Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen''' sind eine Gruppe von attackenartigen, einseitigen Kopfschmerzen im Bereich des [https://de.wikipedia.org/wiki/Nervus_trigeminus Trigeminusnervs], die mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Vegetatives_Nervensystem autonomen] (nicht beeinflussbaren) [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Parasympathikus parasympathischen] Symptomen im Kopfbereich, wie z.B. Augentränen oder laufender Nase, einhergehen. Der Begriff „trigeminal-autonomic cephalgias“ wurde erstmals 1997 von Peter J. Goadsby und Richard B. Lipton verwendet.<ref name="pmid9055807">{{cite journal |author=Goadsby PJ, Lipton RB |title=A review of paroxysmal hemicranias, SUNCT syndrome and other short-lasting headaches with autonomic feature, including new cases |journal=Brain |volume=120 (Pt 1) |issue= |pages=193–209 |year=1997 |month=January |pmid=9055807 |doi= |url=http://brain.oxfordjournals.org/cgi/content/abstract/120/1/193}}</ref>
'''Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen''' sind eine Gruppe von attackenartigen, einseitigen Kopfschmerzen im Bereich des [https://de.wikipedia.org/wiki/Nervus_trigeminus Trigeminusnervs], die mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Vegetatives_Nervensystem autonomen] (nicht beeinflussbaren) [https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Parasympathikus parasympathischen] Symptomen im Kopfbereich, wie z.B. Augentränen oder laufender Nase, einhergehen. Der Begriff „trigeminal-autonomic cephalgias“ wurde erstmals 1997 von Peter J. Goadsby und Richard B. Lipton verwendet.<ref name="pmid9055807">{{cite journal |author=Goadsby PJ, Lipton RB |title=A review of paroxysmal hemicranias, SUNCT syndrome and other short-lasting headaches with autonomic feature, including new cases |journal=Brain |volume=120 (Pt 1) |issue= |pages=193–209 |year=1997 |month=January |pmid=9055807 |doi= |url=http://brain.oxfordjournals.org/cgi/content/abstract/120/1/193}}</ref>



Version vom 25. September 2026, 15:25 Uhr

Vergleichstabelle (Folie von Arne May, Stand 2007) zu Cluster-Kopfschmerz, paroxysmaler Hemikranie, SUNCT-Syndrom, Hemicrania continua und hypnischem Kopfschmerz: Geschlechterverhältnis, Häufigkeit, Erkrankungsalter, Schmerzart und -ort, autonome Symptome, Tagesrhythmus, Alkohol als Auslöser. Hervorgehoben sind Attackendauer (Cluster 15–120 Minuten, paroxysmale Hemikranie 2–45 Minuten, SUNCT 5–250 Sekunden) und Attackenzahl (Cluster 1–8 pro Tag, paroxysmale Hemikranie 1–40 pro Tag, SUNCT einmal täglich bis 30-mal pro Stunde).
Trigemino-Autonome Kopfschmerzerkrankungen

Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen sind eine Gruppe von attackenartigen, einseitigen Kopfschmerzen im Bereich des Trigeminusnervs, die mit autonomen (nicht beeinflussbaren) parasympathischen Symptomen im Kopfbereich, wie z.B. Augentränen oder laufender Nase, einhergehen. Der Begriff „trigeminal-autonomic cephalgias“ wurde erstmals 1997 von Peter J. Goadsby und Richard B. Lipton verwendet.[1]

In der Internationalen Klassifikation der Kopfschmerzerkrankungen (ICHD-3, 2018) werden die folgenden Erkrankungen in der Gruppe „Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen“ zusammengefasst:[2]

Die verschiedenen Formen der trigemino-autonomen Kopfschmerzen unterscheiden sich untereinander vor allem durch das Zeitmuster der Attacken in Dauer und Frequenz (siehe Tabelle). Für die paroxysmale Hemikranie und für die Hemicrania continua gilt die Besonderheit, dass diese beiden Erkrankungen in der Regel vollständig auf Indometacin ansprechen. Die Wirksamkeit von Indometacin ist ein obligates diagnostisches Kriterium für diese beiden Erkrankungen.

Literatur

  • Headache Classification Committee of the International Headache Society (IHS) (Jul 2013). "The International Classification of Headache Disorders, 3rd edition (beta version)". Cephalalgia 33 (9): 629-808. doi:10.1177/0333102413485658. PMID 23771276. 
  • May A, Evers S, Straube A, Pfaffenrath V, Diener HC (June 2005). "Therapie und Prophylaxe von Cluster-Kopfschmerzen und anderen trigemino-autonomen Kopfschmerzen. Überarbeitete Empfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft". Schmerz 19 (3): 225–41. doi:10.1007/s00482-005-0397-8. PMID 15887001.  DMKG: PDF-Datei
  • Kuhn, J.; Bewermeyer, H. (May 2005). "Trigeminoautonome Kopfschmerzen, Hemicrania continua und Hypnic Headache - Ein Überblick über die seltenen primären Kopfschmerzformen". Dtsch Med Wochenschr 130 (19): 1221-6. doi:10.1055/s-2005-868706. PMID 15875267. 
  • Seidel, S.; Lieba-Samal, D.; Vigl, M.; Wöber, C. (Jul 2011). "Clinical features of unilateral headaches beyond migraine and cluster headache and their response to indomethacin.". Wien Klin Wochenschr. doi:10.1007/s00508-011-0035-7. PMID 21833596. 
  • Goadsby PJ (March 2001). "Trigeminal autonomic cephalgias (TACs)". Acta Neurol Belg 101 (1): 10–9. PMID 11379270.  PDF-Datei

Einzelnachweise

  1. ↑ Goadsby PJ, Lipton RB (January 1997). "A review of paroxysmal hemicranias, SUNCT syndrome and other short-lasting headaches with autonomic feature, including new cases". Brain 120 (Pt 1): 193–209. PMID 9055807. http://brain.oxfordjournals.org/cgi/content/abstract/120/1/193. 
  2. ↑ Headache Classification Committee of the International Headache Society (IHS) (2018). "The International Classification of Headache Disorders, 3rd edition". Cephalalgia 38 (1): 1–211. doi:10.1177/0333102417738202.  Deutsche Fassung: ICHD-3, 3. Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen (TAK), am 23.09.2026 gelesen: 3.1 Clusterkopfschmerz, 3.2 Paroxysmale Hemikranie, 3.3 Short-lasting unilateral neuralgiform headache attacks (3.3.1 SUNCT-Syndrom, 3.3.2 SUNA-Syndrom, jeweils episodisch und chronisch), 3.4 Hemicrania continua, 3.5 Wahrscheinliche trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankung.


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