CK-Wissen:Arbeitsweise und Quellen
Stand 24.09.2026. Diese Seite beschreibt, wie die Artikel in CK-Wissen entstehen, woher das Wissen stammt und wie es geprüft wird. Die „Gute Praxis Gesundheitsinformation“ des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin verlangt von allen, die Gesundheitsinformationen veröffentlichen, eine solche frei zugängliche Beschreibung des eigenen Vorgehens (ein „Methodenpapier“).[1] Sie tritt an die Stelle des früheren HONcode-Siegels: Die Health On the Net Foundation hat ihre Arbeit Ende 2022 eingestellt (Einzelheiten auf der Seite Über CK-Wissen).
Wer CK-Wissen schreibt
- Die Artikel werden ehrenamtlich von Betroffenen und anderen Interessierten geschrieben und gepflegt. Die Autorinnen und Autoren haben in der Regel keine medizinische Ausbildung. CK-Wissen ersetzt deshalb kein Gespräch mit Ärztin oder Arzt (siehe Hinweise zu Gesundheitsthemen).
- CK-Wissen ist unabhängig, nicht kommerziell und frei von Werbung; das Projekt wird privat von Betroffenen finanziert, ohne Sponsoren (siehe Über CK-Wissen und Impressum).
- Interessenkonflikte: Wer für CK-Wissen schreibt und mit Herstellern, Kliniken, Geräte- oder Therapieanbietern verbunden ist, legt das auf seiner Benutzerseite offen. Beiträge, die vor allem werben, werden entfernt.[1]
Woher das Wissen stammt
Wir nutzen Quellen in dieser Reihenfolge. Je weiter unten eine Quelle steht, desto vorsichtiger formulieren wir.
- Die Internationale Kopfschmerzklassifikation (ICHD-3, deutsche Fassung) für die Beschreibung der Kopfschmerzformen und die Fachbegriffe.
- Leitlinien der Fachgesellschaften, vor allem die europäische Leitlinie zur Behandlung des Cluster-Kopfschmerzes von 2023[2]; ältere Leitlinien bleiben mit ihrem Datum stehen.
- Amtliche Angaben: Fachinformationen der Arzneimittel, Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses und Gesetzestexte.
- Studien: zuerst systematische Übersichtsarbeiten und randomisierte kontrollierte Studien, weil sie die verlässlichste Grundlage für Aussagen über den Nutzen einer Behandlung sind.[1] Kleinere Studien, Beobachtungsstudien und Fallberichte nennen wir mit ihrer Art und Größe („Befragung von 24 Betroffenen“, „Einzelbericht“) und werten sie als Hinweis, nicht als Nachweis.
- Erfahrungen von Betroffenen sind wertvoll und haben in CK-Wissen ihren Platz. Sie stehen als Erfahrungsbericht da und nicht als Beleg dafür, dass etwas wirkt.
Nach neuen Studien suchen wir in der Literaturdatenbank Europe PMC bzw. PubMed, bei jeder Überarbeitung eines Themas seit dem Stand der letzten Bearbeitung.
Wie wir prüfen
- Jede Zahl, jedes Zitat und jede Literaturangabe (PMID, DOI) wird einzeln an der Originalquelle geprüft, also an der Zusammenfassung oder am Volltext, nicht an einer Nacherzählung.
- Wörtliche Zitate stehen in Anführungszeichen; eigene Übersetzungen werden als solche gekennzeichnet.
- Belege stehen direkt beim Satz, den sie stützen (Einzelnachweise am Ende jeder Seite), mit dem Datum des Abrufs.
- Links werden im Browser geprüft. Links, die nicht mehr funktionieren, werden mit Datum markiert und nicht gelöscht, weil Titel, Autor und Jahr oft helfen, ein Dokument trotzdem zu finden.
- KI-Werkzeuge: Bei Recherche, Linkprüfung und Formulierung helfen uns auch KI-Werkzeuge. Sie ersetzen keine Prüfung: Jede Angabe wird an der Originalquelle nachgelesen und wörtlich belegt.
- Grenzen: Auch sorgfältig geprüfte Angaben können Fehler enthalten oder inzwischen veraltet sein. Deshalb steht bei den Aussagen die Quelle: Bitte lesen Sie bei wichtigen Fragen dort selbst nach und besprechen Sie jede Behandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr dazu unter Hinweise zur Haftung.
Wie wir schreiben
- So, dass Laien es verstehen und Fachleute es genau finden. Fachwörter werden erklärt oder in der Erklärung medizinischer Begriffe verlinkt.
- Zahlen mit Bezugsgröße und in Alltagssprache („3 von 10 Betroffenen“), bei Wirkungen möglichst als absolute Häufigkeiten und nicht nur als relative Änderung.[1]
- Nutzen und Nebenwirkungen stehen nebeneinander.
- Unsicherheit wird benannt: „kein Nachweis einer Wirkung“ ist nicht dasselbe wie „Nachweis, dass es nicht wirkt“. Hat eine Studie ihr Hauptziel verfehlt, sind Teilergebnisse nur ein Hinweis.
- CK-Wissen gibt keine Empfehlungen für den Einzelfall. Empfehlungen von Leitlinien werden als solche zitiert und von der übrigen Darstellung getrennt.[1]
- Rechtsthemen (Krankenkasse, Arbeit, Rente, Schwerbehinderung): Wir nennen die Rechtsgrundlagen mit Fundstelle und Datum. Das ist keine Rechtsberatung. Für den eigenen Fall helfen die Sozialverbände weiter, etwa der Sozialverband VdK Deutschland oder der Sozialverband Deutschland (SoVD).
Wie wir mit älteren Inhalten umgehen
- Ist eine Angabe überholt oder falsch, wird sie direkt im Text berichtigt und belegt. Den früheren Wortlaut zeigt die Versionsgeschichte jeder Seite; auf der Seite selbst wird er nicht noch einmal kommentiert, damit die Texte übersichtlich bleiben.
- Wo eine Änderung für Betroffene wichtig ist, etwa eine andere Dosis oder ein Mittel, das es nicht mehr gibt, sagt der Text das ausdrücklich.
- Datierte Stand-Hinweise aus der Überarbeitung im September 2026 werden nach und nach in den Text eingearbeitet.
- Eigene Fehler berichtigen wir genauso und nennen sie im Bearbeitungskommentar.
- Die Versionsgeschichte jeder Seite zeigt, wer wann was geändert hat.
Wann wir aktualisieren
- wenn eine neue Leitlinie oder eine neue Fassung der Kopfschmerzklassifikation erscheint,
- wenn große Studien neue Ergebnisse bringen oder sich Zulassung, Erstattung oder Rechtslage ändern,
- bei Hinweisen auf Fehler,
- und regelmäßig bei der Prüfung der Links.
Diese Seite selbst wird angepasst, wenn sich unser Vorgehen ändert; das Datum oben zeigt den letzten Stand.[1]
Fehler melden und mitmachen
- Hinweise auf Fehler oder veraltete Angaben sind willkommen: im CK-Wissen-Forum, auf der Diskussionsseite des jeweiligen Artikels oder über die Kontaktadresse im Impressum.
- Wer selbst schreiben möchte, findet den Einstieg unter Erste Schritte.
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin: Gute Praxis Gesundheitsinformation. Version 2.0. Berlin 2015 (Datei vom 21.07.2016). Abgerufen am 23. September 2026. Seite 8: „Eine unverzichtbare Anforderung ist aber, dass Verfasser und Herausgeber von Gesundheitsinformationen ihr Vorgehen nachvollziehbar darlegen und durch eine transparente Beschreibung der zugrunde liegenden Methoden und Prozesse begründen. Das erfordert die Veröffentlichung frei zugänglicher Methodenpapiere …“
- ↑ May A, Evers S, Goadsby PJ, Leone M, Manzoni GC, Pascual J, Carvalho V, Romoli M, Aleksovska K, Pozo-Rosich P, Jensen RH: European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache. European Journal of Neurology. 2023;30(10):2955–2979. DOI 10.1111/ene.15956