Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen''' sind eine Gruppe von attackenartigen, einseitigen Kopfschmerzen im Bereich des [http://de.wikipedia.org/wiki/Nervus_trigeminus Trigeminusnervs], die mit [http://de.wikipedia.org/wiki/Vegetatives_Nervensystem autonomen] (nicht beeinflussbaren) [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Parasympathikus parasympathischen] Symptomen im Kopfbereich, wie z.B. Augentränen oder laufender Nase, einhergehen. Der Begriff „trigeminal-autonomic cephalgias“ wurde erstmals 1997 von Peter J. Goadsby und Richard B. Lipton verwendet.<ref name="pmid9055807">{{cite journal |author=Goadsby PJ, Lipton RB |title=A review of paroxysmal hemicranias, SUNCT syndrome and other short-lasting headaches with autonomic feature, including new cases |journal=Brain |volume=120 (Pt 1) |issue= |pages=193–209 |year=1997 |month=January |pmid=9055807 |doi= |url=http://brain.oxfordjournals.org/cgi/content/abstract/120/1/193}}</ref> | '''Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen''' sind eine Gruppe von attackenartigen, einseitigen Kopfschmerzen im Bereich des [http://de.wikipedia.org/wiki/Nervus_trigeminus Trigeminusnervs], die mit [http://de.wikipedia.org/wiki/Vegetatives_Nervensystem autonomen] (nicht beeinflussbaren) [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Parasympathikus parasympathischen] Symptomen im Kopfbereich, wie z.B. Augentränen oder laufender Nase, einhergehen. Der Begriff „trigeminal-autonomic cephalgias“ wurde erstmals 1997 von Peter J. Goadsby und Richard B. Lipton verwendet.<ref name="pmid9055807">{{cite journal |author=Goadsby PJ, Lipton RB |title=A review of paroxysmal hemicranias, SUNCT syndrome and other short-lasting headaches with autonomic feature, including new cases |journal=Brain |volume=120 (Pt 1) |issue= |pages=193–209 |year=1997 |month=January |pmid=9055807 |doi= |url=http://brain.oxfordjournals.org/cgi/content/abstract/120/1/193}}</ref> | ||
In der Internationalen Klassifikation der Kopfschmerzerkrankungen ( | In der Internationalen Klassifikation der Kopfschmerzerkrankungen (ICHD-3, 2018) werden die folgenden Erkrankungen in der Gruppe ''„Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen“'' zusammengefasst:<ref name="ICHD3TAK">{{cite journal |author=Headache Classification Committee of the International Headache Society (IHS) |title=The International Classification of Headache Disorders, 3rd edition |journal=Cephalalgia |volume=38 |issue=1 |pages=1–211 |year=2018 |doi=10.1177/0333102417738202}} Deutsche Fassung: [https://ichd-3.org/de/3-trigemino-autonome-kopfschmerzerkrankungentak/ ICHD-3, 3. Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen (TAK)], am 23.09.2026 gelesen: 3.1 Clusterkopfschmerz, 3.2 Paroxysmale Hemikranie, 3.3 Short-lasting unilateral neuralgiform headache attacks (3.3.1 SUNCT-Syndrom, 3.3.2 SUNA-Syndrom, jeweils episodisch und chronisch), 3.4 Hemicrania continua, 3.5 Wahrscheinliche trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankung.</ref> | ||
* Der [[Episodischer Cluster-Kopfschmerz|episodische]] und der [[Chronischer Cluster-Kopfschmerz|chronische]] Cluster-Kopfschmerz, | * Der [[Episodischer Cluster-Kopfschmerz|episodische]] und der [[Chronischer Cluster-Kopfschmerz|chronische]] Cluster-Kopfschmerz, | ||
Version vom 24. September 2026, 09:08 Uhr

Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen sind eine Gruppe von attackenartigen, einseitigen Kopfschmerzen im Bereich des Trigeminusnervs, die mit autonomen (nicht beeinflussbaren) parasympathischen Symptomen im Kopfbereich, wie z.B. Augentränen oder laufender Nase, einhergehen. Der Begriff „trigeminal-autonomic cephalgias“ wurde erstmals 1997 von Peter J. Goadsby und Richard B. Lipton verwendet.[1]
In der Internationalen Klassifikation der Kopfschmerzerkrankungen (ICHD-3, 2018) werden die folgenden Erkrankungen in der Gruppe „Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen“ zusammengefasst:[2]
- Der episodische und der chronische Cluster-Kopfschmerz,
- die episodische und die chronische paroxysmale Hemikranie,
- das episodische und das chronische SUNCT-Syndrom (Short-lasting unilateral neuralgiform headache with conjunctival injection and tearing),
- das episodische und das chronische SUNA-Syndrom (Short-lasting unilateral neuralgiform headache attacks with cranial autonomic symptoms) und
- die Hemicrania continua.
Die verschiedenen Formen der trigemino-autonomen Kopfschmerzen unterscheiden sich untereinander vor allem durch das Zeitmuster der Attacken in Dauer und Frequenz (siehe Tabelle). Für die paroxysmale Hemikranie und für die Hemicrania continua gilt die Besonderheit, dass diese beiden Erkrankungen in der Regel vollständig auf Indometacin ansprechen. Die Wirksamkeit von Indometacin ist ein obligates diagnostisches Kriterium für diese beiden Erkrankungen.
Literatur
Einzelnachweise
- ↑ Goadsby PJ, Lipton RB (January 1997). "A review of paroxysmal hemicranias, SUNCT syndrome and other short-lasting headaches with autonomic feature, including new cases". Brain 120 (Pt 1): 193–209. PMID 9055807. http://brain.oxfordjournals.org/cgi/content/abstract/120/1/193.
- ↑ Headache Classification Committee of the International Headache Society (IHS) (2018). "The International Classification of Headache Disorders, 3rd edition". Cephalalgia 38 (1): 1–211. doi:. Deutsche Fassung: ICHD-3, 3. Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen (TAK), am 23.09.2026 gelesen: 3.1 Clusterkopfschmerz, 3.2 Paroxysmale Hemikranie, 3.3 Short-lasting unilateral neuralgiform headache attacks (3.3.1 SUNCT-Syndrom, 3.3.2 SUNA-Syndrom, jeweils episodisch und chronisch), 3.4 Hemicrania continua, 3.5 Wahrscheinliche trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankung.
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