Cluster-Kopfschmerz Symptome: Unterschied zwischen den Versionen

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Letztes Kriterium auf den Wortlaut der ICHD-3 gebracht; Schlafphase nach Schlaflabor-Studie berichtigt und belegt; Band und DOI bei Imai 2013
 
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* Die Attackenfrequenz liegt zwischen einer Attacke jeden zweiten Tag und acht Attacken pro Tag. Während eines Teils, aber bei weniger als der Hälfte des Zeitverlaufes des Cluster-Kopfschmerzes können die Attacken seltener auftreten.  
* Die Attackenfrequenz liegt zwischen einer Attacke jeden zweiten Tag und acht Attacken pro Tag. Während eines Teils, aber bei weniger als der Hälfte des Zeitverlaufes des Cluster-Kopfschmerzes können die Attacken seltener auftreten.  


* Der Kopfschmerz ist nicht auf eine andere Erkrankung zurückzuführen. Vorgeschichte, körperliche und neurologische Untersuchungen geben keinen Hinweis auf eine der unter Kapitel 5 bis 12 der IHS Klassifikation aufgeführten Erkrankungen oder Vorgeschichte und/oder körperliche und/oder neurologische Untersuchungen lassen an eine solche Erkrankung denken, doch konnte diese durch geeignete Untersuchungen ausgeschlossen werden oder eine solche Erkrankung liegt vor, die Kopfschmerzen traten jedoch nicht erstmals in engem zeitlichen Zusammenhang mit dieser Erkrankung auf.
* Der Kopfschmerz lässt sich nicht besser durch eine andere Diagnose der Klassifikation (ICHD-3) erklären.


[[Bild:Clusterhead.jpg|alt=Zeichnung: Ein kleines Wesen hockt auf einem Kopf und bohrt sich mit der Hand ins Auge; das Gesicht ist vor Schmerz verzerrt, eine Hand drückt gegen die Schläfe.|thumb|'''The Cluster Headache'''<br/>by JD Fletcher]]
[[Bild:Clusterhead.jpg|alt=Zeichnung: Ein kleines Wesen hockt auf einem Kopf und bohrt sich mit der Hand ins Auge; das Gesicht ist vor Schmerz verzerrt, eine Hand drückt gegen die Schläfe.|thumb|'''The Cluster Headache'''<br/>by JD Fletcher]]
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== Zeitliches Auftreten ==
== Zeitliches Auftreten ==
Häufig, und besonders bei Episodikern, treten die Attacken nachts ein bis zwei Stunden nach dem Einschlafen auf. Dieser Zeitraum fällt auffallend genau mit der ersten Tiefschlafphase zusammen.
Häufig, und besonders bei Episodikern, treten die Attacken nachts ein bis zwei Stunden nach dem Einschlafen auf. Früher nahm man an, dass diese Attacken an die erste Traumschlafphase (REM-Schlaf) gebunden sind. Eine Untersuchung im Schlaflabor mit 40 Betroffenen und 45 aufgezeichneten nächtlichen Attacken fand aber keinen zeitlichen Zusammenhang mit dem REM-Schlaf oder einer anderen Schlafphase.<ref name="BARLOESE2015">Barloese MCJ: Neurobiology and sleep disorders in cluster headache. ''The Journal of Headache and Pain.'' 2015; '''16''': 78. [https://doi.org/10.1186/s10194-015-0562-0 DOI]. Abgerufen am 02.10.2026.</ref>


Für die Bindung an die Uhrzeit gibt es inzwischen eine Erklärung, und sie ist gut untersucht. Eine Zusammenfassung von 72 Arbeiten fand bei 70,5&nbsp;Prozent der Betroffenen (3490 von 4953 in 16 Studien) ein Tagesmuster der Attacken mit einem deutlichen Gipfel zwischen 21 und 3&nbsp;Uhr, dazu Häufungen im Frühjahr und Herbst. Dazu passen niedrigere Melatonin- und höhere Kortisolwerte. Und der Befund, der beides verbindet: Fünf der neun bekannten Risikogene des Cluster-Kopfschmerzes sind Gene, deren Aktivität selbst einem Tagesrhythmus folgt.<ref name="BENKLI2023">{{cite journal |author=Benkli B, Kim SY, Koike N, Han C, Tran CK, Silva E, et al. |title=Circadian Features of Cluster Headache and Migraine: A Systematic Review, Meta-analysis, and Genetic Analysis |journal=Neurology |volume=100 |issue=22 |pages=e2224-e2236 |year=2023 |pmid=36990725 |doi=10.1212/WNL.0000000000207240 |url=}}</ref> Die Steuerzentrale dafür sitzt im [[Hypothalamus]], der während der Attacke nachweislich aktiv ist – Einzelheiten dazu stehen auf der Seite [[Cluster-Kopfschmerz Ursachen]].
Für die Bindung an die Uhrzeit gibt es inzwischen eine Erklärung, und sie ist gut untersucht. Eine Zusammenfassung von 72 Arbeiten fand bei 70,5&nbsp;Prozent der Betroffenen (3490 von 4953 in 16 Studien) ein Tagesmuster der Attacken mit einem deutlichen Gipfel zwischen 21 und 3&nbsp;Uhr, dazu Häufungen im Frühjahr und Herbst. Dazu passen niedrigere Melatonin- und höhere Kortisolwerte. Und der Befund, der beides verbindet: Fünf der neun bekannten Risikogene des Cluster-Kopfschmerzes sind Gene, deren Aktivität selbst einem Tagesrhythmus folgt.<ref name="BENKLI2023">{{cite journal |author=Benkli B, Kim SY, Koike N, Han C, Tran CK, Silva E, et al. |title=Circadian Features of Cluster Headache and Migraine: A Systematic Review, Meta-analysis, and Genetic Analysis |journal=Neurology |volume=100 |issue=22 |pages=e2224-e2236 |year=2023 |pmid=36990725 |doi=10.1212/WNL.0000000000207240 |url=}}</ref> Die Steuerzentrale dafür sitzt im [[Hypothalamus]], der während der Attacke nachweislich aktiv ist – Einzelheiten dazu stehen auf der Seite [[Cluster-Kopfschmerz Ursachen]].
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* {{Cite journal  | last1 = Zidverc-Trajkovic | first1 = J. | last2 = Podgorac | first2 = A. | last3 = Radojicic | first3 = A. | last4 = Sternic | first4 = N. | title = Migraine-Like Accompanying Features in Patients With Cluster Headache. How Important Are They? | journal = Headache | volume =  | issue =  | pages =  | month = Mar | year = 2013 | doi = 10.1111/head.12077 | PMID = 23534887 }}
* {{Cite journal  | last1 = Zidverc-Trajkovic | first1 = J. | last2 = Podgorac | first2 = A. | last3 = Radojicic | first3 = A. | last4 = Sternic | first4 = N. | title = Migraine-Like Accompanying Features in Patients With Cluster Headache. How Important Are They? | journal = Headache | volume =  | issue =  | pages =  | month = Mar | year = 2013 | doi = 10.1111/head.12077 | PMID = 23534887 }}


* Imai N.: Clinical profile of probable cluster headache without ipsilateral autonomous symptoms. ''The Journal of Headache and Pain.'' 2013 '''1'''(Suppl 1): P43. https://doi.org/10.1186/1129-2377-1-S1-P43  
* Imai N.: Clinical profile of probable cluster headache without ipsilateral autonomous symptoms. ''The Journal of Headache and Pain.'' 2013; '''14'''(Suppl 1): P43. https://doi.org/10.1186/1129-2377-14-S1-P43  


* {{Cite journal  | last1 = Schürks | first1 = M. | last2 = Kurth | first2 = T. | last3 = de Jesus | first3 = J. | last4 = Jonjic | first4 = M. | last5 = Rosskopf | first5 = D. | last6 = Diener | first6 = HC. | title = Cluster headache: clinical presentation, lifestyle features, and medical treatment. | journal = Headache | volume = 46 | issue = 8 | pages = 1246-54 | month = Sep | year = 2006 | doi = 10.1111/j.1526-4610.2006.00534.x | PMID = 16942468 }}
* {{Cite journal  | last1 = Schürks | first1 = M. | last2 = Kurth | first2 = T. | last3 = de Jesus | first3 = J. | last4 = Jonjic | first4 = M. | last5 = Rosskopf | first5 = D. | last6 = Diener | first6 = HC. | title = Cluster headache: clinical presentation, lifestyle features, and medical treatment. | journal = Headache | volume = 46 | issue = 8 | pages = 1246-54 | month = Sep | year = 2006 | doi = 10.1111/j.1526-4610.2006.00534.x | PMID = 16942468 }}