Wirkung von Psilocybin und LSD auf Cluster-Kopfschmerz

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Die Fachzeitschrift Neurology® ist das offizielle Verbandsorgan der American Academy of Neurology (AAN). In der Ausgabe 66 (2006); Seiten 1920-1922 berichten Dr. R. Andrew Sewell und andere Wissenschaftler vom McLean Hospital/Harvard Medical School von den Ergebnissen einer nicht repräsentativen Patientenbefragung über die Wirkung von Psilocybin und LSD auf Cluster-Kopfschmerz.

Sie befragten 53 Cluster-Kopfschmerz Patienten die Psilocybin oder LSD zur Cluster-Kopfschmerz Behandlung benutzt hatten. 22 von 26 der befragten Patienten berichten, dass Psilocybin Attacken abbricht. 25 von 48 Psilocybin Nutzern und 7 von 8 LSD Nutzern berichten, dass mindestens eine Episode beendet wurde. 18 von 19 Psilocybin Nutzern und 4 von 5 LSD Nutzern berichten, dass ihre Remissionszeit verlängert wurde.


Hintergrund

Einige Cluster-Kopfschmerz-Betroffene aus den USA und aus Großbritannien behaupten, dass Psilocybin oder LSD gegen Cluster-Kopfschmerz wirksam sei. Der Gebrauch dieser Drogen verstößt auch dort gegen geltende Gesetze und ist strafbar.

In Deutschland sind die Wirkstoffe Psilocybin und Psilocin als nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel in der Anlage des Betäubungsmittelgesetzes erfasst. Besitz von und der Handel mit diesen Stoffen und den Pilzen, die diese Stoffe enthalten sind daher in Deutschland strafbar. Genauso wie der Besitz von und der Handel mit LSD und anderen Drogen. In Großbritannien wurden der Besitz und der Handel mit diesen halluzinogenen Pilzen im Jahre 2005 gesetzlich verboten.

Spitzkegeliger Kahlkopf Quelle: Wikipedia Commons

Der Drogenmissbrauch mit seinen schrecklichen Folgen: Verelendung, Drogenkriminalität, Drogenprostitution und Drogentote hat dazu geführt, dass die Gesetzgeber einschritten und den Drogenhandel und Missbrauch mit entsprechenden Strafen ahnden. Eine weitgehend unbekannte „Nebenwirkung“ der Drogengesetze: Ganze Stoffgruppen wurden damit in den letzten Jahrzehnten von der wissenschaftlichen Forschung z.B. für Medikamente ausgenommen. Siehe dazu auch Editorial aus der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet vom April 2006 (siehe unten).

Die Cluster-Kopfschmerz-Patienteninitiative (www.clusterbusters.com) versucht eine wissenschaftliche Untersuchung über die Wirkungen von Psilocybin und LSD gegen Cluster-Kopfschmerzen zu erreichen. Dazu haben sie die Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies MAPS involviert und Dr. Sewell und Dr. Halpern vom Harvard McLean Hospital haben zugesagt, die Studie durchführen. Eine solche wissenschaftliche Studie unter Verwendung von Drogen muss von der US Food and Drug Administration (FDA) und anderen Behörden genehmigt werden. Der erste Schritt dazu war eine Patientenumfrage, die in 2001 begonnen wurde. Clusterbusters und MAPS sammeln zudem USD 250.000,- an Spenden, um die Kosten für diese Studie zu bezahlen (Quelle, MAPS).

In der wissenschaftlichen Literatur über Cluster-Kopfschmerz findet sich Psilocybin als „Randnotiz“ in dieser Fallstudie (Englisch, siehe "Case 2", kostenlose Registrierung erforderlich).

Auszug daraus: "Interestingly, in May 2002, he took 1 g of "magic mushrooms" (containing psilocybin) which rendered him pain free for one month; since then he has been taking magic mushrooms 1 g once every one to two months, which renders him pain free for two to six weeks. He continues to take verapamil 480 mg daily and has no gingival problems."

Dieser Patient hatte nach der Fallbeschreibung alle üblichen vorbeugenden Medikamente vergeblich ausprobiert. Schmerzfrei wurde er bei 720mg/Tag Verapamil, aber als Nebenwirkung entwickelte sich eine Zahnfleischschwellung. Daraufhin wurde Verapamil auf 480mg/Tag reduziert, die Zahnfleischentzündung ging zurück aber die Schmerzen kamen wieder. Bei einem späteren Termin berichtete der Patient, dass er inzwischen zusätzlich zum Verapamil ein Gramm "magic mushrooms" (Zauberpilze) alle ein oder zwei Monate einnehme und danach für zwei bis sechs Wochen schmerzfrei sei.

Eine Stellungnahme von Prof. Dr. Goadsby zur „Pilztherapie“: "Peter Goadsby, professor of neurology at the Institute of Neurology, University College London, and the world's leading expert on cluster headaches, is sceptical about the mushroom therapy. He argues that the relief reported by some patients may be a placebo effect or owing to natural remission. But he does believe the cases warrant a proper clinical study, particularly as ergotamine - which contains lysergic acid, a precursor of LSD - has been used to treat migraines for years. "It's possible that mushrooms have some useful effect but it's far from proven," Dr Goadsby says. "Cluster headaches are such a devastating problem that people will turn to anything that seems to work." Quelle: The Guardian 2.8.2005

Zusammenfassend: Prof. Dr. Goadsby ist skeptisch bezüglich der „Pilztherapie“. Er glaubt aber, dass die Fallbeispiele eine klinische Studie rechtfertigen.

Aufgrund der von Dr. Sewell erhobenen Daten werden die FDA und die DEA entscheiden, ob eine wissenschaftliche Studie über die Wirkung der Drogen Psilocybin und/oder LSD gegen Cluster-Kopfschmerz genehmigt wird – oder eben nicht genehmigt wird.

Prof. Dr. Gründer von der RWTH Aachen meint dazu: "Es handelt sich um hochpotente Halluzinogene, die schon bei sehr geringen Dosierungen Psychosen auslösen können."

Siehe auch Wikipedia: Drogenpsychose. Zitat aus der Diskussionsseite zu diesem Wikipedia Artikel: "Trotzdem empfehle ich NIEMANDEM den Konsum, da wie Linum schon sagte, das erste Mal einen in die Klapse bringen kann."

Kommentar: Es ist wohl ein bisher einzigartiger Vorgang, dass eine Substanz zur Behandlung einer Krankheit aufgrund einer Patienteninitiative erforscht wird. Trotzdem ist von Selbstversuchen strikt abzuraten.

2-Bromo-LSD

Fünf Cluster-Kopfschmerz Patienten wurden 2008/9 an der Medizinischen Hochschule Hannover im Rahmen eines Heilversuchs mit dem nicht halluzinogenen 2-Bromo-Lysergsäurediethylamid (BOL-148) behandelt. Ein Kurzbericht über die Ergebnisse bei den ersten vier Patienten wurde anlässlich des 14. Internationalen Kopfschmerzkongresses IHS-IHC 2009 im September 2009 in Philadelphia vorgestellt.

Drei der vier Patienten berichteten nach der dreimaligen oralen Einnahme von 2-Bromo-LSD innerhalb von zehn Tagen eine vollständige oder fast vollständige Remission von mindestens zwei Monaten nach der ersten Behandlung. Ein Patient berichtete eine Reduzierung der Schmerzstärke von 30% und eine Reduzierung der Attackenhäufigkeit von 73% für vier Monate.

Vortrag Prof. Dr. med. Torsten Passie

Prof. Dr. med. Torsten Passie: Neue Therapien - Bromo–LSD gegen Cluster Kopfschmerz.

Literatur

  • Karst M, Halpern JH, Bernateck M, Passie T (September 2010). "The non-hallucinogen 2-bromo-lysergic acid diethylamide as preventative treatment for cluster headache: an open, non-randomized case series". Cephalalgia 30 (9): 1140–4. doi:10.1177/0333102410363490. PMID 20713566. 
    • Tfelt-Hansen, P. (Apr 2011). "Is BOL-148 hallucinogenic? - (Letter)". Cephalalgia 31 (5): 634; author reply 635-6. doi:10.1177/0333102410392069. PMID 21163816. 
    • Karst M, Halpern J, Bernateck M, Passie T (April 2011). "Response to Tfelt-Hansen P: Is BOL-148 hallucinogenic?". Cephalalgia 31 (5): 635–636. doi:10.1177/0333102410392074. 
  • John H. Halpern, Torsten Passie and Matthias Karst: Cluster headache attack cessation and remission extension of months or longer in six treatment-refractory patients administered only 3 doses of BOL-148. IHS-IHC-2011 Berlin Poster-Presentation (JPG)

Externe Links

Ergin / LSA

Ergin, auch D-Lysergsäureamid (LSA), ist ein dem Lysergsäurediethylamid (LSD) verwandter Stoff aus der Gruppe der Mutterkornalkaloide. LSA kann als Grundstoff für Synthese von LSD dienen. Alleine entfaltet es beim Menschen eine dem LSD ähnliche, aber nicht die gleiche Wirkung halluzinogenen Typs. Ergin kommt im Gegensatz zum LSD auch in der Natur vor, unter anderem in den Samen von Rivea corymbosa und in den Samen der Hawaiianischen Holzrose (Argyreia nervosa) vor. Wie bei den meisten Naturdrogen ist der Gehalt der Stoffe je nach Anbauregion und Sorte schwankend.

Die halluzinogene Wirkung hält üblicherweise 4–8 Stunden an, wobei die eigentliche Wirkung je nach Zubereitungs- und Konsumform nach etwa 30 Minuten bis zwei Stunden einsetzt. Bei mangelnder Zerkleinerung der Samen kann eine Wirkung auch erst Stunden später (Gefahr der Überdosierung) oder gar nicht eintreten. Während ein Teil der Nebenwirkungen anderen Stoffen in den Samen zugeschrieben wird, ist nicht klar, inwiefern Ergin selbst ungewollte Effekte in höheren Dosen hervorrufen kann. Schwangere sollten aufgrund möglicher Gebärmutterkontraktionen kein Ergin zu sich nehmen. Ebenso ist Ergin für Personen mit Leberfunktionsstörung gefährlich. Die häufigste Nebenwirkung ist Übelkeit, die wenige Minuten bis mehrere Stunden nach Einnahme auftreten kann. Je nach Konsummaterial, Konsumform (von Zerkauen und Essen der ganzen Samen bis zum Kaltwasserauszug mit Abseihen des Suds), Konsummenge und individueller Veranlagung kommt es unterschiedlich häufig und stark zu Übelkeit oder seltener Erbrechen. Es können durch Konsum chemisch gegen Schimmel behandelter Samen Vergiftungserscheinungen auftreten. Schon bei geringen, vor allem aber bei höheren Dosierungen kann es zu Kreislaufproblemen und damit verbundenen Blackouts kommen. Dies kann das Risiko zu stürzen erhöhen. Oftmals wird bei höheren Dosen auch von einem Stechen in den Beinen berichtet. Der Körper fühlt sich im Rausch teilweise träge an, gerade zu Beginn kann ein Mattigkeitsgefühl vorherrschen. Das Schmerzempfinden kann stark reduziert sein. Es kann zu Verstopfung kommen. Besonders bei hohen Dosen können sich Paranoia oder Horrortrips entwickeln. Wie bei allen halluzinogen Substanzen besteht zudem die Gefahr der Aktivierung latenter Psychosen oder die Möglichkeit der Entstehung einer Drogenpsychose.

Auch wenn LSA und LSA-haltige Pflanzen generell als legal angesehen werden, da sie nicht dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterliegen, ist davon auszugehen, dass LSA unter die Definition von § 2(1) des Arzneimittelgesetz (AMG) fällt, sobald es für die Anwendung an Mensch oder Tier bestimmt ist. Somit ist Herstellung und Verkauf einer Substanz nach dem AMG reguliert, unabhängig davon in welcher Form die Substanz vorliegt, wenn sie in Bestimmung § 2 Abs 1 erfüllt.[1][2] Der Verkauf und die Herstellung von Arzneimitteln ohne Genehmigung ist strafbar nach AMG § 2 Abs. 1 Nr. 5 a. F., § 2 Abs. 1 Nr. 2a n. F., § 5, § 95 Abs. 1 Nr. 1, StPO § 354a. Dies wurde in einem Urteil des Bundesgerichtshofs zu der frei verfügbaren Chemikalie Gamma-Butyrolacton bestätigt, welche nach dem AMG als Arzneimittel eingestuft wird, sobald sie für den Konsum bzw. Gebrauch an Mensch oder Tier bestimmt ist.[3][4]

Einzelnachweise

  1. [1]Kommentar zum Arzneimittelgesetz (AMG), pp. 64-66, Erwin Deutsch, Hans-Dieter Lippert (2010, Springer)
  2. [2] AMG § 2 Abs. 1 Nr. 5 a. F., § 2 Abs. 1 Nr. 2a n. F., § 5, § 95 Abs. 1 Nr. 1
  3. [3]Strafrecht: Handel mit Gamma-Butyrolacton (GBL; liquid ecstasy) zu Konsumzwecken
  4. [4]BGH-Urteil vom 8. Dezember 2009 (Aktenzeichen: 1 StR 277/09), 'Das unerlaubte Inverkehrbringen von Gamma-Butyrolacton (GBL) zu Konsumzwecken ist nach dem Arzneimittelgesetz strafbar.'

Hinweis: Der Abschnitt "Ergin / LSA" basiert auf einem Text, der aus der freien Enzyklopädie Wikipedia übernommen wurde. Eine Liste der ursprünglichen Autoren befindet sich auf der Versionsseite des Wikipedia Artikels zu Ergin


Reaktion des Cluster-Kopfschmerz auf Selbstbehandlung mit Samen, die Lysergsäureamid (LSA) enthalten

Sewell R.A.; Reed K.; Cunningham M. (Übersetzung)

Ziel: Diese Studie beabsichtigte, zu erforschen, ob LSA, ein natürliches und legales Analogum zum LSD, das in den Samen der Pflanzen Prunkwinde und Hawaiianische Holzrose vorkommt, und Ololiuqui therapeutischen Einfluss auf Cluster-Attacken, Cluster-Perioden oder Remissionsphasen bei CK haben.

Hintergrund: Einzelberichte, die sowohl in der Zeitschrift Neurology® als auch im Internet publiziert wurden, deuten an, das LSD oder Psilocybin eine bemerkenswerte Remission bei CK hervorrufen können, oftmals schon bei sub-halluzinogenen Dosen. Patienten haben daraufhin zunehmend LSA zur Selbstbehandlung ihrer Krankheit genutzt, weil dieses legal und somit besser erhältlich ist als LSD oder Psilocybin.

Methode: 367 Patienten eines bereits bestehenden Registers von Cluster-Patienten, die eingewilligt haben, an klinischen Studien bezüglich CK teilzunehmen, wurden befragt um festzustellen, ob sie LSA enthaltende Samen zur Selbstbehandlung ihres CK nahmen. 66 Probanden taten dies oder hatten es getan. Alle Probanden, die 1) CK meldeten, 2) versucht hatten, ihren Kopfschmerz mit LSA-haltigen Samen zu behandeln, 3) eingewilligt hatten, zur Evaluation telefonisch oder per E-Mail kontaktiert zu werden und 4) uns erlaubt hatten, uns Kopien ihrer medizinischen Berichte zu beschaffen, wurden interviewt, um die Wirkung von LSA auf die Intensität und Frequenz ihrer Cluster-Attacken wie auch auf eine Cluster-Periode sowie die Länge einer Remissionsphase zu ermitteln. Die Halluzinogen-Beurteilungsskala (HRS) und das Peak Experience Profile (PEP) wurden ebenso herangezogen, um die Intensität der subjektiven Wirkung, die erfahren wird, zu quantifizieren. Die Probanden wurden ebenfalls ermuntert, ein Gramm der Samen, die sie zu sich genommen hatten, zur Analyse des LSA-Gehaltes einzuschicken.

Ergebnisse: Die Samenanalyse ergab weite und unvorhersehbare Variation bezüglich des Alkaloid-Gehalts; somit betrug die Dosierung, die Patienten sich selber zugeführt hatten zwischen 0 und 2,8 mg. 38% berichteten, dass die Samen ebenso effektiv wirkten wie ein Akutmedikament. Von den Episodikern berichteten 43% von einem Ende ihrer Cluster-Periode, und weitere 29% spürten eine teilweise Wirkung. Alle, die 0,5 mg oder weniger Alkaloide zu sich nahmen, sprachen auf die Behandlung nicht an. Von den Chronikern berichteten 56% von schmerzfreien Perioden zwischen zwei und 120 Tagen (durchschnittlich 25, Standardabweichung 37). Hier sprachen alle, die 1 mg oder weniger Alkaloide zu sich nahmen, auf die Behandlung nicht an. Die vier Probanden, die während einer Remissionsphase LSA-haltige Samen zu sich nahmen, um diese zu verlängern, berichteten alle, dass die nächste erwartete Cluster-Periode übersprungen wurde. 93% der Probanden nahmen LSA in einer Dosis ein, die niedrig genug war, um keine psychoaktiven Effekte hervorzurufen.

Schlussfolgerung: Alkaloide in Samen, die als LSA-haltig bekannt sind, können erfolgreich sein bei der Unterbrechung von Cluster-Attacken, bei der Beendigung von Cluster-Perioden und der Verlängerung von Remissionsphasen, möglicherweise durch einen Mechanismus, der sich von der halluzinogenen Wirkung der Samen unterscheidet. Kliniker sollten sich der zunehmenden Popularität dieser Methode der Selbstbehandlung bei ihren Patienten bewusst sein.

Quelle: Sewell R.A.; Reed K.; Cunningham M: Response of Cluster Headache to Self-Administration of Seeds Containing Lysergic Acid Amide (LSA). In: 50th Annual Scientific Meeting of the American Headache Society. Program Abstracts. Headache. 48: 16. DOI Poster presentation (PDF 3.5MB)

Übersetzung von Astrid, mit freundlicher Genehmigung.

Weblinks zu Ergin / LSA

The Lancet - Editorial April 2006

That psychedelic drugs, such as LSD and MDMA (ecstasy), can be effective treatments for various psychiatric illnesses is an old idea. Once considered wonder drugs for their effects on anxiety, depression, alcoholism, and other mental illnesses, they have been effectively banished from medical practice after legal rulings banned their sale and use. Although such bans were largely put in place to quash concerns about rampant recreational drug use fuelling the counter cultures of the 1960s and 1980s (LSD and MDMA, respectively), criminalisation of these agents has also led to an excessively cautious approach to further research into their therapeutic benefits.

So do illicit drugs have therapeutic benefits that outweigh their substantial social harm? The evidence is scant. But the case of a man who emerged from a decade long period of intensive MDMA use - during which he is estimated to have taken 40 000 pills - with no signs of the profound neurotoxicity that has long been feared to result from even limited consumption of ecstasy, has reenergised calls for more research into the real side-effects, and therapeutic potential, of psychedelic drugs. Although some small-scale research projects using LSD, MDMA, and the active components of cannabis are now underway, the blanket ban on psychedelic drugs enforced in many countries continues to hinder safe and controlled investigation, in a medical environment, of their potential benefits.

Exaggerated risks of harm have contributed to the demonisation of psychedelic drugs as a social evil. But although this dangerous reputation generated and perpetuated by the often disproportionately stiff penalties for their use is helpful for law enforcement, it does not correspond to the evidence. Rather, the social prescription against psychedelic drugs that hinders properly controlled research into their effects and side-effects is largely based on social and legal, as opposed to scientific, concerns. To maximise research into therapeutic benefits without exacerbating real social harms a legal structure that recognises this distinction is sorely needed.

For the case report of intensive ecstasy use see Psychosomatics 2006; 47: 86–87 doi: 10.1176/appi.psy.47.1.86

Source: The Lancet, www.thelancet.com Vol 367 April 15, 2006

Literatur

  • Jungaberle, Henrik; Gasser, Peter; Weinhold, Jan; Verres, Rolf (Hrsg): Therapie mit psychoaktiven Substanzen. Verlag Hans Huber, Bern 2008, ISBN 978-3-456-84606-4
  • Borsutzky M, Passie T, Paetzold W, Emrich HM, Schneider U.: Hawaiianische Holzrose: (Psycho-)Pharmakologische Wirkungen der Samen der Argyreia nervosa. Nervenarzt. 2002 Sep; 73(9): 892-6. PMID 12215884, DOI

  • Schindler EA, Gottschalk CH, Weil MJ, Shapiro RE, Wright DA, Sewell RA (2015). "Indoleamine Hallucinogens in Cluster Headache: Results of the Clusterbusters Medication Use Survey". J Psychoactive Drugs: 1–10. doi:10.1080/02791072.2015.1107664. PMID 26595349. 
  • Schindler, E.A.; Gottschalk, C.H.; Weil, M.J.; Shapiro, R.E.; Wright, D.A.; Sewell, A. (September 2014): LBP8 Medication Use in the Treatment of Cluster Headache: Results of the Online Clusterbusters Survey. In: Late-Breaking Abstracts. 56th Annual Scientific Meeting American Headache Society. Headache. 54(8): 1421. DOI
  • Corkery JM, Durkin E, Elliott S, Schifano F, Ghodse AH (December 2012). "The recreational tryptamine 5-MeO-DALT (N,N-diallyl-5-methoxytryptamine): a brief review". Prog. Neuropsychopharmacol. Biol. Psychiatry 39 (2): 259–62. doi:10.1016/j.pnpbp.2012.05.022. PMID 22683457. 
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  • Sewell RA, Reed K, Cunningham M.: Response of Cluster Headache to Self-Administration of Seeds Containing Lysergic Acid Amide (LSA). Poster F11 in Program Abstracts, 50th Annual Scientific Meeting, American Headache Society 2008; Headache. 48 (s1): 16. DOI Poster presentation (PDF 3.5MB)
  • Sewell RA.: Unauthorized Research on Cluster Headache. The Entheogen Review. Winter 2008; XVI(4): 117-125. PDF
  • Karst M, Halpern JH, Bernateck M, Passie T (September 2010). "The non-hallucinogen 2-bromo-lysergic acid diethylamide as preventative treatment for cluster headache: an open, non-randomized case series". Cephalalgia 30 (9): 1140–4. doi:10.1177/0333102410363490. PMID 20713566. 
  • Sempere, AP.; Berenguer-Ruiz, L.; Almazán, F. (Nov 2006). "Respuesta de la cefalea en racimos crónica a la psilocibina (Chronic cluster headache: Response to psilocybin).". Rev Neurol 43 (9): 571-2. PMID 17072817.  URL - English translation (PDF)
  • Griffiths RR, Richards WA, McCann U, Jesse R (August 2006). "Psilocybin can occasion mystical-type experiences having substantial and sustained personal meaning and spiritual significance". Psychopharmacology (Berl.) 187 (3): 268–83; discussion 284–92. doi:10.1007/s00213-006-0457-5. PMID 16826400. 
  • Hofmann A.: Ergot-A Rich Source of Pharmacologically Active Substances. In: Swain T.: Plants in the Development of Modern Medicine. Harvard University Press; 1972 ISBN 067-4-673-301 Online (PDF)
  • Abramson HA, Rolo A (September 1965). "Lysergic acid diethylamide (LSD-25). 38. Comparison with action of methysergide and psilocybin on test subjects". J Asthma Res 3 (1): 81–96. doi:10.3109/02770906509106904. PMID 5318626. 
  • Sicuteri F (October 1963). "Prophylaktische Behandlung der Migräne mit Lysergsäurederivaten (Prophylactic Treatment of Migraine by Means of Lysergic Acid Derivatives)". Triangle 67: 116–25. PMID 14087164. 

Siehe auch

Externe Links

Deutsch

  • Süddeutsche Zeitung, 25.09.2009: Trips mit dem Therapeuten Online

Englisch