachten Sie die Hinweise zu Gesundheitsthemen und zum Datenschutz sowie unsere Arbeitsweise.