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Dieses Forum ist ein Archiv Die 472 Themen aus den Jahren 2014 bis 2026 bleiben lesbar, neue Beiträge sind nicht mehr möglich. Ältere Beiträge entsprechen nicht unbedingt dem heutigen Wissensstand, besonders bei Medikamenten und Dosierungen. Den aktuellen Stand zu Behandlung und Alltag finden Sie im CK-Wissen-Wiki. Austausch mit anderen Betroffenen gibt es heute bei den Selbsthilfegruppen und in den großen Facebook-Gruppen zum Cluster-Kopfschmerz.

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Vorbeugung / Prophylaxe mit Triptantabletten
21.05.2014, 15:52,
#9
RE: Triptantabletten als Vorbeugung
Zitat:Wird auch mal Zeit, meinen Erfahrungsbericht mit Frovatriptan fortzusetzen:

Frovatriptan hatte ich bereits erfolgreich für drei Wochen im Dezember 2008 und für eine Woche im Juni 2009 verwendet: 3 x 2,5 mg täglich als zusätzliche vorbeugende Medikation, zusätzlich zu den seit 2006 üblichen 2 x 120mg Verapamil retard täglich.

Im Dezember 2009 hatte ich 26 Attacken, danach drei Wochen lang nichts. In der letzen Januarwoche 2010 ging es wieder los: Zwei Nächte mit je zwei Attacken und dann eine Nacht mit vier Attacken. Deshalb ab Ende Januar wieder Frovatriptan zusätzlich zum Verapamil. Ab der ersten Frovatriptan Tablette habe ich jede Nacht durchschlafen können, keine Attacken!!!

Allerdings gab es Attacken tagsüber. Wenn ich mir meine Aufzeichnungen anschaue: 80-90% der Attacken lagen zeitlich im Bereich von +/- einer Stunde vor oder nach den Einnahmezeitpunkten der Frovatriptan Tabletten (7:00 Uhr, 15:00 Uhr und 23:00 Uhr).
Zitat:

Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption
Nach Verabreichung einer oralen Einzeldosis von 2,5 mg an gesunde Probanden betrug die mittlere maximale Blutkonzentration von Frovatriptan (Cmax), die innerhalb von 2 bis 4 Stunden erreicht wurde, 4,2 ng/ml bei Männern und 7,0 ng/ml bei Frauen. Die mittlere Fläche unter der Kurve (AUC) betrug 42,9 und 94,0 ng*h/ml bei Männern bzw. Frauen.

Die orale Bioverfügbarkeit betrug 22 % bei Männern und 30 % bei Frauen. Die Pharmakokinetik von Frovatriptan war bei gesunden Probanden und Migräne-Patienten gleichartig. Ebenso fand sich kein Unterschied in den pharmakokinetischen Parametern während oder zwischen Migräneanfällen.

Über den in klinischen Studien untersuchten Dosisbereich (1 mg bis 40 mg) zeigte Frovatriptan generell eine lineare Pharmakokinetik.

Quelle: Fachinformation Allegro® 2,5 mg Filmtabletten - Rich Text Format (RTF) © BfArM portal.dimdi.de



Schlussfolgerung daraus: Bei der nächsten "Cluster-Eskalation" werde ich nach Rücksprache mit der Kopfschmerzambulanz wohl die tägliche Frovatriptan Dosis auf 4 x 2,5mg (oder mehr) erhöhen, um ein noch besseres Ergebnis zu erreichen.

Auf Frovatriptan Auslassversuche hatte ich im Gegensatz zu Dez. 2008 diesmal verzichtet und das Medikament über drei Wochen durchgehen täglich mit 3 x 2,5mg eingenommen. Nebenwirkungen habe ich keine bemerkt.

Ab dem 19.02.2010 hatte ich keine Attacken mehr. Nach dem Absetzen von Frovatriptan am 22.02.2010 gab es einzelne leichte Attacken am 24.02., 27.02. und am 28.02., die beiden letzteren vermutlich ausgelöst durch den Verzehr von Räucherlachs. Ja, selber Schuld, Übermut tut selten gut, ich weiß dass mir Fisch nicht gut tut. Seit dem 28.02.2010 bin ich komplett frei von Attacken, nur noch gelegentliche "Anklopfer" bei weiterhin 2 x 120mg Verapamil/Tag.


Zu möglichen Risiken und Nebenwirkungen von Frovatriptan lesen Sie bitte die Gebrauchsinformationen portal.dimdi.de (RTF) und ggf. die Fachinformationen portal.dimdi.de (RTF) und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


Zitat:Und für alle, die Allegro nehmen: Ich habe jetzt Tigreat bekommen - ist auch Frovatriptan, allerdings ein Import aus Italien, kostet aber nur 66 € pro 12 Tabletten und ist für Kassenpatienten zuzahlungsfrei. Laut meinem Neuro genau so wirksam wie Allegro und mit genau so wenig Nebenwirkungen. Ich bin mal gespannt, ob ich die vertrage (ich habe ja schon mal häufiger Probleme mit den Beimischungen).


Zitat:Ich bin Episodiker und verwende zum ersten mal durchgehend Sauerstoff zusätzlich zu Verapamil in dieser Episode. Verapamil nehme ich seit 8-10 Jahren, Sauerstoff erst in dieser , seit fast 4 Monaten andauernden Episode. Nun merke ich eine Abweichung zu meinen Episoden der letzten 20 Jahre: Diese dauert nun schon 1 Monat länger wie mein üblicher Schnitt, und dieses Mal habe ich nach 3 Monaten eine eine Erhöhung der Attacken-Taktung von sonst durchschnittlich 2 Stunden (nachts) auf teilweise 45 Minuten Abstände. Ich bin sehr versucht das dem Sauerstoff zuzuschreiben...

Da ich dann Nachts noch mehr Zeit hatte zu surfen, bin ich auf diesen interessanten Thread gestossen, habe mir Formigran gekauft, abends eine Tablette genommen und konnte zum erstmal seit 4 Wochen mal durchschlafen. Was mich verständlicherweise entzückt...die letzten Nächte hat es weiterhin funktioniert, allerdings - und nun eine Frage an Friedrich - habe ich gestern zum ersten Mal seit mindestens 15 Jahren eine leichte Attacke tagsüber gehabt. @ Friederich, du schreibst das auch, hattest du immer tagsüber Attacken, oder haben diese sich dann verlagert?

Zitat:normalerweise sind die meisten meiner Attacken nachts und aus dem Schlaf heraus. In den drei Wochen mit Frovatriptan habe ich jeden Abend um ca. 23.:00 Uhr eine Tablette 2,5mg Allegro® genommen und bin gegen ca. 24:00 Uhr ins Bett gegangen. Bis auf eine kleine (vermutlich durch Glutamat ausgelöste) Attacke ansonsten in der Zeit keine einzige Attacke aus dem Schlaf heraus.

Attacken kamen aber am frühen Morgen und Nachmittags, meist innerhalb von einer Stunde vor oder nach den Tabletteneinnahmen um 7:00 Uhr und 15:00 Uhr. Ich denke deshalb, dass die Frovatriptan Dosis für mich noch zu niedrig war, siehe oben, Zitat "Pharmakokinetische Eigenschaften".

Was an Attacken tagsüber kam ließ sich hervorragend mit Sauerstoff kupieren.

Sauerstoff auf jeden Fall mindestens 5 Minuten "nachschnüffeln", nachdem der Schmerz der Attacke abgeklungen ist. Ich denke es gibt hier genug Cluster-Patientinnen und Patienten, die dies aus langjähriger Erfahrung bestätigen können.


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