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21.05.2014, 15:43,
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Stephan
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RE: Triptantabletten als Vorbeugung
Zitat:Ergänzend hierzu meine Beobachtungen...
Ich wurde ja von meinem Bruder (praktischer Arzt) u.a. mit Musterpackungen "Sumatriptan" geradezu überhäuft, sowohl 50 mg als auch 100 mg. Wegwerfen wäre viel zu schade, man lebt ja schließlich in Schwaben.
Ihr wisst ja, wie das mit dem CK so ist, man kann sich immer fragen: hätte ich ohne das Mittel vielleicht auch keine Attacke gehabt, oder hat das Mittel gewirkt? Letztendlich mag eine Nacht keine Aussage möglich machen, aber man kennt sich und den Cluster ja schon ein paar Jahrzehnte, und ein Versuch über bei mir jetzt mittlerweile 21 Nächte lässt mich doch recht verlässliche Aussagen über die Prophylaxe-Wirkung von Triptanen treffen - was mich betrifft, natürlich.
-Allegro 2,5 mg: nur 1 Nacht getestet, gute Wirkung. Die restlichen hebe ich erst mal auf.
-Sumatriptan 100 mg Tabletten: sorgten für 90 % ruhige Nächte, allerdings muss der Zeitpunkt stimmen, nämlich 30-45 Minuten vor dem Lichtausmachen. Bei späterer Einnahme bin ich zu nahe an der ersten Attacke, da ist der Wirkstoffspiegel vermutlich noch nicht hoch genug.
-Sumatriptan 50 mg Tabletten: Die nahm ich in den letzten 5 Tagen. 2 mal kam es noch zu einer ganz leichten Attacke am Morgen, die Erstattacken gegen 2 oder 3 Uhr blieben aus. Allerdings habe ich jetzt auch das Gefühl, dass die Episode ausklingt, von daher ist die Ausage etwas unsicher.
FAZIT:
Sofern nichts anderes zur Hand, ist Sumatriptan zumindest mal einen Versuch wert, wenn der Einnahme-Zeitpunkt stimmt und die Attacken wie bei mir zu recht verlässlichen Zeiten auftreten.
Die Nebenwirkungen (Herzklopfen und kurzatmig bei Anstrengung) wurden bei mir mit fortschreitender Einnahme wesentlich schwächer, verschwanden aber nicht vollständig.
Zitat:Hallo zusammen,
seit ca. drei Wochen verwende ich Frovatriptan (Allegro®, 2,5 mg Filmtabletten) zur zusätzlichen vorbeugenden Behandlung. Der Grund: Die Anzahl der Attacken häufte sich seit Ende November. Das Verapamil (Isoptin® retard 2 x 120 mg tgl. seit 2006) schien ohne Wirkung auf die Anzahl der Attacken zu sein und auch die Schmerzstärke der einzelnen Attacken nahm zu.
Die Attacken ließen sich zwar mit Sauerstoff (15 L/min. und Hochkonzentrationsmaske) meist gut kupieren, sie kamen aber häufig nach jeweils ein bis zwei Stunden wieder. Zudem hatte ich ab Ende November häufig auch am Tag während der Arbeit Attacken. Attacken kamen davor bei mir meistens nur nachts. Verapamil hatte bisher die meiste Zeit eine ganz gute Wirkung, aufgrund der Nebenwirkungen möchte ich aber eine Erhöhung vermeiden.
Anfangs habe ich das Frovatriptan nur genommen, wenn sich die Attacken häuften, also wenn ich den Eindruck hatte, dass der Sauerstoff die Attacken nur für ein bis zwei Stunden wegdrückt oder wenn ich morgens den Eindruck hatte, da kommt wieder was. Weil es weiterhin schlechter wurde habe ich für einige Tage dann je eine Tablette abends und eine morgens genommen. Zwei Stück (2 x 2,5mg) pro Tag ist die maximale Dosis laut Beipackzettel.
Eine Tablette scheint meinen Schädel zuverlässig für ca. acht Stunden schmerzfrei zu halten. Allerdings sind innerhalb der ersten zwei Stunden nach der sporadischen Einnahme noch einige Attacken aufgetreten. Dies könnte mit dem Wirkstoffspiegel des Medikamentes im Blut zusammenhängen, Zitat: "Nach Verabreichung einer oralen Einzeldosis von 2,5 mg an gesunde Probanden betrug die mittlere maximale Blutkonzentration von Frovatriptan (Cmax), die innerhalb von 2 bis 4 Stunden erreicht wurde, 4,2 ng/ml bei Männern und 7,0 ng/ml bei Frauen." Quelle (RTF). Dies ist länger, als bei den meisten anderen Triptanen, siehe z.B. Tabelle hier: » interner Link «
Ab Montag, dem 08.12.2008 dann auf dreimal 2,5 mg pro Tag erhöht, mit ganz gutem Erfolg. Ein Auslassversuch am 12.12.2008 hatte sieben Attacken innerhalb von ca. 15 Stunden zur Folge, die erste Attacke davon war ca. 10 Stunden nach der Einnahme der letzten Tablette. Ab Samstagmorgen, 13.12.2008 dann wieder drei Tabletten pro Tag, mit sehr gutem Erfolg: Samstag bis Mittwoch waren fast schmerzfrei, keine wirklichen Attacken gehabt.
Letzten Mittwoch habe ich das Frovatriptan dann wieder abgesetzt. Diesmal ist nichts weiter "passiert", bis auf ein paar Kleinigkeiten bin ich seitdem immer noch (fast) schmerzfrei. Nebenwirkungen habe ich keine bemerkt, auch Blutdruck und EKG waren bei einer Kontrolle am 16.12.2008 absolut O.K.
Zwei andere chronische Cluster-Köpfe haben mir von ihrer erfolgreichen vorbeugenden Behandlung mit einmal 40mg Eletriptan (Relpax®) pro Tag berichtet. Vielleicht werde ich das Eletriptan bei Gelegenheit auch mal versuchen. Vielleicht habe andere der sieben Triptane eine noch bessere vorbeugende Wirkung?
Zu Risiken und Nebenwirkungen einer vorbeugenden Behandlung von Cluster-Kopfschmerz mit Triptanen lesen Sie bitte die Gebrauchsinformationen und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Triptane soll man nicht "mischen", da die Auswirkungen und mögliche Wechselwirkungen nicht bekannt sind. Es sind daher zeitliche Mindestabstände zwischen der Anwendung verschiedener Triptane einzuhalten. Wenn man ein Triptan zur Vorbeugung verwendet und trotzdem aufkommende Attacken nicht mit O2 oder mit Lidocain kupieren kann, dann hat man ein Problem.
12 Stück Allegro®, 2,5 mg Filmtabletten kosten in der Apotheke € 66,71. Zwei "Schuss" Sumatriptan kosten ca. € 75,-. Die zwei Tabletten, auf die ich letzte Woche Freitag verzichtet habe, hatten den Verbrauch einer halben 10L Flasche Sauerstoff zur Folge. Kosten für den Sauerstoff ca. € 21,- gegenüber € 11,12 an "gesparten" Tabletten.
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