Verapamil: Unterschied zwischen den Versionen

Wechselwirkungen als übersichtliche Tabelle direkt auf der Seite, ergänzt um die Angaben aus den Fachinformationen der anderen Cluster-Mittel; Link zur Gesamtübersicht
Stand-Vermerke entfernt (alte Stände nicht kommentieren; früherer Wortlaut in der Versionsgeschichte): Überschriften ohne „(Stand 2026)“, Vermerkzeilen gestrichen, interne Verweise angepasst. Inhalt und Belege unverändert.
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== Wechselwirkungen (Stand 2026) ==
== Wechselwirkungen ==
Verapamil bremst ein wichtiges Abbausystem der Leber (CYP3A4) und ein Transporteiweiß (P-Glykoprotein); deshalb können viele andere Mittel stärker wirken.<ref name="ISO">[https://www.fachinfo.de/fi/pdf/020976/isoptin-r-120-mg-filmtabletten Fachinformation Isoptin 120 mg Filmtabletten (Verapamil)], Stand der Information April 2022, am 23.09.2026 gelesen. 4.5: „Verapamil hemmt CYP3A4 und P-Glycoprotein (P-gp).“; Lithium: „eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber den Lithium-Effekten (Neurotoxizität) gemeldet; die Lithiumspiegel waren dabei unverändert oder stiegen an. Die Gabe von Verapamil hat jedoch auch zur Senkung der Lithiumspiegel … geführt. Patienten, die beide Wirkstoffe erhalten, sollten daher engmaschig beobachtet werden.“; Betarezeptorenblocker (z. B. Metoprolol, Propranolol) und andere Antiarrhythmika: „Gegenseitige Verstärkung der kardiovaskulären Wirkungen (höhergradige AV-Blockierung, höhergradige Senkung der Herzfrequenz, Auftreten einer Herzinsuffizienz, verstärkte Blutdrucksenkung)“; „Die gleichzeitige Anwendung mit Ivabradin ist … kontraindiziert.“; Statine: bei Simvastatin in höheren Dosen „ist das Risiko einer Myopathie/Rhabdomyolyse erhöht“; Grapefruitsaft erhöht die Verapamil-Konzentration; Alkohol: „Verstärkung der Alkoholwirkung“; Acetylsalicylsäure: „Verstärkte Blutungsneigung“; direkte orale Gerinnungshemmer und Dabigatran: höhere Spiegel, Blutungsrisiko; Digoxin: Dosis verringern; Colchicin: gleichzeitige Einnahme „wird nicht empfohlen“; Carbamazepin: erhöhte Spiegel; Antihypertensiva: „Risiko eines übermäßigen Blutdruckabfalls“. 4.8: „Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen, Schwindel- bzw. Benommenheitsgefühl, gastrointestinale Beschwerden (Übelkeit, Verstopfung, abdominale Beschwerden), außerdem Bradykardie, Tachykardie, Palpitationen, Hypotonie, Flush, periphere Ödeme sowie Müdigkeit.“ Häufigkeitsangaben: „Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen Selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen“.</ref> Die Tabelle nennt die Wechselwirkungen aus der Fachinformation von Isoptin (Stand April 2022) und aus den Fachinformationen der anderen Cluster-Mittel, geprüft am 23.09.2026.
Verapamil bremst ein wichtiges Abbausystem der Leber (CYP3A4) und ein Transporteiweiß (P-Glykoprotein); deshalb können viele andere Mittel stärker wirken.<ref name="ISO">[https://www.fachinfo.de/fi/pdf/020976/isoptin-r-120-mg-filmtabletten Fachinformation Isoptin 120 mg Filmtabletten (Verapamil)], Stand der Information April 2022, am 23.09.2026 gelesen. 4.5: „Verapamil hemmt CYP3A4 und P-Glycoprotein (P-gp).“; Lithium: „eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber den Lithium-Effekten (Neurotoxizität) gemeldet; die Lithiumspiegel waren dabei unverändert oder stiegen an. Die Gabe von Verapamil hat jedoch auch zur Senkung der Lithiumspiegel … geführt. Patienten, die beide Wirkstoffe erhalten, sollten daher engmaschig beobachtet werden.“; Betarezeptorenblocker (z. B. Metoprolol, Propranolol) und andere Antiarrhythmika: „Gegenseitige Verstärkung der kardiovaskulären Wirkungen (höhergradige AV-Blockierung, höhergradige Senkung der Herzfrequenz, Auftreten einer Herzinsuffizienz, verstärkte Blutdrucksenkung)“; „Die gleichzeitige Anwendung mit Ivabradin ist … kontraindiziert.“; Statine: bei Simvastatin in höheren Dosen „ist das Risiko einer Myopathie/Rhabdomyolyse erhöht“; Grapefruitsaft erhöht die Verapamil-Konzentration; Alkohol: „Verstärkung der Alkoholwirkung“; Acetylsalicylsäure: „Verstärkte Blutungsneigung“; direkte orale Gerinnungshemmer und Dabigatran: höhere Spiegel, Blutungsrisiko; Digoxin: Dosis verringern; Colchicin: gleichzeitige Einnahme „wird nicht empfohlen“; Carbamazepin: erhöhte Spiegel; Antihypertensiva: „Risiko eines übermäßigen Blutdruckabfalls“. 4.8: „Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen, Schwindel- bzw. Benommenheitsgefühl, gastrointestinale Beschwerden (Übelkeit, Verstopfung, abdominale Beschwerden), außerdem Bradykardie, Tachykardie, Palpitationen, Hypotonie, Flush, periphere Ödeme sowie Müdigkeit.“ Häufigkeitsangaben: „Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen Selten: kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen“.</ref> Die Tabelle nennt die Wechselwirkungen aus der Fachinformation von Isoptin (Stand April 2022) und aus den Fachinformationen der anderen Cluster-Mittel, geprüft am 23.09.2026.