FDA Warnung: Wechselwirkung Triptane und Antidepressiva: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Diese Medikamentenkombination kann laut FDA zu einem potenziell lebensbedrohlichen Serotonin-Überschuss im Gehirn führen. Betroffene Patienten sollten keines der Medikamente absetzen, sondern mit Ihrem Arzt sprechen.''' | '''Diese Medikamentenkombination kann laut FDA zu einem potenziell lebensbedrohlichen Serotonin-Überschuss im Gehirn führen. Betroffene Patienten sollten keines der Medikamente absetzen, sondern mit Ihrem Arzt sprechen.''' | ||
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Bei den Medikamenten handelt es sich um praktisch alle bekannten Triptane z.B. Imigran, Allegro, Naramig, AscoTop etc. | Bei den Medikamenten handelt es sich um praktisch alle bekannten Triptane z.B. Imigran, Allegro, Naramig, AscoTop etc. | ||
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* [https://web.archive.org/web/20121021040352/http://www.dmkg.de/sites/default/files/PM-Serotonin-Syndrom.pdf Presseinformation der DMKG: "Medikation bei Migräne und Depression – Gefahr von ungünstigen Wechselwirkungen?"] | * [https://web.archive.org/web/20121021040352/http://www.dmkg.de/sites/default/files/PM-Serotonin-Syndrom.pdf Presseinformation der DMKG: "Medikation bei Migräne und Depression – Gefahr von ungünstigen Wechselwirkungen?"] | ||
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* {{cite journal |author=Evans RW, Tepper SJ, Shapiro RE, Sun-Edelstein C, Tietjen GE |title=The FDA alert on serotonin syndrome with use of triptans combined with selective serotonin reuptake inhibitors or selective serotonin-norepinephrine reuptake inhibitors: American Headache Society position paper |journal=Headache |volume=50 |issue=6 |pages=1089–99 |year=2010 |month=June |pmid=20618823 |doi=10.1111/j.1526-4610.2010.01691.x |url=}} | * {{cite journal |author=Evans RW, Tepper SJ, Shapiro RE, Sun-Edelstein C, Tietjen GE |title=The FDA alert on serotonin syndrome with use of triptans combined with selective serotonin reuptake inhibitors or selective serotonin-norepinephrine reuptake inhibitors: American Headache Society position paper |journal=Headache |volume=50 |issue=6 |pages=1089–99 |year=2010 |month=June |pmid=20618823 |doi=10.1111/j.1526-4610.2010.01691.x |url=}} | ||
* Shapiro RE, Tepper SJ.: The serotonin syndrome, triptans, and the potential for drug-drug interactions. ''Headache.'' 2007 Feb; '''47'''(2): 266-9. PMID 17300366 [ | * Shapiro RE, Tepper SJ.: The serotonin syndrome, triptans, and the potential for drug-drug interactions. ''Headache.'' 2007 Feb; '''47'''(2): 266-9. PMID 17300366 [https://doi.org/10.1111/j.1526-4610.2006.00691.x DOI.] | ||
* Evans RW.: The FDA alert on serotonin syndrome with combined use of SSRIs or SNRIs and Triptans: an analysis of the 29 case reports. ''MedGenMed.'' 2007 Sep 5; '''9'''(3):48. PMID 18092054, [http://www.pubmedcentral.nih.gov/articlerender.fcgi?tool=pubmed&pubmedid=18092054 Free full text]. | * Evans RW.: The FDA alert on serotonin syndrome with combined use of SSRIs or SNRIs and Triptans: an analysis of the 29 case reports. ''MedGenMed.'' 2007 Sep 5; '''9'''(3):48. PMID 18092054, [http://www.pubmedcentral.nih.gov/articlerender.fcgi?tool=pubmed&pubmedid=18092054 Free full text]. | ||
* Evans RW.: Triptans and serotonin syndrome. ''Cephalalgia.'' 2008 May; '''28'''(5): 573–574, PMID 18355351, [ | * Evans RW.: Triptans and serotonin syndrome. ''Cephalalgia.'' 2008 May; '''28'''(5): 573–574, PMID 18355351, [https://doi.org/10.1111/j.1468-2982.2008.01552_1.x DOI]. | ||
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Version vom 24. September 2026, 09:45 Uhr
Warnung der FDA von 2006
Neuere Erkenntnisse stehen unten.
Im Juli 2006 warnte die U.S. Food and Drug Administration vor der gleichzeitigen Einnahme von Triptanen und bestimmten Antidepressiva.[1]
Diese Medikamentenkombination kann laut FDA zu einem potenziell lebensbedrohlichen Serotonin-Überschuss im Gehirn führen. Betroffene Patienten sollten keines der Medikamente absetzen, sondern mit Ihrem Arzt sprechen.
Quelle: Mitteilung der FDA (englisch). (Link am 23.09.2026 geprüft: Die FDA meldet „Page Not Found“. Die Information der FDA für Fachleute vom Juli 2006 steht heute im Archiv der FDA.)
Bei den Medikamenten handelt es sich um praktisch alle bekannten Triptane z.B. Imigran, Allegro, Naramig, AscoTop etc.
- Amerge (Wirkstoff naratriptan)
- Axert (almotriptan)
- Frova (frovatriptan)
- Imitrex (sumatriptan)
- Maxalt and Maxalt-MLT (rizatriptan)
- Relpax (eletriptan)
- Zomig and Zomig ZMT(zolmitriptan)
und die folgenden Antidepressiva:
- TREVILOR, EFECTIN, EFFEXOR, EFEXOR u.a., Inhaltstoff Venlafaxin
- Cymbalta/Yentreve, Wirkstoff Duloxetin
- Celexa, Cipramil, Seropram, und Ciazil, Wirkstoff Citalopram
- Luvox, Faverin, Fevarin und Dumyrox, Wirkstoff Fluvoxamine
- Lexapro, Cipralex, Wirkstoff Escitalopram
- Paroxat, Paxil, Seroxat, Aropax, Pondera, Deroxat, und Cebrilin, Wirkstoff Paroxetin (auch Paroxat)
- Fluctin, Fluctine, Prozac, Symbyax (compounded with olanzapine), Sarafem, FLUX, Fontex, Foxetin, Ladose, Prodep, Fludac, Oxetin, Lovan, Wirkstoff Fluoxetin
- Zoloft, Wirkstoff Sertralin[1]
Auflistung ohne Anspruch auf Vollständigkeit, im Zweifelsfall besser den Arzt fragen.
Siehe auch:
Neuere Erkenntnisse
Wer ein Triptan und ein Antidepressivum nimmt, setzt nichts auf eigene Faust ab.
Worum es geht
Ein Serotonin-Syndrom entsteht, wenn der Botenstoff Serotonin im Körper zu stark wirkt. Die FDA beschreibt es als Zusammentreffen von Veränderungen im Bewusstsein (etwa Unruhe, Halluzinationen, bis zum Koma), einer gestörten Steuerung von Kreislauf und Körpertemperatur (etwa Herzrasen, schwankender Blutdruck, Fieber), Störungen von Muskeln und Reflexen (etwa übersteigerte Reflexe, Koordinationsstörungen) und Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall).[1]
Die Warnung betraf Triptane zusammen mit zwei Gruppen von Antidepressiva: den SSRI (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer; auf der Liste der FDA Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin und Sertralin) und den SNRI (Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer; auf der Liste Duloxetin und Venlafaxin). Die FDA begründete die Warnung damit, dass diese Mittel und die Triptane jeweils für sich den Serotoninspiegel erhöhten, zusammen also noch mehr.[1] Triptane selbst wirken an bestimmten Andockstellen für Serotonin, den 5-HT1-Rezeptoren.[2]
Worauf sich die Warnung stützte
Die FDA hatte 27 Meldungen ausgewertet. In zwei Fällen war die Lage lebensbedrohlich, 13 Betroffene kamen ins Krankenhaus. In acht Fällen begannen die Beschwerden kurz nachdem eine Dosis erhöht oder ein weiteres Serotonin-Mittel dazugekommen war, bei der Hälfte davon innerhalb eines Tages (frühestens nach 10 Minuten, spätestens nach 6 Tagen). Die FDA empfahl, vor einer gemeinsamen Verordnung Nutzen und Risiko abzuwägen, die Betroffenen aufzuklären und sie besonders zu Beginn und bei Dosiserhöhungen sorgfältig zu beobachten. Ihre Auswertung nannte sie ausdrücklich vorläufig; heute steht über der archivierten Seite, die Punkte seien in die Produktinformationen übernommen worden.[1]
Was spätere Auswertungen fanden
Schon 2007 schloss eine Übersicht, es sei unklar, ob Triptane zusammen mit anderen Serotonin-Mitteln das Risiko für ein Serotonin-Syndrom erhöhen.[3] Die Fälle selbst hatte die FDA nicht veröffentlicht. Über eine Anfrage nach dem US-Informationsfreiheitsgesetz gab die FDA später die 29 Fallberichte heraus, auf die sich die Warnung stützte; in der Warnung selbst hatte sie von 27 Meldungen gesprochen. Eine Auswertung von 2007 prüfte die Fälle gegen zwei Sätze von Diagnosekriterien, die Sternbach- und die Hunter-Kriterien: Sieben Fälle erfüllten die Sternbach-Kriterien, keiner die Hunter-Kriterien.[4] Das Positionspapier der American Headache Society, der amerikanischen Fachgesellschaft für Kopfschmerz, kam 2010 bei denselben 29 Fällen auf zehn nach Sternbach und ebenfalls keinen nach Hunter.[5] Die beiden Zählungen weichen voneinander ab. Beide Arbeiten kommen aber zum selben Schluss: Die Daten rechtfertigen es nicht, Triptane zusammen mit SSRI oder SNRI zu verbieten oder einzuschränken.[4][5] Die Fachgesellschaft stufte die Datenlage als unzureichend ein; es gab nur Belege der schwächsten Stufe, im Wesentlichen Fallberichte. Wegen der Schwere eines Serotonin-Syndroms sei trotzdem Vorsicht geboten, und Ärztinnen und Ärzte sollten auf Anzeichen achten, damit rasch behandelt werden kann.[5]
2008 wiesen Fachleute darauf hin, dass nach Untersuchungen jährlich etwa 700.000 Menschen SSRI oder SNRI zusammen mit Triptanen nehmen, und hielten es für schwer zu rechtfertigen, ihnen die Mittel aus Angst vor einem Serotonin-Syndrom vorzuenthalten.[6]
Eine Auswertung von Krankenakten aus dem Großraum Boston (2001 bis 2014) erfasste rund 19.000 Menschen, denen Triptane und Antidepressiva zusammen verschrieben worden waren, zusammen etwa 31.000 Behandlungsjahre (ein Behandlungsjahr heißt: ein Mensch ein Jahr lang mit beiden Verordnungen). Bei 17 bestand der Verdacht auf ein Serotonin-Syndrom; sicher war es nur bei 2, möglich bei 5 weiteren. Umgerechnet sind das 0,6 sichere Fälle auf 10.000 Behandlungsjahre, also ungefähr einer auf 17.000; zählt man die möglichen Fälle mit, 2,3 auf 10.000, also ungefähr einer auf 4.300. Die gemeinsame Verordnung war häufig und ging nach der Warnung von 2006 nicht zurück. Das Autorenteam bezweifelt deshalb, dass die Warnung berechtigt ist, und regt an, sie zu überdenken.[7]
Was die deutsche Fachinformation heute sagt
Die Sumatriptan-Spritze Imigran-Inject ist in Deutschland auch zur Behandlung des Cluster-Kopfschmerzes zugelassen. Ihre Fachinformation (Stand Mai 2026) schreibt: „In seltenen Fällen wurde über Patienten berichtet, bei denen nach der Einnahme eines selektiven Serotonin-Reuptake-Hemmers (SSRI) und von Sumatriptan ein Serotonin-Syndrom (einschließlich Bewusstseinsveränderungen, autonomer Instabilität und neuromuskulärer Störungen) auftrat.“ Gemeint sind Veränderungen des Bewusstseins, eine gestörte Steuerung etwa von Puls, Blutdruck und Körpertemperatur sowie Störungen von Muskeln und Nerven. Auch nach Triptanen zusammen mit SNRI wurde davon berichtet. Ist die gleichzeitige Behandlung aus medizinischen Gründen notwendig, soll der Patient angemessen überwacht werden. Verboten ist dagegen Sumatriptan zusammen mit MAO-Hemmern, also Mitteln, die den Abbau von Botenstoffen wie Serotonin bremsen, und zwar auch noch in den zwei Wochen nach deren Absetzen. Mit Johanniskraut können möglicherweise häufiger Nebenwirkungen auftreten.[8] Auch die Fachinformation von Lithium (Quilonum retard) beschreibt ein Serotonin-Syndrom zusammen mit Mitteln, die den Serotonin-Stoffwechsel beeinflussen, darunter MAO-Hemmer, Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und 5-HT-Agonisten, zu denen die Triptane gehören; siehe Lithium.[9][2]
Was das beim Cluster-Kopfschmerz heißt
Die europäische Cluster-Leitlinie von 2023 geht auf die Kombination mit Antidepressiva nicht ein.[10] Aus diesen Quellen ergibt sich:
- Ein Triptan zusammen mit einem SSRI oder SNRI ist nach der deutschen Fachinformation nicht verboten; ist die Kombination nötig, soll angemessen überwacht werden.[8]
- MAO-Hemmer und Sumatriptan dürfen nicht zusammen genommen werden, auch nicht in den zwei Wochen nach dem Absetzen des MAO-Hemmers.[8]
- In acht der Meldungen an die FDA begannen die Beschwerden kurz nach einer Dosiserhöhung oder einem neu hinzugekommenen Mittel.[1] Weil ein Serotonin-Syndrom rasch behandelt werden muss,[5] sind plötzliche Unruhe, Verwirrtheit, Fieber, Herzrasen, Zittern oder starkes Schwitzen nach einer solchen Änderung ein Grund, nicht abzuwarten, sondern ärztliche Hilfe zu holen.
- Kein Mittel eigenmächtig absetzen, wie auch die FDA rät, sondern die Frage mit den Ärztinnen und Ärzten besprechen, die das Triptan und das Antidepressivum verordnen. Die FDA wies darauf hin, dass beide von verschiedenen Ärztinnen oder Ärzten verordnet sein können.[1]
Mehr zu den Triptanen: Triptan.
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 U.S. Food and Drug Administration: Information for Healthcare Professionals: Selective Serotonin Reuptake Inhibitors (SSRIs), Selective Serotonin-Norepinephrine Reuptake Inhibitors (SNRIs), 5-Hydroxytryptamine Receptor Agonists (Triptans) — FDA ALERT 7/2006, im Archiv der FDA (archiviert am 06.04.2017), am 23.09.2026 gelesen. Im Wortlaut: „The FDA has reviewed 27 reports of serotonin syndrome reported in association with concomitant SSRI or SNRI and triptan use. Two reports described life-threatening events and 13 reports stated that the patients required hospitalization.“; „In 8 cases, recent dose increases or addition of another serotonergic drug to an SSRI/triptan or SNRI/triptan combination were temporally related to symptom onset. The median time to onset … was 1 day, with a range of 10 minutes to 6 days.“; „Weigh the potential risk of concomitant SSRI/SNRI and triptan use with the benefit expected from using each drug, prior to prescribing these drugs together.“; „If concomitant treatment with an SSRI or SNRI and triptan is clinically warranted, the patient should be carefully observed, particularly during treatment initiation and dose increases.“; „This information reflects FDA’s preliminary analysis of data concerning this drug.“; über der Seite: „Update: The issues described in this communication have been addressed in product labeling“. Liste der FDA: SSRI Citalopram, Fluvoxamin, Escitalopram, Paroxetin, Fluoxetin, Sertralin; SNRI Duloxetin, Venlafaxin.
- ↑ 2,0 2,1 Embryotox: Sumatriptan, am 22.09.2026 gelesen: „Wie alle Triptane wirkt Sumatriptan als selektiver Agonist am 5-HT1-Rezeptor.“
- ↑ Shapiro RE, Tepper SJ (2007). "The serotonin syndrome, triptans, and the potential for drug-drug interactions". Headache 47 (2): 266–269. doi:. PMID 17300366. Im Wortlaut: „We conclude that it is currently unclear whether administration of triptans with other serotonergic medications increases the risk of serotonin syndrome.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ 4,0 4,1 Evans RW (2007). "The FDA alert on serotonin syndrome with combined use of SSRIs or SNRIs and triptans: an analysis of the 29 case reports". MedGenMed 9 (3): 48. PMID 18092054. Im Wortlaut: „Following a Freedom of Information Act request, the FDA provided the 29 cases that they evaluated as the basis for the alert.“; „Seven cases met the Sternbach criteria but did not meet the Hunter criteria. No cases met both criteria or just the Hunter criteria.“; „The data do not support prohibiting the use of triptans with SSRIs or SNRIs.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ 5,0 5,1 5,2 5,3 Evans RW, Tepper SJ, Shapiro RE, Sun-Edelstein C, Tietjen GE (2010). "The FDA alert on serotonin syndrome with use of triptans combined with selective serotonin reuptake inhibitors or selective serotonin-norepinephrine reuptake inhibitors: American Headache Society position paper". Headache 50 (6): 1089–1099. doi:. PMID 20618823. Im Wortlaut: „Of the 29 cases used as the basis for the FDA alert, 10 cases actually met the Sternbach Criteria for diagnosing serotonin syndrome. No cases fulfilled the Hunter Criteria for serotonin toxicity.“; „The currently available evidence does not support limiting the use of triptans with SSRIs or SNRIs, or the use of triptan monotherapy, due to concerns for serotonin syndrome (Level U). However, given the seriousness of serotonin syndrome, caution is certainly warranted and clinicians should be vigilant to serotonin toxicity symptoms and signs to insure prompt treatment.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Wenzel RG, Tepper S, Korab WE, Freitag F (2008). "Serotonin syndrome risks when combining SSRI/SNRI drugs and triptans: is the FDA's alert warranted?". Ann Pharmacother 42 (11): 1692–1696. doi:. PMID 18957623. Im Wortlaut: „research shows that approximately 700,000 patients annually take SSRIs or SNRIs with triptans“; „We believe that withholding these medications due to fears of serotonin syndrome is difficult to justify.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ Orlova Y, Rizzoli P, Loder E (2018). "Association of coprescription of triptan antimigraine drugs and selective serotonin reuptake inhibitor or selective norepinephrine reuptake inhibitor antidepressants with serotonin syndrome". JAMA Neurol 75 (5): 566–572. doi:. PMID 29482205. Großraum Boston, 2001–2014. Im Wortlaut: „A total of 19 017 (±3) patients were coprescribed triptans and antidepressants during the study, with a total of 30 928 person-years of exposure. Serotonin syndrome was suspected in 17 patients. Only 2 patients were classified as having definite serotonin syndrome (incidence rate, 0.6 cases per 10 000 person-years of exposure; 95% CI, 0.0-1.5). Five patients were classified as having possible serotonin syndrome (incidence rate with these 5 cases added to the 2 definite cases, 2.3 cases per 10 000 person-years of exposure; 95% CI, 0.6-3.9).“; „Coprescription of these drugs is common and did not decrease after the 2006 FDA advisory. Our results cast doubt on the validity of the FDA advisory and suggest that it should be reconsidered.“ Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
- ↑ 8,0 8,1 8,2 Fachinformation Imigran-Inject 6 mg/0,5 ml Injektionslösung (Sumatriptan), Stand der Information Mai 2026, Abschnitte 4.1, 4.3, 4.4 und 4.5, am 23.09.2026 gelesen. Anwendungsgebiet: „Akute Behandlung von Migräneanfällen mit und ohne Aura sowie Cluster-Kopfschmerz (Horton-Syndrom).“ Im Wortlaut: „Imigran-Inject darf nicht gleichzeitig mit Monoaminooxidase-Hemmern und nicht innerhalb von zwei Wochen nach Abbruch einer Therapie mit einem Monoaminooxidase-Hemmer angewendet werden.“; „In seltenen Fällen wurde über Patienten berichtet, bei denen nach der Einnahme eines selektiven Serotonin-Reuptake-Hemmers (SSRI) und von Sumatriptan ein Serotonin-Syndrom (einschließlich Bewusstseinsveränderungen, autonomer Instabilität und neuromuskulärer Störungen) auftrat. Von einem Serotonin-Syndrom wurde nach gleichzeitiger Behandlung mit Triptanen und Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Hemmern (SNRIs) berichtet. Wenn die gleichzeitige Behandlung mit Sumatriptan und einem SSRI/SNRI aus medizinischen Gründen notwendig ist, sollte der Patient angemessen überwacht werden“; „Bei gemeinsamer Anwendung von Triptanen und pflanzlichen Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten, können möglicherweise häufiger Nebenwirkungen auftreten.“
- ↑ Fachinformation Quilonum retard 450 mg Retardtabletten (Lithiumcarbonat), Teofarma, Stand der Information August 2024, Abschnitt 4.5, am 22.09.2026 gelesen: bei „Substanzen, die den Serotonin-Stoffwechsel beeinflussen können (MAO-Hemmer, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, 5-HT-Agonisten)“: „Das Auftreten eines Serotonin-Syndroms wurde beschrieben (siehe Abschnitt 4.4).“
- ↑ May A, Evers S, Goadsby PJ u. a.: European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache. Eur J Neurol 2023;30(10):2955–2979, PMID 37515405, doi:10.1111/ene.15956. Volltextsuche am 23.09.2026: „SSRI“, „SNRI“ und „antidepressant“ kommen nicht vor, „serotonin“ nur im Titel einer zitierten Arbeit von 1980.
Literatur
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