Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch

Auf einen Blick
  • Kopfschmerz durch zu viele Medikamente: Er entsteht in der Regel durch eine zu häufige oder falsche Einnahme von Medikamenten und wird auch „Rebound“-Kopfschmerz genannt. Menschen mit Migräne oder einer genetischen Veranlagung dazu sind vermutlich stärker gefährdet.
  • Wann man davon spricht: Nach der internationalen Kopfschmerzklassifikation (ICHD-3) setzt die Diagnose voraus, dass jemand mit einer bekannten Kopfschmerzerkrankung an mindestens 15 Tagen im Monat Kopfschmerzen hat und seit mehr als 3 Monaten regelmäßig zu viele Kopfschmerzmittel nimmt. Bei Triptanen gilt die Anwendung an mindestens 10 Tagen im Monat als zu viel, egal ob als Spritze, Nasenspray oder Tablette; für Ergotamin gilt dieselbe Grenze (Cluster-Kopfschmerz und Medikamentenübergebrauch).
  • Beim Cluster-Kopfschmerz selten: In einer Untersuchung von 2006 hatten 17 von 430 Menschen mit Cluster-Kopfschmerz (4 %) einen solchen Kopfschmerz, 15 von ihnen hatten selbst oder in der Familie Migräne. Bei 13 wurde ein Medikamentenentzug gemacht, und er war bei allen 13 erfolgreich.
  • Die Sumatriptan-Spritze gilt als sicher: Bei den meisten Betroffenen gibt es auch nach häufigem Gebrauch keinen Hinweis auf eine Gewöhnung mit nachlassender Wirkung oder auf einen Rebound-Kopfschmerz. Vor allem bei eigener Migräne oder Migräne in der Familie kann aber ein Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch auftreten.
  • Vorbeugen: Die Autoren der Untersuchung von 2006 empfehlen eine angemessene vorbeugende Behandlung und gegen die Attacke Sauerstoff oder die Sumatriptan-Spritze. Sie raten von Opiaten, Kombinations-Schmerzmitteln und Triptanen zum Einnehmen ab, besonders bei eigener Migräne oder Migräne in der Familie.
Zuletzt gegen die Quellen geprüft: 24. September 2026 · Wie wir prüfen

Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch entsteht in der Regel durch eine zu häufige oder falsche Einnahme von Medikamenten. Menschen mit Migräne oder einer genetischen Veranlagung dazu sind vermutlich stärker gefährdet als andere PatientInnen.[1]

Andere Bezeichnungen: "Rebound"-Kopfschmerz, medikamenteninduzierter Kopfschmerz, Kopfschmerz bei Medikamentenmissbrauch.

Sumatriptan als Spritze gilt beim Cluster-Kopfschmerz als sicher: Bei den meisten Betroffenen gibt es auch nach häufigem Gebrauch keinen Hinweis auf eine Gewöhnung mit nachlassender Wirkung oder auf einen Rebound-Kopfschmerz.[2][3] Insbesondere bei Cluster-Kopfschmerzpatienten mit einer persönlichen Migräne oder mit Migräne in der Familie kann aber ein Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch auftreten.[1]

Die „Sumatriptan Cluster Headache Long-term Study Group” berichtete 1995 über die gute Wirkung von Sumatriptan 6 mg s.c. zur Kupierung von Cluster-Kopfschmerzattacken. Dabei wurde als „Unerwünschtes Ereignis“ bei 13 (9%) von 138 Patienten Kopfschmerz genannt, die Autoren hielten 4% davon für „drug related“, also dem Sumatriptan zuzuschreiben.[4]

Göbel et al. berichteten 1998 über die Ergebnisse einer Langzeitstudie mit Sumatriptan 6 mg s.c., dabei trat als unerwünschtes Ereignis bei 6 (18,8%) von 32 Patienten Kopfschmerz auf. Bei 7 (21,9%) der Patienten trat eine Attackenhäufung auf. Zitat: „Drei Patienten brachen die Studie aufgrund von UE (Unerwünschten Ereignissen) vorzeitig ab. Zwei Patienten gaben dabei einen Frequenzanstieg der Clusterattacken als Grund des Studienabbruchs an. Ein weiterer Patient nannte einen über 48 h anhaltenden Dauerkopfschmerz nach Sumatriptaninjektion als Grund für den Studienabbruch.“[5]

Paemeleire et al. berichteten 2006,[1] dass bei siebzehn (4%) von insgesamt 430 Cluster-KopfschmerzpatientInnen der Uniklinik Münster und des Londoner National Hospital for Neurology and Neurosurgery ein zumeist beidseitiger und nur bei drei Patienten einseitiger chronischer täglicher Kopfschmerz, verursacht durch Medikamentenübergebrauch, festgestellt worden sei. Dies bei drei Frauen und bei vierzehn Männern, bei elf der Patienten in London und bei sechs der Patienten in Münster. Sieben dieser PatientInnen hatten episodischen und zehn hatten chronischen Cluster-Kopfschmerz nach der Definition der IHS-ICHD-II.[6]

Der vermutete "gemeinsame Nenner" bei fünfzehn dieser PatientInnen sei eine persönliche Migräne (5 von 17) und/oder Migräne in der Familie (11 von 17). Bei acht dieser elf PatientInnen lag eine Migräne bei den Eltern oder bei den Geschwistern vor. Bei den anderen drei Patienten: Migräne beim Bruder des Vaters, beim Bruder der Mutter oder bei der Großmutter mütterlicherseits jeweils einmal. Ein weiterer der 17 Patienten berichtete über unspezifische Kopfschmerzen bei seiner Mutter, ein weiterer über unspezifische Kopfschmerzen bei beiden Eltern. Die Autoren vermuten, dass auch diese elterlichen Kopfschmerzen Migräne gewesen sein könnten.

Nach einem älteren Bericht über eine größere Cluster-Kopfschmerz Patientengruppe hätten 26 % der Cluster-KopfschmerzpatientInnen dieser Patientengruppe Migräne und 33% Migräne in der Familie gehabt.[7]

Ein Medikamentenentzug sei bei dreizehn der siebzehn Patienten durchgeführt worden und war bei diesen dreizehn Patienten erfolgreich. Die von den Patienten hauptsächlich verwendeten Medikamente wurden wie folgt angegeben (Mehrfachverwendungen): einfache Schmerzmittel von 9, Opiate von 10, Ergotamin von 3 und Triptane von 14 Patienten. Eine detaillierte Übersicht der verwendeten Medikamente ist hier zu finden: Neurology® Data Supplement (Englisch).

Elf der siebzehn PatientInnen verwendeten mehrere Medikamente, so dass bei diesen ein singuläres Medikament als Ursache für den Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch nicht diagnostiziert werden konnte. Bei zwei Patienten wurde Sumatriptan als Ursache diagnostiziert, bei vier weiteren vermutet. Bei jeweils einem der Patienten wurde der Übergebrauch von Rizatriptan, von Ergotamin und von Codein als Ursache diagnostiziert.

Mehr als die Hälfte dieser siebzehn Patienten hätten keine effektive vorbeugende Therapie gegen ihren Cluster-Kopfschmerz, vier Patienten überhaupt keine vorbeugende Medikation.

Zur Vermeidung von Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch empfehlen die Autoren besondere Vorsicht bei Cluster-Kopfschmerzpatienten mit Migräne und/oder Migräne in der Familie sowie eine adäquate vorbeugende Medikation und die Verwendung von Sauerstoff oder subkutanem Sumatriptan zur Attackenkupierung. Abgeraten wird von der Einnahme von Opiaten, Schmerzmitteln als Kombinationspräparaten und oralen Triptanen, insbesondere bei Cluster-KopfschmerzpatientInnen mit persönlicher Migräne oder einer Migräne in der Familie.

Die nahe liegenden Fragen, wie viele der anderen dieser insgesamt 430 Cluster-KopfschmerzpatientInnen in London und in Münster auch eine persönliche Migräne und/oder Migräne in der Familie haben und welche Medikamente in welcher Dosierung diese Patienten nehmen, wurden von Paemeleire et al. leider nicht behandelt.

Cluster-Kopfschmerz und Medikamentenübergebrauch

Wann die Klassifikation von einem Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch spricht: Nach der 3. Auflage der internationalen Kopfschmerzklassifikation (ICHD-3) setzt die Diagnose voraus, dass jemand mit einer bekannten Kopfschmerzerkrankung an mindestens 15 Tagen im Monat Kopfschmerzen hat und seit mehr als 3 Monaten regelmäßig zu viele Kopfschmerzmittel nimmt. Bei Triptanen gilt als zu viel: an mindestens 10 Tagen im Monat, egal ob als Spritze, Nasenspray oder Tablette. Für Ergotamin gilt dieselbe Grenze.[8]

Wie häufig der Cluster-Kopfschmerz betroffen ist: Die ICHD-3 schreibt, die meisten Betroffenen hätten eine Migräne oder einen Kopfschmerz vom Spannungstyp; nur eine kleine Minderheit habe andere primäre Kopfschmerzerkrankungen wie den chronischen Cluster-Kopfschmerz.[8] Das passt zu der Beobachtung von 2006 oben, dass vor allem Menschen mit Cluster-Kopfschmerz und eigener oder familiärer Migräne betroffen waren. Beide Quellen zeigen: Beim Cluster-Kopfschmerz kommt ein Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch vor, wenn auch nur bei einer kleinen Minderheit.

Ein Sonderfall ist Ergotamin: Nach seiner Fachinformation kann eine regelmäßige Einnahme von mehr als 20 mg im Monat zu Dauerkopfschmerzen führen; siehe Ergotamin.[9]

Externe Links

Literatur

  • Tassorelli C, Jensen R, Allena M, De Icco R, Sances G, Katsarava Z, Lainez M, Leston J, Fadic R, Spadafora S, Pagani M, Nappi G (February 2014). "A consensus protocol for the management of medication-overuse headache: Evaluation in a multicentric, multinational study". Cephalalgia. doi:10.1177/0333102414521508. PMID 24558185. 
  • Chanraud S, Di Scala G, Dilharreguy B, Schoenen J, Allard M, Radat F (January 2014). "Brain functional connectivity and morphology changes in medication-overuse headache: Clue for dependence-related processes?". Cephalalgia. doi:10.1177/0333102413519514. PMID 24449748. 
  • Lipton, RB.; Serrano, D.; Nicholson, RA.; Buse, DC.; Runken, MC.; Reed, ML. (Aug 2013). "Impact of NSAID and Triptan Use on Developing Chronic Migraine: Results From the American Migraine Prevalence and Prevention (AMPP) Study.". Headache. doi:10.1111/head.12201. PMID 23992516. 
  • Lewis M.: Recognition and treatment of medication overuse headache. Prescriber. Volume 24, Issue 8, pages 39–43, 19 April 2013. - Free full text
  • Paemeleire K, Evers S, Goadsby PJ.: Medication-overuse headache in patients with cluster headache. Curr Pain Headache Rep. 2008 Apr; 12(2): 122-127. DOI.
  • Rabe, K.; Pageler, L.; Gaul, C.; Lampl, C.; Kraya, T.; Foerderreuther, S.; Diener, HC.; Katsarava, Z. (Oct 2012). "Prednisone for the treatment of withdrawal headache in patients with medication overuse headache: A randomized, double-blind, placebo-controlled study.". Cephalalgia. doi:10.1177/0333102412462638. PMID 23093541. 
  • De Felice M, Ossipov MH, Wang R, Dussor G, Lai J, Meng ID, Chichorro J, Andrews JS, Rakhit S, Maddaford S, Dodick D, Porreca F (August 2010). "Triptan-induced enhancement of neuronal nitric oxide synthase in trigeminal ganglion dural afferents underlies increased responsiveness to potential migraine triggers". Brain 133 (Pt 8): 2475–88. doi:10.1093/brain/awq159. PMID 20627971. 
  • Haag G (November 2010). "Medication overuse headache--comments on the current International Headache Society classification criteria". Cephalalgia 30 (11): 1409–10; author reply 1410–1. doi:10.1177/0333102410365569. PMID 20959438.  Letter.
  • Limmroth V, Katsarava Z, Fritsche G, Przywara S, Diener HC.: Features of medication overuse headache following overuse of different acute headache drugs. Neurology. 2002 Oct 8; 59(7): 1011-4. PMID 12370454 Neurology®

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 Paemeleire K, Bahra A, Evers S, Matharu M, Goadsby P. Medication-overuse headache in cluster headache patients. Neurology. 2006; 67(1): 109–113. PMID 16832088. (Am 23.09.2026 an der Quelle geprüft: Der Titel lautet „Medication-overuse headache in patients with cluster headache“, doi:10.1212/01.wnl.0000223332.35936.6e. Die Zusammenfassung beschreibt 17 Betroffene; im Wortlaut: „The common denominator in 15 patients was a personal or family history, or both, of migraine.“)
  2. ↑ May A, Evers S, Goadsby PJ, Leone M, Manzoni GC, Pascual J, et al. (2023). "European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache". Eur J Neurol 30 (10): 2955-2979. doi:10.1111/ene.15956. PMID 37515405.  S. 2963, im Wortlaut: „It is safe, with no evidence of tachyphylaxis or rebound in most of the patients, even after frequent use [74, 75], although cluster headache patients with migraine may experience medication overuse headache [76].“
  3. ↑ May A, Leone M, Áfra J, Linde M, Sándor PS, Evers S, Goadsby PJ.: EFNS guidelines on the treatment of cluster headache and other trigeminalautonomic cephalalgias. European Journal of Neurology. 2006; 13: 1066–1077. PMID 16987158, PDF-Datei. DOI
  4. ↑ Ekbom K, Krabbe A, Micieli G, Prusinski A, Cole JA,Pilgrim AJ, Noronha D.: Cluster headache attacks treated for up to three months with subcutaneous sumatriptan 6mg (Sumatriptan Long-Term Study Group). Cephalalgia. 1995; 15(3): 230-6. PMID 7553814.
  5. ↑ Göbel H, Lindner V, Pfaffenrath V, Ribbat M, Heinze A, Stolze H.: Akuttherapie des episodischen und chronischen Clusterkopfschmerzes mit Sumatriptan s.c. Ergebnisse einer einjahrigen Langzeitstudie. Nervenarzt. 1998; 69(4): 320-9. PMID 9606683. Zusammenfassung
  6. ↑ IHS/ICHD-II Klassifikation 3.1 Cluster-Kopfschmerz
  7. ↑ Bahra A, May A, Goadsby PJ.: Cluster headache: a prospective clinical study in 230 patients with diagnostic implications. Neurology. 2002; 58(3): 354–361. PMID 11839832.
  8. ↑ 8,0 8,1 ICHD-3, deutsche Fassung, am 23.09.2026 gelesen: 8.2 Kopfschmerz zurückzuführen auf einen Medikamentenübergebrauch, 8.2.2 Triptanübergebrauch und 8.2.1 Ergotaminübergebrauch. Im Wortlaut: „Kopfschmerz an ≥15 Tagen/Monat bei einem Patienten mit einer vorbestehenden Kopfschmerzerkrankung“; „Regelmäßiger Übergebrauch für >3 Monate eines oder mehrerer Medikamente, die zur Akuttherapie oder symptomatischen Behandlung von Kopfschmerzen eingesetzt werden können“; 8.2.2: „Regelmäßige Einnahme eines oder verschiedener Triptane (jede Darreichungsform) an ≥10 Tagen/Monat für >3 Monate.“; 8.2.1: „Regelmäßige Ergotamineinnahme an ≥10 Tagen/Monat für >3 Monate.“; Kommentar zu 8.2: „Patienten mit einer primären Kopfschmerzerkrankung haben meist 1. Migräne oder 2. Kopfschmerz vom Spannungstyp (oder beides); nur eine kleine Minderheit hat andere primäre Kopfschmerzerkrankungen wie 3.3 Clusterkopfschmerz oder 4.10 neu aufgetretener täglicher anhaltender Kopfschmerz.“ Die englische Originalfassung schreibt an dieser Stelle „3.3 Chronic cluster headache“. Die Nummer 3.3 steht in der ICHD-3 sonst für SUNCT und SUNA; der chronische Cluster-Kopfschmerz ist 3.1.2. Die Nummer ist hier wiedergegeben, wie sie in der Quelle steht.
  9. ↑ Fachinformation Ergo-Kranit Migräne 2 mg Tabletten (Ergotamintartrat), Stand der Information Februar 2023, am 23.09.2026 gelesen. 4.1: „Behandlung von Migräne-Anfällen (insbesondere sehr lange Anfälle), wenn andere Therapien nicht wirksam oder nicht indiziert sind.“ 4.2: höchstens 2 Tabletten (4 mg) pro Anfall oder Tag; „Die wöchentliche Höchstdosis beträgt 3 Tabletten (entspr. 6 mg Ergotamintartrat).“ 4.3 Gegenanzeigen u. a.: Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Bluthochdruck, periphere arterielle Gefäßerkrankungen, schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen, Therapie mit Tetracyclinen, „gleichzeitige Therapie mit Beta-Blockern“, „gleichzeitige Therapie mit starken Cytochrom P450 3A4 (CYP3A4)-Hemmern, wie z. B. Makrolidantibiotika (außer Spiramycin), HIV-Proteinase-Hemmern oder Inhibitoren der Reversen-Transkriptase und Azol-Antimykotika“, „gleichzeitige Therapie mit anderen Vasokonstriktoren einschließlich Ergot-Alkaloide, 5-HT1-Rezeptor-Agonisten (z. B. Sumatriptan), Nikotin (z. B. durch starkes Rauchen) und Sympathomimetika“, Schwangerschaft und Stillzeit, „Kinder unter 16 Jahren und Patienten über 65 Jahren“. 4.5: CYP3A4-Hemmer führen zu „einer erhöhten Ergotamin-Exposition … mit einem verstärkten Auftreten von Ergotismus (Vasospasmen, Ischämien der Extremitäten und weiteren Geweben)“; „Die gleichzeitige Einnahme von Metoclopramid verbessert die Resorption von Ergotamin.“ 4.8: häufig Übelkeit, Erbrechen, Diarrhöen; gelegentlich Benommenheit, Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Krämpfe, Muskelschwäche, Muskelschmerzen und Parästhesien; selten Herzschmerzen und kurzfristige Tachy- oder Bradykardien; sehr selten medikamenteninduzierte Fibrosen; nach Langzeitbehandlung Durchblutungsstörungen bis zum Gefäßverschluss mit Gangrän; „Eine regelmäßige Einnahme von mehr als 20 mg Ergotamin pro Monat kann zu Dauerkopfschmerzen führen.“ 5.1: „Ergotamin ist ein natürlich vorkommendes Mutterkornalkaloid mit α-adrenerger, überwiegend vasokonstriktorischer Wirkung auf venöse und arterielle Gefäße.“ Verapamil wird nicht genannt.


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