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== Primäre Kopf- und Gesichtsschmerzen ==
== Primäre Kopf- und Gesichtsschmerzen ==


Bei primären Kopf- und Gesichtsschmerzen ist der Schmerz die Erkrankung. Der Schmerz ist nicht die Folge einer anderen Erkrankung. Früher auch verwendete Begriffe: Benigner (gutartiger) Kopfschmerz und [http://de.wikipedia.org/wiki/Idiopathie idiopathischer] Kopfschmerz.
Bei primären Kopf- und Gesichtsschmerzen ist der Schmerz die Erkrankung. Der Schmerz ist nicht die Folge einer anderen Erkrankung. Früher auch verwendete Begriffe: Benigner (gutartiger) Kopfschmerz und [https://de.wikipedia.org/wiki/Idiopathie idiopathischer] Kopfschmerz.


=== Primär stechender Kopfschmerz ===
=== Primär stechender Kopfschmerz ===
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* Schmerzfrequenz: unregelmäßig, von einem Stich bis zu vielen am Tag<ref name="ICHD3DDX"/>
* Schmerzfrequenz: unregelmäßig, von einem Stich bis zu vielen am Tag<ref name="ICHD3DDX"/>


Der '''primär stechende Kopfschmerz''' wird in allen Altersgruppen angetroffen und ist ein wahrscheinlich häufiger vorkommender Kopfschmerz, der jedoch aufgrund des niedrigen Leidensdrucks selten beklagt wird. Andere Namen: Eispickelschmerz, Jabs-and-jolts-Syndrom, periodische Ophthalmodynie, Engl.: primary stabbing headache. Die Lokalisation der Stiche kann innerhalb der Kopfhälfte und zwischen den Kopfhälften wechseln. Wenn der Schmerz ausschließlich auf eine bestimmte Region begrenzt ist, setzt die Diagnose den Ausschluss einer strukturellen Veränderung am Orte des Schmerzes bzw. im Versorgungsgebiet des betreffenden Hirnnervens voraus. Stechende Kopfschmerzen treten häufiger bei Personen auf, die unter Migräne (etwa 40%) oder Cluster-Kopfschmerz (etwa 30%) leiden, wobei sie dann in der Regel auf der Seite auftreten, auf der auch gewöhnlich die Kopfschmerzen verspürt werden.<ref>[http://www.ihs-klassifikation.de/de/02_klassifikation/02_teil1/04.01.00_other.html IHS-ICHD-II Klassifikation 4.1 Primärer stechender Kopfschmerz]</ref>
Der '''primär stechende Kopfschmerz''' wird in allen Altersgruppen angetroffen und ist ein wahrscheinlich häufiger vorkommender Kopfschmerz, der jedoch aufgrund des niedrigen Leidensdrucks selten beklagt wird. Andere Namen: Eispickelschmerz, Jabs-and-jolts-Syndrom, periodische Ophthalmodynie, Engl.: primary stabbing headache. Die Lokalisation der Stiche kann innerhalb der Kopfhälfte und zwischen den Kopfhälften wechseln. Wenn der Schmerz ausschließlich auf eine bestimmte Region begrenzt ist, setzt die Diagnose den Ausschluss einer strukturellen Veränderung am Orte des Schmerzes bzw. im Versorgungsgebiet des betreffenden Hirnnervens voraus. Stechende Kopfschmerzen treten häufiger bei Personen auf, die unter Migräne (etwa 40%) oder Cluster-Kopfschmerz (etwa 30%) leiden, wobei sie dann in der Regel auf der Seite auftreten, auf der auch gewöhnlich die Kopfschmerzen verspürt werden.<ref>[https://www.ihs-klassifikation.de/de/02_klassifikation/02_teil1/04.01.00_other.html IHS-ICHD-II Klassifikation 4.1 Primärer stechender Kopfschmerz]</ref>


* [http://www.ihs-klassifikation.de/de/02_klassifikation/02_teil1/04.01.00_other.html IHS-ICHD-II Klassifikation 4.1 Primärer stechender Kopfschmerz]
* [https://www.ihs-klassifikation.de/de/02_klassifikation/02_teil1/04.01.00_other.html IHS-ICHD-II Klassifikation 4.1 Primärer stechender Kopfschmerz]


* {{Cite journal  | last1 = Rampello | first1 = L. | last2 = Malaguarnera | first2 = M. | last3 = Rampello | first3 = L. | last4 = Nicoletti | first4 = G. | last5 = Battaglia | first5 = G. | title = Stabbing headache in patients with autoimmune disorders. | journal = Clin Neurol Neurosurg | volume =  | issue =  | pages =  | month = Jan | year = 2012 | doi = 10.1016/j.clineuro.2011.12.027 | PMID = 22244252 }}
* {{Cite journal  | last1 = Rampello | first1 = L. | last2 = Malaguarnera | first2 = M. | last3 = Rampello | first3 = L. | last4 = Nicoletti | first4 = G. | last5 = Battaglia | first5 = G. | title = Stabbing headache in patients with autoimmune disorders. | journal = Clin Neurol Neurosurg | volume =  | issue =  | pages =  | month = Jan | year = 2012 | doi = 10.1016/j.clineuro.2011.12.027 | PMID = 22244252 }}
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Beim [[SUNCT-Syndrom]] ('''S'''hort-lasting '''U'''nilateral '''N'''euralgiform headache with '''C'''onjunctival injection and '''T'''earing) treten der Trigeminusneuralgie ähnliche Schmerzen auf: Einseitig lokalisierte Attacken im Augenbereich (Bereich des ersten Trigeminusastes) von stechender oder pulsierender Qualität. Im Gegensatz zur Trigeminusneuralgie treten auf der Schmerzseite fast immer eine Rötung des Auges und Tränenfluss auf. Das typische Erkrankungsalter liegt in der 4.-6. Lebensdekade, die Erkrankung kann aber in jedem Lebensalter auftreten. Das SUNCT-Syndrom ist sehr selten.   
Beim [[SUNCT-Syndrom]] ('''S'''hort-lasting '''U'''nilateral '''N'''euralgiform headache with '''C'''onjunctival injection and '''T'''earing) treten der Trigeminusneuralgie ähnliche Schmerzen auf: Einseitig lokalisierte Attacken im Augenbereich (Bereich des ersten Trigeminusastes) von stechender oder pulsierender Qualität. Im Gegensatz zur Trigeminusneuralgie treten auf der Schmerzseite fast immer eine Rötung des Auges und Tränenfluss auf. Das typische Erkrankungsalter liegt in der 4.-6. Lebensdekade, die Erkrankung kann aber in jedem Lebensalter auftreten. Das SUNCT-Syndrom ist sehr selten.   


* [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/03.03.00_cluster.html IHS-ICHD-II 3.3 SUNCT-Syndrom],  
* [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/03.03.00_cluster.html IHS-ICHD-II 3.3 SUNCT-Syndrom],  


* Leitlinie "Clusterkopfschmerz und trigeminoautonome Kopfschmerzen". Herausgegeben von der Kommission Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie, der Schweizerischen Neurologischen Gesellschaft und dem Berufsverband deutscher Neurologen. Stand: 14.05.2015, gültig bis 13.05.2020; eine Neufassung ist angemeldet, geplante Fertigstellung 31.12.2026. - [https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/030-036 Online bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften]
* Leitlinie "Clusterkopfschmerz und trigeminoautonome Kopfschmerzen". Herausgegeben von der Kommission Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie, der Schweizerischen Neurologischen Gesellschaft und dem Berufsverband deutscher Neurologen. Stand: 14.05.2015, gültig bis 13.05.2020; eine Neufassung ist angemeldet, geplante Fertigstellung 31.12.2026. - [https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/030-036 Online bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften]


* {{cite journal |author=May A, Evers S, Straube A, Pfaffenrath V, Diener HC |title=Therapie und Prophylaxe von Cluster-Kopfschmerzen und anderen trigemino-autonomen Kopfschmerzen. Überarbeitete Empfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft |journal=Schmerz |volume=19 |issue=3 |pages=225–41 |year=2005 |month=June |pmid=15887001 |doi=10.1007/s00482-005-0397-8 |url=}} [http://web.archive.org/web/20151106202717/http://www.dmkg.de/dmkg/sites/default/files/therapieempfehlung%20clusterkopfschmerz.pdf DMKG: PDF-Datei]
* {{cite journal |author=May A, Evers S, Straube A, Pfaffenrath V, Diener HC |title=Therapie und Prophylaxe von Cluster-Kopfschmerzen und anderen trigemino-autonomen Kopfschmerzen. Überarbeitete Empfehlungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft |journal=Schmerz |volume=19 |issue=3 |pages=225–41 |year=2005 |month=June |pmid=15887001 |doi=10.1007/s00482-005-0397-8 |url=}} [https://web.archive.org/web/20151106202717/http://www.dmkg.de/dmkg/sites/default/files/therapieempfehlung%20clusterkopfschmerz.pdf DMKG: PDF-Datei]


* Göbel H, Göbel C, Heinze A.: Paroxysmale Hemikranie und SUNCT. ''Schmerz.'' Dez. 2011; '''25'''(6): 689-701. http://dx.doi.org/10.1007/s00482-011-1108-2 [http://www.schmerzklinik.de/wp-content/uploads/2011/11/Paroxysmale-Hemikranie-und-SUNCT-Der-Schmerz-251120111.pdf PDF-Datei]
* Göbel H, Göbel C, Heinze A.: Paroxysmale Hemikranie und SUNCT. ''Schmerz.'' Dez. 2011; '''25'''(6): 689-701. https://doi.org/10.1007/s00482-011-1108-2 [https://www.schmerzklinik.de/wp-content/uploads/2011/11/Paroxysmale-Hemikranie-und-SUNCT-Der-Schmerz-251120111.pdf PDF-Datei]


=== Paroxysmale Hemikranie ===
=== Paroxysmale Hemikranie ===
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Die [[Paroxysmale Hemikranie]] unterscheidet sich vom Cluster-Kopfschmerz durch kürzere aber wesentlich häufiger auftretende Attacken. Betroffen sind überwiegend Frauen. Alter der Patienten beim ersten Auftreten 20 - 50 Jahre. Die Schmerzcharakteristika und die Begleitsymptome sind die gleichen wie beim Cluster-Kopfschmerz. Die Wirksamkeit von Indometacin ist ein Diagnosekriterium.  
Die [[Paroxysmale Hemikranie]] unterscheidet sich vom Cluster-Kopfschmerz durch kürzere aber wesentlich häufiger auftretende Attacken. Betroffen sind überwiegend Frauen. Alter der Patienten beim ersten Auftreten 20 - 50 Jahre. Die Schmerzcharakteristika und die Begleitsymptome sind die gleichen wie beim Cluster-Kopfschmerz. Die Wirksamkeit von Indometacin ist ein Diagnosekriterium.  


* [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/03.02.00_cluster.html IHS-ICHD-II Klassifikation 3.2 Paroxysmale Hemikranie]
* [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/03.02.00_cluster.html IHS-ICHD-II Klassifikation 3.2 Paroxysmale Hemikranie]


=== Cluster-Kopfschmerz ===
=== Cluster-Kopfschmerz ===
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Beschreibung siehe '''[[Symptome|Cluster-Kopfschmerz Symptome]]'''.
Beschreibung siehe '''[[Symptome|Cluster-Kopfschmerz Symptome]]'''.


* [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/03.01.00_cluster.html IHS-ICHD-II Klassifikation 3.1 Cluster-Kopfschmerz]
* [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/03.01.00_cluster.html IHS-ICHD-II Klassifikation 3.1 Cluster-Kopfschmerz]


* Leitlinie "Clusterkopfschmerz und trigeminoautonome Kopfschmerzen". Herausgegeben von der Kommission Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie, der Schweizerischen Neurologischen Gesellschaft und dem Berufsverband deutscher Neurologen. Stand: 14.05.2015, gültig bis 13.05.2020; eine Neufassung ist angemeldet, geplante Fertigstellung 31.12.2026. - [https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/030-036 Online bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften]
* Leitlinie "Clusterkopfschmerz und trigeminoautonome Kopfschmerzen". Herausgegeben von der Kommission Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie, der Schweizerischen Neurologischen Gesellschaft und dem Berufsverband deutscher Neurologen. Stand: 14.05.2015, gültig bis 13.05.2020; eine Neufassung ist angemeldet, geplante Fertigstellung 31.12.2026. - [https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/030-036 Online bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften]
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=== Cluster-Tic-Syndrom ===  
=== Cluster-Tic-Syndrom ===  
'''Cluster-Tic-Syndrom''' ist die Bezeichnung für Cluster-Kopfschmerz mit gleichzeitig vorhandener Trigeminusneuralgie. Es sind einige Patienten beschrieben worden, die sowohl Cluster-Kopfschmerz als auch eine Trigeminusneuralgie aufwiesen. Diese Patienten sollten beide Diagnosen erhalten. Die Wichtigkeit dieser Beobachtung liegt darin, dass beide Erkrankungen separat behandelt werden müssen, um Schmerzfreiheit zu erreichen.<ref name="IHS">[http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/03.01.00_cluster.html IHS/ICHD-II Klassifikation 3.1 Cluster-Kopfschmerz]</ref>
'''Cluster-Tic-Syndrom''' ist die Bezeichnung für Cluster-Kopfschmerz mit gleichzeitig vorhandener Trigeminusneuralgie. Es sind einige Patienten beschrieben worden, die sowohl Cluster-Kopfschmerz als auch eine Trigeminusneuralgie aufwiesen. Diese Patienten sollten beide Diagnosen erhalten. Die Wichtigkeit dieser Beobachtung liegt darin, dass beide Erkrankungen separat behandelt werden müssen, um Schmerzfreiheit zu erreichen.<ref name="IHS">[https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/03.01.00_cluster.html IHS/ICHD-II Klassifikation 3.1 Cluster-Kopfschmerz]</ref>
* {{Cite journal  | last1 = Wilbrink | first1 = LA. | last2 = Weller | first2 = CM. | last3 = Cheung | first3 = C. | last4 = Haan | first4 = J. | last5 = Ferrari | first5 = MD. | title = Cluster-tic syndrome: a cross-sectional study of cluster headache patients. | journal = Headache | volume = 53 | issue = 8 | pages = 1334-40 | month = Sep | year = 2013 | doi = 10.1111/head.12161 | PMID = 23808839 }} - http://www.medscape.com/viewarticle/812015
* {{Cite journal  | last1 = Wilbrink | first1 = LA. | last2 = Weller | first2 = CM. | last3 = Cheung | first3 = C. | last4 = Haan | first4 = J. | last5 = Ferrari | first5 = MD. | title = Cluster-tic syndrome: a cross-sectional study of cluster headache patients. | journal = Headache | volume = 53 | issue = 8 | pages = 1334-40 | month = Sep | year = 2013 | doi = 10.1111/head.12161 | PMID = 23808839 }} - https://www.medscape.com/viewarticle/812015


=== Cluster-Migräne ===
=== Cluster-Migräne ===
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'''Hypnic Headache''', der primär schlafgebundene Kopfschmerz tritt bei Frauen doppelt so häufig auf wie bei Männern und meist bei Patientinnen ab 50 Jahren. Der leichte bis mittel starke Schmerz ist in der Regel beidseitig, aber auch einseitig mit Seitenwechsel. Bei einem Teil der Patientinnen können auch starke Schmerzen auftreten. Die Attacken treten aus dem Schlaf heraus auf. Weitere Namen:  "alarm clock" headache-syndrome oder "clockwise headache".
'''Hypnic Headache''', der primär schlafgebundene Kopfschmerz tritt bei Frauen doppelt so häufig auf wie bei Männern und meist bei Patientinnen ab 50 Jahren. Der leichte bis mittel starke Schmerz ist in der Regel beidseitig, aber auch einseitig mit Seitenwechsel. Bei einem Teil der Patientinnen können auch starke Schmerzen auftreten. Die Attacken treten aus dem Schlaf heraus auf. Weitere Namen:  "alarm clock" headache-syndrome oder "clockwise headache".


* [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/04.05.00_other.html IHS-ICHD-II Klassifikation 4.5 Primärer schlafgebundener Kopfschmerz]
* [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/04.05.00_other.html IHS-ICHD-II Klassifikation 4.5 Primärer schlafgebundener Kopfschmerz]


* {{Cite journal  | last1 = Holle | first1 = D. | last2 = Naegel | first2 = S. | last3 = Obermann | first3 = M. | title = Hypnic headache. | journal = Cephalalgia | volume =  | issue =  | pages =  | month = Jul | year = 2013 | doi = 10.1177/0333102413495967 | PMID = 23832130 }}
* {{Cite journal  | last1 = Holle | first1 = D. | last2 = Naegel | first2 = S. | last3 = Obermann | first3 = M. | title = Hypnic headache. | journal = Cephalalgia | volume =  | issue =  | pages =  | month = Jul | year = 2013 | doi = 10.1177/0333102413495967 | PMID = 23832130 }}
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* {{cite journal |author=Lanteri-Minet M, Donnet A |title=Hypnic headache |journal=Curr Pain Headache Rep |volume=14 |issue=4 |pages=309–15 |year=2010 |month=August |pmid=20512536 |doi=10.1007/s11916-010-0124-8 |url=}}
* {{cite journal |author=Lanteri-Minet M, Donnet A |title=Hypnic headache |journal=Curr Pain Headache Rep |volume=14 |issue=4 |pages=309–15 |year=2010 |month=August |pmid=20512536 |doi=10.1007/s11916-010-0124-8 |url=}}


* Evers S, Goadsby PJ.: Hypnic Headache. ''Practical Neurology.'' 2005; '''5'''; 144-149. [http://dx.doi.org/10.1111/j.1474-7766.2005.00301.x DOI]
* Evers S, Goadsby PJ.: Hypnic Headache. ''Practical Neurology.'' 2005; '''5'''; 144-149. [https://doi.org/10.1111/j.1474-7766.2005.00301.x DOI]


=== Kopfschmerz vom Spannungstyp  ===
=== Kopfschmerz vom Spannungstyp  ===
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* Schmerzfrequenz: durchschnittlich an weniger als einem Tag im Monat (weniger als 12 Tage im Jahr) beim selten auftretenden episodischen Kopfschmerz vom Spannungstyp, durchschnittlich an 1 bis 14 Tagen im Monat beim häufig auftretenden episodischen. Durchschnittlich an 15 oder mehr Tagen im Monat über mehr als 3 Monate (mindestens 180 Tage im Jahr) beim chronischen Kopfschmerz vom Spannungstyp.<ref name="ICHD3KST">Internationale Kopfschmerzklassifikation, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung, am 23.09.2026 gelesen: [https://ichd-3.org/de/2-kopfschmerz-vom-spannungstyp/2-1-selten-auftretender-episodischer-kopfschmerz-vom-spannungstyp/ 2.1] „Mindestens 10 Kopfschmerzattacken, die im Durchschnitt weniger als einmal im Monat auftreten (<12 Kopfschmerztage pro Jahr)“; [https://ichd-3.org/de/2-kopfschmerz-vom-spannungstyp/2-2-haeufig-auftretender-episodischer-kopfschmerz-vom-spannungstyp/ 2.2] „durchschnittlich an 1 bis 14 Tagen/Monat für >3 Monate (≥12 und <180 Tage/Jahr)“; [https://ichd-3.org/de/2-kopfschmerz-vom-spannungstyp/2-3-chronischer-kopfschmerz-vom-spannungstyp/ 2.3] „an durchschnittlich ≥15 Tagen/Monaten über >3 Monate (≥180 Tage/Jahr)“.</ref>
* Schmerzfrequenz: durchschnittlich an weniger als einem Tag im Monat (weniger als 12 Tage im Jahr) beim selten auftretenden episodischen Kopfschmerz vom Spannungstyp, durchschnittlich an 1 bis 14 Tagen im Monat beim häufig auftretenden episodischen. Durchschnittlich an 15 oder mehr Tagen im Monat über mehr als 3 Monate (mindestens 180 Tage im Jahr) beim chronischen Kopfschmerz vom Spannungstyp.<ref name="ICHD3KST">Internationale Kopfschmerzklassifikation, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung, am 23.09.2026 gelesen: [https://ichd-3.org/de/2-kopfschmerz-vom-spannungstyp/2-1-selten-auftretender-episodischer-kopfschmerz-vom-spannungstyp/ 2.1] „Mindestens 10 Kopfschmerzattacken, die im Durchschnitt weniger als einmal im Monat auftreten (<12 Kopfschmerztage pro Jahr)“; [https://ichd-3.org/de/2-kopfschmerz-vom-spannungstyp/2-2-haeufig-auftretender-episodischer-kopfschmerz-vom-spannungstyp/ 2.2] „durchschnittlich an 1 bis 14 Tagen/Monat für >3 Monate (≥12 und <180 Tage/Jahr)“; [https://ichd-3.org/de/2-kopfschmerz-vom-spannungstyp/2-3-chronischer-kopfschmerz-vom-spannungstyp/ 2.3] „an durchschnittlich ≥15 Tagen/Monaten über >3 Monate (≥180 Tage/Jahr)“.</ref>


Der '''Kopfschmerz vom Spannungstyp''' ist der häufigste primäre Kopfschmerz. Die Lebenszeitprävalenz in der Gesamtbevölkerung variiert in Studien zwischen 30 und 78%. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen. Der Schmerz ist typischerweise beiderseits lokalisiert und von drückender, beengender Qualität. Er erreicht eine leichte bis mäßige Intensität und verstärkt sich nicht durch körperliche Routineaktivitäten. Es besteht keine oder nur eine leichte begleitende Übelkeit bei der chronischen Form. Licht- oder Lärmempfindlichkeit können vorhanden sein.<ref> [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/02.00.00_tension.html IHS-ICHD-II Klassifikation 2.x Kopfschmerz vom Spannungstyp]</ref> Cluster-Kopfschmerz typische Begleiterscheinungen wie verstopfte Nase oder gerötetes Auge treten nicht auf.
Der '''Kopfschmerz vom Spannungstyp''' ist der häufigste primäre Kopfschmerz. Die Lebenszeitprävalenz in der Gesamtbevölkerung variiert in Studien zwischen 30 und 78%. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen. Der Schmerz ist typischerweise beiderseits lokalisiert und von drückender, beengender Qualität. Er erreicht eine leichte bis mäßige Intensität und verstärkt sich nicht durch körperliche Routineaktivitäten. Es besteht keine oder nur eine leichte begleitende Übelkeit bei der chronischen Form. Licht- oder Lärmempfindlichkeit können vorhanden sein.<ref> [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/02.00.00_tension.html IHS-ICHD-II Klassifikation 2.x Kopfschmerz vom Spannungstyp]</ref> Cluster-Kopfschmerz typische Begleiterscheinungen wie verstopfte Nase oder gerötetes Auge treten nicht auf.
* [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/02.00.00_tension.html IHS-ICHD-II Klassifikation 2.x Kopfschmerz vom Spannungstyp]
* [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/02.00.00_tension.html IHS-ICHD-II Klassifikation 2.x Kopfschmerz vom Spannungstyp]
* [http://www.dgn.org/leitlinien/3019-ll-56-ll-therapie-des-episodischen-und-chronischen-kopfschmerzes-vom-spannungstyp Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Therapie des episodischen und chronischen Spannungskopfschmerzes und anderer chronischer täglicher Kopfschmerzen]
* [https://www.dgn.org/leitlinien/3019-ll-56-ll-therapie-des-episodischen-und-chronischen-kopfschmerzes-vom-spannungstyp Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Therapie des episodischen und chronischen Spannungskopfschmerzes und anderer chronischer täglicher Kopfschmerzen]


=== Migräne ===
=== Migräne ===
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Die '''[[Migräne]]''' ist mit einer [[Prävalenz]] von 12-15&nbsp;% in der weiblichen und 6-8&nbsp;% in der männlichen Bevölkerung eine der häufigsten Erkrankungen. Mit 5-7&nbsp;% sind auch Kinder relativ häufig betroffen<ref name="LIM"/>. Der Schmerz ist mittel bis stark und überwiegend einseitig. Begleiterscheinungen sind Wahrnehmungsstörungen ([[Aura]]), Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit. Frauen sind im Verhältnis 2:1 häufiger betroffen als Männer. Die Migräne kann bereits im Kindesalter auftreten, der Schwerpunkt des ersten Auftretens liegt im Alter zwischen 20 und 50 Jahren. Während der Attacke sucht der Patient nach Ruhe, Dunkelheit und Schlaf.       
Die '''[[Migräne]]''' ist mit einer [[Prävalenz]] von 12-15&nbsp;% in der weiblichen und 6-8&nbsp;% in der männlichen Bevölkerung eine der häufigsten Erkrankungen. Mit 5-7&nbsp;% sind auch Kinder relativ häufig betroffen<ref name="LIM"/>. Der Schmerz ist mittel bis stark und überwiegend einseitig. Begleiterscheinungen sind Wahrnehmungsstörungen ([[Aura]]), Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit. Frauen sind im Verhältnis 2:1 häufiger betroffen als Männer. Die Migräne kann bereits im Kindesalter auftreten, der Schwerpunkt des ersten Auftretens liegt im Alter zwischen 20 und 50 Jahren. Während der Attacke sucht der Patient nach Ruhe, Dunkelheit und Schlaf.       


*[http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/01.00.00_migraine.html IHS-ICHD-II Klassifikation 1.x Migräne]
*[https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/01.00.00_migraine.html IHS-ICHD-II Klassifikation 1.x Migräne]


=== Hemicrania continua ===
=== Hemicrania continua ===
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Die '''[[Hemicrania continua]]''' ist ein anhaltender, streng einseitiger Dauerkopfschmerz, der zuverlässig auf [[Indometacin]] anspricht. Er besteht seit mehr als 3 Monaten, mit Verschlechterungen von mittlerer oder stärkerer Intensität.<ref name="ICHD3DDX"/> Ähnlich dem Cluster-Kopfschmerz sind die Begleitsymptome während der Attacken.
Die '''[[Hemicrania continua]]''' ist ein anhaltender, streng einseitiger Dauerkopfschmerz, der zuverlässig auf [[Indometacin]] anspricht. Er besteht seit mehr als 3 Monaten, mit Verschlechterungen von mittlerer oder stärkerer Intensität.<ref name="ICHD3DDX"/> Ähnlich dem Cluster-Kopfschmerz sind die Begleitsymptome während der Attacken.


* [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/04.07.00_other.html IHS-ICHD-II Klassifikation 4.7 Hemicrania continua]
* [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/04.07.00_other.html IHS-ICHD-II Klassifikation 4.7 Hemicrania continua]


=== Neu aufgetretener täglicher Kopfschmerz ===
=== Neu aufgetretener täglicher Kopfschmerz ===
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Unter '''Neu aufgetretener täglicher Kopfschmerz''' versteht man einen Kopfschmerz, dessen Beginn klar erinnert wird und der sich innerhalb von 24 Stunden zu einem Dauerschmerz ohne Pausen entwickelt; er besteht seit mehr als 3 Monaten.<ref name="ICHD3DDX"/> Der Schmerz kann Merkmale haben, die an Migräne oder an Kopfschmerz vom Spannungstyp denken lassen.<ref name="ICHD3410">[https://ichd-3.org/de/4-andere-primaere-kopfschmerzen/4-10-neu-aufgetretener-taeglicher-anhaltender-kopfschmerz-engl-new-daily-persistent-headache/ Internationale Kopfschmerzklassifikation, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung: 4.10 Neu aufgetretener täglicher anhaltender Kopfschmerz], Kommentar, am 23.09.2026 gelesen: „Der 4.10 neu aufgetretene tägliche Kopfschmerz kann Merkmale aufweisen, die entweder an 1. Migräne oder 2. Kopfschmerz vom Spannungstyp denken lassen.“</ref> Frauen sind etwa zweieinhalb mal häufiger betroffen als Männer. Engl. Bezeichnung: New daily-persistent headache (NDPH).
Unter '''Neu aufgetretener täglicher Kopfschmerz''' versteht man einen Kopfschmerz, dessen Beginn klar erinnert wird und der sich innerhalb von 24 Stunden zu einem Dauerschmerz ohne Pausen entwickelt; er besteht seit mehr als 3 Monaten.<ref name="ICHD3DDX"/> Der Schmerz kann Merkmale haben, die an Migräne oder an Kopfschmerz vom Spannungstyp denken lassen.<ref name="ICHD3410">[https://ichd-3.org/de/4-andere-primaere-kopfschmerzen/4-10-neu-aufgetretener-taeglicher-anhaltender-kopfschmerz-engl-new-daily-persistent-headache/ Internationale Kopfschmerzklassifikation, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung: 4.10 Neu aufgetretener täglicher anhaltender Kopfschmerz], Kommentar, am 23.09.2026 gelesen: „Der 4.10 neu aufgetretene tägliche Kopfschmerz kann Merkmale aufweisen, die entweder an 1. Migräne oder 2. Kopfschmerz vom Spannungstyp denken lassen.“</ref> Frauen sind etwa zweieinhalb mal häufiger betroffen als Männer. Engl. Bezeichnung: New daily-persistent headache (NDPH).


* [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/04.08.00_other.html IHS-ICHD-II Klassifikation 4.8 Neu aufgetretener täglicher Kopfschmerz]
* [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/04.08.00_other.html IHS-ICHD-II Klassifikation 4.8 Neu aufgetretener täglicher Kopfschmerz]




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'''[[Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch]]''' entsteht in der Regel durch eine zu häufige oder falsche Einnahme von Medikamenten. Menschen mit Migräne oder einer genetischen Veranlagung dazu sind vermutlich stärker gefährdet als andere Patienten.     
'''[[Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch]]''' entsteht in der Regel durch eine zu häufige oder falsche Einnahme von Medikamenten. Menschen mit Migräne oder einer genetischen Veranlagung dazu sind vermutlich stärker gefährdet als andere Patienten.     


* [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/03_teil2/08.02.00_substance.html IHS-ICHD-II Klassifikation 8.2 Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch]
* [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/03_teil2/08.02.00_substance.html IHS-ICHD-II Klassifikation 8.2 Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch]


=== Trigeminusneuralgie ===
=== Trigeminusneuralgie ===
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* Schmerzfrequenz: Bis zu 100-mal pro Tag
* Schmerzfrequenz: Bis zu 100-mal pro Tag


Bei der '''klassischen Trigeminusneuralgie''' (Tic douloureux) handelt es sich um schlagartig einsetzende, streng einseitige, heftigste Schmerzen im Ausbreitungsbereich des Trigeminusnervs. Der Schmerz wird gewöhnlich durch Reize wie Waschen, Rasieren, Rauchen, Sprechen oder Zähneputzen ausgelöst, kann aber auch häufig spontan auftreten. Im Gegensatz zum Cluster-Kopfschmerz hält sich die Schmerzausstrahlung streng an die Versorgungsgebiete der drei Trigeminusäste. Das typische Erkrankungsalter liegt in der 5.-7. Lebensdekade. Insbesondere die symptomatische Trigeminusneuralgie kann aber auch im frühen Erwachsenenalter auftreten. Die '''symptomatische Trigeminusneuralgie''' unterscheidet sich im Schmerz nicht von der klassischen Trigeminusneuralgie, sie wird aber durch eine andere nachweisbare strukturelle Schädigung ([http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A4sion Läsion]) als durch eine Gefäßkompression hervorgerufen<ref name="LIM"/>. In der IHS-ICHD-II Klassifikation werden Neuralgien im [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/04_teil3/ Teil 3] beschrieben.
Bei der '''klassischen Trigeminusneuralgie''' (Tic douloureux) handelt es sich um schlagartig einsetzende, streng einseitige, heftigste Schmerzen im Ausbreitungsbereich des Trigeminusnervs. Der Schmerz wird gewöhnlich durch Reize wie Waschen, Rasieren, Rauchen, Sprechen oder Zähneputzen ausgelöst, kann aber auch häufig spontan auftreten. Im Gegensatz zum Cluster-Kopfschmerz hält sich die Schmerzausstrahlung streng an die Versorgungsgebiete der drei Trigeminusäste. Das typische Erkrankungsalter liegt in der 5.-7. Lebensdekade. Insbesondere die symptomatische Trigeminusneuralgie kann aber auch im frühen Erwachsenenalter auftreten. Die '''symptomatische Trigeminusneuralgie''' unterscheidet sich im Schmerz nicht von der klassischen Trigeminusneuralgie, sie wird aber durch eine andere nachweisbare strukturelle Schädigung ([https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A4sion Läsion]) als durch eine Gefäßkompression hervorgerufen<ref name="LIM"/>. In der IHS-ICHD-II Klassifikation werden Neuralgien im [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/04_teil3/ Teil 3] beschrieben.


Schmerzen, die durch Schädigung des Trigeminusnerven auftreten, z.B. nach Operationen an den Zähnen oder den Nasennebenhöhlen, nach Verletzungen (z.B. Mittelgesichtsfrakturen oder bei entzündlichen Erkrankungen des Zahnhalteapparats oder der Nebenhöhlen werden auch als '''Trigeminusneuropathie''' bezeichnet.<ref>[http://www.dgnc.de/htm/08/text08_1.html Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie: Medizinische Informationen für Patienten - Trigeminusneuralgie]</ref>
Schmerzen, die durch Schädigung des Trigeminusnerven auftreten, z.B. nach Operationen an den Zähnen oder den Nasennebenhöhlen, nach Verletzungen (z.B. Mittelgesichtsfrakturen oder bei entzündlichen Erkrankungen des Zahnhalteapparats oder der Nebenhöhlen werden auch als '''Trigeminusneuropathie''' bezeichnet.<ref>[http://www.dgnc.de/htm/08/text08_1.html Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie: Medizinische Informationen für Patienten - Trigeminusneuralgie]</ref>


* [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/04_teil3/13.01.01_facialpain.html IHS-ICHD-II 13.1 Trigeminusneuralgie]
* [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/04_teil3/13.01.01_facialpain.html IHS-ICHD-II 13.1 Trigeminusneuralgie]
*[http://www.dgn.org/leitlinien-online-2012/inhalte-nach-kapitel/2287-ll-58-2012-trigeminusneuralgie.html Leitlinie Trigeminusneuralgie der DGN 2012]  
*[https://www.dgn.org/leitlinien-online-2012/inhalte-nach-kapitel/2287-ll-58-2012-trigeminusneuralgie.html Leitlinie Trigeminusneuralgie der DGN 2012]  
* [http://www.dgnc.de/htm/08/text08_1.html Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie: Medizinische Informationen für Patienten - Trigeminusneuralgie]  
* [http://www.dgnc.de/htm/08/text08_1.html Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie: Medizinische Informationen für Patienten - Trigeminusneuralgie]  
* [http://www.thieme-connect.de/ejournals/html/lro/doi/10.1055/s-2005-861141 H. Iro, F. Waldfahrer: Gestörte Sensibilität Trigeminus. ''Laryngorhinootologie'' 2005; '''84''': 179-193.]
* [https://www.thieme-connect.de/ejournals/html/lro/doi/10.1055/s-2005-861141 H. Iro, F. Waldfahrer: Gestörte Sensibilität Trigeminus. ''Laryngorhinootologie'' 2005; '''84''': 179-193.]
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Trigeminusneuralgie Wikipedia: Trigeminusneuralgie]
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Trigeminusneuralgie Wikipedia: Trigeminusneuralgie]


=== Glossopharyngeusneuralgie ===
=== Glossopharyngeusneuralgie ===
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* Schmerzfrequenz: mehrfach pro Tag
* Schmerzfrequenz: mehrfach pro Tag


Die '''Glossopharyngeusneuralgie''' ist durch einen starken, vorübergehenden, stechenden Schmerz im Bereich des Ohres, des Zungengrundes, der Tonsillennische oder unterhalb des Kieferwinkels gekennzeichnet. Der Schmerz wird also nicht nur im Versorgungsbereich des [http://de.wikipedia.org/wiki/Nervus_glossopharyngeus Nervus glossopharyngeus] wahrgenommen. Der Schmerz wird üblicherweise ausgelöst durch Schlucken, Sprechen und Husten und kann nach Art der Trigeminusneuralgie verschwinden und wiederkehren.<ref> [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/04_teil3/13.02.01_facialpain.html IHS-ICHD-II Klassifikation 13.2.1 Klassische Glossopharyngeusneuralgie]</ref>
Die '''Glossopharyngeusneuralgie''' ist durch einen starken, vorübergehenden, stechenden Schmerz im Bereich des Ohres, des Zungengrundes, der Tonsillennische oder unterhalb des Kieferwinkels gekennzeichnet. Der Schmerz wird also nicht nur im Versorgungsbereich des [https://de.wikipedia.org/wiki/Nervus_glossopharyngeus Nervus glossopharyngeus] wahrgenommen. Der Schmerz wird üblicherweise ausgelöst durch Schlucken, Sprechen und Husten und kann nach Art der Trigeminusneuralgie verschwinden und wiederkehren.<ref> [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/04_teil3/13.02.01_facialpain.html IHS-ICHD-II Klassifikation 13.2.1 Klassische Glossopharyngeusneuralgie]</ref>


* [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/04_teil3/13.02.01_facialpain.html IHS-ICHD-II Klassifikation 13.2.1 Klassische Glossopharyngeusneuralgie]
* [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/04_teil3/13.02.01_facialpain.html IHS-ICHD-II Klassifikation 13.2.1 Klassische Glossopharyngeusneuralgie]


*[http://content.karger.com/ProdukteDB/produkte.asp?Aktion=ShowPDF&ProduktNr=223840&ArtikelNr=91429&filename=91429.pdf J.M.S. Pearce: Glossopharyngeal Neuralgia. ''Eur Neurol'' (2006);'''55''':49–52] PDF-Datei
*[http://content.karger.com/ProdukteDB/produkte.asp?Aktion=ShowPDF&ProduktNr=223840&ArtikelNr=91429&filename=91429.pdf J.M.S. Pearce: Glossopharyngeal Neuralgia. ''Eur Neurol'' (2006);'''55''':49–52] PDF-Datei
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Typischerweise tritt die '''[[Rezidivierende Erosio Corneae]]''' (sich wiederholendes Aufreißen der Hornhautoberfläche) in den frühen Morgenstunden einseitig auf. Die rezidivierende Erosio corneae ist gekennzeichnet durch ein wiederkehrendes spontanes Aufreißen des Hornhautepithels. Da dann die Nervenenden der Hornhaut freiliegen, entstehen starke Schmerzen. Das fatale an dieser Augenkrankheit ist, dass die Hornhautverletzung meistens nachts auftritt und nach wenigen Minuten oder Stunden vollständig verheilt sein kann. In diesen Fällen kann der Augenarzt sie also nur diagnostizieren, wenn er den Patienten während oder kurz nach einem Anfall untersucht. Die Symptome können leicht mit Cluster-Kopfschmerz verwechselt werden.<ref>Horton BT.: Histaminic cephalgia. ''J Lancet.'' 1952; '''72'''(2): 92-8. PMID 14908316</ref>
Typischerweise tritt die '''[[Rezidivierende Erosio Corneae]]''' (sich wiederholendes Aufreißen der Hornhautoberfläche) in den frühen Morgenstunden einseitig auf. Die rezidivierende Erosio corneae ist gekennzeichnet durch ein wiederkehrendes spontanes Aufreißen des Hornhautepithels. Da dann die Nervenenden der Hornhaut freiliegen, entstehen starke Schmerzen. Das fatale an dieser Augenkrankheit ist, dass die Hornhautverletzung meistens nachts auftritt und nach wenigen Minuten oder Stunden vollständig verheilt sein kann. In diesen Fällen kann der Augenarzt sie also nur diagnostizieren, wenn er den Patienten während oder kurz nach einem Anfall untersucht. Die Symptome können leicht mit Cluster-Kopfschmerz verwechselt werden.<ref>Horton BT.: Histaminic cephalgia. ''J Lancet.'' 1952; '''72'''(2): 92-8. PMID 14908316</ref>


* [http://www.ck-wissen.de/forum/thread.php?id=303 Bericht im CK-Wissen Forum]
* [https://www.ck-wissen.de/forum/thread.php?id=303 Bericht im CK-Wissen Forum]
* [http://miami.uni-muenster.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-3098/diss_zumhagen_lars.pdf Dissertation Lars Zumhagen: Rezidivrate bei rezidivierender Erosio corneae nach phototherapeutischer Keratektomie und Abhängigkeit der Rezidivrate von der Ablationstiefe und Erosiogenese. (PDF-Datei)]
* [https://miami.uni-muenster.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-3098/diss_zumhagen_lars.pdf Dissertation Lars Zumhagen: Rezidivrate bei rezidivierender Erosio corneae nach phototherapeutischer Keratektomie und Abhängigkeit der Rezidivrate von der Ablationstiefe und Erosiogenese. (PDF-Datei)]


=== Kopfschmerz zurückzuführen auf einen Mukosakontaktpunkt ===
=== Kopfschmerz zurückzuführen auf einen Mukosakontaktpunkt ===
Die Symptome entsprechen gegebenenfalls dem Cluster-Kopfschmerz, der Migräne oder dem Spannungskopfschmerz. Beschreibung siehe '''[[Mukosakontaktpunkt-Kopfschmerz|Kopfschmerz zurückzuführen auf einen Mukosakontaktpunkt]]'''.
Die Symptome entsprechen gegebenenfalls dem Cluster-Kopfschmerz, der Migräne oder dem Spannungskopfschmerz. Beschreibung siehe '''[[Mukosakontaktpunkt-Kopfschmerz|Kopfschmerz zurückzuführen auf einen Mukosakontaktpunkt]]'''.


* [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/05_anhang/11.05.01_anhang.html IHS-ICHD-II Klassifikation A11.5.1 Kopfschmerz zurückzuführen auf einen Mukosakontaktpunkt]
* [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/05_anhang/11.05.01_anhang.html IHS-ICHD-II Klassifikation A11.5.1 Kopfschmerz zurückzuführen auf einen Mukosakontaktpunkt]


=== Kopfschmerz zurückzuführen auf ein akutes Glaukom ===
=== Kopfschmerz zurückzuführen auf ein akutes Glaukom ===
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* Schmerzfrequenz: dauerhaft oder wiederkehrend
* Schmerzfrequenz: dauerhaft oder wiederkehrend


Das  [http://de.wikipedia.org/wiki/Glaukom Glaukom], auch Grüner Star genannt, ist eine der häufigsten Erkrankungen des Sehnervs. Engwinkelglaukome können zum schmerzhaften '''Glaukomanfall''' führen, bei dem unbehandelt innerhalb kurzer Zeit eine akute Erblindung droht. Der Schmerz tritt im, hinter oder oberhalb des Auges auf. Begleitsymptome sind Augenrötung, Sehstörungen und erweiterte Pupille bei aufgehobener Lichtreaktion. Der akute Glaukomanfall beruht auf einer plötzlichen Verminderung des Kammerwasserabflusses aufgrund einer Verlegung des Kammerwinkels durch die Regenbogenhaut. Dies führt zu einer drastischen Druckerhöhung bis zu mehr als dem dreifachen der Norm (60 mm Hg), mit tastbar steinhartem Augapfel. Begleitend zu der Druckerhöhung kann es zu stärksten Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen teilweise mit Herzrhythmusstörungen und Sehen von Farbringen im Gegenlicht kommen. Häufig tritt ein plötzlicher Sehverlust des betroffenen Auges ein. Meistens ist nur ein Auge betroffen. Der Anfall kann nach wenigen Stunden spontan abklingen und in Abständen wiederkehren aber auch - unerkannt - über Tage anhalten.<ref> [http://de.wikipedia.org/wiki/Glaukom Wikipedia: Glaukom]</ref>
Das  [https://de.wikipedia.org/wiki/Glaukom Glaukom], auch Grüner Star genannt, ist eine der häufigsten Erkrankungen des Sehnervs. Engwinkelglaukome können zum schmerzhaften '''Glaukomanfall''' führen, bei dem unbehandelt innerhalb kurzer Zeit eine akute Erblindung droht. Der Schmerz tritt im, hinter oder oberhalb des Auges auf. Begleitsymptome sind Augenrötung, Sehstörungen und erweiterte Pupille bei aufgehobener Lichtreaktion. Der akute Glaukomanfall beruht auf einer plötzlichen Verminderung des Kammerwasserabflusses aufgrund einer Verlegung des Kammerwinkels durch die Regenbogenhaut. Dies führt zu einer drastischen Druckerhöhung bis zu mehr als dem dreifachen der Norm (60 mm Hg), mit tastbar steinhartem Augapfel. Begleitend zu der Druckerhöhung kann es zu stärksten Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen teilweise mit Herzrhythmusstörungen und Sehen von Farbringen im Gegenlicht kommen. Häufig tritt ein plötzlicher Sehverlust des betroffenen Auges ein. Meistens ist nur ein Auge betroffen. Der Anfall kann nach wenigen Stunden spontan abklingen und in Abständen wiederkehren aber auch - unerkannt - über Tage anhalten.<ref> [https://de.wikipedia.org/wiki/Glaukom Wikipedia: Glaukom]</ref>


* [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/03_teil2/11.03.01_cranial.html IHS-ICHD-II Klassifikation 11.3.1 Kopfschmerz zurückzuführen auf ein akutes Glaukom]
* [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/03_teil2/11.03.01_cranial.html IHS-ICHD-II Klassifikation 11.3.1 Kopfschmerz zurückzuführen auf ein akutes Glaukom]
* [http://www.augeninfo.de/patinfo/glaukom.pdf BVA + DOG Patienteninformationen Glaukom (PDF-Datei)]
* [http://www.augeninfo.de/patinfo/glaukom.pdf BVA + DOG Patienteninformationen Glaukom (PDF-Datei)]
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Glaukom Wikipedia: Glaukom]
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Glaukom Wikipedia: Glaukom]


=== Subarachnoidalblutung ===
=== Subarachnoidalblutung ===
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* Schmerzfrequenz: dauerhaft
* Schmerzfrequenz: dauerhaft


Bei der '''Subarachnoidalblutung''' (SAB) tritt Blut in den äußeren Liquorraum. Eine Subarachnoidalblutung ist eine der häufigsten Ursachen für einen anhaltenden, extremen Kopfschmerz mit abruptem Beginn (Donnerschlagkopfschmerz). 40 bis 50 % der Patienten sterben an der Subarachnoidalblutung, 10 bis 20 % noch bevor sie das Krankenhaus erreichen; die Hälfte der Überlebenden behält bleibende Schäden zurück.<ref name="ICHD3622">[https://ichd-3.org/6-headache-attributed-to-cranial-or-cervical-vascular-disorder/6-2-headache-attributed-to-non-traumatic-intracranial-haemorrhage/6-2-2-headache-attributed-to-non-traumatic-subarachnoid-haemorrhage-sah/ ICHD-3, 6.2.2 Headache attributed to non-traumatic subarachnoid haemorrhage (SAH)], Kommentar, am 23.09.2026 gelesen: „Non-traumatic subarachnoid haemorrhage (SAH) is one of the most common causes of persistent, intense and incapacitating headache of abrupt onset (thunderclap headache), and is a serious condition (mortality is 40-50%, with 10-20% of patients dying before arriving at hospital; 50% of survivors are left disabled).“</ref> Den meisten Subarachnoidalblutungen liegt eine vorher nicht bekannte Gefäßwandaussackung ([http://de.wikipedia.org/wiki/Aneurysma Aneurysma]) zugrunde, das aufgrund einer akuten Anstrengung reißt ([http://de.wikipedia.org/wiki/Ruptur Ruptur]). Die Kopfschmerzen sind zu Beginn häufig einseitig und werden von Übelkeit, Erbrechen, Bewusstseinstörungen, Nackensteifigkeit und selten auch von Fieber oder Herzrhythmusstörungen begleitet. Manchmal ist der Kopfschmerz weniger stark und tritt ohne Zusatzsymptome auf. Der abrupte Beginn ist das Leitsymptom. Jeder Patient mit abrupten Kopfschmerzbeginn oder "Donnerschlagkopfschmerz" ([http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/04.06.00_other.html IHS-ICHD-II 4.6])  sollte auf eine Subarachnoidalblutung hin untersucht werden.<ref>[http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/03_teil2/06.02.02_vascular.html IHS-ICHD-II Klassifikation 6.2.2 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine subarachnoidale Blutung]</ref>
Bei der '''Subarachnoidalblutung''' (SAB) tritt Blut in den äußeren Liquorraum. Eine Subarachnoidalblutung ist eine der häufigsten Ursachen für einen anhaltenden, extremen Kopfschmerz mit abruptem Beginn (Donnerschlagkopfschmerz). 40 bis 50 % der Patienten sterben an der Subarachnoidalblutung, 10 bis 20 % noch bevor sie das Krankenhaus erreichen; die Hälfte der Überlebenden behält bleibende Schäden zurück.<ref name="ICHD3622">[https://ichd-3.org/6-headache-attributed-to-cranial-or-cervical-vascular-disorder/6-2-headache-attributed-to-non-traumatic-intracranial-haemorrhage/6-2-2-headache-attributed-to-non-traumatic-subarachnoid-haemorrhage-sah/ ICHD-3, 6.2.2 Headache attributed to non-traumatic subarachnoid haemorrhage (SAH)], Kommentar, am 23.09.2026 gelesen: „Non-traumatic subarachnoid haemorrhage (SAH) is one of the most common causes of persistent, intense and incapacitating headache of abrupt onset (thunderclap headache), and is a serious condition (mortality is 40-50%, with 10-20% of patients dying before arriving at hospital; 50% of survivors are left disabled).“</ref> Den meisten Subarachnoidalblutungen liegt eine vorher nicht bekannte Gefäßwandaussackung ([https://de.wikipedia.org/wiki/Aneurysma Aneurysma]) zugrunde, das aufgrund einer akuten Anstrengung reißt ([https://de.wikipedia.org/wiki/Ruptur Ruptur]). Die Kopfschmerzen sind zu Beginn häufig einseitig und werden von Übelkeit, Erbrechen, Bewusstseinstörungen, Nackensteifigkeit und selten auch von Fieber oder Herzrhythmusstörungen begleitet. Manchmal ist der Kopfschmerz weniger stark und tritt ohne Zusatzsymptome auf. Der abrupte Beginn ist das Leitsymptom. Jeder Patient mit abrupten Kopfschmerzbeginn oder "Donnerschlagkopfschmerz" ([https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/02_teil1/04.06.00_other.html IHS-ICHD-II 4.6])  sollte auf eine Subarachnoidalblutung hin untersucht werden.<ref>[https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/03_teil2/06.02.02_vascular.html IHS-ICHD-II Klassifikation 6.2.2 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine subarachnoidale Blutung]</ref>


*[http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/03_teil2/06.02.02_vascular.html IHS-ICHD-II Klassifikation 6.2.2 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine subarachnoidale Blutung]
*[https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/03_teil2/06.02.02_vascular.html IHS-ICHD-II Klassifikation 6.2.2 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine subarachnoidale Blutung]
* Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie:
* Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie:
** [http://www.dgn.org/leitlinien-online-2012/inhalte-nach-kapitel/2311-ll-21-2012-diagnostik-akuter-zerebrovaskulaerer-erkrankungen.html Diagnostik akuter zerebrovaskulärer Erkrankungen]
** [https://www.dgn.org/leitlinien-online-2012/inhalte-nach-kapitel/2311-ll-21-2012-diagnostik-akuter-zerebrovaskulaerer-erkrankungen.html Diagnostik akuter zerebrovaskulärer Erkrankungen]
** [http://www.dgn.org/leitlinien-online-2012/inhalte-nach-kapitel/2318-ll-26-2012-subarachnoidalsblutung-sab.html Subarachnoidalblutung]
** [https://www.dgn.org/leitlinien-online-2012/inhalte-nach-kapitel/2318-ll-26-2012-subarachnoidalsblutung-sab.html Subarachnoidalblutung]
** [http://www.dgn.org/leitlinien-online-2012/inhalte-nach-kapitel/2314-ll-25-2012-unrupturierte-intrakranielle-aneurysmen.html Unrupturierte intrakranielle Aneurysmen]
** [https://www.dgn.org/leitlinien-online-2012/inhalte-nach-kapitel/2314-ll-25-2012-unrupturierte-intrakranielle-aneurysmen.html Unrupturierte intrakranielle Aneurysmen]


* [http://www.dgnc.de/htm/08/nav/index08_2.html Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie: Medizinische Informationen für Patienten - Aneurysmatische Subarachnoidalblutung]
* [http://www.dgnc.de/htm/08/nav/index08_2.html Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie: Medizinische Informationen für Patienten - Aneurysmatische Subarachnoidalblutung]
* [[Bild:15px-Qsicon exzellent.png]] [http://de.wikipedia.org/wiki/Subarachnoidalblutung Wikipedia: Subarachnoidalblutung]
* [[Bild:15px-Qsicon exzellent.png]] [https://de.wikipedia.org/wiki/Subarachnoidalblutung Wikipedia: Subarachnoidalblutung]


=== Kopfschmerz zurückzuführen auf eine intrazerebrale Blutung ===
=== Kopfschmerz zurückzuführen auf eine intrazerebrale Blutung ===
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Als '''intrazerebrale Blutung''' werden Blutungen bezeichnet die innerhalb des Hirngewebes gelegen sind. Intrazerebrale Blutungen treten meist plötzlich auf und machen etwa 15% aller Schlaganfälle aus. Häufigste Ursache sind die als Folge des Bluthochdrucks auftretenden Veränderungen kleiner Blutgefäße, insbesondere nach akuten körperlichen Anstrengungen. Auch wenn es sich bei Blutungen aus geplatzten Gefäßwandaussackungen üblicherweise um Subarachnoidalblutungen handelt, können auch intrazerebrale Blutungen durch Aneurysmarupturen verursacht sein. Die intrazerebrale Blutung wird begleitet von Kopfschmerzen mit geringerer Intensität als bei der Subarachnoidalblutung. Weitere Symptome sind Übelkeit, Erbrechen und Bewusstseinsstörungen.
Als '''intrazerebrale Blutung''' werden Blutungen bezeichnet die innerhalb des Hirngewebes gelegen sind. Intrazerebrale Blutungen treten meist plötzlich auf und machen etwa 15% aller Schlaganfälle aus. Häufigste Ursache sind die als Folge des Bluthochdrucks auftretenden Veränderungen kleiner Blutgefäße, insbesondere nach akuten körperlichen Anstrengungen. Auch wenn es sich bei Blutungen aus geplatzten Gefäßwandaussackungen üblicherweise um Subarachnoidalblutungen handelt, können auch intrazerebrale Blutungen durch Aneurysmarupturen verursacht sein. Die intrazerebrale Blutung wird begleitet von Kopfschmerzen mit geringerer Intensität als bei der Subarachnoidalblutung. Weitere Symptome sind Übelkeit, Erbrechen und Bewusstseinsstörungen.


* [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/03_teil2/06.02.01_vascular.html IHS-ICHD-II Klassifikation 6.2.1 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine intrazerebrale Blutung]
* [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/03_teil2/06.02.01_vascular.html IHS-ICHD-II Klassifikation 6.2.1 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine intrazerebrale Blutung]
* [http://www.dgn.org/leitlinien-online-2012/inhalte-nach-kapitel/2370-ll-28-2012-intrazerebrale-blutungen.html Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Intrazerebrale Blutung]
* [https://www.dgn.org/leitlinien-online-2012/inhalte-nach-kapitel/2370-ll-28-2012-intrazerebrale-blutungen.html Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Intrazerebrale Blutung]


=== Kopfschmerz zurückzuführen auf eine bakterielle Meningitis ===
=== Kopfschmerz zurückzuführen auf eine bakterielle Meningitis ===
* Schmerzdauer: durchgehend
* Schmerzdauer: durchgehend
* Schmerzfrequenz: dauerhaft
* Schmerzfrequenz: dauerhaft
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Meningitis Wikipedia: Meningitis]
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Meningitis Wikipedia: Meningitis]
* [http://www.ihs-klassifikation.de/de/02_klassifikation/03_teil2/09.01.01_infection.html IHS-ICHD-II Klassifikation 9.1.1 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine bakterielle Meningitis]
* [https://www.ihs-klassifikation.de/de/02_klassifikation/03_teil2/09.01.01_infection.html IHS-ICHD-II Klassifikation 9.1.1 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine bakterielle Meningitis]


=== Kopfschmerz zurückzuführen auf eine Riesenzellarteriitis (Arteriitis cranialis) ===
=== Kopfschmerz zurückzuführen auf eine Riesenzellarteriitis (Arteriitis cranialis) ===
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* Schmerzfrequenz: dauerhaft
* Schmerzfrequenz: dauerhaft


Die '''Riesenzellarteriitis''' ist eine Gefäßentzündung, die vor allem bei älteren Menschen ab 50 Jahren die Schläfenarterien ([http://de.wikipedia.org/wiki/Arteria_temporalis_superficialis Arteria temporalis]) befällt. Unbehandelt besteht ein Risiko von 20 Prozent zu erblinden. Daher werden bereits bei dringendem Verdacht auf die Erkrankung hochdosiert Cortisonpräparate verabreicht. Bei entsprechender Diagnostik und einem raschen Therapiebeginn mit Cortisonpräparaten ist der Erkrankungsverlauf meist gutartig, wenn auch langwierig. Andere Bezeichnungen: Arteriitis cranialis, Arteriitis temporalis (Horton), Morbus Horton und Horton-Syndrom<ref name="IHSAC">[http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/03_teil2/06.04.01_vascular.html IHS-ICHD-II Klassifikation 6.4.1 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine Riesenzellarteriitis]</ref>. Mehr als 70 Prozent der Patienten berichten als Erstsymptom bei der Riesenzellarteriitis über einen starken, bohrend-stechenden und in der Regel einseitigen Kopfschmerz, der häufig durch Kauen noch verstärkt wird. Typisch ist auch eine einseitige, plötzlich einsetzende Erblindung oder hochgradige Sehminderung, die bei etwa 30 % der Erkrankten auftritt. Daneben werden druckempfindliche Temporalarterien und in 12–15 % der Fälle das Herabhängen eines Augenlides ([[Ptosis]]) oder andere Augenmuskellähmungen sowie häufig Allgemeinsymptome wie Fieber, Gewichtsabnahme, Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Muskelschmerzen beobachtet.<ref>[http://de.wikipedia.org/wiki/Arteriitis_cranialis Wikipedia: Arteriitis cranialis]</ref> Die Riesenzellarteriitis kann durch eine [http://de.wikipedia.org/wiki/Biopsie Biopsie] der Arteria temporalis nachgewiesen werden.<ref name="IHSAC"/>
Die '''Riesenzellarteriitis''' ist eine Gefäßentzündung, die vor allem bei älteren Menschen ab 50 Jahren die Schläfenarterien ([https://de.wikipedia.org/wiki/Arteria_temporalis_superficialis Arteria temporalis]) befällt. Unbehandelt besteht ein Risiko von 20 Prozent zu erblinden. Daher werden bereits bei dringendem Verdacht auf die Erkrankung hochdosiert Cortisonpräparate verabreicht. Bei entsprechender Diagnostik und einem raschen Therapiebeginn mit Cortisonpräparaten ist der Erkrankungsverlauf meist gutartig, wenn auch langwierig. Andere Bezeichnungen: Arteriitis cranialis, Arteriitis temporalis (Horton), Morbus Horton und Horton-Syndrom<ref name="IHSAC">[https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/03_teil2/06.04.01_vascular.html IHS-ICHD-II Klassifikation 6.4.1 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine Riesenzellarteriitis]</ref>. Mehr als 70 Prozent der Patienten berichten als Erstsymptom bei der Riesenzellarteriitis über einen starken, bohrend-stechenden und in der Regel einseitigen Kopfschmerz, der häufig durch Kauen noch verstärkt wird. Typisch ist auch eine einseitige, plötzlich einsetzende Erblindung oder hochgradige Sehminderung, die bei etwa 30 % der Erkrankten auftritt. Daneben werden druckempfindliche Temporalarterien und in 12–15 % der Fälle das Herabhängen eines Augenlides ([[Ptosis]]) oder andere Augenmuskellähmungen sowie häufig Allgemeinsymptome wie Fieber, Gewichtsabnahme, Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Muskelschmerzen beobachtet.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Arteriitis_cranialis Wikipedia: Arteriitis cranialis]</ref> Die Riesenzellarteriitis kann durch eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Biopsie Biopsie] der Arteria temporalis nachgewiesen werden.<ref name="IHSAC"/>
   
   
* [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/03_teil2/06.04.01_vascular.html IHS-ICHD-II Klassifikation 6.4.1 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine Riesenzellarteriitis]
* [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/03_teil2/06.04.01_vascular.html IHS-ICHD-II Klassifikation 6.4.1 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine Riesenzellarteriitis]
* [http://www.dgn.org/leitlinien-online-2012/inhalte-nach-kapitel/2322-ll-30-2012-zerebrale-vaskulitis.html Leitlinie Zerebrale Vaskulitis der Deutschen Gesellschaft für Neurologie 2012]
* [https://www.dgn.org/leitlinien-online-2012/inhalte-nach-kapitel/2322-ll-30-2012-zerebrale-vaskulitis.html Leitlinie Zerebrale Vaskulitis der Deutschen Gesellschaft für Neurologie 2012]
* {{cite journal |author=Smith JH, Swanson JW |title=Giant cell arteritis |journal=Headache |volume=54 |issue=8 |pages=1273–89 |year=2014 |month=September |pmid=25041449 |doi=10.1111/head.12425 |url=}}
* {{cite journal |author=Smith JH, Swanson JW |title=Giant cell arteritis |journal=Headache |volume=54 |issue=8 |pages=1273–89 |year=2014 |month=September |pmid=25041449 |doi=10.1111/head.12425 |url=}}
* Wang X, Hu ZP, Lu W, Tang XQ, Yang HP, Zeng LW, Zhang J, Li T.: Giant cell arteritis. ''Rheumatol Int.'' 2008 Nov; '''29'''(1): 1-7. PMID 18716781 [http://dx.doi.org/10.1007/s00296-008-0662-0 DOI.]
* Wang X, Hu ZP, Lu W, Tang XQ, Yang HP, Zeng LW, Zhang J, Li T.: Giant cell arteritis. ''Rheumatol Int.'' 2008 Nov; '''29'''(1): 1-7. PMID 18716781 [https://doi.org/10.1007/s00296-008-0662-0 DOI.]
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Arteriitis_cranialis Wikipedia: Arteriitis cranialis]
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Arteriitis_cranialis Wikipedia: Arteriitis cranialis]


=== Tolosa-Hunt-Syndrom ===
=== Tolosa-Hunt-Syndrom ===
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* Schmerzfrequenz: dauerhaft oder wiederkehrend
* Schmerzfrequenz: dauerhaft oder wiederkehrend


Das '''Tolosa-Hunt-Syndrom''' (Orbitaspitzensyndrom, opthalmoplegia dolorosa) ist eine chronische, nicht infektionsbedingte Entzündung der [http://de.wikipedia.org/wiki/Orbita Orbitaspitze] (hinterer Abschluss der Augenhöhle) und des danebenliegenden [[Sinus Cavernosus]]. Die Ursache dieser Entzündung, die fast nur Erwachsene betrifft, ist unbekannt. Feingewebliche Untersuchungen zeigen unspezifisches, mehr oder weniger [http://de.wikipedia.org/wiki/Granulom granulomatöses] Gewebe.<ref>[http://de.wikipedia.org/wiki/Tolosa-Hunt-Syndrom Wikipedia: Tolosa-Hunt-Syndrom]</ref> Zur Behandlung werden Cortisonpräparate eingesetzt. Die Patienten klagen über heftige, einseitige, bohrende Schmerzen hinter dem Auge. Definitionsgemäß kommt es bei hochdosierter Cortisontherapie innerhalb von 72 Stunden zu einer dramatischen Schmerzlinderung. In schweren Fällen kann Sehverlust auf dem betroffenen Auge eintreten.
Das '''Tolosa-Hunt-Syndrom''' (Orbitaspitzensyndrom, opthalmoplegia dolorosa) ist eine chronische, nicht infektionsbedingte Entzündung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Orbita Orbitaspitze] (hinterer Abschluss der Augenhöhle) und des danebenliegenden [[Sinus Cavernosus]]. Die Ursache dieser Entzündung, die fast nur Erwachsene betrifft, ist unbekannt. Feingewebliche Untersuchungen zeigen unspezifisches, mehr oder weniger [https://de.wikipedia.org/wiki/Granulom granulomatöses] Gewebe.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Tolosa-Hunt-Syndrom Wikipedia: Tolosa-Hunt-Syndrom]</ref> Zur Behandlung werden Cortisonpräparate eingesetzt. Die Patienten klagen über heftige, einseitige, bohrende Schmerzen hinter dem Auge. Definitionsgemäß kommt es bei hochdosierter Cortisontherapie innerhalb von 72 Stunden zu einer dramatischen Schmerzlinderung. In schweren Fällen kann Sehverlust auf dem betroffenen Auge eintreten.


* [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/04_teil3/13.16.00_facialpain.html IHS-ICHD-II Klassifikation 13.16 Tolosa-Hunt-Syndrom]
* [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/04_teil3/13.16.00_facialpain.html IHS-ICHD-II Klassifikation 13.16 Tolosa-Hunt-Syndrom]
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Tolosa-Hunt-Syndrom Wikipedia: Tolosa-Hunt-Syndrom]
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Tolosa-Hunt-Syndrom Wikipedia: Tolosa-Hunt-Syndrom]


=== Kopfschmerz zurückzuführen auf eine Rhinosinusitis / Nebenhöhlenentzündung  ===
=== Kopfschmerz zurückzuführen auf eine Rhinosinusitis / Nebenhöhlenentzündung  ===
* Schmerzdauer: über mehrere Tage
* Schmerzdauer: über mehrere Tage
* Schmerzfrequenz: dauerhaft
* Schmerzfrequenz: dauerhaft
* [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/03_teil2/11.05.00_cranial.html IHS-ICHD-II Klassifikation 11.5 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine Rhinosinusitis]
* [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/03_teil2/11.05.00_cranial.html IHS-ICHD-II Klassifikation 11.5 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine Rhinosinusitis]
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Sinusitis Wikipedia: Sinusitis]
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Sinusitis Wikipedia: Sinusitis]


=== Anhaltender idiopathischer Gesichtsschmerz ===
=== Anhaltender idiopathischer Gesichtsschmerz ===
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* Schmerzfrequenz: dauerhaft, die meiste Zeit des Tages
* Schmerzfrequenz: dauerhaft, die meiste Zeit des Tages


'''Anhaltender idiopathischer Gesichtsschmerz''' ist nach der Neuauflage der IHS-Klassifikation II definiert als Gesichtsschmerz, der nicht die Charakteristika einer Neuralgie besitzt und nicht durch eine andere Erkrankung bedingt ist. Der Begriff löst den des „atypischen Gesichtsschmerzes“ der ersten Auflage der Klassifikation ab. Der Schmerz ist täglich vorhanden, überwiegend kontinuierlich, einseitig und schlecht lokalisierbar. Sensibilitätsstörungen oder andere Ausfälle liegen nicht vor. Zusatzuntersuchungen inklusive Röntgendiagnostik von Gesicht und Kiefer müssen unauffällig sein. Eine Verletzung oder Operation von Gesicht, Zähnen und Kiefer kann den Schmerz ausgelöst haben, aktuell darf jedoch kein pathologischer Lokalbefund zu erheben sein.<ref>[http://www.dgn.org/leitlinien-online-2012/inhalte-nach-kapitel/2365-ll-53-2012-anhaltender-idiopathischer-gesichtsschmerz.html Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Anhaltender idiopathischer Gesichtsschmerz]</ref>
'''Anhaltender idiopathischer Gesichtsschmerz''' ist nach der Neuauflage der IHS-Klassifikation II definiert als Gesichtsschmerz, der nicht die Charakteristika einer Neuralgie besitzt und nicht durch eine andere Erkrankung bedingt ist. Der Begriff löst den des „atypischen Gesichtsschmerzes“ der ersten Auflage der Klassifikation ab. Der Schmerz ist täglich vorhanden, überwiegend kontinuierlich, einseitig und schlecht lokalisierbar. Sensibilitätsstörungen oder andere Ausfälle liegen nicht vor. Zusatzuntersuchungen inklusive Röntgendiagnostik von Gesicht und Kiefer müssen unauffällig sein. Eine Verletzung oder Operation von Gesicht, Zähnen und Kiefer kann den Schmerz ausgelöst haben, aktuell darf jedoch kein pathologischer Lokalbefund zu erheben sein.<ref>[https://www.dgn.org/leitlinien-online-2012/inhalte-nach-kapitel/2365-ll-53-2012-anhaltender-idiopathischer-gesichtsschmerz.html Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Anhaltender idiopathischer Gesichtsschmerz]</ref>


* [http://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/04_teil3/13.18.04_facialpain.html IHS-ICHD-II Klassifikation 13.18.4 Anhaltender idiopathischer Gesichtsschmerz]
* [https://ihs-classification.org/de/02_klassifikation/04_teil3/13.18.04_facialpain.html IHS-ICHD-II Klassifikation 13.18.4 Anhaltender idiopathischer Gesichtsschmerz]
* [http://www.dgn.org/leitlinien-online-2012/inhalte-nach-kapitel/2365-ll-53-2012-anhaltender-idiopathischer-gesichtsschmerz.html Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Anhaltender idiopathischer Gesichtsschmerz]
* [https://www.dgn.org/leitlinien-online-2012/inhalte-nach-kapitel/2365-ll-53-2012-anhaltender-idiopathischer-gesichtsschmerz.html Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Anhaltender idiopathischer Gesichtsschmerz]
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Atypischer_Gesichtsschmerz Wikipedia: Atypischer Gesichtsschmerz]
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Atypischer_Gesichtsschmerz Wikipedia: Atypischer Gesichtsschmerz]


== Prof. Dr. Dr. Stefan Evers: Cluster-Kopfschmerz Differentialdiagnosen ==
== Prof. Dr. Dr. Stefan Evers: Cluster-Kopfschmerz Differentialdiagnosen ==
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Vortrag von Prof. Dr. med. Dr. phil. Stefan Evers gehalten am UKE Hamburg 02. Mai 2015. Mit freundlicher Genehmigung von Stefan Evers. Copyright© Stefan Evers 2015.  
Vortrag von Prof. Dr. med. Dr. phil. Stefan Evers gehalten am UKE Hamburg 02. Mai 2015. Mit freundlicher Genehmigung von Stefan Evers. Copyright© Stefan Evers 2015.  


Prof. Dr. med. Dr. phil. Stefan Evers ist Chefarzt und Ärztlicher Direktor an der [http://www.krankenhaus-lindenbrunn.de/klinik-fuer-neurologie/die-klinik/das-team.htm Klinik für Neurologie, Krankenhaus Lindenbrunn in Coppenbrügge]. Er war viele Jahre im Präsidium der http://www.dmkg.de und hat u.a. an nationalen und internationalen Leitlinien der Neurologie mitgewirkt.
Prof. Dr. med. Dr. phil. Stefan Evers ist Chefarzt und Ärztlicher Direktor an der [http://www.krankenhaus-lindenbrunn.de/klinik-fuer-neurologie/die-klinik/das-team.htm Klinik für Neurologie, Krankenhaus Lindenbrunn in Coppenbrügge]. Er war viele Jahre im Präsidium der https://www.dmkg.de und hat u.a. an nationalen und internationalen Leitlinien der Neurologie mitgewirkt.


* [http://tv.doccheck.com/de/movie/74736/differentialdiagnosen-cluster-kopfschmerz-tag-hamburg-2015 DocCheck&reg; TV: Stefan Evers "Was ist Cluster-Kopfschmerz, was sind die Differentialdiagnosen?"]  
* [https://tv.doccheck.com/de/movie/74736/differentialdiagnosen-cluster-kopfschmerz-tag-hamburg-2015 DocCheck&reg; TV: Stefan Evers "Was ist Cluster-Kopfschmerz, was sind die Differentialdiagnosen?"]  
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== Literatur ==
== Literatur ==
* [http://www.ihs-klassifikation.de/de/ Olesen, Jes et al.: Die 2. Edition der Internationalen Kopfschmerz-Klassifikation der International Headache Society (IHS-ICHD-II, 2004)]
* [https://www.ihs-klassifikation.de/de/ Olesen, Jes et al.: Die 2. Edition der Internationalen Kopfschmerz-Klassifikation der International Headache Society (IHS-ICHD-II, 2004)]
* Limmroth, Volker: ''Kopf- und Gesichtsschmerzen.'' Schattauer, Stuttgart, 2007 ISBN 3-7945-2319-9
* Limmroth, Volker: ''Kopf- und Gesichtsschmerzen.'' Schattauer, Stuttgart, 2007 ISBN 3-7945-2319-9
* {{cite journal |author=Geißler K, Guntinas-Lichius O |title= Differenzialdiagnostik des Kopfschmerzes (Differential diagnosis of headaches) |journal=Laryngorhinootologie |volume=93 |issue=6 |pages=405–21 |year=2014 |month=June |pmid=24863914 |doi=10.1055/s-0034-1374590 |url=}}
* {{cite journal |author=Geißler K, Guntinas-Lichius O |title= Differenzialdiagnostik des Kopfschmerzes (Differential diagnosis of headaches) |journal=Laryngorhinootologie |volume=93 |issue=6 |pages=405–21 |year=2014 |month=June |pmid=24863914 |doi=10.1055/s-0034-1374590 |url=}}
* Rabe K, Kastrup O.: Differenzialdiagnose und Behandlung des akuten Kopfschmerzes. ''CME.'' 2013/3: 53-62. http://dx.doi.org/10.1007/s11298-013-0140-1 [http://www.springermedizin.de/differenzialdiagnose-und-behandlung-des-akuten-kopfschmerzes/4121808.html URL]  
* Rabe K, Kastrup O.: Differenzialdiagnose und Behandlung des akuten Kopfschmerzes. ''CME.'' 2013/3: 53-62. https://doi.org/10.1007/s11298-013-0140-1 [http://www.springermedizin.de/differenzialdiagnose-und-behandlung-des-akuten-kopfschmerzes/4121808.html URL]  
* [https://www.aerzteblatt.de/archiv/53381 Evers, Stefan; Frese, Achim; Marziniak, Martin: Differenzialdiagnose von Kopfschmerzen. ''Deutsches Ärzteblatt 2006'', '''103''' (45)]
* [https://www.aerzteblatt.de/archiv/53381 Evers, Stefan; Frese, Achim; Marziniak, Martin: Differenzialdiagnose von Kopfschmerzen. ''Deutsches Ärzteblatt 2006'', '''103''' (45)]
* [http://www.dgn.org/leitlinien-online-2012/inhalte-nach-kapitel/2276-ll-52-diagnostik-bei-kopfschmerzen.html Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Diagnostik und apparative Zusatzuntersuchungen bei Kopfschmerzen]
* [https://www.dgn.org/leitlinien-online-2012/inhalte-nach-kapitel/2276-ll-52-diagnostik-bei-kopfschmerzen.html Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Diagnostik und apparative Zusatzuntersuchungen bei Kopfschmerzen]
* Knauth, M.: Kopfschmerzen - mehr als nur Sinusitis. ''Radiologie up2date.'' Sept 2011; '''11'''(3): 231-246. [http://dx.doi.org/10.1055/s-0030-1256430 DOI]  
* Knauth, M.: Kopfschmerzen - mehr als nur Sinusitis. ''Radiologie up2date.'' Sept 2011; '''11'''(3): 231-246. [https://doi.org/10.1055/s-0030-1256430 DOI]  
* {{cite journal |author=Goadsby PJ |title=Short-lasting primary headaches: focus on trigeminal automatic cephalgias and indomethacin-sensitive headaches |journal=Curr. Opin. Neurol. |volume=12 |issue=3 |pages=273–7 |year=1999 |month=June |pmid=10576887 |doi= |url=}}
* {{cite journal |author=Goadsby PJ |title=Short-lasting primary headaches: focus on trigeminal automatic cephalgias and indomethacin-sensitive headaches |journal=Curr. Opin. Neurol. |volume=12 |issue=3 |pages=273–7 |year=1999 |month=June |pmid=10576887 |doi= |url=}}
* {{Cite journal  | last1 = Zakrzewska | first1 = JM. | title = Differential diagnosis of facial pain and guidelines for management. | journal = Br J Anaesth | volume = 111 | issue = 1 | pages = 95-104 | month = Jul | year = 2013 | doi = 10.1093/bja/aet125 | PMID = 23794651 }}
* {{Cite journal  | last1 = Zakrzewska | first1 = JM. | title = Differential diagnosis of facial pain and guidelines for management. | journal = Br J Anaesth | volume = 111 | issue = 1 | pages = 95-104 | month = Jul | year = 2013 | doi = 10.1093/bja/aet125 | PMID = 23794651 }}