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RE: Paroxysmale Hemikranie
Hallo zusammen!
Als Arztphobiker (insbesondere nach einer nicht besonders guten Wirbelsäulenversteifung) würde ich mich gerne an euch wenden. Vielleicht wisst ihr eine Antwort. Eigentlich würde ich bei meinem Kopfschmerz-Problem von einer Histaminunverträglichkeit ausgehen, denn sie treten eigentlich nur auf, wenn ich Wein oder Sekt trinke und ich kann sie mit Hilfe von präventiver Einnahme von Lorano unterbinden (das rauszufinden hat mich Jahre gekostet). Allerding tritt es nicht immer nach dem Genuß von Wein oder Sekt auf und ist auch mengenunabhängig. Andere Arten von Alkohol erzeugen diese Wirkung nicht. Allerdings auch keine anderen Lebensmittel. Gleichzeitig bin ich laktoseintolerant, ernähre mich aber dementsprechend und habe dann auch keinerlei Symptome.
Was mich allerdings wundert ist, dass die Kopfschmerzen extrem zeitverzögert auftreten. Auch der Zusammenhang mit Wein oder Sekt war mir jahrelang nicht bewußt (ich vermute es nur).
So sieht das ganze aus: Ich wache morgens durch ein Brennen im Auge auf. Immer einseitig, aber die Seite kann wechseln, allerdings nicht innerhalb einer Attacke. Dann beginnt das Auge zu tränen und das obere Augenlid schwillt an einer ganz bestimmten Stelle an. Die Stelle am Lid ist immer die Gleiche, egal welche Seite des Kopfes betroffen ist. Dann kommen die Schmerzen. Es fühlt sich an, als würde mir mit einer heißen Stricknadel durch das Auge direkt ins Hirn gestochen. Die Schmerzen sind so höllisch, dass ich kotzen könnte, aber es noch nie getan habe, weil es mir noch nie wirklich übel war dabei. Es dreht einem halt einfach den Magen um, so extrem tut das weh. Der Stich dauert immer ca. 30 Sekunden, dann lässt er nach, um ca. 2-3 Minuten später wieder mit aller Heftigkeit einzusetzen. Dann fängt die Nase das laufen an, das Auge "tränt" nicht, es spritzt die Tränenflüssigkeit geradezu heraus.
Die ganze Tortur dauert ca. 5 Stunden, um dann so unvermittelt zu verschwinden, wie sie gekommen ist. Licht und Unruhe sind für mich in der Zeit unerträglich. Am besten ist es, ich lege mich hin, mache die Augen zu und leide still.
Ich weiß, dass hier Menschen sind, die wirklich verzweifelt mit ihrer Erkrankung kämpfen, und ich da eher ein kleines Licht bin. Dennoch würde ich gerne wissen, ob diese Art von Symptomatik bekannt ist und ob ich mit meiner Vermutung überhaupt richtig liege. Vielleicht ist es ja doch ganz was anderes, denn es tritt eben nicht immer nach dem Genuss von Alkohol auf. Deswegen hab ich das auch ewig nicht in Verbindung gebracht.
Bitte ratet mir nicht, das von Ärzten abklären zu lassen. Die sind bei mir so unten durch, wie man es mehr kaum sein kann. Vielen lieben Dank für die Geduld, meinen Sermon zu lesen! Ganz liebe Grüße!
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